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Müller | Zombies im roten Abgrund - Der letzte Fluchtversuch | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 195 Seiten

Müller Zombies im roten Abgrund - Der letzte Fluchtversuch


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8190-5462-4
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 195 Seiten

ISBN: 978-3-8190-5462-4
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Stell dir vor, du steckst mitten in der Apokalypse - und alles, was schiefgehen kann, geht schief. Ein sicherer Ort? Angeblich gibt es ihn. Ein genialer Fluchtplan? Pure Verzweiflung. Zombies? Viel zu viele, viel zu nah. Doch während andere längst den Verstand verlieren würden, setzt eine bunt zusammengewürfelte Gruppe Überlebender auf das einzige, was ihnen bleibt: schwarzen Humor, wahnwitzige Ideen und die Hoffnung, dass selbst in der Apokalypse noch Platz für absurde Abenteuer ist. Ein irrwitziger Überlebenskampf voller Chaos, grotesker Situationen und ungeahntem Teamgeist - denn wenn alle Stricke reißen, kommt Humor zum Zug.

Sebastian Müller ist ein kreativer Kopf mit einer Vorliebe für düstere Geschichten und schwarzen Humor. Geboren und aufgewachsen in einer kleinen Stadt, entdeckte er früh seine Begeisterung für das Erzählen von Geschichten, die die Grenzen des Alltäglichen sprengen. Inspiriert von Filmen, Videospielen und seiner eigenen Liebe zur veganen Küche, verbindet er in seinen Werken oft das Absurde mit dem Nachdenklichen. Sebastian hat ein besonderes Talent dafür, schräge Situationen mit Tiefgang zu verbinden und Figuren zu erschaffen, die trotz aller Widrigkeiten eine menschliche Note behalten. Er schafft es, Gesellschaftskritik mit einer Prise Zynismus zu würzen und Leser*innen in actionreiche, oft skurrile Szenarien zu entführen, die sie zum Lachen, Nachdenken und Mitfiebern bringen.
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Die Gespräche drehten sich weiter um alte Rezepte, vergangene Feste und zukünftige Pläne. Benny und Torben diskutierten, ob es nicht eine gute Idee wäre, einen eigenen, improvisierten Kochklub zu gründen – einen, der den Namen „Kochklub der Überlebenden“ tragen könnte. „Stellt euch vor, wie wir dann jedes Mal ein kleines Festmahl veranstalten, wenn wir eine neue Entdeckung machen“, sagte Benny mit leuchtenden Augen. „Ein Festmahl, das uns daran erinnert, dass das Leben immer noch lebenswert ist – auch wenn wir zwischen Zombies und Trümmern sitzen.“ Die Idee klang absurd, aber auch befreiend; sie bedeutete, dass man sich nicht vollständig der Dunkelheit ergeben musste, sondern immer noch etwas Schönes und Kreatives finden konnte.

So verging die Nacht in der alten Villa, und als der erste Schimmer der Morgendämmerung am Horizont erschien, war klar, dass der Fund des Kochklubs der lebenden Toten ein Wendepunkt in ihrem Überlebenskampf gewesen war. Nicht nur hatten sie Vorräte gefunden und alte Rezepte entdeckt, sondern auch einen Funken Hoffnung, der ihnen zeigte, dass selbst die absurdesten und schaurigsten Ideen den Geist des Lebens bewahren konnten.

Mit diesem neuen Wissen und einem Gefühl der Wiederauferstehung machten sich die Überlebenden daran, die Villa zu sichern und als vorübergehenden Rückzugsort zu nutzen. Während einige bereits begannen, die alten Küchenutensilien zu säubern und den Herd wieder flott zu machen, um weitere Experimente zu wagen, schien der Geist des Kochklubs – so skurril und makaber er auch gewesen sein mochte – in ihren Herzen weiterzuleben. Es war, als ob sie nicht nur gegen die Zombies kämpften, sondern auch gegen das Vergessen, gegen den Verlust der kulturellen Identität, die sie einst ausmachte.

