Neil | Die feurigen Küsse des Playboy-Docs | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

Neil Die feurigen Küsse des Playboy-Docs


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1946-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 130 Seiten

Reihe: Digital Edition

ISBN: 978-3-7337-1946-3
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



'Vielleicht könnten du und ich von vorn anfangen?' Der Vorschlag ihres Jugendfreunds Nate empört Sophie - und weckt gegen jede Vernunft heiße Sehnsucht nach seinen feurigen Küssen. Dabei weiß sie, dass sie auf Dauer nicht in die Luxuswelt des Playboy-Docs passt. Was nun?



Joanna Neil startete ihre Karriere als Autorin von Liebesromanen auf ganz unkonventionellem Wege. Alles begann damit, dass Joanna Neil einen Werbespot für Liebesromane sah und von diesem Zeitpunkt an wie verzaubert war. Sie fing an, die Romane zu verschlingen, und war überwältigt. Je mehr sie las, umso mehr hatte sie auch das Bedürfnis selbst Liebesromane zu verfassen. Damals arbeitete sie als Lehrerin für Vorschulkinder, und bis heute liebt sie ihren Job, aber nach ihrem Erfolg als Liebesroman-Autorin hatte sie kaum noch Zeit dafür. Jetzt widmet sie sich ausschließlich ihrer schriftstellerischen Tätigkeit. Joanna Neil versetzt sich bei jeder Liebesgeschichte, die sie schreibt, in ihre Charaktere hinein und erschafft so gefühlvolle und einzigartige Momente in ihren Romanen. Ihre Leidenschaft zu lehren erfüllt sie sich weiterhin als Dozentin für kreatives Schreiben.
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1. KAPITEL

„Ist es hier draußen nicht wunderschön?“ Lächelnd betrachtete Jake das Meer und die ans Ufer brandenden Wellen. „Ich liebe diesen Anblick – und ich bin so froh, dass ich manchmal nach der Arbeit hier herkommen und sitzen kann.“

„Ich auch.“ Abwesend erwiderte Sophie sein Lächeln und löffelte Zucker in ihren Kaffee. Sie wurde einfach das nagende Gefühl nicht los, dass ihre Welt demnächst auf den Kopf gestellt werden würde.

Was gab es Besseres, als an einem späten Freitagnachmittag mit Jake auf der Terrasse dieses Restaurants die frische Meeresluft zu genießen? Das entzückende kleine Fischerdorf an der Küste Norddevons, das sie Zuhause nannten, war ein idyllischer Ort. Vom Meer wehte eine leichte Brise, spielte mit ihren langen honigblonden Locken und strich ihr leicht über die Wangen. Von hier konnte sie die felsigen Klippen sehen, die die friedliche Bucht umgaben, und sie konnte die fröhlichen Stimmen der Kinder hören, die unten am Strand spielten. Sie hatte jeden Grund, glücklich zu sein.

Trotzdem war sie seit Wochen gereizt … und dafür gab es nur einen Grund: Nate Branscombes Rückkehr ins Herrenhaus. Seitdem fuhren ihre Gefühle Achterbahn. Dabei hatte sie gewusst, dass er seinen Vater, den jetzigen Lord Branscombe, früher oder später besuchen würde. Aber als sie gehört hatte, dass er tatsächlich aufgetaucht war, wäre sie fast in Panik geraten und hatte alles getan, um ihm aus dem Weg zu gehen.

„Das ist der perfekte Ort zum Entspannen“, schwärmte Jake, der ihre gedrückte Stimmung nicht zu bemerken schien. Er nippte an seinem Kaffee und warf dann einen Blick auf seine Uhr. „Leider kann ich nicht lange bleiben … ich muss zu einem Meeting.“

„Ah … die Freude der Arbeit im Krankenhausmanagement!“ Sie warf ihm einen amüsierten Blick zu.

Jake Holdsworth war ein cleverer, sympathischer junger Mann, gut aussehend, mit braunen Haaren und warmen braunen Augen. Mit achtundzwanzig war er ein paar Jahre älter als sie, aber sie kannten einander seit er regelmäßig im Dorf seine Lieblingstante besucht hatte. Dabei hatten sie sich schnell angefreundet. Irgendwann waren sie allerdings getrennte Wege gegangen, weil sie an unterschiedlichen Orten hatten studieren wollen: Sie hatte ihr Medizinstudium begonnen, während Jake an einer anderen Universität Management im Gesundheitswesen studiert hatte. Erst kürzlich hatten sie sich wiedergetroffen.

