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Muschiol / Raven / Engler | Hot Valentine Adventures. Roman | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 120 Seiten

Muschiol / Raven / Engler Hot Valentine Adventures. Roman


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-96586-326-2
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 120 Seiten

ISBN: 978-3-96586-326-2
Verlag: Romance Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Verdammt heiß geht es in den Valentinstags-Erotik-Storys des Sammelbands „Hot Valentine Adventures“ zur Sache. Drei wilde erotische Abenteuer – von prickelnden Blind Dates in Paris, hemmungslosen Après-Ski-Sessions zu zweit und dominanten italienischen Liebhabern. Es wird verdammt sexy, ohne Tabus und voller Leidenschaft!
Der Erotik-Bestseller „Hot Valentine Adventures“ enthält die folgenden drei Geschichten:




Bärbel Muschiol wurde 1986 in Weilheim, Oberbayern, geboren. Glücklich verheiratet lebt und arbeitet sie mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern heute noch immer im tiefsten Bayern. Im Genre Erotik und in der Belletristik hat sich die Autorin mittlerweile einen festen Platz in den Bestsellerlisten geschaffen.
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Weitere Infos & Material


„Hot Nights in Paris“ von Bärbel Muschiol


Prolog


Miri

Konzentriert kneife ich meine Augen zusammen, während ich versuche mit der Spitze meines rechten Zeigefingers meine Nasenspitze zu berühren.

Pia, meine beste Freundin, sitzt kichernd und klatschend vor mir, während sie darauf wartet, dass ihr Mann Tom die neue Champagnerflasche aufmacht.

Langsam winkle ich meinen ausgetreckten Arm ab, peile das gewünschte Ziel an und treffe, zack, in mein rechtes Auge.

Lachend stellt sie sich nun ebenfalls hin. Anscheinend glaubt sie wirklich, dass sie noch in der Lage ist, dieses äußerst komplizierte und verflucht akrobatische Kunststück hinzubekommen. Die Kiste mit den leeren Pico-Champagnerflaschen ist randvoll, und auch wenn wir knapp zwanzig Mädels sind, ist das eine beachtliche Leistung, immerhin gibt es auch noch eine ganze Menge andere Schnäpse. Würdevoll hebt sie ihren Kopf an, zwinkert ihrem Mann liebevoll zu und bewegt ihren Finger in Zeitlupe zu ihrer Nase, dumm nur, dass ihre Hand eher auf der Höhe ihrer Lippen ist.

Nachsichtig den Kopf schüttelnd kommt Tom auf uns zu, schnappt sich den Finger seiner Frau und legt ihn ihr genau mittig aufs Ziel!

„Hey, das ist schummeln!“

Gut gelaunt beobachte ich, wie sich Tom zu Pia beugt, mir seinen Mittelfinger entgegenstreckt und ihr einen dicken Kuss auf die Lippen drückt.

In meinem Bekanntenkreis kenne ich verflucht viele verheiratete Pärchen, aber Tom und Pia sind mein absolutes Vorbild. Die beiden lieben sich nach all den Jahren immer noch sichtlich. Sie verbringen wahnsinnig viel Zeit miteinander und lassen sich dennoch ihren Freiraum. Ein bisschen neidisch schnappe ich mir eine Handvoll Chips und stopfe sie mir in den Mund.

Nachdem er seine Frau endlich wieder freigegeben hat, strubbelt er mir leicht durch die Haare und schenkt mir frech zwinkernd etwas von dem perfekt gekühlten Champagner ein. Pia lässt sich neben mir auf die Couch plumpsen und sieht sich zufrieden in ihrem Wohnzimmer um. Die Stimmung der vielen Partygäste um uns herum ist ausgelassen. Dank meines Alkoholkonsums bin ich zwar nicht mehr in der Lage, all die anwesenden Personen zu zählen, aber ich denke, dass es so um die dreißig sind, was eine sehr passende Zahl ist, denn wir feiern heute Nacht ja auch Pias dreißigsten Geburtstag!

