Night | Verbotene Küsse für den Boss | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2189, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Night Verbotene Küsse für den Boss


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0370-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2189, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7515-0370-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Um den bescheidenen Verhältnissen zu entkommen, aus denen sie stammt, steckt Zoe ihre ganze Energie in ihre Karriere. Männer auf Abstand zu halten, fiel der attraktiven Bankerin bisher leicht. Doch ihr neuer Boss Ethan Blackwell stellt eine echte Herausforderung dar. Der CEO hat so eine verdammt sexy Ausstrahlung! Allerdings sind Beziehungen zwischen den Angestellten der Firma streng verboten. Wie soll Zoe nur dieses Begehren nach seinen Küssen bekämpfen, das sie in Ethans Nähe spürt? Sie darf ihm nicht nachgeben, sonst verliert sie ihren Job!

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1. KAPITEL

„Na, dann viel Glück beim nächsten Mal.“ Seth Sanders Stimme klang kühl, beinahe abweisend und ohne jedes Mitgefühl.

Zoe Baldwin sah sein abfälliges Grinsen. Sie bemühte sich um eine ausdruckslose Miene und hoffte, dass ihr Gesicht ihre Gefühle nicht verriet. „Ja.“ Sie lächelte ihn verkrampft an. „Beim nächsten Mal.“ Sie wandte sich demonstrativ wieder ihrem Computer zu und würdigte ihn keines Blickes mehr.

Sie war fertig mit ihm, auch wenn sie ihm liebend gern noch ein paar klare Worte gesagt hätte. Doch sie wollte nicht verbittert wirken, nur weil sie bei einer Beförderung übergangen worden war. Dabei empfand sie heute tatsächlich Bitterkeit. Das war schon das zweite Mal. Das zweite Mal, dass ein Kollege, den sie ausgebildet hatte, den Job bekam, der eigentlich ihr zustand. Seth hatte bei beiden Gelegenheiten seinen Einfluss geltend gemacht. Zoe konnte es zwar nicht beweisen, doch tief in ihrem Innern wusste sie es genau.

Er blieb noch einen Moment lang neben ihr stehen, bevor er ging. Als er endlich weg war, spürte Zoe, wie ihr die Tränen in die Augen traten. Sie schnappte sich ihr Handy und ging auf die Damentoilette. Dort sperrte sie sich in der letzten Kabine ein und ließ ihren Tränen freien Lauf. Sie hasste es, wenn sie vor Wut weinte, denn sie fühlte sich in diesen Momenten schwach.

Ein paarmal atmete sie noch tief durch, dann richtete sie sich auf, schluckte ihre Tränen hinunter. Sie schloss die Augen, atmete langsam ein und versuchte, mit der Ausatmung so viel wie möglich von ihrer Frustration loszuwerden.

Seths Verhalten waren nichts weiter als Rache. Sie war eine der wenigen Frauen bei Bowman Advisors, die seine Annäherungsversuche abgewiesen hatte. Es war ihr egal, dass er der Sohn eines Vorstandsmitglieds war. Seth besaß genug Grips, es nicht noch einmal bei ihr zu probieren. Stattdessen versuchte er, ihr das Leben bei der Arbeit jeden einzelnen Tag so unangenehm wie möglich zu machen. Meistens ignorierte sie sein kindisches Verhalten, doch nun stand er ihrer Karriere im Weg. Leider besaß sie nicht genügend Beweise.

Zoe holte noch einmal tief Luft und atmete entschlossen wieder aus. Einer von ihnen musste gehen. Ihre Mentorin hatte ihr einmal erzählt, dass für gewöhnlich Chefs ihre Mitarbeiter entließen, es aber auch andersherum ging. Es wurde Zeit, dass sie Seth feuerte.

Sie verließ die Kabine, wusch sich die Hände und tupfte sich die Augen mit einem Papiertuch ab. Sie musterte sich im Spiegel und erkannte in ihrem Gesicht die Rehaugen ihrer Mutter. Das gab ihr Kraft.

