Muschiol | Keep Calm and Take Me, Rocker. Tom und Louisa | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 240 Seiten

Reihe: Keep Calm

Muschiol Keep Calm and Take Me, Rocker. Tom und Louisa


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-95573-674-3
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 240 Seiten

Reihe: Keep Calm

ISBN: 978-3-95573-674-3
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die junge Ärztin Louisa leistet erste Hilfe in einem Rockerclub und taucht ein in eine völlig neue, fremde Welt. Sie ist fasziniert von Tom, dem Präsidenten der Dark Devils, er ist so besitzergreifend, männlich und dominant, ihre Hormone spielen verrückt. Und auch er merkt, dass da etwas ganz Besonderes zwischen ihnen ist, dass diese Frau der Mensch ist, der sein gewaltsames Rocker-Herz zum Leben erwecken kann. Louisa geht ihm unter die Haut, doch ist sie für seinen Geschmack zu freiheitsliebend. Sie muss lernen, wo ihr Platz ist, unter ihm, bei ihm, für immer! Aber ist sie bereit für das gefährliche Leben im MC? Der Kampf um die Herrschaft in der Stadt ist in vollem Gange! In einer verhängnisvollen Nacht entscheidet sich Louisa gegen den Club und flieht, nicht ahnend, dass sie Toms Kind unter dem Herzen trägt. Sie wird brutal überfallen, die Ereignisse überschlagen sich. Jede Minute zählt, es geht um Schutz und Vergeltung, Leben und Tod, um Liebe und den Club...
Die Bestseller„Keep Calm“ Serie besteht aus:
- Keep Calm and Spank Me. Rex und Klara
- Keep Calm and Take Me. Tom und Louisa
- Keep Calm and Save Me. Bär und Lisa
Alle Romane sind in sich geschlossen mit wiederkehrenden Figuren. Empfehlung: Für das größte Lesevergnügen sollten die Bände in der Reihenfolge: „Keep Calm and Spank Me“, „Keep Calm and Take Me“ und „Keep Calm and Save Me“ gelesen werden.

Bärbel Muschiol wurde 1986 in Weilheim, Oberbayern, geboren. Glücklich verheiratet lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern heute noch immer im tiefsten Bayern. Im Genre Erotik und in der Belletristik hat sich die Autorin mittlerweile einen festen Platz in den Bestsellerlisten geschaffen.

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1. Kapitel


Tom

Das leise Surren der viel zu dicht an mir vorbeizischenden Kugel lässt mir das Blut in den Adern gefrieren – das war verdammt knapp!

In der einen Sekunde war alles ruhig, in der nächsten war die Kacke am Dampfen.

Mir war von vornherein klar gewesen, dass die Geschäftsbeziehung zwischen dem Dark Devil MC und den Albanern nicht ewig währen würde – vor zehn Minuten war es dann so weit. Tarek, der Anführer der Albaner, hat seine Waffe gezogen, auf Dog, einen meiner Männer, geschossen und uns somit den Krieg erklärt.

Diese Wichser sind unkontrollierbar. In der Vergangenheit gab es dutzende von Waffenübergaben, die Stimmung war zwar jedes Mal angespannt, doch es lief immer alles glatt über die Bühne - es gab keine Toten.

Bär, der Vizepräsident unseres MCs, läuft in geduckter Haltung durch den Steinbruch, während er ohne Unterlass auf Tareks Männer schießt. Zwei der Albaner gehen getroffen zu Boden. Shkodran, Tareks rechte Hand, kassiert zwar eine Kugel, bleibt jedoch auf den Beinen. Ich sehe, wie er in Rekordgeschwindigkeit das Magazin seiner Halbautomatik auswechselt und direkt auf Bär zielt. Fluchend renne ich an dem alten Van, der mir bisher Deckung gegeben hat, vorbei und verpasse dem Drecksack mein halbes Magazin. Stöhnend und blutüberströmt sinkt er auf den Boden. Bär lässt sich hinter dem Van auf den Steinboden fallen und nickt mir dankbar zu.

Nick, Timmy und Kurt haben sich an unterschiedlichen Stellen postiert, jeder von ihnen hat unzählige Albaner ausgeschaltet. Obwohl uns diese Drecksäcke zahlenmäßig überlegen waren, ist es uns gelungen, am Leben zu bleiben.