„Oh ja! Budgetsitzungen, Beschaffungskomitees, die Beschwerden der Klinikärzte – das macht riesigen Spaß!“

„Aber du liebst es.“ Jake besaß einen guten Sinn für Humor, und sie verbrachte gern Zeit mit ihm. Er schaffte es immer, sie zu beruhigen, half ihr, ihre schwierige Familiensituation für eine Weile zu vergessen.

Ganz anders als Nate Branscombe, der das genaue Gegenteil von Jake war. Er weckte in ihr starke Gefühle – positiv wie negativ –, aber viel zu oft löste er in ihr einen heftigen Tumult aus.

Sein verboten gutes Aussehen ließ ihr Herz rasen, wenn sie ihn nur sah. Frauen waren verrückt nach ihm, doch er ließ sich nie ernsthaft auf eine ein. Er würde niemals eine feste Bindung eingehen.

Vielleicht hatte Sophie sich deshalb immer bei ihm zurückgehalten. Er hatte sie gewollt und ihr das deutlich gezeigt, und sie war so … so sehr in Versuchung gewesen, aber sie würde sich nicht in ihn verlieben, wie all die anderen, die hinterher Liebeskummer gehabt hatten. Nate liebte Frauen, hatte Spaß mit ihnen, genoss das Leben, aber würde er jemals die richtige Frau treffen? Oder war ihm einfach bewusst, dass die Frauen, mit denen er sich traf, nicht zur zukünftigen Frau eines Lords taugten?

„Geht es dir gut? Du bist heute so still.“ Nachdenklich musterte Jake sie. „Ein schwerer Tag im Krankenhaus?“

„Oh … tut mir leid. Ich war mit meinen Gedanken ganz woanders.“ Aus ihrer Grübelei gerissen, gab Sophie sich Mühe, sich auf ihr Gespräch zu konzentrieren. „Nein, es war nicht so schlimm.“

„Probleme zu Hause? Machst du dir Sorgen um deine Familie?“ Jake lächelte sie auffordernd an, bevor er seinen Kaffee austrank und die Hände auf die Tischplatte legte.

Sie zuckte die Schultern. „Laut meinem Bruder Rob benimmt sich meine Mutter wieder seltsam, und Jessica ist aufgebracht, weil Ryan auswärts arbeiten muss.“

Mitfühlend nickte er. „Ein ungünstiger Zeitpunkt? Wie weit ist ihre Schwangerschaft? Im neunten Monat?“

Sie nickte lächelnd. „In der sechsunddreißigsten Woche. Das Baby könnte jetzt jederzeit kommen.“

„Kein guter Augenblick, um allein zu sein, oder?“

„Nein.“ Sophie runzelte die Stirn. „Aber Mum und unser Stiefvater sind in ihrer Nähe.“ Als sie Schritte hörte, die näher kamen, sah sie sich um.

„Ihr Tisch ist hier drüben, Sir“, sagte eine Kellnerin und führte Lord Branscombe zu einem Tisch an der schmiedeeisernen Balustrade. Dort schirmten ein hoher cremefarbener Pflanztopf mit scharlachroten Petunien und viele grüne Sträucher den Platz ein wenig von den anderen Gästen ab.

Langsam und gemessenen Schrittes folgte James Branscombe der Kellnerin, blieb aber mitten auf der Terrasse plötzlich stehen, schien nach Atem zu ringen und presste eine Hand auf seine Brust.

Besorgt musterte ihn die Kellnerin. „Geht es Ihnen gut? Ich habe gar nicht darüber nachgedacht … Die Stufen sind ziemlich hoch … Vielleicht hätte ich langsamer gehen sollen …“

„Bitte keine Umstände“, erwiderte Lord Branscombe schroff. „Bringen Sie mir einfach einen Whisky.“

„Natürlich. Sofort.“ Die junge Frau begleitete ihn zu seinem Tisch, bevor sie ihm eilig den Whisky holte.

Sophie fiel auf, dass die Gespräche um sie herum verstummten. Die Leute warfen verstohlene Blicke zum Tisch in der Ecke und tuschelten. Doch Lord Branscombe ignorierte es und schien in seiner eigenen Welt versunken zu sein. Obwohl er erst Anfang sechzig war, sah er älter aus, seine Haare wurden grau, sein Gesicht wirkte angespannt, und eine tiefe Falte grub sich in seine Stirn.

