Nelson / Borrill / Kelly | Tiffany Exklusiv Band 63 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 0063, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Exklusiv

Nelson / Borrill / Kelly Tiffany Exklusiv Band 63


1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-5296-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 0063, 384 Seiten

Reihe: Tiffany Exklusiv

ISBN: 978-3-7337-5296-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



EROTISCHE GESTÄNDNISSE von BORRILL, LORI
Intime Geständnisse macht Trisha im Internet-Chat einem geheimnisvollen Fremden, der sich Pisces47 nennt. Doch mit jeder erotischen Fantasie, die sie dem Mann am anderen Monitor beschreibt, wächst ihre Sehnsucht, die Liebe endlich life zu erleben ...
HIMBEEREIS ZUM FRÜHSTÜCK von KELLY, SANDRA
Sally ist die süßeste Verführung! Seit der Reporter Jack Gold im idyllischen Peachtown einen Artikel über sie und ihre sensationelle Erfindung schreiben soll, kann er nur noch an sie denken. Doch was wird aus dieser Leidenschaft, wenn er nach New York zurück muss?
IM BETT MIT EINEM PLAYBOY von NELSON, RHONDA
Als Sex-Ratgeberin hat Frankie ihren Traumjob. Wenn sie bloß nicht mit Playboy Ross zusammenarbeiten müsste, der sich für unwiderstehlich hält! Doch als sie sich beruflich über heiße Spiele im Bett unterhalten müssen, steigt die erotische Spannung unerträglich ...



Rhonda kann sich an keinen Moment in ihrem Leben erinnern, in dem sie nicht ihre Nase in einem Buch vergrub. Ihr Ehemann kann ein Lied davon singen. Obwohl sie an mehreren Kursen für kreatives Schreiben teilnahm, hat sie nie eine Karriere als Schriftstellerin in Erwägung gezogen, bis ihre Mutter sie dazu überredete, zumindest einmal den Versuch zu wagen. Deshalb gab sie ihren Traum, eines Tages eine intergalaktische Prinzessin oder Meerjungfrau zu werden, auf. Sie stürzte sich in das ungewisse Abenteuer, Romanautorin zu werden, und es klappte. (Danke, Mama.) Sie heiratete vor langer Zeit ihren Traummann, und sie und ihre Familie fanden ein Zuhause in einer kleinen Gemeinde im Norden Alabamas. Zwischen freiwilliger Arbeit an der Schule ihrer Kinder (auch mal Nein zu sagen, muss sie erst noch lernen) und den typischen Aufgaben einer Hausfrau flüchtet sie in ihr Büro, wo sie in Ruhe ihrer Fantasie freien Lauf lassen kann, sodass Geschichten entstehen, die die Leser hoffentlich genießen.
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2. KAPITEL

„Hey! Was hast du morgen Abend vor?“

Logan blickte von seinen Notizen auf und sah Bill Jeffries mit einer Tüte Nüssen in der Hand in sein Büro kommen. „Was ist morgen? Donnerstag?“

„Den ganzen Tag“, sagte Bill und pflanzte sich auf einen Stuhl gegenüber Logans Schreibtisch.

Ohne nachzudenken murmelte Logan: „Ich hab ein Date.“

Bills Augen blitzten. „Ha! Ich wusste doch, dass du den Frauen nicht für immer abschwören könntest. Wer ist sie?“

Logan wünschte, er könnte diese Frage beantworten. Er hatte keine Ahnung, mit wem er sich zweimal wöchentlich im Dämmerlicht seines Arbeitszimmers traf. Er wusste nur, dass das Chatten mit Skorpion63 ihm von Mal zu Mal besser gefiel und dass er kein Date versäumen wollte.

„Es ist nicht die Art Date, die du meinst“, sagte er und bereute seine Bemerkung sofort.

Logan hatte nicht die Absicht, Bill von seinen Cybersex-Erlebnissen zu erzählen, ganz gleich, wie eng sie befreundet waren. Nachdem seine Eskapaden nach der Scheidung ihm den Ruf eines Playboys beschert hatten, würde er sich völlig lächerlich machen, wenn er gestand, dass er eine Internet-Liebesaffäre mit einer Unbekannten hatte.

Wie ein Mann in seiner Position bei Cybersex landen konnte, würde er nie begreifen. Es hatte als ein Jux begonnen, ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk seines Bruders Dane. Durch die Scheidung erschüttert und von seinem neuen Liebesleben frustriert, hatte Logan das Handtuch geworfen und sich überhaupt nicht mehr mit Frauen getroffen. Schließlich beichtete er Dane seinen Zustand, worauf sein Bruder ihn umgehend bei LoveAstrology.com anmeldete. Logan hatte ein Passwort und ein Date mit einer Frau bekommen, die er für eine virtuelle Prostituierte hielt. Eine dieser Ladys, die im Nachtfernsehen für ihre sprachlichen Verführungskünste warben.

