Neubauer | Pränataldiagnostik und das Recht auf Inklusion | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 213 Seiten

Reihe: Dialektik der Be-Hinderung

Neubauer Pränataldiagnostik und das Recht auf Inklusion

Zum paradoxen Menschenbild in der Gegenwartsgesellschaft
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-8379-7749-3
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection

Zum paradoxen Menschenbild in der Gegenwartsgesellschaft

E-Book, Deutsch, 213 Seiten

Reihe: Dialektik der Be-Hinderung

ISBN: 978-3-8379-7749-3
Verlag: Psychosozial-Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 0 - No protection



Inklusion ist ein Ideal, das vielfach angestrebt und eingefordert wird. Doch wie lässt sich von einer gleichberechtigten Teilhabe am Leben sprechen, wenn behindertes Leben in unserer Gesellschaft von Anfang an, noch vor der Geburt bedroht ist?

Janna Neubauer lenkt den Blick auf ein hochrelevantes und doch kaum im Fokus der Öffentlichkeit stehendes Thema: die Pränataldiagnostik. Dieses immer einfacher zugängliche Verfahren sieht die Autorin im Widerspruch zu einer gelebten Gleichwertigkeit allen Lebens. Über Reflexionen zu Inklusion und Menschenbildern gelangt sie dabei zu letztlich essenziellen Fragen: Welchen Stand hat ein behindertes Leben in unserer Gesellschaft von Anfang an? Und: In welcher Welt wollen wir leben?

Neubauer Pränataldiagnostik und das Recht auf Inklusion jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


»Nobody is perfect!« – Das Thema Pränataldiagnostik heute

Vorwort
Peter Rödler

1 Auf dem Weg zu einer inklusiven Gesellschaft?

2 Menschenbilder

2.1 Funktion und Bedeutungsgehalt

2.2 Ausgangspunkt: Der Mensch

2.2.1 Eine Basis der Gleichheit in Verschiedenheit – erste Problemdarstellung

2.2.2 Die »Sonderstellung« des Menschen – Instinktreduktion und Unbestimmtheit

2.2.3 Sprach-Kultur – fortwährender Austauschprozess und menschliches Problem

2.3 Inklusion – eine unabdingbare Konsequenz des Menschenbildes

2.3.1 Eine Allgemeine Pädagogik und ihre Aufgaben

2.3.2 Historische Dimension von Menschenbildern – Eugenik und Euthanasie

2.4 Bioethik – ein Resultat der Moderne
2.5 Das Recht auf Leben in Gefahr

2.5.1 Begrenzte Schutzwu¨rdigkeit – Wu¨rde als Privileg?
2.5.2 Behinderung und Utilitarismus

2.6 Kritik an einem gegenwärtigen Leitbild der Moderne 7

3 Behinderung in der Gegenwartsgesellschaft

3.1 Grundlagentheoretische Annahmen
3.1.1 Analytische Notwendigkeit einer Reflexion des Behinderungsbegriffs

3.1.2 Norm/Normalität – Abweichungsbestand 823.2 Medizin und Behinderung

3.2.1 Medizin in der Gesellschaft der Moderne
3.2.2 Medizinische Perspektive – Behinderung als Abweichungsbestand

3.2.3 Leiden – natu¨rliche Konsequenz des Lebens
3.2.4 WHO – Definition Behinderung

3.3 Recht und Behinderung

3.3.1 Rechtsnormen – Gu¨ltigkeit und Wirkungsbereich

3.3.2 Rechtliche Perspektive auf das Phänomen Behinderung

3.4 Eine Umwelt, die (be-)hindert
3.4.1 Behinderung als soziales Phänomen
3.4.2 Diskriminierung, Stigmatisierung und Behinderung
3.4.3 Behinderung als Gegenstand der Disability Studies
3.5 Das Phänomen Behinderung – Relativität im flexiblen Normalismus der Postmoderne

4 Pränataldiagnostik

4.1 Abgrenzung des Themenbereiches

4.1.1 Die Schwangerenvorsorge

4.1.2 Das Risiko (in) der Schwangerschaft
4.2 Methoden der Pränataldiagnostik
4.2.1 Harmlose nicht-invasive Untersuchungsverfahren?
4.2.2 Invasive Untersuchungsverfahren

4.3 Die Konsequenzen
4.3.1 Das Abtreibungsstrafrecht – juristische Perspektive
4.3.2 Der Abbruch – medizinische Perspektiven

4.4 Pränataldiagnostik – eine Frage der Perspektive?
4.4.1 Die Rolle der Frau – Erwägungen zwischen Angst und Selbstbestimmung
4.4.1.1 In der Rolle der Frau und Mutter
4.4.1.2 Normalität in der Schwangerschaft: Unsicherheit und Angst

4.4.1.3 Selbstbestimmung und Selektion
4.4.2 Pränataldiagnostik – medizinische Handlungsoption
4.4.3 Pränataldiagnostik und ihre politische Dimension
4.5 Pränataldiagnostik und das Recht auf Inklusion