„Also erzähl schon, wie war das Date mit Michi?“

Eigentlich hatte ich gehofft, dass sie das Thema schon wieder vergessen hat, aber keine Chance. Pia hat sich vor Jahren in den Kopf gesetzt, dass sie für mich den passenden Mann finden will, und bisher hat sie diese Aufgabe leider sehr ernst genommen.

Michi, mein Katastrophendate vom letzten Freitag, ist ein Arbeitskollege ihres Mannes.

Alleine bei der Erinnerung bekomme ich eine unangenehme Gänsehaut.

„Willst du das wirklich wissen? Ich meine, bis zur letzten schrecklichen Kleinigkeit?“

Ihr Gesicht verzieht sich schmunzelnd.

„So schlimm?“

„Schlimmer!“

Genussvoll nippe ich an meinem Pico-Champagner, während ich mich in die weichen Kissen zurücklehne.

Pia stupst mich mit ihrem Finger in die Schulter, eine klare Aufforderung, dass ich ihr endlich erzählen soll, wie es war. Manchmal glaube ich, dass mir Pia absichtlich die schrecklichsten Männer zuspielt, damit sie sich dann, wenn sie mir die obligatorische Frage stellt, wie es denn so war, totlachen kann ...

„Also, als Erstes zum Outfit. Ich meine, er kam in einer senfgelben Röhrenjeans, dazu trug er ein feuerwehrrotes T-Shirt und blaue Turnschuhe.“

Und wie nicht anders zu erwarten, fängt sie jetzt schon laut zu lachen an.

„Du könntest ruhig etwas Mitleid mit mir haben. Denn das Schlimmste war ja nicht mal dieses schreckliche Outfit, sondern dass nicht nur die Hose in der Mitte der Hosenbeine Bügelfalten hatte, oh nein, sogar die Ärmel seines Shirts wurden von einer Bügelfalte geziert ... Und das Beste an der Sache, der Herr bügelt nicht mal selber, sondern bringt seine ganze Wäsche noch zu Mutti. Zum Essen hat er sich Spaghetti Bolognese bestellt, weil er ja die anderen Sachen auf der Speisekarte nicht gekannt hat, und die Rechnung, tja, die wurde schön zwischen uns aufgeteilt!“

Pias Lachen verwandelt sich in ein lautes Grunzen, das in einem heftigen Schluckauf endet.

„Dieses Date war nicht einfach nur ein Reinfall, oh nein, es war die absolute Katastrophe! Also, meine Liebe, ich danke dir sehr, dass du mir diesen Antimann geschickt hast!“

Kopfschüttelnd schnappe ich mir noch mehr Chips, während ich darauf warte, dass Pia wieder zu Atem kommt.

„Schau nicht so sauer, Miri. Ich habe es wirklich nur gut gemeint.“

Leise seufzend leere ich mein Glas in einem großen Schluck. Eigentlich ist es eine Todsünde, diese prickelnde Köstlichkeit so wegzukippen, und ich beschließe, dass ich das nächste Glas mehr genießen werde.

Leicht wankend stehe ich auf, mache mich auf den Weg zur Küche und hole die Champusflasche aus dem Kühlschrank.

Wieder bei Pia angekommen, schenke ich uns beiden nach und sehe sie ernst an.

„Vielleicht gibt es ja auf diesem Planeten nicht den richtigen Mann für mich. Vielleicht suche ich ja in den falschen Jagdgründen und ich sollte mir einfach eine Frau suchen?“

Hicksend sieht mich Pia an.

„Mhmmmh, vergiss die Idee, Süße. Ich kenne dich, du brauchst einen echten Kerl, der es dir jede Nacht so richtig besorgt.“

In dem Fall kann ich ihr leider nicht widersprechen. Leicht frustriert, weil die Partnersuche einfach eine verflixt schwere Angelegenheit ist, drehe ich die Pico-Flasche in meinen Händen.

