Mrosek | Bruderherz - Mein Weg mit Jesus | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 220 Seiten

Reihe: tredition GmbH

Mrosek Bruderherz - Mein Weg mit Jesus


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-347-19455-7
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 220 Seiten

Reihe: tredition GmbH

ISBN: 978-3-347-19455-7
Verlag: tredition
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Du stehst an einem Punkt in deinem Leben, an dem es scheinbar nicht rund läuft? Dir passieren Schicksalsschläge und eine Angst, die tief in dir sitzt, kommt ständig bedrohlich näher? Du fragst dich, was das alles soll? Letztendlich fragst du nach der Wahrheit und dem Sinn des Lebens? Die sehr persönliche und heilsame Erzählung 'Bruderherz - Mein Weg mit Jesus' deckt genau diese Fragen auf und liefert tröstliche Antworten, die einen ganz anderen Ansatz haben, als du es von der Welt, die du siehst, gewohnt bist. Begib dich mit mir auf die Reise in dein Innerstes und entdecke dort deine eigene Macht und Stärke. Ich teile mit dir meine ganz eigenen spirituellen Erfahrungen mit meinem geistigen Führer, der sich mir als Jesus vorstellt und nicht einmal im Ansatz so ist, wie ihn die Kirchen und Historie darstellen. Wenn du wirklich froh werden und tatsächlich lieben willst, unabhängig von den äußeren Erfahrungen, die du in dieser Welt noch machst, dann ist diese Erzählung deine ganz persönliche und ich habe sie für dich aufgeschrieben...

Gaby Mrosek, Jahrgang 1971, wuchs zusammen mit einem älteren Bruder im Ruhrgebiet auf. Noch vor Schulbeginn brachte sie sich das Lesen und Schreiben selbst bei, um in die faszinierende Welt der Buchstaben eintauchen zu können. Sie schrieb unzählige Texte und las eine Menge an Büchern. Außerdem hatte sie schon als kleines Mädchen einen tiefen Zugang zur geistigen Welt, verbunden mit dem Wunsch, das mit anderen teilen zu können. Menschen auf ihrem Weg begleiten zu wollen, führte sie zunächst in das Studium der Sozialpädagogik und die Arbeit mit Kindern. Nach einem entscheidenden Wendepunkt in ihrem Leben, beschloss sie, Bücher und Texte für die Öffentlichkeit zu schreiben und Menschen als Wegbegleiterin zu coachen und zu beraten. Seitdem erscheinen regelmäßig spirituelle und heilende Beiträge von ihr auf Facebook. Ihr Roman über die Entdeckungsreise hin zum eigenen Selbst "Lucy fällt" erschien im Mai 2020 bei tredition. "Bruderherz - Mein Weg mit Jesus" ist eine Neuerscheinung 2021 ebenfalls bei tredition. Gaby Mrosek lebt zusammen mit ihrem Mann und zwei erwachsenen Töchtern noch immer in ihrer Heimat, dem Ruhrgebiet.
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Autoren/Hrsg.


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Wer ich zu sein scheine

40 Jahre sind seit dem Traum vergangen – vierzig…

Oft fühle ich mich noch immer wie dieses fünfjährige Mädchen, das erkannt hat, dass es träumt. Das Kind, das an jenem Morgen nach dem Traum beschlossen hatte, aufzuwachen. Der Beschluss war wie ein Versprechen, mehr noch, ein Schwur. Da gab es diese Gewissheit, dass alles gut werden würde. Ja, das würde es, denn ich wollte es so. Das Ganze war eine Frage der Zeit, die unaufhörlich verstrich – für jeden anderen und ebenso für mich. Mein Geist völlig zeitlos, mein Körper nicht die Bohne…

Natürlich ist auf der körperlich materiellen Ebene alles anders. Es hat sich verändert, verändert sich ständig und unaufhörlich wie von Zauberhand. Aus diesem Kind ist ein Teenager geworden, eine junge Frau, eine Frau mittleren Alters. Wenn ich in den Spiegel schaue, bin ich mir oft fremd. Da sehe ich die Person, die sich ständig und auf magische Art zu verändern scheint.

Als ich noch sehr jung war, glaubte ich, ich könnte ewig leben, mit diesem Körper, der für alle Zeit jung bleiben würde. Natürlich wusste ich mit meinem Verstand, dass jeder Mensch hier geboren wird, erblüht, eine Zeit lang im Saft steht und letztendlich wieder verblüht bis zum totalen Zerfall. Ja, ich wusste es – und dennoch konnte ich mir nicht vorstellen, dass Leben sterben kann. Einfach zu sterben kam mir so unglaublich vor. So unglaublich falsch.

