E-Book, Deutsch, Band 4, 216 Seiten
Reihe: Euphoria
Nell Euphoria Band 4 - Der Kampf der Götter
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7693-3160-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 4, 216 Seiten
Reihe: Euphoria
ISBN: 978-3-7693-3160-8
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Während die Energie auf der Welt immer weiter ansteigt und damit die Emotionen der Menschen überkochen, sinkt die Energie in Lumenia immer weiter ab. Die Vision, die Taro vorausgesehen hat, ist immer noch ein fester Bestandteil der Zukunft. Es muss gehandelt werden. Und zwar schnell! Doch der Plan, den Quidea zur Problemlösung vorsieht, stößt auf Probleme und Unfrieden und führt schließlich zu einer Trennung zwischen Lucy und Nikolas. Alles scheint auseinander zu brechen. Und während auf der Welt das Chaos ausbricht und erneut ein Feind auftaucht, der auf Rache sinnt, ist Lucy schon wieder gezwungen, sich auf das Spiel der Götter zu konzentrieren und glücklich zu sein. Keine leichte Aufgabe. Doch Lucys Lichtblick ist ihre beste Freundin Miriam, die ihr immer zur Seite steht. Auch als Lucy erfährt, dass Nikolas nicht nur ihretwegen in ihre Welt zurückgekehrt ist, sondern weil er schon von Anfang an einen ähnlichen Plan verfolgt wie Taro. Doch das ist ein großes Geheimnis und sie muss all ihre Kräfte aufbringen, um zu erfahren, was Nikolas und die Lumenier wirklich in ihrer Welt im Schilde führen. Weitere Informationen zu der Buchreihe gibt es auf: www.euphoria-lane.de
Seit vielen Jahren bin ich Autorin spiritueller Bücher. Mittlerweile arbeite ich nur noch auf Spendenbasis und biete neben Büchern zahlreiche Dinge für deine persönliche Bewusstseinsreise an, wie Meditationen, Kartenspiele uvm. Alle Infos findest du auf meiner Webseite: www.euphoria-lane.de
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1
Lumenia
Es war das Paradies. Dieses Land, in dem es kein Leid und keine Kämpfe gab. Dieses friedliche, glückliche Eiland mitten im Ozean, das von niemandem betreten werden konnte, der nicht im Besitz eines Portalschlüssels war. Von niemandem, außer von Nikolas Key. Schon zum zweiten Mal hatte er es geschafft, ein Portal zu öffnen und den schützenden Schild, der diese Insel umgab, zu durchbrechen. Und immer noch wusste niemand, wie er das geschafft hatte. Nicht einmal er selbst. Nachdem die Aufregung der letzten Ereignisse ein wenig abgeklungen war, hatte Quidea, der König von Lumenia und Nikolas' Vater, eine Versammlung einberufen. Der Ältestenrat und einige der mächtigsten Lumenier des Landes hatten sich in seinem Büro eingefunden, um von Nikolas zu erfahren, was in jener Nacht geschehen war und um ein für allemal zu entschlüsseln, was ihn dazu befähigte, ohne Hilfsmittel ein Portal zu öffnen und den mächtigen Schutzschild zu durchbrechen, der das Land umgab wie eine hundert Meter dicke, energetische Mauer. Besonders die blaue Garde war sehr interessiert daran, denn sie war für die Portale zuständig und musste dafür Sorge tragen, dass niemand unbefugt das Land betrat oder es verließ. Sie waren diejenigen, welche die Sicherheit des Landes gewährleisteten – die Trennung vom Rest der Welt. Sie hatten die Portale mit Programmen verstärkt, die es einem Menschen, der sich in einem zu niedrigen Schwingungsniveau befand, unmöglich machten, dieses Land zu betreten. Lumenia verfügte über eine sehr hoch schwingende Energie, was dazu führte, dass sich Gedanken und Gefühle schneller manifestierten, als in niedrigeren Schwingungsebenen. Es war ein hohes Maß an Selbstkontrolle nötig, um