Mortimer | Mein verführerischer Engel | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1858, 160 Seiten

Reihe: Julia

Mortimer Mein verführerischer Engel


1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-942031-21-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1858, 160 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-942031-21-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie ist atemberaubend schön und sexy, sie kann jeden Mann zum Träumen bringen - aber nichts liegt dem italienischen Grafen Wolf Gambrelli ferner, als die junge Angel in sein Bett zu locken! Erstens hält er sie für Geliebte seines guten Freundes Stephen, und zweitens ist Wolf überzeugt, dass die dunkelhaarige Schöne durchtrieben ist. Ihr engelhaftes Lachen, ihre zärtliche Aufmerksamkeit gegenüber Stephen - sicher ist das nur gespielt! Aber dann ist Wolf plötzlich mit Angel allein. Und über Nacht wird sein Verlangen nach diesem verführerischen Engel unbezähmbar ...



Zu den produktivsten und bekanntesten Autoren von Romanzen zählt die Britin Carole Mortimer. Im Alter von 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman, inzwischen gibt es über 150 Romane von der Autorin. Der Stil der Autorin ist unverkennbar, er zeichnet sich durch brillante Charaktere sowie romantisch verwobene Geschichten aus. Weltweit hat sie sich in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Nach der Schule begann Carole Mortimer eine Ausbildung zur Krankenschwester, musste die Ausbildung allerdings aufgrund eines Rückenleidens nach einem Jahr abbrechen. Danach arbeitete bei einer bekannten Papierfirma in der Computerabteilung. Zu diesem Zeitpunkt schrieb sie ihren ersten Liebesroman, das Manuskript wurde abgelehnt, da es zu kurz war und die Handlung nicht den Ansprüchen des Verlags genügte. Bevor sie einen zweiten Versuch wagte, schmollte sie nach eigenen Angaben erst einmal zwei Jahre. Das zweite Manuskript wurde dann allerdings angenommen, und es war der Beginn ihrer erfolgreichen Karriere als Autorin von modernen Liebesromanen. Sie selbst sagt, dass sie jeden Augenblick des Beginns ihrer Karriere genossen hat, sie war die jüngste Autorin des Verlags Mills & Boon. Carole Mortimer macht das Schreiben viel Freude, sie möchte gern mindestens weitere zwanzig Jahre für ihre Leserinnen schreiben. Geboren wurde Carole Mortimer 1960 in Ost-England, und zwar in einem winzigen Dorf. Sie sagt, das Dorf sei so klein, dass, sollte der Fahrer beim Durchfahren einmal zwinkern, er den Ort vollkommen übersehen könnte. Ihre Eltern leben immer noch in ihrem Geburtshaus, ihre Brüder wohnen in der Nähe der Eltern. Verheiratet ist sie mit Peter, ihr Mann brachte zwei Kinder mit in die Ehe, sie leben in einem wunderschönen Teil Englands. Die beiden haben vier Söhne, zusammen sind es sechs Kinder, zwischen dem ältesten und jüngsten bestehen 22 Jahre Altersunterschied. Außerdem haben sie einen Kleintierzoo sowie einen Hund, der zur Hälfte von einem Kojoten abstammt und den die Familie aus Kanada mitbrachte.

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1. KAPITEL

„Ich muss gestehen, ich habe nicht ganz uneigennützig gehandelt, als ich dich für das Wochenende hierher einlud, Wolf … Ah, ich glaube, da kommt Angel“, murmelte Stephen Foxwood erfreut, als er eine Tür im Haus zugehen hörte. Die beiden Männer saßen auf der Terrasse und genossen in der lauen Sommerluft ein Glas Wein vor dem Abendessen. „Komm, ich stelle dir meine … komm, ich stelle dir Angelica Harper vor“, verbesserte er sich. Er stand auf und trat durch die offen stehenden Flügeltüren in den Salon.

Wolf folgte seinem Freund. Die beiden kannten sich jetzt seit Jahren, und er war der Meinung gewesen, dieses Wochenende sollte dazu dienen, die letzten Feinheiten des Geschäftsabschlusses zu besprechen, den die beiden in der vorangegangenen Woche getätigt hatten. Stephen hatte keinerlei Andeutung gemacht, dass ihm noch etwas anderes auf dem Herzen lag. Oder dass seine derzeitige Geliebte – diese Angel – anwesend sein würde.

Stephen war dreißig Jahre mit Grace verheiratet gewesen, keine unbedingt glückliche Ehe, doch auch keine wirklich unglückliche. Auf jeden Fall war die Ehe für Stephen kein Grund gewesen, auf Affären zu verzichten. Aber er war immer sehr diskret vorgegangen.

