Night | Dark and Dangerous Love | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 512 Seiten

Reihe: Dark and Dangerous Love-Reihe

Night Dark and Dangerous Love

Roman
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-641-22442-4
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

E-Book, Deutsch, Band 1, 512 Seiten

Reihe: Dark and Dangerous Love-Reihe

ISBN: 978-3-641-22442-4
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Im Jahr 2440 sind die Vampire aus den Schatten gekommen und haben die Herrschaft an sich gerissen. Es ist eine düstere Welt, eine gefährliche Welt. Vor allem für die junge und unschuldige Schönheit Evelyn Blackburn. Eines Abends erregt sie auf einem Ball am Hofe des ebenso attraktiven wie skrupellosen Vampirkönigs versehentlich seine Aufmerksamkeit und mit einem Mal ist ihr Leben nicht mehr wie es vorher war. Denn der Vampirkönig will sie – um jeden Preis ...

Molly Night wurde in Harbin, China, geboren und kam im Alter von zehn Jahren mit ihrer Mutter nach England. Mithilfe eines guten Wörterbuches, der Twilight-Romane und purer Willenskraft lernte sie innerhalb von kürzester Zeit Englisch. Ihre neu erwachte Begeisterung für die englische Sprache und Literatur lebte sie aus, indem sie eigene Texte schrieb. Mit ihrem Roman Dark and Dangerous Love gelang ihr 2015 der Durchbruch auf Wattpad.
Night Dark and Dangerous Love jetzt bestellen!

Weitere Infos & Material


2

Wie in einem Märchen beginnt diese Geschichte mit einer königlichen Einladung.

Die meisten Menschen hätten ihre Seele für die Möglichkeit verkauft, zu einem Fest eingeladen zu werden, das von einem Gastgeber übernatürlicher Natur ausgerichtet wurde. Sie hätten alles für die Chance gegeben – selbst das wenige, das sie überhaupt noch besaßen –, um die Aufmerksamkeit eines Mitglieds der königlichen Familie zu erregen. Eines Vampirs, der nicht nur sie, sondern ihre ganze Familie von ihrer Sterblichkeit erlösen könnte. Aber Evelyn Blackburn war nicht wie die meisten Menschen. Ihr Interesse an Vampiren war gleich null.

Einladungen von der königlichen Familie hatten selbst für Evelyns Familie nicht zum Standard gehört, doch seit Alices Heirat mit Marcus hatten sie im gesellschaftlichen Aufstieg die nächste Stufe erklommen. Sie waren die engsten lebenden Verwandten einer der mächtigsten Lords im gesamten Königreich, der eine ganze Stadt mit einem Fingerschnippen dem Erdboden hätte gleichmachen können, wenn ihm der Sinn danach gestanden hätte. Die Einladung war aus diesem Grund auch eher eine Verpflichtung, der man besser nachkam.

Natürlich hielt diese Tatsache Evelyns Eltern trotzdem nicht davon ab, deswegen miteinander zu streiten.

»Wir sollten uns geehrt fühlen, auf der Gästeliste zu stehen«, sagte ihre Mutter.

Evelyn war sich ziemlich sicher, dass sie sich in Wirklichkeit jedes Mal heimlich freute, wenn sie eine Einladung zu einem Event wie diesem erhielten. Weniger aus dem Grund, dass Vampire sie besonders faszinierten, als aufgrund des besonderen Status, den ihr Einladungen wie diese verliehen.

Ganz im Gegensatz zu Evelyns Vater. »Ich kann nicht glauben, dass du Nora und Evelyn zwingen willst, da hinzugehen«, sagte er wütend. Und als ihre Mutter daraufhin schwieg, fügte er hinzu: »Hast du überhaupt eine Ahnung, wie viele hochrangige Blutsauger heute Abend da rumlaufen werden?«

Evelyn konnte die Angst hören, die in der Stimme ihres Vaters mitschwang. Seine Hände zitterten leicht. Sie wusste, dass er sich Sorgen machte – allerdings nicht um seine eigene Sicherheit. Er fürchtete um seine Töchter. Dass sie dasselbe schreckliche Schicksal erwartete, das bereits ihre Cousine Alice ereilt hatte. Er hatte Angst, dass eines der Monster der Nacht Anspruch auf eine seiner Töchter erheben könnte. Er hatte bereits eine Nichte verloren. Auch noch eine seiner Töchter zu verlieren – die Vorstellung war ihm unerträglich. Was Evelyn jedoch nicht wusste, war, dass seine Angst durchaus berechtigt war.