in einem Land wie diesem leben zu können. Eine Selbstkontrolle, die nur gewährleistet war, wenn man sich selbst ebenfalls auf einem sehr hohen Schwingungsniveau befand. Deshalb war es für einen Menschen aus der anderen Welt unmöglich, ein Portal zu durchschreiten, ohne dabei zu Schaden zu kommen. Die blaue Garde hatte die hohe Energie der Portale, die um ein hundertfaches höher schwang, als die Energie des Landes selbst, so verstärkt und programmiert, dass ein Mensch mit niedriger Schwingung einen solchen Übertritt nicht überleben würde. Oder zumindest einen schweren körperlichen Schaden davontragen würde. Lucy hatte diese Schutzvorrichtung am eigenen Leib erfahren und erinnerte sich mit Schrecken an die Schmerzen und ihre kurzzeitige Erblindung. Grausam, dachte sie, während sie neben Nikolas saß und seine Hand streichelte, um ihm zu zeigen, dass sie ihm in diesem wichtigen Moment seines Lebens beistand. Er hatte großen Respekt vor dem Ältestenrat und den Lumeniern, die ihn alle anstarrten und eine Antwort von ihm verlangten. »Aber notwendig!«, sagte plötzlich ein blauer Gardist auf Lucys Gedanken hin. Lucy sah auf und blickte in sein ernstes Gesicht. Er war schön. So wie jeder Lumenier. Sie hatte mittlerweile aufgehört, sich darüber zu wundern. Aber in seinem Gesicht war auch etwas Hartes, Kaltes, das Lucy auf sein starkes und womöglich etwas übertriebenes Pflichtbewusstsein schob. Nikolas kicherte leise, doch der Gardist blieb ernst und kam einen Schritt auf Lucy zu. »Diese Schutzvorrichtung ist ein ausgeklügeltes Sicherheitssystem, Lucy Meier!«, brachte er mit schneidender Stimme hervor. »Key!«, sagte Nikolas, legte schützend einen Arm um Lucy und warf Ren, dem blauen Gardisten, einen warnenden Blick zu. »Zumindest bald«, fügte er noch etwas milder hinzu und lächelte dann Lucy an. Ren wich beschwichtigt zurück und räusperte sich. Lucy spürte, dass sie mit ihren Gedanken einen wunden Punkt bei ihm getroffen hatte. Es gefiel ihm nicht, dass Menschen aus der anderen Welt sein Land betraten und es gefiel ihm noch weniger, dass Nikolas dieses ausgeklügelte Sicherheitssystem schon zum zweiten Mal lahmgelegt hatte. »Ist dir klar, Lucy Key«, fragte er vorsichtig, »was geschehen würde, wenn ein Mensch ohne jegliche Selbstkontrolle dieses Land betritt?« Lucy wusste, dass man hierzulande mit seinen Gedanken und Gefühlen großen Schaden anrichten konnte. Aber was genau passieren konnte, war ihr nicht klar. »Es kann zu großen Katastrophen führen«, erklang eine weibliche Stimme aus der hintersten Ecke des Raumes. Alea lehnte am Bücherregal und hatte dem Treffen bisher nur als stille Beobachterin beigewohnt. Doch jetzt kam sie näher in den Raum. »Die blaue Garde sorgt mit diesen Programmen dafür, dass ein Mensch nach einem solchen Übertritt nicht mehr in der Lage ist, irgendeinen Schaden in diesem Land anzurichten«, erklärte sie. »Deine Erblindung war kein Zufall, Lucy. Es ist so vorgesehen, dass die Programme der Portale die Sinne weitestgehend abschalten, um das Geheimnis unseres Landes zu bewahren.« Lucy sah Alea erschrocken an. Sie konnte die Sorge der Lumenier einerseits verstehen, aber andererseits war sie erschrocken darüber, dass es die sonst so friedliebenden Lumenier in Kauf nahmen, dass ein Mensch bei einem Übertritt solch einen Schaden davontrug oder sogar daran starb. Bei ihren Gedanken senkten alle die Köpfe. Doch der König bewahrte sein immerwährendes Lächeln, schlug ein Bein über das andere und sagte mit ruhiger, väterlicher Stimme: »So etwas wird nie geschehen, Lucy. Wir wissen es zu verhindern, dass ein Mensch, der nicht in der Verfassung ist, ein Portal zu durchschreiten, je einen Portalschlüssel in die Finger bekommt. Dass du es geschafft hast, war nicht vorherzusehen, da du eine unglaublich starke Fähigkeit entwickelt hast, deine Gedanken vor Nikolas und vor jedem anderen Lumenier zu verbergen.