Müller | Personalmanagement - Teil 2 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 124 Seiten

Müller Personalmanagement - Teil 2

3. aktualisierte und überarbeitete Auflage: Funktionsbereiche des Personalmanagements - eine prozessorientierte Betrachtung
3. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7557-4389-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

3. aktualisierte und überarbeitete Auflage: Funktionsbereiche des Personalmanagements - eine prozessorientierte Betrachtung

E-Book, Deutsch, 124 Seiten

ISBN: 978-3-7557-4389-7
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Diese 3teilige Publikation ist für Studierende gedacht, die im Rahmen des Besuches weiterführender Fach- und Hochschulen vor entsprechenden Abschlussprüfungen stehen. Es bietet als Lern-, Arbeits- und Übungsbuch eine umfassende Arbeitsgrundlage um sich die rechtlichen und unternehmenspraktischen Inhalte und Abläufe, die in einem modernen Personalmanagement erforderlich sind zu erarbeiten. Es umfasst drei Teile die miteinander verknüpft sind und aufeinander aufbauen - Teil 1 mit den erforderlichen rechtlichen/arbeitsrechtlichen Grundlagen als Basis personalwirtschaftlichen Handelns - Teil 2 mit einer prozessorientierten Betrachtung der einzelnen Funktionsbereiche des Personalmanagements von der Personalplanung bis zur Personalfreisetzung - sowie Teil 3 in dem exemplarisch Vertiefungsthemen und Übungen aus den einzelnen Funktionsbereichen dargestellt werden. Viele anschauliche Fälle mit Leitfragen, Strukturbildern, Checklisten und Zusammenfassungen lassen eine effektive Lernerfolgskontrolle zu. Praxis und Theorie werden miteinander verknüpft und bieten die optimale Grundlage für eine bevorstehende Prüfung. Ein begleitendes Buch mit Lösungshinweisen steht zur Verfügung.

Studium an der Universität Mannheim; Schwerpunkte: Arbeits- und Wirtschaftsrecht sowie Personalmanagement mit Abschluss Diplom-Kaufmann. Danach arbeitete er langjährig als Personalreferent und Abteilungsleiter im Personal- und Sozialwesen zweier international tätiger Konzernunternehmen (Chemie- u. IT-Branche). Vor ca. 10 Jahren wechselte er in den Bildungssektor und arbeitet derzeit als Dozent und Tutor für verschiedene Hochschulen (Bachelor / Master) und Bildungsinstitute; als Prüfer und Korrektor ist er im Rahmen der Abnahme von Prüfungen bei der Industrie- und Handelskammer aktiv. Des Weiteren ist er als Gesellschafter eines Consulting-Unternehmens mit der Beratung von Unternehmen im Rahmen von arbeitsrechtlichen und personalwirtschaftlichen Fragestellungen betraut.
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2. Quantitative Personalplanung


Dieser Teil der Personalplanung betrachtet bzw. ermittelt den quantitativen Bedarf an Arbeitnehmern zu einem bestimmten Zeitpunkt bzw. für einen Zeitraum.

Daraus ergeben sich Sollwerte, an denen sich alle personalwirtschaftlichen Maßnahmen auszurichten haben. Zunächst werden somit die quantitativen Aspekte der Personalplanung betrachtet.

2.1 Personalbedarfsarten


Im Rahmen der Personalplanung werden unterschiedliche Arten des Personalbedarfs betrachtet. Folgende Skizze veranschaulicht dies:

2.2 Personalbewegungen


Im Rahmen der quantitativen Betrachtung von Mitarbeitern entstehen verschiedene Arten von Personalbewegungen, wobei die Einsatzverfügbarkeit der Mitarbeiter nach folgenden zwei Gesichtspunkten betrachtet wird:

  • Personalvermehrung (Zugang).
  • Personalverminderung (Abgang).