Die alten Rezeptbücher, die fleischigen Zutaten und die verblassten Erinnerungen an feine Dinnerpartys wurden zu Symbolen einer Welt, die einst voller Leben, Lachen und Kreativität war – und die nun, trotz aller Widrigkeiten, in kleinen Gesten wieder aufleben konnte. In den folgenden Tagen setzten sie ihre kulinarischen Experimente fort, jeder Versuch ein kleiner Akt der Rebellion gegen die trostlose Apokalypse. Und während draußen die Untoten unaufhörlich umherstreiften, fanden in der verlassenen Villa immer mehr Überlebende zusammen, die sich von den alten Rezepten inspirieren ließen und daran glaubten, dass auch in einer Welt voller Tod und Chaos noch Platz für ein Festmahl der Freude war.

So wurde der „Kochklub der lebenden Toten“ nicht nur zu einem Fundstück der Vergangenheit, sondern zu einem Symbol für das Hier und Jetzt – ein Beweis dafür, dass der Mensch selbst in den absurdesten Momenten der Verzweiflung immer noch in der Lage ist, den Geschmack des Lebens zu kosten und dabei die Schatten der Dunkelheit zu vertreiben. Und während in den kommenden Stunden das erste Licht des Tages die Risse der Villa sanft erhellte, blickten die Überlebenden mit einem Lächeln und einem Funken neuer Hoffnung in die Zukunft – bereit, jeden Tag aufs Neue ein kleines, makabres Festmahl zu zelebrieren, das selbst die Toten zum Schmunzeln bringen würde.

Letzter Schrei: Mode für die Zombie-Apokalypse

In den staubigen Ruinen einer ehemals glanzvollen Stadt, wo der Alltag in ein endloses Spiel zwischen Überleben und Verzweiflung umgeschlagen war, entdeckte die Gruppe von Überlebenden einen Ort, der selbst in den düstersten Stunden für einen Augenblick wie ein Fenster in eine andere Welt wirkte. Ein altes Museum, einst der Stolz der Stadt – ein Museum, das längst seine Bedeutung für Kultur und Geschichte verloren hatte –, war nun zum Kostümfundus umfunktioniert worden. Zwischen staubigen Ausstellungsstücken, vergilbten Gemälden und stillstehenden Uhren, die die Zeit nicht mehr zählen konnten, lagen schräge Gewänder und bizarre Requisiten, die heute mehr an ein Theaterstück als an historische Exponate erinnerten.

Die Gruppe, bestehend aus Carla, Lukas, Patricia, Mehmet, Benny, Torben und einigen weiteren Mitstreitern, war zunächst auf der Suche nach Vorräten in der Nähe der alten Museen gewesen. Doch als sie durch ein halb zerstörtes Foyer schlichen, fiel ihr Blick auf einen Raum, der einst als Kostümraum gedient haben musste. In diesem Raum hatten sich Hunderte von Kleidungsstücken, Hüten, Masken und Accessoires angesammelt – Überbleibsel vergangener Zeiten, in denen Mode noch als Ausdruck von Individualität und Lebensfreude galt. Jetzt jedoch schienen sie in einem neuen Licht zu glänzen: als Fundus für ein absurdes, fast schon groteskes Modeexperiment mitten in der Zombie-Apokalypse.

„Seht euch das an“, flüsterte Lukas ehrfürchtig, als er ein altes, prunkvolles Ballkleid in die Hand nahm, das von der Zeit und vom Staub fast zerfallen schien. „Das hätte ich nie erwartet – so etwas Glanzvolles inmitten von all dem Elend.“ Patricia trat näher und betrachtete eine Reihe von schillernden Masken, die in einer Vitrine standen. „Früher hat man hier wohl aufwendige Kostüme für Theateraufführungen oder Maskenbälle aufbewahrt“, erklärte sie, während sie mit dem Finger über das glasige Material strich. „Heute könnten sie uns vielleicht den einen oder anderen modischen Anstoß geben – oder uns wenigstens ein Lächeln aufs Gesicht zaubern.“

Inmitten des Kostümfundus’ entdeckte Carla einen imposanten Umhang, der mit kunstvollen Stickereien verziert war, aber längst seinen ursprünglichen Glanz verloren hatte. „Stellt euch vor, wenn wir das anziehen – als wären wir die Könige und Königinnen einer neuen, schrägen Ära“, lachte sie und schwang den Umhang über die Schulter. Mehmet, der immer praktisch veranlagt war, schüttelte den Kopf, konnte sich aber ein Grinsen nicht verkneifen: „Oder wir nutzen die Gewänder, um uns vor den Zombies zu tarnen – vielleicht denken die dann, wir seien einfach nur Kunstobjekte.“

Benny, der stets für einen schrägen Einfall gut war, hatte in diesem Moment eine Idee: „Warum machen wir nicht einen kleinen Catwalk? Stellt euch vor, ein Laufsteg zwischen Särgen und alten Exponaten, und wir zeigen der Welt, dass Mode selbst in der Apokalypse ein Statement ist.“ Seine Worte lösten einen wahren Schwall von Gelächter aus, und schon bald war der ganze Raum erfüllt von euphorischen Stimmen und wilden Ideen.