« Lucy sah hinüber zu Taro, der mit seinem Stuhl ganz an den Rand des Raumes gerückt war und mit verschränkten Armen und gelangweiltem Gesicht eher auf dem Stuhl lag, als darauf zu sitzen. Er blickte aus dem Fenster, als würde ihn dieses Gespräch gar nicht interessieren. Doch, als er spürte, dass Lucy ihn ansah, huschte ein Lächeln über seine Lippen. Ihm hatte sie es zu verdanken, dass sie eine solch starke Fähigkeit überhaupt erst hatte entwickeln können und er war es auch gewesen, der ihr – unabsichtlich – dabei geholfen hatte, sie bis zur Perfektion zu trainieren. Das hast du schon vorher ganz gut drauf gehabt, Süße!, hörte sie seine tiefe Stimme in ihrem Kopf. Hör auf, mich Süße zu nennen!, schlug sie ihm gedanklich entgegen. Taro schmunzelte. So ging das seit Wochen. Es machte ihm offenbar Spaß, sie zu necken und Nikolas dabei bis zur Weißglut zu reizen. Lucy streichelte erneut über seine Hand, um zu verhindern, dass er sich zu sehr aufregte und Taro vermutlich wieder etwas an den Kopf schmiss. So wie letzte Woche. Nikolas lachte leise. In seinen Gedanken spielte sich die Szene ab, in der Taro wie ein Baum umgefallen war, weil ihn Nikolas' Energieblitz direkt an der Stirn getroffen hatte. Lucy musste ebenfalls lachen, als sie das Szenario in seinem Kopf sah. Ein tiefes Räuspern aus Quideas Kehle ließ sie aber sofort verstummen. »Jedenfalls…«, brummte er etwas missmutig, jedoch mit einem kleinen Lächeln im Gesicht, »passen wir schon auf, dass so etwas nicht noch einmal vorkommt, Lucy. Denn natürlich wollen wir nicht, dass jemand zu Schaden kommt. Selbst ohne diese verstärkenden Programme ist ein Portal eine gefährliche Angelegenheit für einen Menschen in niedriger Schwingung. Der Schutzschild ist einfach zu mächtig, um ihn einfach so zu durchbrechen.« Dabei sah er wieder Nikolas an. »Und deshalb ist es von äußerster Wichtigkeit für uns, zu erfahren, wie Nikolas diesen unmöglichen Sprung geschafft hat.« »Vielleicht liegt es an der sinkenden Energie«, sagte Alea nachdenklich. Das Sonnenlicht, das in den Raum fiel, spielte in ihren roten Locken und ließ sie leuchten wie ein aufgewühltes Flammenmeer, was ihre Worte nur umso dramatischer klingen ließ. »Der Schutzschild wird schwächer.« »Nein!«, stieß Ren hervor. »Wir haben bereits herausgefunden, dass sich die steigende Energie der Gegenwelt der unseren anpasst und es nur den Anschein hat, als würde der Schild schwächer werden. Wir haben alles unter Kontrolle. Die Energie ist genauso hoch, wie noch vor zwei oder drei Jahren.« »Schon mal mit der Energie von vor sechs Jahren verglichen?«, brummte Taro und ballte dabei seine Hände zu Fäusten. Nikolas' Hand unter Lucys Berührung tat es ihm sofort gleich und bebte vor Anspannung. Lucy sah zuerst Nikolas überrascht an und blickte dann zu Taro hinüber. In seinem Gesicht entdeckte sie plötzlich wieder die altbekannte Kälte, die aber im nächsten Moment wieder verflog, als er den Kopf senkte und die Stirn in tiefe Falten legte. Sie versuchte, in seinen Gedanken herauszufinden, wovon er sprach, doch in seinem Kopf war es still geworden. Unheimlich still. So still wie früher. Und als sie sich im Raum umsah, bemerkte sie, dass nicht nur er seine Gedanken hatte verstummen...




