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E-Book, Deutsch, Band 2, 120 Seiten
Reihe: Dark Desire
Muschiol Dark Desire - Gefährliche Versprechen. Erotischer Roman
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-95573-375-9
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2, 120 Seiten
Reihe: Dark Desire
ISBN: 978-3-95573-375-9
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Mit Jason Stanton, dem begehrtesten Junggesellen New Yorks, hat Chloe den heißesten Sex ihres Lebens. Er führt sie ein in seine gefährliche Welt, die von Dominanz und Unterwerfung geprägt ist. Wie kann es sein, dass devoter Lustschmerz sie so dermaßen erregt? Sie spricht die magischen Worte aus und verspricht Jason, dass sie nur ihm gehört. Doch sie hat keine Ahnung, was dieses Versprechen für Folgen hat. Jason will sie endgültig zu seinem Eigentum machen, und das spürt sie erst, nachdem sie in einer durchfeierten Nacht in einem Club alle Hemmungen verliert und etwas passiert, das nicht passieren durfte...
Bärbel Muschiol wurde 1986 in Weilheim, Oberbayern, geboren. Glücklich verheiratet lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern heute noch immer im tiefsten Bayern. Im Genre Erotik und in der Belletristik hat sich die Autorin mittlerweile einen festen Platz in den Bestsellerlisten geschaffen.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1. Kapitel
Chloe
Nachdem mich Jasons Fahrer in dessen Limousine sicher nach Hause gefahren hat, habe ich mir etwas Gemütliches angezogen.
Fest entschlossen, die vier Stunden, die mir noch bis zum Shooting bleiben, für einen ausgedehnten Googlemarathon zu nutzen, sitze ich im Schneidersitz auf meinem Bett und stelle mir den Laptop auf den Schoß.
Gespannt, was ich so alles finden werde, gebe ich in die Suchleiste Jason Stanton ein.
Meine Suche ergibt 453.000 Ergebnisse (0,43 Sekunden), das ist ja der absolute Wahnsinn!
Neugierig, wie ich bin, klicke ich mich durch die vielen Fotos, und das, was ich sehe, lässt mich schwer schlucken.
Mir ist natürlich bewusst, dass Jason ein verflucht attraktiver und sehr erfolgreicher Mann ist, um den sich die Frauen nur so reißen. Aber jetzt, wo ich den Beweis dafür direkt vor Augen habe, komme ich mir irgendwie unzulänglich vor. All die vielen Frauen, die in der Vergangenheit die Ehre hatten, ihn zu diversen öffentlichen Veranstaltungen zu begleiten, sind ausnahmslos wunderschön und sehr attraktiv.
Mit wie vielen von ihnen er wohl Sex hatte?
Meine sexuelle Vergangenheit beschränkt sich auf gerade mal einen Mann. Jason hingegen scheint sich so richtig ausgetobt zu haben.
Nachdem ich mir die vielen Fotos genauer angesehen habe, klicke ich die einzelnen Presseanzeigen durch.
Wie nicht anders zu erwarten, wird ihm in jeder zweiten eine feste Beziehung oder sogar eine Verlobung angehängt. Enttäuscht, weil mich das alles irgendwie nicht weiterbringt, checke ich meine E-Mails und stelle erschrocken fest, dass bereits vier Mails von meiner Mum auf mich warten.
Nachdem die erste noch recht harmlos war, klingt die vierte schon ziemlich besorgt und wütend. Das schlechte Gewissen, das sich natürlich prompt in mir ausbreitet, ist mehr als berechtigt. Eigentlich hatte ich ihr vor meiner Abreise versprochen, dass ich ihr jeden Abend eine Mail schreibe. Doch nach dem ziemlich ereignisreichen Tag gestern habe ich sie völlig vergessen.
Auf meiner Unterlippe herumkauend, tippe ich ihr schnell, wie gut mir die Stadt gefällt, dass mein Apartment toll ist und dass mein gestriges Gespräch in der Agentur sehr gut gelaufen ist.