5 Bislang ein selektiver Weg …

Literatur

Anhang
Schwangerschaftsabbru¨che


Rödler, Peter
Peter Rödler war bis 2018 Professor für Allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Heterogenität an der Universität Koblenz-Landau. Er war damit der bisher einzige ausgewiesene Sonderpädagoge auf einem Lehrstuhl für allgemeine Lehrerbildung. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen im Bereich der Lehrerbildung, der Allgemeinen Pädagogik und der Computervisualistik mit den Schwerpunkten anthropologische, erkenntnistheoretische und methodische Grundlagen einer Allgemeinen Pädagogik und Sprache als relationaler, bio-semiotischer Kulturraum.
Rödler wurde 1993 für Erziehungswissenschaften habilitiert auf der Basis der Habilitationschrift Menschen, lebenslang auf Hilfe anderer angewiesen - Grundlagen einer allgemeinen basalen Pädagogik. In den folgenden Jahren hatte er Gastprofessuren an den Universitäten Frankfurt, Würzburg, Wien und Innsbruck inne.
Zusammen mit Prof. Gerd Schwabe (Wirtschaftsinformatik) und Prof. Uli Fuhrbach (Informatik, KI) gründete er 2001 das fachbereichübergreifende Dienstleistungs- und Forschungsinstitut »Institut für Wissensmedien« (IWM) und war bis war bis 2018 Mitdirektor des Instituts.
Er war Mitglied in den EU-Sokrates-Projekten INTEGER zur Erarbeitung eines Hochschulcurriculums für Inclusive Education und ODL:Inclusive zur Erarbeitung eines Selbst- und Fernstudienmoduls zu den Grundlagen von Inclusive Education.
Für das Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (zfuw) der Uni Koblenz-Landau organisierte er den Fernstudien Master »Inklusion und Schule«, der 2016 das erste Mal angeboten wurde.
Rödler hält Vorträge und macht Fall- und Krisenberatungen insbesondere zu autistischem Verhalten und den Grundlagen der Arbeit mit Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen im In- und Ausland, unter anderem in Ecuador, Italien, Japan, Österreich und Ungarn.
Von 1989 bis 2007 war er Schriftleiter der Fachzeitschrift Behindertenpädagogik.

(Stand: April 2020)

Veröffentlichungen u.a.:

geistig behindert - Menschen, lebenslang auf Hilfe anderer angewiesen? Neuwied, Berlin 2000.

Diagnose: Autismus - ein Problem der Sonderpädagogik. Frankfurt am Main, Afra-Druck, 1983.

Rödler, P./Berger, E./Jantzen, W. (Hrsg.): Es gibt keinen Rest! Neuwied, Berlin 2001.
mit Greving H. (Hrsg.): Stichworte »Sprache«, »Kommunikation« und »Autismus«. In: Kompendium Heilpädagogik. Bildungsverlag eins, Troisdorf 2007.

Pubertät als krisenanfällige Zeit. In: Hilfe für das autistische Kind e.V.: Krise ist immer auch Bewegung - Autismus im Brennpunkt. Hamburg 2005.

Rehistorisierung als Konstruktion. In: Feuser, G./Jantzen, W.: Erkennen und Handeln. Berlin 2002.

Die Theorie des Sprachraums als methodische Grundlage der Arbeit mit ›schwerstbeein- trächtigten‹ Menschen. In: Rödler, P./Berger, E./Jantzen, W.: Es gibt keinen Rest! Neuwied, Berlin 2001.

Geistig behindert - nicht wahr aber wirklich! In: Greving/Gröschke (Hrsg.): Geistige Behinderung - Reflexionen über ein Phantom. Bad Heilbrunn 2000.

Ein wahrer Einblick in eine unheimliche Inklusionsdiskussion. Behindertenpädagogik 4/2011, S. 342-355.

Kein Missverständnis! Zur tödlichen Logik der Argumentation Peter Singers. Behindertenpädagogik 1/2011, S. 54-65.

Feuser, Georg
Georg Feuser ist Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschullehrer sowie Sonderschulrektor a.D., war Professor für Behindertenpädagogik an den Universitäten Bremen und Zürich und in der Lehreraus-, -fort- und -weiterbildung tätig. Er entwickelte eine »Allgemeine Pädagogik und entwicklungslogische Didaktik« und die »Substituierend Dialogisch-Kooperative Handlungs-Therapie«.

Stinkes, Ursula
Ursula Stinkes ist Lehrerin für Sonderpädagogik und Professorin für Geistigbehindertenpädagogik und -didaktik an der Fakultät für Sonderpädagogik der PH Ludwigsburg. Zuvor arbeitete sie als Wissenschaftliche Angestellte am Lehrstuhl für Sonderpädagogik an den Universitäten Dortmund und Würzburg.