Die Vorstellung, dass sie – mitten im Chaos, umgeben von dem Gestank der Untoten und dem permanenten Geräusch schleppender Zombies – einen modischen Auftritt inszenieren könnten, wirkte absurd und befreiend zugleich. Es war, als ob sie mit diesem Experiment nicht nur der Angst trotzen, sondern auch den letzten Schrei der einstigen Zivilisation – den modischen Anspruch – in die Zukunft tragen wollten.

Die Vorbereitungen begannen augenblicklich. Patricia und Carla machten sich daran, die besten Kostüme und Accessoires zusammenzutragen. Sie kramten in alten Kisten, sortierten Hüte, Schmuck und sogar ein paar Paar extravagante Handschuhe aus, die einst wohl von reicher Aristokratie getragen wurden. Lukas half dabei, die defekten Lampen im Raum zu reparieren, damit das trübe Licht des Museums in ein warmes, fast schon romantisches Ambiente getaucht wurde. Mehmet übernahm die technische Seite: Er fand ein altes Soundsystem, das trotz seiner Altersschwäche noch funkte, und organisierte leise Hintergrundmusik – eine Mischung aus alten Jazz-Melodien und improvisierten Beats, die den Raum in eine fast surreale Stimmung versetzten.

Währenddessen überlegten auch Torben und Benny, wie man den Catwalk inszenieren könnte. „Stellt euch vor: Ein langer Gang, der von den alten Särgen gesäumt wird, als wären sie Thronen. Und wir, in unseren besten Fundstücken, schreiten entlang, während die Zombies – unsere ungebetenen Zuschauer – aus den dunklen Ecken hervorlugen“, sagte Torben, der anfangs skeptisch, dann aber immer enthusiastischer wurde. Benny nickte eifrig: „Das wäre der Inbegriff des ultimativen Kontrasts: Tod und Leben, Mode und Morbidität. Wir machen uns selbst zur Kunst, und vielleicht, nur vielleicht, zeigt uns die Mode, dass wir immer noch etwas haben, wofür es sich zu leben lohnt.“

Die Gruppe entschied sich, einen kleinen Bereich des Museums als Laufsteg zu nutzen – einen langen Korridor, der einst zu einer Galerie geführt hatte. Dort standen noch immer Särge, die als Exponate des historischen Zeitalters dienten, und zwischen den Särgen hingen verstaubte Gemälde, die einst das Erbe der Kunst bewahren sollten. Nun aber bildete dieser Raum den Rahmen für einen bizarren, fast schon theatralischen Auftritt.

Zuerst probierten einige Mitglieder der Gruppe verschiedene Outfits an. Carla schlüpfte in ein prächtiges Ballkleid, das sie zuvor in einer hinteren Ecke des Raumes entdeckt hatte, und drehte sich vor einem zerbrochenen Spiegel, um die Wirkung zu begutachten. „Das ist der letzte Schrei, meine Lieben“, verkündete sie lachend. „Wenn ich so über den Laufsteg schreite, werden die Zombies garantiert kurz innehalten, um sich zu vergewissern, dass sie mich nicht für ein Exponat halten!“ Die Vorstellung, dass selbst die Untoten sich für Mode interessieren könnten, ließ alle schmunzeln.

Lukas, der immer eher zurückhaltend war, entschied sich für einen subtileren Auftritt. Er zog einen alten, aber stilvollen Frack an, der einst in einem Opernhaus getragen worden war. Als er über den improvisierten Laufsteg schritt, wirkte er fast wie ein Gespenst aus vergangenen Zeiten – elegant, melancholisch und zugleich humorvoll. Patricia ergänzte die Szene, indem sie einen extravagant gemusterten Hut trug, der ihre Augen hinter einer dicken Brille verbarg. „Wir müssen uns in Szene setzen“, sagte sie bestimmt, „damit auch die Zombies...



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