Er hatte nicht vorgehabt, das Date einzuhalten, aber nach vier Gin Tonics und mit nichts anderem zu tun sagte er sich: Was soll’s? und loggte sich ein.

Zu seiner Überraschung entpuppte seine Partnerin sich als eine empfindsame und intelligente Frau, die genauso gehemmt war wie er. Ihr erster Chat war zum Lachen gewesen, tollpatschig und hilflos wie eben bei Leuten, die solche Dinge nicht gewohnt sind. Wäre er nicht beschwipst gewesen, hätte er die Stunde niemals durchgehalten. Er hatte sich sogar ein zweites Mal bei der Frau gemeldet, und ehe er sich versah, stand er unter ihrem Bann.

Er vermutete, dass sie eine frustrierte Hausfrau war, was ihm aus einem unerfindlichen Grund nichts ausmachte. Skorpion63 wurde für ihn der Inbegriff der idealen Frau. Und so erbärmlich es war, er brachte es nicht fertig, diese absurde Beziehung zu beenden.

„Was ist es dann, ein Geschäftsmeeting?“, fragte Bill.

„Etwas in der Art.“ Logan griff nach der Tüte und steckte sich eine Nuss in den Mund. „Wie kommt Megan mit der Anzeige für die Cream Donuts voran?“, wechselte er das Thema, bevor Bill ihn nach Einzelheiten ausquetschen konnte.

Leider biss Bill nicht an. „Du bist also wirklich mit den Frauen durch?“

„Die Donut-Werbung, Bill. Wie läuft es?“, fragte Logan nochmals. Er wollte nicht mit Bill über sein Liebesleben reden.

Bill nahm ihm die Tüte weg, schüttete sich ein paar Nüsse in die Hand und warf die Tüte auf den Schreibtisch. „Warum lädst du Trisha nicht mal zum Essen ein? Sie ist perfekt für dich.“

Logan hätte sich fast verschluckt. Mit Trisha Bain würde er sich nie im Leben einlassen. Und die Tatsache, dass sein Körper anderer Meinung war, machte sie nur noch gefährlicher.

„Sie ist ein Duplikat meiner Ex“, erklärte er.

Bill lachte. „Ach komm. Du kannst Trisha nicht mit Virginia gleichsetzen.“

Nein, Virginia Matthews, vorher Virginia Moore, war einzigartig, aber sie und Trisha hatten eines gemeinsam: Sie waren beide erfolgsbesessen. Und deshalb musste Logan die hübsche Trisha weit auf Abstand halten.

„Sie will gute Leistungen bringen, aber nicht dein Geschäft an sich reißen“, fügte Bill hinzu.

Logan wollte ihr gar nicht erst die Gelegenheit dazu geben. Er war ein dummer junger Unternehmer gewesen, als er Virginia heiratete. Dumm genug, um Entscheidungen nicht mit dem Kopf zu treffen, sondern mit seinem damals aktivsten Körperteil. So kam es, dass er die Hälfte seines Geschäfts von Virginia führen ließ, und als sie ging, nahm sie diese Hälfte mit. Die Firma Moore hatte drei Jahre gebraucht, um ihre Stellung als eine der Top-Werbeagenturen in San Francisco wiederzuerlangen. Aber Logan würde viel länger brauchen, um sein Vertrauen in die Frauen wiederaufzubauen. Besonders in Frauen mit dem Aussehen und der Intelligenz von Trisha Bain.

„Trisha macht ihren Job außerordentlich gut“, sagte Logan. „Ihre Entwürfe für Tyndale Resorts sind fantastisch. Tyndale ist von ihrer Arbeit begeistert, und es sieht ganz so aus, als ob wir den Auftrag kriegen. Das wird die Feder an unserem Hut sein, die uns wieder an die Spitze bringt.“ Und die zauberhafte Virginia Matthews wird sich schwarzärgern. Ach, er würde zu gern den Ausdruck in ihrem chirurgisch verschönten Gesicht sehen, wenn sie die Mitteilung erhielt, dass sie den Tyndale-Etat an den Mann verlieren würde, den sie vor drei Jahren übers Ohr gehauen hatte.

„Ihr beiden seid ein tolles Team“, sagte Bill.

„Ja, beruflich. Und da endet es. Ich habe meine Erfahrungen gemacht, wie du weißt. Dank meinem brillanten Urteilsvermögen in puncto Frauen hätten wir beide fast unsere Jobs verloren.“

Und die Tatsache, dass Trisha ständig seine Gedanken beschäftigte, war der Beweis, dass er nicht ein bisschen gelernt hatte.