Zoe setzte ein Lächeln auf. Sie meisterte alle möglichen Herausforderungen in ihrem Leben, also würde sie wohl auch mit den Seths dieser Welt fertigwerden. Mit neu gewonnenem Optimismus verließ sie den Waschraum und rief Willena Williams an. Die taffe, brillante und hoch angesehene Willena war eine Ikone in der Finanzwelt. Sie war außerdem Zoes Professorin an der Uni gewesen und nun ihre Mentorin. Zoe vertraute ihr bedingungslos.

„Guten Morgen, Zoe“, ertönte Willenas melodiöse Stimme am anderen Ende der Leitung, mit der sie mühelos einen ganzen Raum voller Menschen in ihren Bann ziehen konnte. Zoe sah Willena vor sich, wie sie am Schreibtisch ihres großen Büros saß. Vermutlich trug sie eines ihrer maßgeschneiderten Kostüme und eine Strähne ihres graumelierten, im Nacken kurzgeschnittenen Haars fiel ihr über das linke Auge. „Hattest du ein schönes Wochenende, meine Liebe?“

„Das hatte ich, aber der Tag heute … ist nicht so gut. Hast du Zeit für ein Mittagessen?“

„Oh, Mittagessen klappt leider nicht. Aber ich kann dich zum Abendessen treffen. Ich war schon länger nicht bei Smith’s und hätte mal wieder Lust auf ein gutes Steak.“

„Das wäre perfekt, Willena. Um sechs Uhr?“

„Halb sechs wäre mir lieber.“

„Großartig. Ich sehe dich dann.“

„Bis später.“

Zoe ging ins Büro zurück und fühlte sich schon ein bisschen besser. Trotz Seths unangenehmen prüfenden Blicken verging der Rest des Tages recht schnell, und in der Sekunde, in der die Uhr an ihrem Computer fünf Uhr anzeigte, fuhr sie ihn herunter, schnappte ihre Handtasche und verschwand durch die Tür.

Zügig bahnte sich Zoe einen Weg durch die Menschenmenge, die sich um diese Uhrzeit durch die Straßen von New York City drängte. Ihr schneller Schritt, in den sie immer automatisch verfiel, sobald sie zu Fuß in New York unterwegs war, passte zum Rhythmus und Tempo der Stadt. Nach einer kurzen U-Bahn-Fahrt kam sie pünktlich im Restaurant an. Willena gesellte sich wenige Minuten später zu ihr, und bald darauf saßen sie an ihrem Tisch.

„Einen Walker Blue, pur, bitte“, bestellte sie bei dem Kellner ihren üblichen Drink, bevor der ihnen die Speisekarten reichen konnte. „Und sie bekommt …“ Sie überließ Zoe die Antwort.

„Ich nehme einen Riesling, bitte“, ergänzte Zoe.

„Wie geht es dir, meine Liebe?“ Willena strich sich Butter auf ein warmes Stück Brot und biss hinein.

„Ganz okay“, erwiderte Zoe.

„Nur okay? Wie geht es der Familie?“

„Es ist alles in Ordnung. Und deiner?“

Willena hatte weder Ehemann noch Kinder. Sie war seit über fünfundzwanzig Jahren mit ihrer Arbeit verheiratet und hatte etliche Heiratsanträge abgelehnt. Dennoch war genug Zeit für ein paar Liebhaber geblieben, und sie ließ es sich nicht nehmen, als stolze, wohlhabende Tante eine Schar von Nichten und Neffen zu verwöhnen. „Mein Neffe ist in Harvard angenommen worden und tritt in die Fußstapfen seiner Tante. Ich bin unglaublich stolz auf ihn.“

„Das sind ja tolle Neuigkeiten! Ich weiß, wie sehr du dich darüber freust.“

„Das stimmt.“

Der Kellner brachte die Getränke, und sie bestellten Vorspeise und Hauptgang.

