Mortimer / Wilson / Amanda | Historical Saison Band 7 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 7, 384 Seiten

Reihe: Historical Saison

Mortimer / Wilson / Amanda Historical Saison Band 7

Weihnachten auf Mulberry Hall / Wiedersehen auf dem Weihnachtsmarkt / Ein Heiratsantrag am Fest der Liebe? / Wird dieses Wintermärchen wahr? /
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-86349-244-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Weihnachten auf Mulberry Hall / Wiedersehen auf dem Weihnachtsmarkt / Ein Heiratsantrag am Fest der Liebe? / Wird dieses Wintermärchen wahr? /

E-Book, Deutsch, Band 7, 384 Seiten

Reihe: Historical Saison

ISBN: 978-3-86349-244-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Weihnachten auf Mulberry Hall von MORTIMER, CAROLE
Überall in Mulberry Hall verführen Mistelzweige zum Küssen: Lord Grayson ist mit seiner Selbstbeherrschung bald am Ende. Denn jedes Mal entdeckt er darunter sein hübsches Mündel Amelia, lebhaft, lachend und mit diesem süßen roten Mund ...
Wiedersehen auf dem Weihnachtsmarkt von MCPHEE, MARGARET
Staunend genießt die verarmte Francesca das bunte Treiben des Weihnachtmarktes, als Lord Jack Holberton sie anspricht. Galant lädt er sie zu seiner Weihnachtsparty ein. Nur ein Ausflug in eine glanzvolle Welt - oder das große Glück für immer?
Ein Heiratsantrag am Fest der Liebe? von WILSON, GAYLE
Sechs Jahre ist es her, seit Isabella einem Verletzten in schwerer Stunde zur Seite stand. Jetzt erwartet sie eine Überraschung: Gesund und munter steht Lord Easton vor ihr, attraktiv und sehr entschlossen, sie am Fest der Liebe zu erobern ...
Wird dieses Wintermärchen wahr? von Amanda, McCabe
Nach einem schweren Schicksalsschlag hat die junge Witwe Mary nur einen Weihnachtswunsch: Ein bisschen wärmende Zärtlichkeit! Als sie überraschend mit Lord Amesby eingeschneit wird, scheint die Erfüllung ihres Wunsches verheißungsvoll nah ...



Zu den produktivsten und bekanntesten Autoren von Romanzen zählt die Britin Carole Mortimer. Im Alter von 18 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman, inzwischen gibt es über 150 Romane von der Autorin. Der Stil der Autorin ist unverkennbar, er zeichnet sich durch brillante Charaktere sowie romantisch verwobene Geschichten aus. Weltweit hat sie sich in die Herzen vieler Leserinnen geschrieben. Nach der Schule begann Carole Mortimer eine Ausbildung zur Krankenschwester, musste die Ausbildung allerdings aufgrund eines Rückenleidens nach einem Jahr abbrechen. Danach arbeitete bei einer bekannten Papierfirma in der Computerabteilung. Zu diesem Zeitpunkt schrieb sie ihren ersten Liebesroman, das Manuskript wurde abgelehnt, da es zu kurz war und die Handlung nicht den Ansprüchen des Verlags genügte. Bevor sie einen zweiten Versuch wagte, schmollte sie nach eigenen Angaben erst einmal zwei Jahre. Das zweite Manuskript wurde dann allerdings angenommen, und es war der Beginn ihrer erfolgreichen Karriere als Autorin von modernen Liebesromanen. Sie selbst sagt, dass sie jeden Augenblick des Beginns ihrer Karriere genossen hat, sie war die jüngste Autorin des Verlags Mills & Boon. Carole Mortimer macht das Schreiben viel Freude, sie möchte gern mindestens weitere zwanzig Jahre für ihre Leserinnen schreiben. Geboren wurde Carole Mortimer 1960 in Ost-England, und zwar in einem winzigen Dorf. Sie sagt, das Dorf sei so klein, dass, sollte der Fahrer beim Durchfahren einmal zwinkern, er den Ort vollkommen übersehen könnte. Ihre Eltern leben immer noch in ihrem Geburtshaus, ihre Brüder wohnen in der Nähe der Eltern. Verheiratet ist sie mit Peter, ihr Mann brachte zwei Kinder mit in die Ehe, sie leben in einem wunderschönen Teil Englands. Die beiden haben vier Söhne, zusammen sind es sechs Kinder, zwischen dem ältesten und jüngsten bestehen 22 Jahre Altersunterschied. Außerdem haben sie einen Kleintierzoo sowie einen Hund, der zur Hälfte von einem Kojoten abstammt und den die Familie aus Kanada mitbrachte.