Ein rotes Herz auf der Rückseite der Flasche lässt mich genauer hinsehen. Mit zusammengekniffenen Augen lese ich die viel zu kleinen Buchstaben:

‚Valentinstags-Aktion – Wir finden deinen Traummann‘

Unter dem Herz steht ein vierstelliger Zahlencode, den ich laut den Anweisungen auf der Flasche auf der Pico-Homepage eingeben soll. Und mit ein bisschen Glück wäre ich dann die glückliche Gewinnerin, die mit dem von Pico ausgewählten Traummann ein Wellnesswochenende in Paris verbringen darf.

Pia liest sich ebenfalls den Text durch, doch während ich hauptsächlich an Wellness und Paris denken muss, redet sie nur von dem angeblichen Traummann.

„Das ist deine Chance, Miri!“

Noch bevor ich ahne, was sie vorhat, schnappt sie sich ihr Handy, klickt sich auf die angegebene Internetadresse und gibt den Code ein.

Ohne das alles zu kommentieren, halte ich mich an die Chipsschale. In meinem ganzen Leben habe ich schon an unendlich vielen Gewinnspielen teilgenommen, und ich habe nie auch nur eine Kleinigkeit gewonnen. Also warum sollte das liebe Schicksal, jetzt, wo der Gewinn keine Million, sondern nur ein angeblicher Traummann ist, Mitleid mit mir haben und mich gewinnen lassen?

So viel Glück/Pech kann ich ja gar nicht haben.

Wenige Sekunden später zucke ich erschrocken zusammen, als Pia wie eine Verrückte zu kreischen anfängt.

„Oh nein!“

„Oh doch!“

Aufgeregt in die Hände klatschend hält sie mir ihr Handy unter die Nase.

„Süße, du hast gewonnen!“

Leicht entsetzt lese ich mir die ganze Sache durch:

*Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen*

Zusammen mit Ihrem Traummann, den die Single-Plattform ‚Heartbeat‘ für Sie aussuchen wird, fliegen Sie für ein Wellnesswochenende in die Hauptstadt der Liebenden. Unter der Spitze des Eiffelturms werden Sie ein Glas prickelnden Champagner trinken und die Liebe für sich entdecken.

„Das klingt nicht nach einem Traumwochenende, sondern nach einer ausgemachten Katastrophe!“

Mehr als zufrieden mit sich nimmt sie mir die Chips aus der Hand und isst sie selber. Das breite Grinsen, das sich auf ihrem Gesicht ausbreitet, lässt mich entsetzt ausatmen.

„Hör mir jetzt gut zu, Pia. Ich werde da nicht hinfliegen! Schon gar nicht mit einem Mann aus einer Singlebörse! Was soll das denn schon für einer sein? Alle Männer, die einigermaßen attraktiv und intelligent sind, haben es nicht nötig, sich bei so einer Idiotenseite anzumelden. Da sind nur die ganzen Übriggebliebenen dabei!“

Fest entschlossen, mich nicht von ihr überreden zu lassen, stelle ich die Champagnerflasche in die Mitte des Tisches. Ich hätte ahnen müssen, dass das nicht gut für mich enden wird. Immerhin habe ich früher schon beim Flaschendrehen immer nur Mist machen müssen. Flaschenspiele, völlig egal, welcher Art, sind einfach nicht gut für mich!

„Denk doch nur mal an Paris, den Eiffelturm und an das Louvre, ganz zu schweigen von der Sainte-Chapelle. Das ist doch fantastisch!“

Pia hat recht, Paris ist in meinen Augen eine der schönsten Städte der Welt, und ich wollte da auch schon immer mal hin. Aber nicht mit einem fremden Kerl.

„Das mag ja sein, aber ich glaube nicht, dass ich da...



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