Rex, der Sergeant-at-Arms unseres MCs, hat sich oben an der Abbruchkante des Steinbruchs postiert und schaltet mit seinem heißgeliebten Scharfschützengewehr einen Hühnchenfresser nach dem anderen aus.

Der Steinbruch, der sich knapp zehn Kilometer außerhalb von Berlin befindet, war bisher die perfekte Location für die Übergabe der original russischen Kalaschnikows, mit denen wir handeln.

Ich bin seit sechs Jahren der Präsident des Dark-Devil-Motorcycle-Clubs, ich habe diesen Ort für die Übergabe gewählt, daher weiß ich auch, dass es zwei Fluchtwege für uns gibt. Doch wir Devils geben uns nicht so leicht geschlagen. Wir können es uns nicht leisten, als Feiglinge abgestempelt zu werden. Die Welt, in der wir leben, ist hart und gnadenlos - nur die Stärksten überleben.

Wir Dark Devils sind dafür bekannt, mit unseren Feinden kurzen Prozess zu machen. Es war die Entscheidung der Albaner, sich mit uns anzulegen, ich schätze mal, dass sie die Waffen abgreifen, jedoch nicht dafür zahlen wollten. Ihre Rechnung ist nicht aufgegangen. Denn im Gegensatz zu uns haben sie dutzende Tote zu beklagen.

Unzählige Kugeln fliegen durch die Luft, das Knallen der Schüsse hallt in meinen Ohren wider. Fest entschlossen, dieser Scheiße ein Ende zu setzen, suche ich mit den Augen die Umgebung nach Tarek ab und entdecke ihn hinter der geöffneten Türe seines BMWs - der Feigling will sich gerade aus dem Staub machen. Ich gebe Bär mit einem Handzeichen zu verstehen, dass er mir Deckung geben soll. In dem Moment, in dem er mir zunickt und das Feuer eröffnet, renne ich los.

Gerade als Tarek den Motor starten will, reiße ich die Fahrertüre auf und schlage ihm mit dem Griff der Waffe mitten ins Gesicht. Sein Kopf schnellt nach links, er gibt einen gurgelnden Laut von sich.

„Das war dafür, dass du uns über den Tisch ziehen wolltest.“

Ich verpasse ihm einen weiteren harten Schlag.

„Und das war für Dog.“

Noch bevor er seine 9-Millimeter auf mich richten kann, setze ich ihm die Mündung meiner Waffe auf die Brust und drücke mehrmals ab.

Die Kugeln bahnen sich ihren Weg durch sein Fleisch, sein Körper zuckt ein paar Mal kurz auf, aus seiner Kehle löst sich ein gurgelndes Geräusch, seine Pupillen weiten sich, sein Blick wird starr.

Ich atme ein paar Mal tief durch, werfe die Wagentüre zu, richte meine Waffe in den Himmel und verballere das restliche Magazin. Die Aktion hat den gewünschten Effekt. Die wenigen Albaner, die noch am Leben sind, sehen zu mir rüber, erkennen den BMW und kapieren, dass sie ab jetzt ohne Anführer sind.

Sie lassen ihre Waffen fallen, heben ihre Hände und ergeben sich uns.

Bär, Nick, Timmy und Kurt kommen auf mich zu.

„Was willst du mit ihnen machen, Präs?“

Ich habe keine Ahnung, was ich Kurt antworten soll.

„Diese Säcke haben es nicht verdient zu leben!“

Nick ist einer meiner loyalsten Männer, mit dem Wort Gnade kann er allerdings nur wenig anfangen.

Angespannt starre ich auf die acht übrig gebliebenen Albaner.

„Überlass sie mir, Präs, ich kümmere mich um sie.“

Bär, mein Vize, spuckt angewidert auf den Boden, er weiß genau wie ich, dass sich diese Wichser uns zwar jetzt ergeben haben, dass sie uns aber bei der nächsten Gelegenheit ein Messer in den Rücken rammen werden.

„Dog muss zu einem Arzt, er hat viel Blut verloren. Wir dürfen keine Zeit verlieren, Rex wird sich darum kümmern.“

Zustimmendes Gemurmel wird laut.

Ich hebe meinen Kopf, blicke zu der Stelle an der sich mein Sergeant-at-Arms positioniert hat und nicke.