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PROLOG

Welbourne Manor, Sommer 1820

Ich hätte nicht herkommen sollen, dachte Lady Mary Derrington, während sie in dem kleinen Tempelnachbau auf und ab ging. Leise hallten ihre Schritte von den Marmorfliesen wider. Aus den Fenstern von Welbourne Manor am anderen Ende des Gartens drang ein warmes, golden scheinendes Licht, das die Nacht erhellte. Gewiss waren die Gäste immer noch mit dem fröhlichen Blindekuh-Spiel beschäftigt, doch Mary hatte den Trubel der Gesellschaft nicht länger ertragen können. Plötzlich schienen die Wände immer näher zu rücken, drohten sie zu ersticken, und sie hatte das drängende Bedürfnis verspürt, dem zu entfliehen.

Das beklemmende Gefühl wich jedoch auch in dem kleinen Tempel nicht. Es war ein Ort für Liebende, für heimliche Stelldicheins und gemurmelte Liebesschwüre. Auf einem Podest stand eine Statue des Liebesgottes Amor. Den Pfeil im Anschlag haltend, blickte er lächelnd auf mehrere kleine, gemütliche Bänke in einer dunklen Nische.

Mary betrachtete ihn verdrossen. Mit diesem Pfeil sollte er besser nicht auf sie zielen – nicht noch einmal.

Sie ging zu den Steinstufen des Tempeleingangs und blickte, die Arme eng um die Brust geschlungen, zu dem großen Herrenhaus hinüber. Das Heim der besten Freunde ihres Schwagers hatte bei ihrer Ankunft wahrlich einladend gewirkt, so freundlich, lärmend und voller Lebensfreude. Die Familie Fitzmanning war für ihren Frohsinn bekannt, weshalb Mary nur widerwillig ihr Zuhause Derrington Hall verlassen und sich aus der Trauer um ihren vor vielen Monaten verstorbenen Gatten William Lord Derrington gelöst hatte. Sie war überzeugt gewesen, dass man sie für eine sauertöpfische Witwe halten würde, die mit sechsundzwanzig Jahren bereits vorzeitig gealtert war.

Ihre Befürchtungen bewahrheiteten sich jedoch nicht. Die Familie hatte sie in höchst liebenswürdiger Weise in ihren Kreis aufgenommen. Insbesondere mit Charlotte, der jüngsten Tochter, die Mary an ihre eigenen drei Schwestern erinnerte, verband sie inzwischen eine innige Freundschaft. Mary hatte diesen Besuch zunehmend genossen und sich immer wohler gefühlt. Aber dann …

Dann war er gekommen – Dominick. Er war so charmant und attraktiv wie eh und je. Nein, attraktiver sogar, denn seine Gesichtszüge hatten nun die Vollkommenheit angenommen, die sein jugendliches Antlitz einst verheißen hatte. Stürmisch hatte ihr Herz in ihrer Brust gepocht, als sie ihn beim Dinner mit Charlotte lachen und scherzen sah. Sie hatte große Mühe, während der endlos erscheinenden Mahlzeit eine fröhliche Miene beizubehalten, gelassen ihren Wein zu trinken und vorzugeben, dass ihre Welt nicht plötzlich kopfstand.