„Er scheint nicht gesund zu sein“, murmelte Jake und sprach damit aus, was wahrscheinlich jeder hier dachte.

„Ich glaube, du hast recht. Aber wann hat ihn das je gestört? Wahrscheinlich ist Nate deshalb wieder da“, vermutete sie. „Er wird sich Sorgen um seinen Vater machen.“

„Hm … um das Gut auch, schätze ich.“ Jake runzelte die Stirn. „Hast du die Gerüchte gehört?“

„Über Lord Branscombes Investition in Übersee?“

Er nickte.

„Ja. Laut den Zeitungsberichten hat er eine Menge Geld verloren.“

„Nate wird es nicht gefallen – dass die Presse davon Wind bekommen hat, meine ich“, mutmaßte Jake.

„Garantiert nicht.“ Seit sein Vater vor ein paar Jahren am Steuer eines Leichtflugzeugs zusammengebrochen war, hasste Nate die Presse, weil diese ausführlich darüber berichtet hatte.

Tröstend umfasste Jake ihre Hand. „Nach dem, was mit deinem Vater passiert ist, muss das sehr schwer für dich sein.“

„Ist es.“ Sophie kniff die Augen zu. Ihr Vater war Passagier in dem einmotorigen Flugzeug gewesen, das vor beinahe zwei Jahren abgestürzt war. Entgegen aller Ratschläge hatte James Branscombe das Steuer übernommen und war deshalb dafür verantwortlich, dass ihr Vater schwere Verletzungen erlitten hatte: Rücken, Schulter und Knöchel waren gebrochen gewesen, während Lord Branscombe kaum einen Kratzer davongetragen hatte.

Sogar jetzt noch fiel es ihr schwer, sich damit abzufinden.

„Der Gedanke, dass Nate zurückkommt, hat dich bestimmt ziemlich aufgewühlt“, sagte Jake besorgt. „Ihr wart eine Weile zusammen, oder? Bis der Unfall das beendet hat.“

Sie straffte ihre Schultern. „Könnten wir das Thema wechseln?“

Gerade jetzt konnte sie nicht damit umgehen, dass alles wieder aufgewühlt wurde. Sie riss sich zusammen, um nach außen hin ruhig zu wirken, und sie und Jake unterhielten sich leise.

Doch dann bemerkte sie einen Mann, der selbstbewusst über die Terrasse auf den Ecktisch zuging.

„Nate?“, flüsterte sie ungläubig, und Jake drückte sanft ihre Hand zur Unterstützung. Es war ein Schock. Als sie ihn kurz nach dem Unfall gesehen hatte, war sie aufgebracht gewesen, verrückt vor Sorge, und sie hatten sich heftig über die Tat seines Vaters gestritten. Aber nachdem er weggegangen war, hatte sie ihn trotzdem schmerzlich vermisst – körperlich wie seelisch.

Noch hatte Nate sie nicht entdeckt, als er kurz stehen blieb, um mit Bekannten ein paar Worte zu wechseln. Sophies Gedanken rasten …

Da bemerkte er sie und riss überrascht die Augen auf, als er sie erkannte. Für einen Augenblick war er sprachlos. Dann kam er auf sie zu, ein schlanker Mann, sein Gang raumgreifend und selbstbewusst. Die Muskeln seiner Arme ließen einen gut trainierten Körper unter dem Designer-T-Shirt und der legeren Hose, die er trug, erahnen.

Ihr stockte der Atem. Sie konnte nicht mehr klar denken, konnte nur seinen Anblick in sich aufsaugen: breite Schultern, gemeißelte Wangenknochen und schwarze, etwas zu lange Haare, die sich verwegen wellten.

„Sophie.“ Seine Stimme klang tief und warm, ein Hauch Befriedigung darin, als wäre er mehr als zufrieden, sie zu sehen. Er blieb an ihrem Tisch stehen und musterte sie, seinen grünen Augen entging nichts. Sein Blick schweifte von ihren Wangenknochen zu ihrem weichen Mund, verweilte dann auf ihren blonden Korkenzieherlocken, die ihr über die Schultern fielen. „Schön, dich zu...



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