E-Book, Deutsch, 162 Seiten
Nefzaui Der duftende Garten des Scheik Nefzaui
1. Auflage 2015
ISBN: 978-3-95676-555-1
Verlag: OTB eBook publishing
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection
E-Book, Deutsch, 162 Seiten
ISBN: 978-3-95676-555-1
Verlag: OTB eBook publishing
Format: EPUB
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“Der duftende Garten” ist der deutsche Name eines arabischen Ehehandbuchs aus dem frühen 15. Jahrhundert, das aufgrund seiner erotischen Geschichten und freizügigen Behandlung menschlicher Sexualität schon im 19. Jahrhundert auf großes Interesse in Europa stieß. (Auszug aus Wikipedia)
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Sechstes Kapitel
Umstände, die dem Zeugungsakt förderlich sind Wisse, o Wesir – möge Gott dir gnädig sein! –, willst du dir einen angenehmen Coitus verschaffen, der den beiden Teilnehmern am Liebeskampf gleiche Wonne bereitet und beide befriedigt, so mußt du vor allen Dingen mit dem Weibe kosen, mußt sie durch Küsse aufregen, mußt an ihren Lippen beißen und saugen, mußt ihren Hals und ihre Wangen liebkosen. Laß sie im Bett alle möglichen Stellungen einnehmen, laß sie bald auf dem Rücken, bald auf dem Bauch liegen, bis du an ihren Augen siehst, daß der Augenblick des Genusses nahe ist, wie ich im vorigen Abschnitt erörtert habe, worin ich es an Bemerkungen über diesen Gegenstand gewiß nicht habe fehlen lassen. Wenn du dann bemerkst, daß die Lippen deiner Geliebten zu zittern beginnen und rot werden, daß ihr Atem schneller geht – so wisse, jetzt ist sie liebesbrünstig. Dann lege dich zwischen ihre Schenkel, so daß dein Glied in ihre Scheide eindringen kann. Hast du meinen Rat befolgt, so werdet ihr beide einen wonnigen Coitus haben, der euch die größte Befriedigung gewähren und eine köstliche Erinnerung hinterlassen wird. Ein Schriftsteller hat gesagt: »Wenn du dich mit einer Frau im Beischlaf vereinigen willst, so lege sie auf den Rücken und schmiege dich an ihren Busen, deine Lippen auf die ihrigen gepreßt. Dann drücke sie an dich, sauge ihren Atem ein, beiße sie. Küsse ihre Brüste, ihren Leib, ihre Flanken; schließe sie eng in deine Arme, so daß sie vor Wonne in Ohnmacht fällt. Wenn du sie in diesem Zustand siehst, stoße dein Glied in ihren Leib. Hast du nach meinen Worten gehandelt, so wird der Augenblick der Wonne euch beiden gleichzeitig sich nahen. Dies macht den Liebesgenuß so süß für das Weib. Wenn du aber meinen Rat unbeachtet läßt, wird das Weib nicht befriedigt sein, und du wirst ihr keinen Genuß verschafft haben.« Wenn du mit dem Coitus fertig bist, so stehe nicht sofort auf, sondern lege dich leise an ihrer rechten Seite nieder, und wenn sie empfangen hat, wird ihr Schoß ein Kind männlichen Geschlechtes tragen – sofern es des allmächtigen Gottes Wille ist. Weise und Gelehrte – möge Gott ihnen allen seine Barmherzigkeit zuwenden! – haben gesagt: »Wenn jemand seine Hand auf die Scham eines schwangeren Weibes legt und folgende Worte spricht: ›Im Namen Gottes! Möge er Heil und Gnade seinem Propheten gewähren – Heil sei ihm und Gnade! –, o mein Gott! Ich bete zu dir im Namen des Propheten: laß einen Knaben aus dieser Empfängnis entsprießen!‹ – so wird nach Gottes Willen und auf die Fürbitte unseres Herrn Mohammed – möge Gottes Gruß und Gnade bei ihm sein – die Frau einen Knaben gebären.« Unmittelbar nach dem Beischlaf trinke kein Regenwasser; denn dieses Getränk schwächt die Nieren. Wenn du den Beischlaf wiederholen willst, so parfümiere dich mit süßen Wohlgerüchen; dann umschlinge das Weib, und du wirst zu einem glücklichen Ende gelangen. Laß nicht das Weib rittlings auf dir die Begattung vollziehen; denn in dieser Stellung könnten einige Tropfen ihrer Samenflüssigkeit in deine Harnröhre eindringen und eine hitzige Entzündung verursachen. Unmittelbar nach dem Coitus sollst du keine schwere Arbeit tun; dies könnte von übler Wirkung auf deine Gesundheit sein. Ruhe dich vielmehr eine Zeitlang aus. Wasche deine Rute nicht unmittelbar nachdem du sie aus der Scheide des Weibes herausgezogen hast, sondern warte, bis deine Erregung sich ein wenig gelegt hat; dann aber wasche dein Glied und dessen Öffnung recht sorgfältig. Verschiedene Stellungen beim Coitus Zahlreich und mannigfaltig sind die Arten, den Beischlaf mit einem Weibe zu vollziehen. Und jetzt ist es an der Zeit, dir die verschiedenen Stellungen zu beschreiben, die man gewöhnlich anwendet. Gott der Erhabene hat gesagt: »Die Weiber sind ein Acker. Geh auf deinen Acker, wie es dir gefällt.