E-Book, Deutsch, 272 Seiten, ePub
Reihe: Thieme
Müller Memorix Kindernotfälle
2. aktualisierte Auflage 2018
ISBN: 978-3-13-241121-0
Verlag: Thieme
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 272 Seiten, ePub
Reihe: Thieme
ISBN: 978-3-13-241121-0
Verlag: Thieme
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Im Ernstfall gelassen und professionell reagieren.
„Memorix Kindernotfälle“ vermittelt Ihnen Kompetenz für den Ernstfall: Das Nachschlagewerk im Kitteltaschenformat liefert kompakt und praxisnah konkrete Handlungsanweisungen für die zwar seltenen, aber vielfältigen Notfälle im Kindesalter. Professionelle Helfer erlangen dadurch Sicherheit im Handeln und die emotionale Belastung wird verringert.
Das Buch besticht durch seine klare, einheitliche Struktur. Die notwendigen Maßnahmen für die wichtigsten Notfallsituationen von A-Z werden anschaulich und praxisnah dargestellt. Notfallmedikationen mit klaren Dosierungsangaben. In dieser zweiten, aktualisierten Auflage wurden die neuen Reanimationsrichtlinien, sowie wichtige Themen wie Recht, Patientensicherheit und Kindesmisshandlung berücksichtigt.
Jederzeit zugreifen: Der Inhalt des Buches steht Ihnen ohne weitere Kosten digital in der Wissensplattform eRef zur Verfügung (Zugangscode im Buch). Mit der kostenlosen eRef App haben Sie zahlreiche Inhalte auch offline immer griffbereit.
Zielgruppe
Ärzte
Autoren/Hrsg.
Fachgebiete
Weitere Infos & Material
1 Allgemeine Notfallmaßnahmen
Traditionell wird die Wiederbelebung eingeteilt in Basismaßnahmen („basic life support“ = BLS) – also solche Maßnahmen, die auch fortgebildete Nichtmediziner ohne besondere Hilfsmittel durchführen können – und erweiterte Notfallmaßnahmen („advanced life support“ = ALS). Letztere Maßnahmen werden in aller Regel nur durch Ärzte, durch Notfallsanitäter / Rettungsassistenten oder andere besonders geschulte Personen durchgeführt werden. Diese Grundgliederung der Maßnahmen wird im Folgenden auch auf andere Notfalltherapien übertragen.
Allgemeine Notfallmaßnahmen wird jeder geschulte Ersthelfer und erst recht jeder Mitarbeiter des Rettungsdienstes durchführen können (und sollen), erweiterte Notfallmaßnahmen werden besondere Kenntnisse, Medikamente und meist auch besondere Hilfsmittel erfordern.
1.1 Das leblose Kind: Pathogenese Herzstillstand
Im Gegensatz zum Herzstillstand beim Erwachsenen, der meist eine direkte kardiale Ursache hat, ist der primäre Herzstillstand beim Kind äußerst selten. Häufigste Ursache sind Atemstörungen ? Abb. 1.1.
Pathogenese Herzstillstand.
Abb. 1.1
1.2 BAP-Schema
1.2.1 Bewusstsein
? s. ? Bewusstsein, ? Tab. 1.1
Tab. 1.1 Bewusstsein.| Kind < 1 Jahr | Kind > 1 Jahr |
| Bewusstseinslage prüfen
|
1.2.2 Atmung
? s. ? Atmung
Tab. 1.2 Atmung.| Kind < 1 Jahr | Kind > 1 Jahr |
| Atmung überprüfen
|
1.2.3 Puls
? s. ? Puls (Kreislauf, Zirkulation)
Tab. 1.3 Puls.| Kind < 1 Jahr | Kind > 1 Jahr |
| Brachialispuls tasten, ggf. Herzspitzenstoß tasten | Suche nach Kreislaufzeichen
| Karotispuls tasten |
1.3 Bewusstsein
1.3.1 Beurteilung
Tab. 1.4 Beurteilung.
| Kind < 1 Jahr | Kind > 1 Jahr |
| Bewusstseinslage prüfen
|
1.3.2 Maßnahmen
Für Kindernotfälle gilt in Bezug auf die Durchführung des Notrufs in aller Regel das Motto „Call fast“ anstelle des „Call first“ beim Erwachsenen:
-
Call fast: lebensrettende Sofortmaßnahmen – insbesondere Freimachen der Atemwege und Beatmung ohne Verzögerung beginnen
-
Hilfe rufen, wenn möglich, ohne das Kind zu verlassen
-
falls alleine, erst nach einem initialen Reanimationsversuch von z.B. 2 Minuten das Kind zwecks Notruf verlassen (da zumeist Atemstörung die Ursache)
-
-
Call first: Nach Feststellung der vitalen Bedrohung zunächst für Notruf sorgen, dazu ggf. auch den Patienten verlassen, erst dann Beginn der Reanimation (da zumeist kardiale Ursache ? raschester Defieinsatz)
1.4 Atmung
1.4.1 Beurteilung
Tab. 1.5 Beurteilung.
| Kind < 1 Jahr | Kind > 1 Jahr |
| Atmung überprüfen
|
1.4.2 Maßnahmen
-
Atmung vorhanden
-
? stabile Seitenlage oder ? Bauchlage (Säugling)
-
Atmung nicht vorhanden