Unverwandt ruhte ihr Blick auf dem Haus, indes nahm sie dessen Fassade nicht wahr. Vor ihrem inneren Auge sah sie das romantische, unbeschwerte Mädchen, das sie vor ihrer Ehe mit William gewesen war. Sah eine verlassene Terrasse auf einem Ball, sich selbst in einem weißen Kleid hinter einer Topfpalme und Dominick, der sie verführerisch anlächelte. Sein goldblondes Haar schimmerte im Mondlicht, als er den Kopf beugte, um sie zu küssen. Fast konnte sie wieder die sanfte, warme Berührung seiner Hände auf ihren bloßen Armen spüren …

„Nein!“ Heftig schüttelte Mary den Kopf, um die Erinnerungen zu vertreiben. Sie hatte sie all die Jahre beharrlich unterdrückt und versucht zu vergessen. Fast wäre es ihr gelungen. Die Familie ihres Gatten verkehrte – von ihrem Schwager Drew einmal abgesehen – mit gediegenen, auf dem Lande lebenden Familien, während Dominick die Gesellschaft seiner verrufenen Freunde und leichtlebiger Damen in London vorzog. Dank der unterschiedlichen Kreise, in denen sie sich bewegten, waren sie sich bislang nicht mehr begegnet. Sie hatte geglaubt, ihr Herz sei geheilt und sie hätte diese jungmädchenhafte Schwärmerei überwunden, die nichts als ein dummer Fehler gewesen war.

Dem war jedoch ganz und gar nicht so. Als sie am Morgen aus dem Fenster blickte und ihn lachend vom Pferd absteigen sah, war sie wieder zu dem törichten jungen Mädchen von damals geworden. Es war, als hätte es all die vergangenen Jahre nie gegeben, in denen sie eine respektable Ehe geführt und einen Sohn geboren hatte, während Dominick dem skandalösen, ausschweifenden Leben frönte. Bei seinem Anblick hatte sie die gleiche kribbelige Aufregung wie damals verspürt, und sie hatte sich schnell die Hand auf den Mund pressen müssen, um nicht laut aufzuschreien.

Aber die Zeit war nicht stehen geblieben. Sie war inzwischen die verwitwete Countess of Derrington, hatte einen Sohn und Verpflichtungen. Er hingegen war ein berüchtigter Schwerenöter. Der Skandal, den er ausgelöst hatte, als er mit der verheirateten Lady Newcombe nach Frankreich durchbrannte und diese kurz danach im Kindbett in Calais starb, war immer noch in aller Munde.

Nein, ich kann es mir nicht leisten, mich wie das törichte, schwärmerische Mädchen von damals zu verhalten, überlegte Mary. Sie sollte Welbourne Manor auf der Stelle verlassen. Indes, sie wollte nicht abreisen, denn sie fürchtete, sie würde in Derrington Hall in ein tiefes Loch der trostlosen Trauer fallen, nachdem sie in Welbourne Manor an solch unbeschwerter Lebensfreude hatte teilhaben dürfen.

Sie wandte sich ab und trat frustriert gegen eine der Marmorsäulen, ohne daran zu denken, dass sie nur dünne Abendschuhe trug. Ein stechender Schmerz schoss ihr durch den Fuß. „Au! Verflixt!“

„Du solltest dich nicht hier im Dunkeln aufhalten“, sagte eine tiefe, volltönende Stimme hinter ihr. „Es gibt zu viele Dinge, über die man stolpern kann.“

Mary fasste sich an die Kehle. Auf einem Bein stehend drehte sie sich um und erblickte Dominick, der die Stufen zum Tempel hinaufstieg. Er war nicht vom Haus gekommen, sondern von dem Weg, der zum Teich führte, daher hatte sie ihn wohl nicht gesehen. Zudem bewegte er sich immer noch mit der Lautlosigkeit und Grazie eines Tigers, täuschend langsam und elegant.