Doch die wichtigsten Ereignisse, nämlich die, dass ich auf einer wilden Party war und die heißeste Nacht meines Lebens hatte, lasse ich natürlich unerwähnt. So wie ich meine Mutter kenne, würde sie in den nächsten Flieger nach New York steigen, nur um sich Jason mal genauer anzusehen.
Alleine die Vorstellung, wie meine Mutter meinem ganz persönlichen Mister Dunkel und Gefährlich auf den Zahn fühlen würde, lässt mich laut lachen. Ich weiß, dass meine Eltern tief in ihrem Inneren hoffen, dass ich nach dieser Kampagne zurück nach Hause komme, einen netten Mann finde, heirate und Kinder bekomme. Doch jetzt, wo ich das erste Mal so richtig frei bin und mein Leben verrückt und spannend ist, kann ich mir nicht vorstellen, dass die Wunschträume meiner Eltern jemals wahr werden.
Natürlich will ich in ferner Zukunft einen tollen Mann kennenlernen, ihn heiraten und süße Babys bekommen. Doch im Moment ist das Wichtigste für mich, dass ich diese Kampagne zu einem vollen Erfolg mache. Ich will ein wildes New Yorker Stadtleben führen und den Mann, den ich gestern Nacht zwischen meinen Schenkeln hatte, noch so einige Male genießen.
Das helle , das mir signalisiert, dass meine E-Mail erfolgreich versendet worden ist, wird von einem lauten Klopfen an meiner Wohnungstüre übertönt.
Seufzend stelle ich meinen Laptop auf die Seite, stehe auf und werfe einen prüfenden Blick durch den Spion.
In Anbetracht dessen, dass ich nur eine Handvoll Menschen in diesem Land kenne, ist es keine große Überraschung, dass mal wieder mein Nachbar vor meiner Türe steht.
Nach einem prüfenden Blick in den Spiegel, der neben meiner Türe hängt, ziehe ich die kleine Sicherheitskette aus ihrer Schiene und öffne ihm die Türe.
Seine kurzen dunklen Haare stehen leicht wirr ab, seine Jeans sitzt ziemlich knapp auf seiner Hüfte und lässt mich einen kurzen Blick auf den Streifen brauner Haut, der unter seinem weißen Shirt zu sehen ist, erhaschen.
„Hallo Frau Nachbarin.“
Sein Blick gleitet langsam über meinen Körper, was ein leichtes Prickeln in meinem Bauch auslöst.
„Hallo Herr Nachbar.“
Amüsiert sehe ich ihn an, da er an meiner Türe geklopft hat, liegt es auch an ihm, das Gespräch zu beginnen.
„Ich dachte mir, dass du vielleicht Lust hast, mit mir ein Bier trinken zu gehen.“
Um ihn etwas zu necken, ziehe ich meine linke Augenbraue nach oben und lehne mich lässig gegen meinen Türrahmen.
Im Vergleich zu meinem heißen Mister Dunkel und Gefährlich zieht mein Nachbar natürlich den Kürzeren. Aber das ist ja auch kein Wunder, ich glaube nicht, dass es irgendwo auf der Welt einen Mann gibt, der Jason Stanton das Wasser reichen könnte.
Aber wenn ich die beiden Männer jetzt mal nicht miteinander vergleiche, ist mein Nachbar ein wirklich knackiges Kerlchen. Seine blauen Augen sehen mich freundlich an und ich weiß, dass ich verdammt viel Spaß mit ihm haben könnte. Da ich nicht weiß, wie lange das anstehende Shooting dauern wird, kann ich meinen heutigen Abend nicht wirklich planen, aber das heißt ja nicht, dass ich nicht nächste Woche mal mit ihm auf ein Bier unter Nachbarn losziehen kann.