In der betrieblichen Praxis spielen bei dieser Betrachtung schwerpunktmäßig folgende begrifflichen Zusammenhänge eine Rolle, wobei dies nicht in allen Unternehmen einheitlich definiert ist. Somit sollten die folgenden Begriffe auch als Orientierung verstanden werden. Grundsätzlich geht man von einer Stamm- bzw. Kernbelegschaft aus, die i. d. R. aus Arbeitnehmern mit unbefristeten Arbeitsverhältnissen besteht. Darin befinden sich auch Arbeitnehmergruppen die in einem ruhenden Arbeitsverhältnis stehen (z. B. Arbeitnehmer in Elternzeit). Während eines ruhenden Arbeitsverhältnisses sind die Hauptpflichten von Arbeitnehmern (Erbringung der Arbeitsleistung) und Arbeitgebern (Entgeltzahlung, Verfügbarkeit des Arbeitsplatzes) außer Kraft gesetzt, während die Betriebszugehörigkeit weiterhin besteht.

Darüber hinaus gibt es noch Arbeitnehmer mit befristeten Arbeitsverträgen die nicht zur Stammbelegschaft gezählt werden, sondern lediglich für einen begrenzten Zeitraum zur Verfügung stehen. Betrachtet man die Stammbelegschaft und die Gruppe von Arbeitnehmern mit befristeten Verträgen, so wird auch von der Gesamtbelegschaft gesprochen. Hierzu zählen dann auch die Auszubildenden, die im Rahmen ihres Berufsausbildungsvertrages keine Arbeitnehmereigenschaft besitzen.

Folgendes Schaubild verdeutlicht die genannten Zusammenhänge:

2.3 Ermittlung des Personalbedarfs


Zur Ermittlung des quantitativen Personalbedarfs gibt es in der betrieblichen Praxis sehr verschiedene Arten der Berechnung. Als praktische Beispiele werden folgende methodische Vorgehensweisen zur Ermittlung bzw. Darstellung des Personalbedarfs betrachtet:

  1. Ermittlung anhand von Personalbewegungen.
  2. Ermittlung anhand von Abgangs- / Zugangstabellen.
  3. Ermittlung anhand der zeitlichen Verfügbarkeit der Arbeitnehmer.

Im Rahmen der Personalbedarfsermittlung werden teilweise auch Produktivitäts-betrachtungen bezüglich des wirtschaftlich optimalen Einsatzes von Arbeitnehmern durchgeführt. Auf diese Methode wird in dieser Publikation nicht eingegangen.

a)Personalbedarfsermittlung anhand von Personalbewegungen

Für die Lösung lassen sich grundsätzlich drei Überlegungen anstellen:

  1. Feststellung des künftigen Personalbedarfs für einen zu planenden Zeitraum (z. B. Personalbestand für das kommende Quartal). Dieser sog. setzt sich dann aus an Mitarbeitern zusammen. Unter Einsatzbedarf versteht man . Der Reservebedarf umfasst den Bedarf der durch Ausfall von Mitarbeitern in der Planperiode entsteht (Verfügbarkeit der Mitarbeiter).
  2. Ermittlung der durch Fortschreibung des gegenwärtigen Personalbestandes durch entstehende Personalzu- oder Personalabgänge.
  3. Feststellung des als Differenz zwischen Bruttopersonalbedarf und Personalbestand. Der Nettopersonalbedarf führt dann entweder zu einem wegen der zu erwartenden Deckungslücke oder zu einem aufgrund des voraussehbaren Personalüberhangs.

Diese Zusammenhänge werden im Folgenden noch einmal in Form einer Tabelle veranschaulicht.

Darstellung als Gleichung:

Personalbestand (Ist-Anfangsbestand)

- Abgänge

+ Zugänge

= zu erwartender Personalbestand (Personalentwicklungsbestand)

== > wenn Netto-Personalbedarf > 0 = Beschaffungsbedarf (Ersatz- u./o. Zusatzbedarf)

== > wenn Netto-Personalbedarf < 0 = Abbaubedarf

Geplanter Personalbestand (Brutto-/Sollpersonalbedarf)

b)Personalbedarfsermittlung anhand „Abgangs-Zugangs-Tabellen“

Planung des zukünftigen Personalbestandes des Bereiches „Personalwesen“ mit einer Planungsdauer von einem Jahr (Beispiel):



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