Rödler, Peter
Peter Rödler war bis 2018 Professor für Allgemeine Didaktik mit dem Schwerpunkt Heterogenität an der Universität Koblenz-Landau. Er war damit der bisher einzige ausgewiesene Sonderpädagoge auf einem Lehrstuhl für allgemeine Lehrerbildung. Seine Forschungs- und Lehrschwerpunkte liegen im Bereich der Lehrerbildung, der Allgemeinen Pädagogik und der Computervisualistik mit den Schwerpunkten anthropologische, erkenntnistheoretische und methodische Grundlagen einer Allgemeinen Pädagogik und Sprache als relationaler, bio-semiotischer Kulturraum.
Rödler wurde 1993 für Erziehungswissenschaften habilitiert auf der Basis der Habilitationschrift Menschen, lebenslang auf Hilfe anderer angewiesen - Grundlagen einer allgemeinen basalen Pädagogik. In den folgenden Jahren hatte er Gastprofessuren an den Universitäten Frankfurt, Würzburg, Wien und Innsbruck inne.
Zusammen mit Prof. Gerd Schwabe (Wirtschaftsinformatik) und Prof. Uli Fuhrbach (Informatik, KI) gründete er 2001 das fachbereichübergreifende Dienstleistungs- und Forschungsinstitut »Institut für Wissensmedien« (IWM) und war bis war bis 2018 Mitdirektor des Instituts.
Er war Mitglied in den EU-Sokrates-Projekten INTEGER zur Erarbeitung eines Hochschulcurriculums für Inclusive Education und ODL:Inclusive zur Erarbeitung eines Selbst- und Fernstudienmoduls zu den Grundlagen von Inclusive Education.
Für das Zentrum für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (zfuw) der Uni Koblenz-Landau organisierte er den Fernstudien Master »Inklusion und Schule«, der 2016 das erste Mal angeboten wurde.
Rödler hält Vorträge und macht Fall- und Krisenberatungen insbesondere zu autistischem Verhalten und den Grundlagen der Arbeit mit Menschen mit schwersten Beeinträchtigungen im In- und Ausland, unter anderem in Ecuador, Italien, Japan, Österreich und Ungarn.
Von 1989 bis 2007 war er Schriftleiter der Fachzeitschrift Behindertenpädagogik.

(Stand: April 2020)

Veröffentlichungen u.a.:

geistig behindert - Menschen, lebenslang auf Hilfe anderer angewiesen? Neuwied, Berlin 2000.

Diagnose: Autismus - ein Problem der Sonderpädagogik. Frankfurt am Main, Afra-Druck, 1983.

Rödler, P./Berger, E./Jantzen, W. (Hrsg.): Es gibt keinen Rest! Neuwied, Berlin 2001.
mit Greving H. (Hrsg.): Stichworte »Sprache«, »Kommunikation« und »Autismus«. In: Kompendium Heilpädagogik. Bildungsverlag eins, Troisdorf 2007.

Pubertät als krisenanfällige Zeit. In: Hilfe für das autistische Kind e.V.: Krise ist immer auch Bewegung - Autismus im Brennpunkt. Hamburg 2005.

Rehistorisierung als Konstruktion. In: Feuser, G./Jantzen, W.: Erkennen und Handeln. Berlin 2002.

Die Theorie des Sprachraums als methodische Grundlage der Arbeit mit ›schwerstbeein- trächtigten‹ Menschen. In: Rödler, P./Berger, E./Jantzen, W.: Es gibt keinen Rest! Neuwied, Berlin 2001.

Geistig behindert - nicht wahr aber wirklich! In: Greving/Gröschke (Hrsg.): Geistige Behinderung - Reflexionen über ein Phantom. Bad Heilbrunn 2000.

Ein wahrer Einblick in eine unheimliche Inklusionsdiskussion. Behindertenpädagogik 4/2011, S. 342-355.

Kein Missverständnis! Zur tödlichen Logik der Argumentation Peter Singers. Behindertenpädagogik 1/2011, S. 54-65.

Neubauer, Janna
Janna Neubauer ist Erzieherin und Diplom-Pädagogin. Sie war in einer Wohn- und Betreuungseinrichtung mit dem Schwerpunkt psychiatrische Unterstützungsangebote tätig. Zurzeit arbeitet sie als Beraterin im Kinderschutzdienst.

Jantzen, Wolfgang
† 23.11.2020

Wolfgang Jantzen war Sonderschullehrer und Diplom-Psychologe und begründete die Behindertenpädagogik als synthetische Humanwissenschaft (»materialistische Behindertenpädagogik«). Von 1974 bis 2006 war er Professor für Behindertenpädagogik an der Universität Bremen und 2010 war er als Forschungsgastprofessor an der Staatlichen Universität São Carlos in Brasilien. Zudem war er 1987/88 Wilhelm-Wundt-Professor für Psychologie an der Karl-Marx-Universität in Leipzig.

Stand: November 2020



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