Sein schwarzer Frack verschmolz mit der Nacht, doch das Mondlicht schimmerte auf seinem blonden Haar. Er musterte sie aufmerksam, als befürchte er, sie würde ihn statt der Säule treten.

„Bist du verletzt?“

Die Überraschung über ihr unverhofftes Wiedersehen hatte Mary ihren wunden Fuß für einen Augenblick vergessen lassen. Nun aber zuckte der Schmerz erneut heftig durch ihr Bein. „Nur in meinem Stolz, denke ich.“

Dominick lachte. Doch in seinem vertrauten Lachen klang eine Spur von Bitterkeit durch, als ob er – ebenso wie sie – in seinem Leben wenig Grund zu Fröhlichkeit gehabt hatte. „Ich glaube, nicht nur dein Stolz ist verletzt, denn wie ich sehe, wagst du es nicht, den Fuß zu belasten.“

„Meinem Fuß geht es gut.“

„Unfug. Setz dich, bevor du noch fällst.“

Ehe sie wusste, wie ihr geschah, umfasste er sanft ihren Ellbogen. Sie spürte die Wärme seiner Finger durch den Stoff ihres Seidenhandschuhs hindurch. Seine Nähe – seine zärtliche Berührung – hatte noch immer dieselbe Wirkung auf sie. Sie weckte eine tief verborgene Sehnsucht in ihr und ließ sie erbeben.

„Siehst du, nun ist dir auch noch kalt“, sagte er und half ihr, sich auf eine der Marmorbänke zu setzen.

Amor sah sie vergnügt an, als hätte er dieses Treffen höchstpersönlich eingefädelt und Dominick zu einem nächtlichen Rendezvous mit ihr herbestellt.

„Du hättest im Haus bleiben sollen.“ Dominick kniete sich neben sie.

„Mir war nach frischer Luft. Offenbar erging es dir nicht anders“, sagte sie.

„Ich wollte eine Zigarre am Teich rauchen“, meinte er. „Und einen Augenblick allein sein.“

So wie sie. Jetzt aber waren sie allein miteinander, und seine Präsenz füllte den nachtschwarzen Raum, nahm jede Faser ihres Bewusstseins gefangen. Seine Wärme, seine Nähe, sein Knie dicht an ihrem Bein, der Duft nach Tabak und Seife, der ihn umgab – all das benebelte ihre Sinne.

„Ich nehme an, du hast kein Blindekuh-Spiel nötig“, sagte sie. „Die Damen laufen dir ganz offen in Scharen nach.“

Oh! Warum habe ich das jetzt gesagt. Mary biss sich auf die Lippe und wünschte, sie könnte die Worte zurücknehmen.

Dominick aber lachte bloß. „Wie kommst du darauf, Mary?“

Ihren Namen aus seinem Mund zu hören ließ sie erneut erschauern. Es war so lange her, dass sie diese vertrauliche Anrede von ihm vernommen hatte; dass sie einfach nur „Mary“ sein durfte.

„Ich sehe hier keine Scharen von Damen, du etwa?“, meinte er lächelnd. „Ich sehe nur dich.“

Er blickte sie an, und seine Augen schimmerten im Mondlicht in diesem überirdischen Saphirblau, von dem sie einst geglaubt hatte, sie würde sich für immer und ewig darin verlieren können. So gefangen war sie von seinen Augen, dass sie gar nicht bemerkte, wie er nach ihrem Bein griff. Erst als er ihr den Schuh vom Fuß streifte, wurde sie sich dessen gewahr. Kühle Nachtluft streifte über ihren bestrumpften Spann, gleich darauf durchströmte sie eine Hitzewelle ob der weitaus unziemlicheren Berührung seiner Hand.

„Was tust du da?“ Sie versuchte, ihm ihren Fuß zu entziehen, doch er hielt sie fest.

„Ich möchte mich lediglich vergewissern, dass du dir nichts gebrochen hast“, sagte er in beruhigendem Ton, als wolle er ein scheuendes Pferd...



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