Schon vor über einem Jahr war Grace gestorben. Offensichtlich hielt Stephen es nicht mehr für notwendig, seine Geliebten zu verstecken.

Allerdings war Wolf nicht wirklich darauf vorbereitet, Stephens neuster Liebe zu begegnen. Mit halb geschlossenen Lidern beobachtete er, wie sein Freund den Raum durchquerte und die Frau, die eingetreten war, mit einem liebevollen Kuss auf die Wange begrüßte. Jahrelange Erfahrung in der Vorstandsetage hatte Wolf gelehrt, keine Regung zu zeigen, selbst wenn er zutiefst erschüttert war. Wie jetzt. Es war nur zu verständlich, warum Stephen von dieser Frau bezaubert war.

Sie konnte nicht älter als Mitte zwanzig sein, war somit mindestens dreißig Jahre jünger als Stephen und zudem eine der schönsten Frauen, die Wolf in seinen sechsunddreißig Lebensjahren gesehen hatte. Und dabei kannte er als einer der begehrtesten Junggesellen Europas viele schöne Frauen.

Angelica Harper war groß, schlank, mit hüftlangem schwarzen Haar und dunkelgrauen Augen, die unter dichten schwarzen Wimpern aus einem herzförmigen Gesicht blickten. Sie strahlte eine Sinnlichkeit aus, für die Wolf sofort empfänglich war.

„Komm Wolf, begrüße Angel.“ Stephen legte besitzergreifend einen Arm um die Schultern der Frau und führte sie weiter ins Zimmer hinein.

„Angelica“, korrigierte sie und streckte ihre elegant aussehende schmale Hand aus. „Nur Stephen nennt mich Angel.“

„Angelica.“ Wolf nahm die dargebotene Hand und ließ sich nicht anmerken, dass ihn die Berührung ihrer Finger aus der Fassung brachte.

Stephens Landsitz lag gute dreißig Kilometer außerhalb von London. Wolf war mit der Erwartung hergekommen, nach den anstrengenden Geschäftsverhandlungen hier ein Wochenende lang ausspannen zu können. Stephen und er hatten als Partner Land in den Florida Keys gekauft, um exklusive Urlaubsvillen einschließlich eines dazugehörigen Golfplatzes zu bauen. Wenn die Anlage den geplanten Erfolg hatte, dann würden Stephen und er bald zu den reichsten Männern Europas gehören.

Er hatte nicht geahnt, dass Stephen noch andere Motive für seine Einladung gehabt hatte. Und ganz bestimmt hatte er nicht damit gerechnet, dass die Frau, die Stephen ihm vorstellte – wohl eins der anderen Motive –, eine solche Wirkung auf ihn haben würde.

„Angel, das ist Wolf, Graf Gambrelli“, stellte Stephen seinen Freund vor. Der Blick aus seinen blauen Augen war warm und freundlich, während er die beiden beobachtete. Mit seinen achtundfünfzig Jahren war Stephen noch immer ein attraktiver Mann, schlank und durchtrainiert. Er sah gut aus in seinem schwarzen Abendanzug. Auch die grauen Schläfen standen ihm gut.

„Graf Gambrelli.“ Angelica nickte anmutig. Doch dann zog sie leicht eine Augenbraue in die Höhe, denn Wolf hielt ihre Hand viel länger fest, als die Höflichkeit es erlaubte.

Natürlich hatte Angel schon von Graf Carlo – Wolf – Gambrelli gehört. Ein sizilianischer Playboy, über den die Medien ständig berichteten. Sein Erfolg in der Geschäftswelt war legendär. Der in der Damenwelt ebenfalls. Deshalb trug er schon seit langem den Beinamen Wolf, den er sich offenbar wahrlich verdient hatte.

Wenn man ihn sah, konnte man auch leicht verstehen, warum er so viel Erfolg bei den Frauen hatte. Wolf Gambrelli war verboten attraktiv. Einer der attraktivsten Männer, die Angelica je getroffen hatte.

Das dichte gewellte Haar reichte bis auf die Schultern und erinnerte von der Farbe her an eine gesträhnte Löwenmähne. Bei einem Sizilianer hätte Angelica eine dunklere Nuance erwartet. Seine Haut war tief gebräunt, und er hatte ein markantes Gesicht mit einer aristokratischen Nase, vollen sinnlichen Lippen, hohen Wangenknochen und Augen von einem undurchdringlichen Braun. Wolf war groß und schlank, und der maßgeschneiderte Smoking betonte die breiten Schultern und schmalen Hüften.