»Was haben wir denn für eine Wahl?«, fragte ihre Mutter, während sie Noras dunkle Haare zu Locken aufdrehte. »Es ist der Geburtstag des Königs. Wir befinden uns nicht in der Position, die Einladung abzulehnen. Also versuch nicht, mir dafür die Schuld in die Schuhe zu schieben.«

Mit einem Seufzen wandte Jonathan sich ab und lehnte sich gegen die breite Fensterfront ihrer Suite im Shangri-La. Tief unter ihnen erstreckten sich die Straßen der Königsstadt, der Hauptstadt des Königreichs der Vampire. Die Fußgänger und der Verkehr wirkten heute noch dichter und hektischer als sonst. Denn es war der Tag, an dem die ganze Welt den Geburtstag ihres Königs feierte: Atticus Nocturne Lamia.

Ballons und Banner schmückten jede Straßenecke, und selbst bis hier oben, in den sechsundfünfzigsten Stock, meinte Jonathan noch die festliche Musik zu hören, die überall gespielt wurde.

»Was, wenn …« Er ließ den Satz unvollendet und schüttelte den Kopf, für einen Moment nicht in der Lage, seine größte Angst laut auszusprechen. »Ich habe schon einmal mein Versprechen gebrochen. Das Versprechen, das ich meiner Schwester gegeben habe, nachdem klar war, dass Marcus ein Auge auf sie geworfen hatte. Ich weiß nicht, wie ich es ertragen sollte, wenn …«

»Beruhig dich, Dad.« Nora schenkte ihm ein Lächeln. »Eve und mir wird nichts passieren. Ich bin schon zwanzig und sie fast neunzehn. Wir sind inzwischen doch keine kleinen Mädchen mehr, um die du und Mum sich Sorgen machen müssen. Außerdem verstehe ich auch gar nicht, was so schlimm daran sein sollte, die Aufmerksamkeit eines attraktiven Vampirs auf sich zu ziehen …« Sie kicherte.

Jonathan stieß ein weiteres tiefes Seufzen aus. »Ich verstehe, dass die Vorstellung, sich in ein so mächtiges und außergewöhnliches Wesen zu verlieben, vielleicht verlockend wirkt. Aber du musst begreifen, dass es dabei nicht nur um Spaß geht. Vampire sind gefährlich. Sehr gefährlich.«

»Dein Vater hat recht, Nora«, bemerkte Lynette, während sie eine weitere schwarze Locke feststeckte. »Vampire sind gefährlich und darüber hinaus äußerst besitzergreifende Liebhaber. Muss ich dich daran erinnern, was Alice letzten Sommer passiert ist? Lord Marcus hat einen Jungen umgebracht. Nur um ihr zu gefallen.«

Nora verdrehte die Augen. »Das war eine Verschwörung, Mum. Und davon mal abgesehen, ist Alice die Frau eines Lords. Einer der mächtigsten Lords der Welt, um genau zu sein. Wir sollten sie deswegen nicht bedauern, sondern beneiden.«

Bei Noras Worten biss Evelyn wütend die Zähne zusammen. »Eine Ehe ohne Liebe ist nichts, worum man jemanden beneiden muss. Alice verdient etwas Besseres. Zumindest eine Wahl.«

Jonathan nickte zustimmend. »Die beiden lieben sich nicht. Vielleicht hat Lord Marcus gewisse Gefühle für Alice, aber der eigentliche Beweggrund für seine Hochzeit mit ihr war reine Besitzgier. Das ist keine Liebe, und vor allem ist das nichts, was ich mir für euch wünsche.«

»Aber …« Doch bevor Nora etwas einwenden konnte, wechselte Evelyn schnell das Thema.

»Lasst uns über etwas anderes reden«, warf sie ein und stellte sich neben ihre Mutter vor den Schminktisch. Mit einem Lächeln betrachtete sie das Gesicht ihrer Schwester im Spiegel. »Du wirst heute Abend wunderschön aussehen, Nora.«

Die ältere der beiden Blackburn-Schwestern lächelte. »Das will ich doch hoffen. Vielleicht wirft ja der ein oder andere Adelige einen zweiten Blick auf mich. Oder sogar der König …« Bei der Vorstellung, dem berüchtigten Vampir-König persönlich zu begegnen, färbten sich ihre Wangen rosa.

Evelyn und ihre Schwester kannten die Legenden, die sich um ihn rankten. Die Erzählungen über seinen Mut und seine Attraktivität. Wie er scheinbar mühelos das größte Reich geschaffen hatte, das die Erde jemals gekannt hatte. Für Nora war der Gedanke, ihn zu treffen, vielleicht sogar vor ihm niederzuknien, ihm ihren zarten, zerbrechlichen menschlichen Körper darzubieten, viel zu aufregend und verlockend, als dass ihre Vorfreude vom missbilligenden Blick ihres Vaters gedämpft hätte werden können.