Ich erinnere mich an meine Oma Johanna, die mir mit fast 90 Jahren sagte: „Mein Kind, das Leben ist wie ein Traum. Gerade eben war ich so jung und nun schau mich an.“

Darüber musste ich als 19-Jährige lachen. Ich dachte damals: „Ich bin schon immer jung und es kommt mir ewig vor.“ Dennoch nagte der Gedanke in mir und er wurde zu einem Puzzleteil.

Das Leben ist nicht wie ein Traum. Das Leben, das ich als solches wahrnehme, ist ein Traum. Das wusste ich doch schon irgendwie.

Obwohl ich mit dem Thema Zeit damals sehr locker kindlich umging, gab es aber von jeher diese Phasen des Innehaltens. Ich nannte es: das Puzzleteilchensuchen. Ausschlaggebend war dieser Traum, den ich mit 5 Jahren hatte. Ich konnte damals mit niemandem darüber reden. Zum einen fehlten mir die passenden Worte, zum anderen der Mut, das meinen Eltern zu erzählen. Trotzdem war ich nicht wirklich allein. Denn da gab es dieses Etwas, was stets bei mir war. Es redete keine Worte mit mir. Aber es war da. Oft. Eigentlich immer. Ich konnte es als Wärme spüren, als Schutz und Freude. Das war sehr schön und es fühlte sich so selbstverständlich an. Obwohl ich es genoss, dieses Wesen bei mir zu haben, begann ich, je älter ich wurde, das Wissen darum wieder zu verdrängen und zu verschleiern. So verfolgte ich irgendwann den Gedanken, ich lebe gar nicht wirklich als Mensch auf dieser Erde, sondern ich träume das alles nur, nicht bewusst und aktiv weiter.

Die unangenehme Ahnung, ich sei so eine Art Alien in einer fremden Welt, blieb allerdings. Es machte sich als Unwohlsein bemerkbar. Irgendetwas schien mir immer zu fehlen. Ich begann ängstlich zu werden je älter ich wurde und zweifelte an mir und anderen. In meinem Inneren begann ich Puzzleteilchen zu sammeln, die ich im Laufe der Zeit in einer lauten und chaotischen Welt finden konnte. Puzzleteile, die zusammengesetzt das Bild der Wahrheit ergeben sollten. Getrennt von meinem Alltagswissen lagerte ich sie an einem stillen Ort in meinem Geist ein. Ich machte immer wieder Erfahrungen, die man spirituell nennen kann und die ganz plötzlich kamen, ohne mein Dazutun. Und es waren Worte und Sätze von Menschen, die mich umgaben und die wie Schlüssel in ein geistiges Schloss zu passen schienen. Sie ließen mich aufhorchen und hellwach werden. Da war zum Beispiel der Satz einer Mitschülerin. Wir saßen in der Pause zusammen und redeten über den zweiten Golfkrieg, der zu diesem Zeitpunkt gerade tobte. Nachdem wir uns ängstlich in Rage geredet hatten, meinte sie plötzlich sehr leise: „Wisst ihr, was ich glaube? Ich glaube, die Hölle ist hier! Wir sitzen mitten drin und haben uns da selbst hineinmanövriert…“

Wir wurden alle sehr still und für mich war das eine unglaublich große Menge an Puzzleteilen.

Die Hölle ist hier!

Ich lebe also tatsächlich gar nicht da, wo ich eigentlich hingehöre. Ich träume mich in einem Traum oder bin ich gar in der Hölle? Nein! Ich träume mich in einer Hölle! Wie auch immer ich da hineingeraten sein mag…

In meinen zahlreichen schlaflosen Nächten versuchte ich, all das „Wissen“, diese Puzzleteile zusammenzusetzen, damit sie ein Ganzes ergeben würden. Doch nichts dergleichen geschah. Viel zu viele Teile fehlten mir. Ich sah vor meinem geistigen Auge ein überdimensionales Puzzle aus Millionen von Teilen. Und von diesen Teilen hatte ich gerade mal eine Handvoll und nicht einmal die, die direkt miteinander in Verbindung schienen.

So ging es weiter und weiter. Zwischen suchen, finden, verwerfen, alles wieder verdrängen. Das machte mich sehr unzufrieden.