« Je nach deinem Gefallen kannst du die Stellung auswählen, die dir angenehm ist – vorausgesetzt natürlich, daß der Coitus an der dafür bestimmten Stelle vollzogen wird: das heißt in der Scheide. Erste Stellung Laß das Weib mit angezogenen gespreizten Schenkeln auf dem Rücken liegen. Dann lege dich zwischen ihre Beine und stecke dein Glied in ihr Loch. Wenn du dann deine Zehen gegen den Boden stemmst (bei allen diesen Beschreibungen der verschiedenen Stellungen ist zu berücksichtigen, daß der Coitus auf einem arabischen Bett vollzogen wird, das im allgemeinen nur aus mehreren Teppichen besteht, die übereinander auf den Fußboden gelegt sind), kannst du sie auf bequeme und angemessene Weise stochern. Dies ist eine gute Stellung für einen Mann mit langem Gliede. Zweite Stellung Wenn du ein kurzes Glied hast, so lege das Weib auf den Rücken und hebe ihre Beine in die Luft, so daß ihr rechtes Bein dicht neben ihrem rechten Ohr und ihr linkes Bein dicht neben ihrem linken Ohr liegt; dadurch werden ihre Hinterbacken emporgehoben und ihre Scham wird nach vorne gedrängt. Dann stecke dein Glied hinein. Dritte Stellung Laß das Weib sich der Länge nach ausstrecken und lege dich zwischen ihre Schenkel; dann lege ihr eines Bein auf deine Schulter, nimm das andere unter deinen Arm in der Nähe der Achselhöhle und fahre in sie hinein. Vierte Stellung Laß sie sich hinlegen und nimm ihre Beine über deine Schultern; in dieser Stellung wird dein Glied sich genau ihrem Loch gegenüber befinden. Dann stecke dein Glied hinein. Fünfte Stellung Laß das Weib sich auf die Seite legen und lege dich, zwischen ihren Schenkeln, ebenfalls auf die Seite; dann stecke dein Glied in ihre Scheide. Aber dieser Coitus von der Seite kann leicht rheumatische Schmerzen und Hüftweh verursachen. Sechste Stellung Laß sie sich auf Knie und Ellbogen niederlassen, wie wenn sie zum Gebete kniete. In dieser Stellung ist ihre Scham nach hinten gedrängt; du greifst sie daher von hinten an und steckst dein Glied in sie hinein. Siebente Stellung Lege sie auf die Seite und setze dich in Hockstellung zwischen ihre Schenkel, so daß ihr eines Bein auf deiner Schulter liegt und das andere sich zwischen deinen Beinen befindet; dabei muß sie aber auf der Seite liegen bleiben. Hierauf führe dein Glied in ihre Scheide ein und ziehe sie mit deinen Händen, mit denen du sie umarmt hältst, an deine Brust. Achte Stellung Das Weib strecke sich mit gespreizten Beinen auf den Rücken aus, so daß ihre Waden sich unter den Schenkeln befinden, dann knie vor ihr hin, wie ein Reiter im Sattel sitzt, und stecke dein Glied in ihre Scheide. Neunte Stellung Stelle dein Weib so, daß sie sich mit ihrer Stirn oder, wenn du dies vorziehst, mit ihrem Nacken auf eine mäßige Erhöhung stützt, während ihre Füße gegen den Boden gestemmt sind. So bietet sie ihre Spalte bequem zur Einführung des Gliedes dar. Zehnte Stellung Laß das Weib sich nahe an einen niedrigen Diwan legen, so daß sie sich mit ihren Händen an dessen Rückseite festhalten kann; dann packe sie von unten, hebe ihre Beine bis zu der Höhe deines Nabels empor und lasse sie deine beiden Flanken umklammern; in dieser Stellung pflanze deine Rute in ihrem Leib, indem du dich mit den Händen ebenfalls an der Rückseite des Diwans festhältst. Wenn du anfängst dich zu bewegen, müssen deine Stöße sich nach den ihrigen richten. Elfte Stellung Laß sie sich, mit einem Kissen unter dem Gesäß, auf dem Fußboden ausstrecken; lege dich zwischen ihre Beine und laß sie die Sohle ihres rechten Fußes gegen die Sohle ihres linken Fußes legen. Hierauf stecke dein Glied hinein. Außer den soeben aufgezählten Stellungen sind unter den Völkerschaften Indiens noch andere im Schwange. Es wird dir nützlich sein zu erfahren, daß die Bewohner dieser Länder viele verschiedene Arten erdacht haben, wie sich Mann und Weib miteinander ergötzen können; sie haben es durch zielbewußtes Nachdenken in der Kenntnis der verschiedenen Arten des Coitus viel weiter gebracht als wir. Unter diesen Arten sind folgende bemerkenswert: Das Stöpseln Der Frosch Im Knien Die Beine in der Luft Im Hocken Die Archimedes-Schraube Lanzenstechen Im Hängen Der Purzelbaum Der Straußenschwanz Strumpf anziehen Gegenseitiges Betrachten des Gesäßes Der Regenbogen Der Webstuhl Im Sitzen Von hinten Bauch an Bauch im Stehen Die Widderart Der Kamelshöcker Den Pflock eintreiben Verschmelzung der Liebenden Vergewaltigung Die Schafsart Verkehrte Reiterei Ritt auf dem Gliede Die Schaukel Der Eingekapselte Schmiedearbeit Sanfte Verführung 1. Das Stöpseln Laß das Weib sich auf den Rücken legen, schiebe ihr ein Kissen unter das Gesäß; dann lege dich zwischen ihre Beine, so daß deine Fußspitzen den Boden berühren; drücke ihre Schenkel so nahe wie möglich an ihre Brust heran; umfasse mit deinen Händen ihre Arme oder halte dich an ihren Schultern fest. Dann stecke dein Glied hinein und ziehe im Augenblick des Samenergusses das Weib an dich. – Diese Stellung ist beschwerlich für das Weib,...