»Ich wünsche es dir …«, log Evelyn.

In Wirklichkeit wäre es ihr sehr viel lieber gewesen, wenn ihre Schwester sich in einen Menschen verlieben würde. Alice’ Schicksal brachte sie bereits um den Schlaf. Der Gedanke, dieselben Ängste um Nora ausstehen zu müssen, war ihr unerträglich. Genau wie ihre Schwester war Evelyn mit all den Geschichten aufgewachsen, die sich um die Grausamkeit und Herzlosigkeit der Vampire rankten. Doch im Gegensatz zu Nora empfand Evelyn Gefahr nicht als besonders anziehend.

»Es wird mir nicht schwerfallen, die Aufmerksamkeit eines der Adeligen auf mich zu ziehen. Jedenfalls solange du mir nicht in die Quere kommst«, scherzte Nora. Doch ihr angestrengtes Lächeln verriet, wie ernst sie das in Wirklichkeit meinte.

»Keine Sorge. Wegen mir musst du dir garantiert keine Gedanken machen.« Evelyn lächelte, unfähig zu verbergen, wessen Blicke sie heute Abend auf sich zu lenken hoffte.

»Ich weiß, an wen du denkst«, bemerkte ihre Mutter mit dem Anflug eines Lachens in der Stimme.

Augenblicklich errötete Evelyn, doch ihr Lächeln wurde dabei noch breiter.

»Ich verstehe einfach nicht, warum du ausgerechnet in diesen Redfern-Jungen verschossen bist. Er mag ja ganz gut aussehen, aber du verdienst etwas Besseres«, sagte Nora. »Du musst dich nicht mit einem Menschen zufriedengeben.«

Bei ihren Worten warf Jonathan verzweifelt die Hände in die Luft. Trotz der Tatsache, dass sie Evelyn und Nora gleich erzogen hatten, hätten die beiden nicht verschiedener sein können.

Die Schwestern waren zusammen mit Ethan und Natalia Redfern aufgewachsen, und Evelyn war in Ethan verliebt, seit sie denken konnte. Sie konnte sich auch nicht erinnern, dass sie jemals von ihm getrennt gewesen wäre.

»Du solltest dich für deine Schwester freuen, dass sie die wahre Liebe gefunden hat«, wandte sich Jonathan streng an Nora.

Mit einem Lächeln gesellte sich Evelyn zu ihm, um den atemberaubenden Ausblick über die Königsstadt zu genießen. Sie wusste, dass einige ihrer Vorfahren in dieser Stadt gelebt hatten, bevor der Große Krieg – auch der Dritte Weltkrieg genannt – zwischen den Vampiren und den Menschen ausgebrochen war. Und sie hatte Bilder von der Königsstadt, die damals noch Utopia City geheißen hatte, aus dem Jahr 2015 gesehen, auf dem Höhepunkt der menschlichen Zivilisation. Nur fünf Jahre vor der Invasion der Vampire. Seitdem waren Jahrhunderte vergangen, und sie konnte die Unterschiede zwischen den Bildern und der Realität, die sich unter ihr ausbreitete, deutlich...


Night, Molly
Molly Night wurde in Harbin, China, geboren und kam im Alter von zehn Jahren mit ihrer Mutter nach England. Mithilfe eines guten Wörterbuches, der Twilight-Romane und purer Willenskraft lernte sie innerhalb von kürzester Zeit Englisch. Ihre neu erwachte Begeisterung für die englische Sprache und Literatur lebte sie aus, indem sie eigene Texte schrieb. Mit ihrem Roman Dark and Dangerous Love gelang ihr 2015 der Durchbruch auf Wattpad.

Karamustafa, Melike
Melike Karamustafa übersetzt seit vielen Jahren zeitgenössische Literatur aus dem Englischen und ist darüber hinaus als freischaffende Lektorin tätig. Sie lebt und arbeitet in München.



Ihre Fragen, Wünsche oder Anmerkungen
Vorname*
Nachname*
Ihre E-Mail-Adresse*
Kundennr.
Ihre Nachricht*
Lediglich mit * gekennzeichnete Felder sind Pflichtfelder.
Wenn Sie die im Kontaktformular eingegebenen Daten durch Klick auf den nachfolgenden Button übersenden, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Ihr Angaben für die Beantwortung Ihrer Anfrage verwenden. Selbstverständlich werden Ihre Daten vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Sie können der Verwendung Ihrer Daten jederzeit widersprechen. Das Datenhandling bei Sack Fachmedien erklären wir Ihnen in unserer Datenschutzerklärung.