Nach Virginia hatte er um alle Frauen aus der Werbebranche einen großen Bogen gemacht. Und die Frauen in seiner Firma waren erst recht tabu für ihn. Nur so konnte er sicher sein, dass er seine Agentur nie wieder gefährden würde. Aber nach zwei Jahren Arbeit mit Trisha hätte er seine Regel beinahe gebrochen. Zum Glück hatte er der Versuchung widerstanden. Trisha hatte all das, was ihn zu Virginia hingezogen hatte – Intelligenz, Humor, einen beweglichen Geist, ein hinreißendes Lächeln, – und alles in einem verführerischen Körper verpackt.

All diese fantastischen Eigenschaften konnte man zu einem einzigen Wort zusammenfassen: Nein. Sosehr Logan sich bemühte, ihre Unterschiede zu erkennen, er sah vor allem die Ähnlichkeit zwischen Trisha und Virginia. Sie war zu offensichtlich, um ignoriert zu werden.

„Du hast eines vergessen“, sagte Bill. „Ich kenne Trisha. Sie ist Adies beste Freundin, und ich weiß, dass sie keine zweite Virginia ist. Und falls du dich erinnerst, war ich es, der dich vor Virginia gewarnt hat. Aber du hast nicht hingehört.“

Stimmt, dachte Logan. Er war zu verliebt in Virginia gewesen und zu dumm, um Bills Warnungen ernst zu nehmen. Bei Virginia hatte sein Verstand versagt, und wenn er sie im Bett in den Armen hielt, glaubte er ihr alles, was sie ihm zuraunte. Dass sie ihn über alles liebte, dass sie sich eine Familie wünschte, dass sie eine wundervolle gemeinsame Zukunft haben würden.

Und dann heirateten sie.

Sie beschlossen, ihr Leben auf Partnerschaft zu gründen – beruflich und privat. Aber kaum hatten sie ihre Ziele abgesteckt, ließ Virginia die Bombe platzen. Kinder waren nicht ihre Zukunft, die Ehe war nicht ihr Ding. Das Einzige, was sie von Logan wollte, war eine Scheidung, einschließlich der Hälfte der Firma.

Er hatte einen enormen Kredit aufnehmen müssen, um sie auszuzahlen. So bekam sie das Geld und den Status, um ihre eigene Agentur zu gründen und ihm dann nach und nach seine Etats wegzuschnappen. Trotz allem schaffte er es, seine Agentur wieder nach oben zu bringen. Aber der Schaden, dem sie seinem Vertrauen in seine Instinkte zugefügt hatte, war irreparabel. Wie er so vollkommen blind hatte sein können, war ihm ein Rätsel, doch er hatte für seinen Irrtum teuer bezahlt. Die Heirat war ein Fehler, den er nicht wiederholen würde.

„Ich bin nicht interessiert“, sagte er.

„Wie du meinst. Aber irgendwann wirst du anfangen, auf deinen alten Kumpel zu hören. Ich weiß, was gut für dich ist.“

Logan versuchte aufs Neue, das Thema zu wechseln. „Warum hast du mich eigentlich wegen morgen Abend gefragt?“

„Adie und ich wollen in einen Klub gehen und uns eine Band anhören, die sie entdeckt hat. Wir dachten uns, dass es nett wäre, wenn ein paar Leute mitkämen.“

Logan hob die Augenbrauen. „Was für Leute?“

„Na, eben ein paar Freunde.“

Bills vage Antwort sagte Logan genug. „Hör auf mit deinen Versuchen, mich mit Trisha zusammenzubringen.“

„Ich versuche gar nichts. Trisha kommt nicht mal mit.“

Nun war Logan verwirrt. „Was habt ihr in Wahrheit morgen vor?“

Bill druckste eine Weile herum, bis er schließlich tief Luft holte und beichtete. „Also, es ist so eine Art Dichterlesung.“

Logan warf den Kopf zurück und lachte.

„Ach komm, Mann. Adriennes Mutter besteht darauf, dass sie hingeht. Es scheint etwas Besonderes zu sein, und sie möchte, dass die ganze Familie dort erscheint.“

„Ich gehöre nicht zur Familie.“

„Hinterher gibt’s Musik“, lockte Bill.

„Was denn? Gezupfe auf einem Sitar?“

„Wahrscheinlich.“

„Ohne mich.“ Obwohl es eine verlockende Vorstellung war, Bill dabei zu beobachten, wie er durch ein Hippie-Teehaus schlich und nach dem...



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