So stolperte ich durch meine Kindheit und Jugend. Immer auf der Suche nach der Wahrheit, um diese Suche ständig wieder zu unterbrechen. Manchmal unterbrach ich sie, weil ich so viele Probleme zu haben schien und mich voller Selbstmitleid diesen hingab. Manchmal aber auch, weil ich plötzlich so glücklich war oder so verliebt und mich dann doch wieder als Kind dieser Welt fühlte. Es gab viele Lücken im Teppich und es waren meine totalen Tiefpunkte, die mich wieder auf Puzzleteilchensuche brachten.

Während ich also nach Sinn und Zweck der ganzen Welt fragte und überlegte, wann dieser Traum wohl enden würde, tauchte dieses Es - dieses Wesen – intensiver bei mir auf. Manchmal konnte ich es körperlich spüren, manchmal im Geist als helles Licht erkennen. In den Nächten, in denen ich mich sehr vor der Dunkelheit fürchtete, umgab es mich wie eine Schutzhülle und ich wusste ganz genau, dass nichts und niemand die Macht hatte, durch diese Hülle zu dringen. Oft wurde ich mitten in der Nacht wach und fühlte jemanden an meinem Bett sitzen. Ich konnte ihn nicht mit meinen Augen sehen, aber er war da. Ich hatte keine Angst. Ganz im Gegenteil: Ich fühlte tiefen Frieden und einen starken Schutz. Meine Mutter erklärte mir damals, ich würde das nur träumen. Aber ich träumte nicht. Denn das war realer als mein körperlicher Wachzustand tagsüber.

Das Wichtigste aber war, es fühlte sich völlig angstfrei an. Da gab es nur diese Stille, diesen Frieden und eine Gegenwart, die ich tagsüber nicht entdecken konnte. Zu groß war da meine Angst vor dem Leben selbst. Sie konnte Ausmaße annehmen, die mich komplett lähmten und mich kaum atmen ließen. Manchmal war es so schlimm, dass ich glaubte, nur der Tod wäre eine echte Alternative. Nachdem ich mit meinen destruktiven Gedanken auch destruktive Ergebnisse anzog, stürzte ich mich verzweifelt in meine Trauer und tiefe Depressionen überkamen mich. Ich war mitten in der Pubertät und ein Bündel aus Angst und Zweifeln. Nicht zuletzt beschuldigte ich insgeheim alle um mich herum – natürlich auch mich selbst. Ich quälte mich täglich aus dem Bett, zwang mich zur Schule, wo eine Horde lauter und gemeiner Schüler auf mich wartete. Ich ließ den stinklangweiligen Unterricht mit schimpfenden und unfairen Lehrern über mich ergehen und übernahm still das Urteil, dass mit mir etwas nicht stimmen würde. Ich zog hohe Mauern um mich herum, damit möglichst wenig von da draußen an mich herankam. An vielen Nachmittagen hockte ich lethargisch in meinem Zimmer und war bemüht allen Frust und Groll aus mir herauszuschreiben. Ich wollte die ganze Schuld und diese schlimme Angst irgendwie weghaben und so nutzte ich ein Tagebuch. Das half allerdings nur sehr kurz, ebenso wie die düstere Musik, die ich laut aufdrehte. Spätestens am Abend war sämtliche Erleichterung wieder dem tiefen Weltschmerz gewichen. Mir war klar, dass ich vor mir selbst nicht fliehen konnte und auch meine Ideen nicht einfach wegschreiben konnte.

Schließlich hielt ich das alles nicht mehr aus und ich begann, meinen Selbstmord zu planen. Ich sah wirklich keinen Sinn in allem. Ich hatte mein Leben genau abgewogen, einen höheren Plan gesucht, einen Sinn, den das alles ergeben sollte. Aber soviel ich auch gesucht hatte, ich war zu null Ergebnis gekommen. Das Einzige, was ich sah, war, dass letztendlich alles Leben auf diesem feindlichen Planeten zum Tode verurteilt war.

Selbst wenn mir eine Wahrsagerin vorausgesagt hätte, dass ich bei bester Gesundheit 100 Jahre alt werden würde, einen wundervollen Beruf hätte, viel Geld und Luxus, sowie die Liebe meines Lebens treffen würde und mit einer vollkommen glücklichen Familie gesegnet wäre, so wäre mir das zu wenig gewesen.

War ich etwa undankbar? Nein, das war ich keinesfalls, denn was alles würde mir das schon bringen, wenn ich mit dem Tod bezahlen müsste. Und das würde ich ganz sicher irgendwann. Das...



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