Ja, Wolf Gambrelli war ein gefährlich attraktiver Mann. Aber Angelica erkannte auch auf den ersten Blick, dass er ein Mann war, der keine Skrupel haben würde, sein Aussehen oder seinen Reichtum dafür einzusetzen, um alles zu bekommen, was er wollte.

„Nennen Sie mich doch bitte Wolf“, bat er galant.

Angelica zog betont auffällig ihre Hand zurück und lächelte kühl.

Ihre Distanziertheit erweckte in Wolf das Bedürfnis, ihr das schwarze Cocktailkleid, das sich eng um ihre verführerischen Kurven schmiegte, von den Schultern zu schieben und sie mit seinem Gewicht in den weichen Teppich zu drücken, sie zu küssen und zu erregen, bis sie vor Verlangen in seinen Armen erschauerte.

Doch er wusste auch, dass Stephens besitzergreifender Arm um die Schultern dieser Frau eine eindeutige Warnung war. Angelica Harper war allein für Stephen bestimmt.

Was veranlasste eine junge und schöne Frau, sich auf eine Beziehung mit einem so viel älteren Mann einzulassen? Geld? Oder hoffte sie etwa darauf, dass sie, jetzt, da Stephen Witwer war, die zweite Mrs. Foxwood würde? Bot sie Schönheit und Jugend für einen reichen Ehemann? Stephen schien auf jeden Fall hingerissen genug, um es ihr anzubieten.

„Einen Drink, Angel?“, fragte Stephen.

„Gern, danke.“

Während Stephen zur Bar ging, um ihr ein Glas kühlen Weißwein einzuschenken, wandte Angelica sich im Konversationston an Wolf.

„Bleiben Sie für längere Zeit in England, Wolf?“

„Ich habe mich noch nicht entschieden.“ Sein Blick hing wie gebannt an ihren vollen roten Lippen. Lippen, die zum Küssen gemacht worden waren.

„Hier, bitte.“ Stephen kehrte mit dem Wein zurück und lächelte Angelica und Wolf an, dann schlang er wieder den Arm um ihre Schulter. „Du siehst wirklich bezaubernd aus heute Abend, Angel“, machte er ihr mit warmem Blick ein Kompliment und wandte sich dann an Wolf. „Meinst du nicht auch, mein Freund?“

Wolf presste die Lippen leicht zusammen, als er den Hauch Rot in ihre Wangen ziehen sah. Diese Frau war zweifelsohne eine aufsehenerregende Schönheit. Doch da sie einem anderen Mann gehörte, war dieses Begehren in ihm, sie zu der Seinen zu machen, völlig irrelevant.

„Angelica ist tatsächlich sehr schön“, stimmte er galant zu, ohne auch nur ein Zeichen seines inneren Aufruhrs preiszugeben.

Was war nur los mit ihm? Er kannte Dutzende von schönen Frauen, blonde, brünette, rothaarige und auch einige mit ebensolchem schwarzen Haar. Warum also drängte es ihn, Stephens Arm von Angelica Harpers Schulter zu reißen, sie sich über die Schulter zu werfen und davonzutragen wie ein plündernder Wikinger?

Allein die Vorstellung, was er dann mit ihr machen würde, ließ das Blut schneller durch seine Adern fließen.

Unter gesenkten Wimpern hervor warf Angelica Stephen einen fragenden Blick zu. Sie kannte ihn zu gut, um sich von seinem leichten Ton täuschen zu lassen. Es musste einen Grund geben, warum Wolf Gambrelli dieses Wochenende hier mit ihnen verbrachte. Da sie in den vergangenen Monaten so viele Wochenenden in Stephens Haus verbracht hatte, wie es ihre vollen Terminkalender erlaubten, wusste sie, dass Stephen nie grundlos etwas tat, sondern immer sehr genau vorausplante.

Allerdings hatte sie nicht die geringste Ahnung, weshalb er Wolf Gambrelli eingeladen hatte. Sie fand die Intensität im Blick dieses Mannes aufreibend. Wie er sie beim Vorstellen bewundernd angesehen hatte, da hatte sie das Gefühl gehabt, er würde sie mit seinem Blick bis auf die Haut ausziehen. Hitze war in ihrem Körper aufgeschossen. Was absolut lächerlich war!

Wolf Gambrelli war ein sizilianischer Playboy. Kein Monat verging, ohne dass nicht in den Hochglanzmagazinen über seine neueste Eroberung berichtet wurde. Der Mann wechselte seine Frauen so oft wie die angeblichen Seidenlaken auf seinem Bett! Und damit war er genau der Typ Mann, den...



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