Ohne die totgeweihten Arschlöcher eines weiteren Blickes zu würdigen, wenden wir uns von ihnen ab und machen uns auf den Weg zu unserem verletzten Bruder. Noch bevor wir bei Dog angekommen sind, ertönen genau acht Schüsse – einer für jeden Mann.

Kurt hilft mir dabei, Dog so vorsichtig wie möglich auf die Rückbank des Vans zu legen, Timmy setzt sich neben ihn und presst seine Hände so fest wie möglich auf das Einschussloch, um die Blutung zu stoppen. Kurt schwingt sich hinters Lenkrad und sieht mich, auf meinen Befehl wartend, an.

Er weiß genauso gut wie ich, dass wir ein Problem haben.

Unser Clubarzt sitzt wegen Drogenbesitzes die nächsten drei Jahre in Haft und ins Krankenhaus können wir Dog nicht bringen. Schussverletzungen sind meldepflichtig, das heißt, dass die Bullen in der Klinik auftauchen werden, noch bevor Dog auch nur in die Nähe des OPs gebracht worden ist. Da aber mindestens drei Haftbefehle auf ihn warten, ist das Krankenhaus keine Option.

„Bringt ihn ins Clubhaus, ich werde mir etwas einfallen lassen!“

„Aye, Präs.“

Kaum dass ich die Schiebetüre zugezogen habe, gibt Kurt Gas und verlässt den Steinbruch. Das laute Motorengeräusch, das sich uns nähert, verrät mir, dass sich Rex auf den Weg zu uns gemacht hat. Keine zwei Minuten später stoppt er seine Harley neben mir.

„Wie geht es Dog?“

„Kurt und Timmy bringen ihn gerade zum Club.“

Rex stößt einen derben Fluch aus.

„Es sieht nicht gut für ihn aus, Bro. Wir brauchen dringend einen Arzt.“

Ich stecke die Waffe weg und ziehe mir den Helm an.

„Lass mich schnell mein Mädchen anrufen, ich glaube ich weiß, wo wir einen Arzt herbekommen!“

Während Rex seine Old Lady anruft, steige ich auf mein Bike.

„Hey Baby... ja mir geht es gut... nein... ja.... Hör mir zu, Klara. Es hat Dog erwischt. Hattest du mir nicht erzählt, dass deine neue Nachbarin Ärztin ist... gut... was für eine?“

Ich habe keine Ahnung, was Klara ihm antwortet, aber als er mir zufrieden zunickt, weiß ich, dass wir einen Plan haben.

Rex beendet das Telefonat und steckt sein Handy weg.

„Louisa, Klaras neue Nachbarin, ist Assistenzärztin in der Notaufnahme des Marienkrankenhauses. Die wird Dog mit Sicherheit wieder zusammenflicken können!“

„Sehr gut. Fahr du zum Club und riegle alles ab. Sicherheitsstufe rot. Es wird nicht lange dauern, bis sich rumgesprochen hat, was passiert ist. Wir müssen mit einem Vergeltungsschlag rechnen.“

Rex sieht mich prüfend an.

„Soll ich nicht lieber mit euch mitfahren, Präs?“

„Nein Bro. Du bist mein Sergeant, es ist deine Aufgabe, den Club zu sichern. Ich schnapp mir mit Nick und Bär den Doc und komme so schnell es geht nach.“

Rex schüttelt den Kopf und flucht laut, befolgt jedoch umgehend meinen Befehl. Mit einem Handzeichen gebe ich Nick und Bär zu verstehen, dass sie mir folgen sollen. Ohne die vielen Leichen, die wir hier zurücklassen, eines letzten Blickes zu würdigen, verlasse ich zusammen mit meinen Brüdern den Steinbruch und mache mich auf den Weg zu Klaras Nachbarin.

Dog braucht einen Arzt, also organisieren wir ihm einen Arzt – so einfach ist das.

Das Clubhaus der Dark Devils ist eine alte Industriehalle, die früher einem Pharmakonzern gehört hat. Dank Dog, der großen Wert auf unsere Sicherheit legt, haben wir ein ausgeklügeltes Alarmsystem. Unser 3500 Quadratmeter großes Gelände ist zum Teil von einer drei Meter hohen Mauer umgeben, der Rest der Grundstücksgrenze wird von einem ebenso...



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