„Lust habe ich eigentlich schon, aber ich muss jetzt gleich los und ich weiß nicht, wann ich wieder zurück bin. Aber was hältst du davon, wenn wir das einfach auf nächstes Wochenende verschieben?“
Nachdenklich legt er seinen Kopf schief und sieht mir tief in die Augen.
„Also, Süße, ich sage dir jetzt mal etwas. Wenn das ein Geduldsspiel werden soll, kannst du davon ausgehen, dass ich früher oder später mit einem Sixpack vor deiner Türe stehen werde.“
„Das klingt wirklich verlockend. Aber ich muss jetzt gleich zur Arbeit und darum muss ich dich wirklich auf das nächste Wochenende verschieben.“
Lässig mit der Zunge schnalzend nickt er mir kurz zu, ehe er sich geschlagen gibt.
„Alles klar, schöne Frau, dann werde ich warten.“
Das sexy Grinsen, das sich auf seine vollen Lippen legt, lässt ihn ganz wie einen der Bad Boys aus der Fernsehwerbung aussehen. Und auch wenn ich eigentlich kein wirkliches Interesse an einem heißen Flirt habe, kann ich nichts dagegen tun, dass mein Herz einen winzigen Takt schneller schlägt.
„Ich freu mich auf dein Sixpack.“
Die beabsichtigte Zweideutigkeit meiner Worte lässt ihn kurz innehalten, ehe er sich umdreht und zurück in sein Apartment geht.
Mit schnell schlagendem Herzen schließe ich meine Türe hinter mir und wundere mich darüber, wie ich nur so frech sein konnte.
Wenn ich so weitermache, wird es noch ein regelrechtes Männerchaos in meinem neuen Leben geben. Und das, obwohl ich eigentlich beabsichtigt hatte, mich nur auf meine Karriere zu konzentrieren.
Tief durchatmend gehe ich zu meinem Bett, schalte den Laptop aus und verschwinde unter der Dusche. Es wird Zeit, dass ich mich für das Shooting bereit mache.
Jason
Die Tabelle mit den neuesten Zahlen einer meiner Firmen verlangt meine Aufmerksamkeit, doch um ehrlich zu sein, bin ich nicht wirklich konzentriert.
Vor meinen Augen laufen die Erinnerungen an Chloe und unsere letzte Nacht wie ein heißer Film ab.
Fluchend schließe ich meine Augen und atme tief durch, es wird höchste Zeit, dass ich meine Mutter anrufe und ihr mitteile, dass sie entweder das Model tauschen oder die Kampagne stoppen muss.
Auch wenn ich Chloe mit diesem Telefonat hintergehe, kann ich nicht zulassen, dass die Fotos meiner halb nackten Frau landesweit aufgehängt werden.
Diese Situation gefällt mir ganz und gar nicht!
Denn selbst wenn mein Anruf die gewünschte Wirkung erzielt, kommt er auch einem Statement meinerseits gleich.
Bisher habe ich nie auch nur ansatzweise Interesse an einer Frau gezeigt. Und auch wenn das Verhältnis zwischen meiner Mutter und mir denkbar schlecht ist, bedeutet das noch lange nicht, dass sie nicht sofort durchschaut, was meine Motive für diesen Anruf sind. Der Fokus, der sich dadurch auf Chloe richtet, lässt mich rotsehen, doch ich habe leider keine andere Möglichkeit, um dieses Problem zu lösen.
Wütend über die Situation, in der ich mich gerade befinde, warte ich darauf, dass meine Mutter meinen Anruf entgegennimmt. Doch anstatt der Stimme meiner Mutter höre ich Kyle am anderen Ende der Leitung.
„Hallo Bruder.“
„Guten Tag Kyle, ich wollte eigentlich mit unserer Mutter sprechen!“
Die Feindseligkeit, die zwischen uns herrscht, macht ein normales Gespräch undenkbar.
„Die ist für die komplette nächste Woche nach Paris geflogen.“
...