„Na schön“, sagte Willena, nachdem sie wieder allein waren. „Was gibt es bei der Arbeit?“

„Ich wurde schon wieder übergangen.“

„Hmm.“

„Doch diesmal hat es weher getan als beim ersten Mal. Ich meine, da habe ich es noch für einen fairen Wettbewerb gehalten. Aber diesmal fühlt es sich … ja, einfach persönlich an. Als hätte mich jemand angegriffen. So als ob sie nicht wollen, dass ich in dieser Firma aufsteige.“

„Mmm-hmm.“ Willena nickte. Ihre fehlenden Kommentare deutete Zoe als Aufforderung, weiterzusprechen.

„Seth wirkte regelrecht glücklich, dass ich die Stelle nicht bekommen habe.“ Zoe erzählte Willena von der Unterhaltung mit ihm am Morgen. „Er verhält sich immer wieder total unangemessen. Ich werde mich beschweren, aber ich möchte den richtigen Zeitpunkt abwarten. Schließlich will ich nicht wie eine schlechte Verliererin dastehen.“ Sie holte tief Luft, um sich zu beruhigen. „Es macht ihm Spaß, mich zu nerven. Ich bin hochqualifiziert und verdiene den Posten.“

Willena murmelte immer wieder zustimmend, während Zoe sich Luft machte, bis das Essen kam.

„Du weißt doch, dass diese Firma die Altherren-Seilschaften erfunden hat“, sagte Willena schließlich. „Es ist ja sehr ehrenhaft von dir zu glauben, du müsstest nur hart genug arbeiten, um irgendwann dafür belohnt zu werden.“ Sie schüttelte den Kopf. „Das läuft dort nicht so. Wenn du keinen Draht zu jemandem in der Führungsriege hast oder mit einem Vorstandsmitglied verwandt bist, sind deine Chancen, die Karriereleiter hochzusteigen, sehr gering. Doch das wusstest du.“ Sie schnaubte. „Du hast von ihnen das bekommen, was du brauchtest. Wenn andere Firmen den Namen Bowman in deinem Lebenslauf sehen, wird dir das einen Vorteil verschaffen. Doch jetzt ist es Zeit weiterzuziehen. Also, was ist dein Plan?“, fragte sie Zoe, während der Kellner ihre Vorspeise brachte.

Ein Plan. Gute Frage. Zoe hatte noch keinen. Sie wusste nur, dass es Zeit war, sich weiterzuentwickeln. Hoffentlich bekam sie auch ein besseres Gehalt. „Ich brauche tatsächlich einen Plan“, räumte sie ein.

„Ja. Spontanität spart man sich besser für sein Liebesleben auf. In der Geschäftswelt ist es unabdingbar, planvoll vorzugehen. Wir wollen bei der Karriere keine hastigen oder unbedachten Entscheidungen treffen. Überleg dir, wo du dich in ein paar Jahren siehst, und sorge dafür, dass dich deine nächsten Schritte diesem Ziel näherbringen.“

Zoe war froh, dass sie Willena angerufen hatte. Ihre Mentorin gab selten ungefragt Ratschläge, aber nachdem Zoe ihr von ihrer Situation erzählt hatte, war es Willena gelungen, ihrer ehemaligen Studentin mit wenigen Worten einen sehr guten Denkanstoß zu liefern.

„In der Zwischenzeit habe ich noch ein paar Freunde an den richtigen Stellen.“ Willena sprach immer sehr beiläufig über ihr riesiges professionelles Netzwerk. „Du kennst doch Blackwell Wealth Management, oder?“

„Natürlich.“

„Sie expandieren. Ich werde Bill fragen, um was es genau geht. Vielleicht ergibt sich bei ihnen eine Gelegenheit. Ich halte dich auf dem Laufenden.“

„Das wäre wirklich großartig.“

„Arbeite dein Konzept aus und schick es mir zu. Dann schauen wir, was für Optionen es für dich gibt.“

Zoe nickte. Plötzlich kam es ihr vor, als sei eine schwere Last von ihren Schultern genommen. Seth würde ihr nicht im Weg stehen. Nur weil er sie nicht befördern wollte, hieß das nicht, dass sie keine Karriere machte.

„Aber wie sieht es eigentlich in deinem Liebesleben aus?“, fragte Willena und musterte Zoe mit hochgezogener Augenbraue.

Zoe warf den Kopf in den Nacken und lachte. „Willena! Mir...



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