E-Book, Deutsch, 660 Seiten
Noelle-Neumann / Petersen Alle, nicht jeder
4. Auflage 2005
ISBN: 978-3-540-26796-6
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Einführung in die Methoden der Demoskopie
E-Book, Deutsch, 660 Seiten
Reihe: Humanities, Social Science (German Language)
ISBN: 978-3-540-26796-6
Verlag: Springer Berlin Heidelberg
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Allein mit der Beobachtungsgabe können wir die soziale Wi- lichkeit nicht wahrnehmen. Wir müssen uns mit Geräten aus- sten, die unsere natürlichen Fähigkeiten verstärken, so wie es für die Beobachtung der Natur längst geschehen ist. Umfragen sind ein solches Hilfsmittel, seit dem Ende des 18. Jahrhunderts mühsam methodisch entwickelt, mit eigen- tigen Verzögerungen, gegen beharrliche Widerstände. »Die empirische Tradition der Erforschung von Meinungen und Einstellungen begann - recht bescheiden - in Deutschland«, schrieb der Pionier der modernen Sozialforschung Paul 1 Lazarsfeld. Aber die Tradition der deutschen Umfragen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts war völlig abgerissen und so gut wie vergessen, als nach 1945 Bevölkerungsumfragen in Deutschland wieder aufkamen. Man hielt sie für eine ameri- nische Erfindung. Das neue Beobachtungsinstrument wurde kaum mit Freude begrüßt, nicht als Fortschritt menschlicher Erkenntnismögli- keiten gepriesen. Es weckte Unbehagen. Man wunderte sich, warum plötzlich überall Umfrageergebnisse erschienen, in Z- tungen und im Rundfunk, in den politischen Reden ebenso wie in den Geschäftspapieren der Firmen. Zeitweise dachte man, es sei eine Mode. Heute sind Umfragen aus dem politischen und dem Wi- schaftsleben und aus vielen anderen Bereichen nicht mehr w- zudenken. Doch das Mißtrauen in der Öffentlichkeit ist gebl- ben.
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Vorwort zur vierten, überarbeiteten Auflage;7
2;Vorwort zur ersten Auflage;11
3;Inhalt;21
4;Einleitung;25
4.1;Liegen die Meinungsforscher nicht meistens daneben?;26
4.2;Statt der Einteilung in »richtig« oder »falsch« – ein Denken in Wahrscheinlichkeiten;32
4.3;Person und Merkmal;33
4.4;Das Übergreifen der Statistik – Darf man Menschen zählen?;34
4.5;Mehrzahlbereich und Moralstatistik;36
4.6;Das Gesetz der großen Zahl und die Willensfreiheit des Menschen;38
4.7;Aufkommen der Umfragen;42
4.8;Konfrontierung mit dem Stichprobenverfahren;44
4.9;Das Unbehagen gegenüber Zahlen;47
4.10;Abstoßende Gleichförmigkeit im statistischen Bereich;48
4.11;Der Mensch als Bruchteil der Menschengattung;48
4.12;Gute Einzahl, böse Mehrzahl;49
4.13;Ist Statistik oberflächlich?;51
4.14;Falsche Übertragung von Vorstellungen des Individualbereichs in den statistischen Bereich;52
4.15;Demoskopie und Massenkultur;53
4.16;Verlust der Ganzheit;54
4.17;Wie gut ist der Apfelwein? Fallstudien sind eindrucksvoller als Prozentangaben;56
4.18;Der Merkmalsbereich: die Perspektive der Herrscher, Heerführer, der Bürokratie – und der Sozialwissenschaftler;58
4.19;Wir müssen zählen, um Nachweise führen zu können;60
4.20;Aussagen über alle sind nicht Aussagen über jeden;61
5;I. Das demoskopische Interview;63
5.1;Umdenken: Das Gespräch ist kein Gespräch;64
5.2;Interviewer und Befragte: die schwächsten Glieder in der Kette;66
5.3;Radikale Trennung der Rolle von Forscher und Interviewer;69
5.4;Die Standardisierung verlangt intensive Vorarbeit;79
5.5;Der Forscher geniert sich;84
5.6;Das demoskopische Interview ist ein Reaktions- Experiment;86
5.7;Bekehrungen im Interview – leicht, aber nutzlos;90
5.8;Man kann die ganze Bevölkerung hören, aber nicht zur ganzen Bevölkerung sprechen;96
6;II. Der Fragebogen;97
6.1;Programmfrage und Testfrage;97
6.2;Man muß die Methode aus ihren Fehlerquellen verstehen;99
6.3;Die Programmfrage wird »übersetzt« – die Testfrage wird » formuliert «;104
6.4;Sagen die Leute die Wahrheit?;106
6.5;»Nicht der Interviewer, der Fragebogen;108
6.6;muß schlau sein«;108
6.7;Fragebogenkonferenz;114
6.8;Aufbau und Reihenfolge: » Ich habe Ihren Fragebogen geordnet«;124
6.9;Fragebogen mit guten Manieren;126
6.10;Der Lernprozeß im Interview: » Kommt danach WARUM? «;127
6.11;Wie lange darf ein Interview dauern?;129
6.12;Der taube Interviewer;131
6.13;Die »offene Frage« stammt aus dem Einzelgespräch und ist für statistische Verarbeitung meist weniger gut geeignet;132
6.14;Beispiele fragebogentechnischer Lösungen;134
6.15;Listen, Bilder, Karten: Wo das Telefon versagt;150
6.16;Der Vorstoß ins Unbewußte101;175
6.17;Der Interviewer als Beobachter;193
6.18;Hundert Stolperfallen;195
7;III. Der repräsentative Querschnitt;212
7.1;»Das Geheimrezept verraten Sie sicher nicht!«;212
7.2;Die mathematische Grundlage, das »Gesetz der großen Zahl «;214
7.3;Drei statistische Schlüsse und viele Formeln;231
7.4;Das verkleinerte Modell;235
7.5;Abgrenzung des »Universums«: Über wen soll die Untersuchung aussagen?;236
7.6;Die Meinung aller Edelgesinnten;237
7.7;Warum man manchmal die falschen Leute befragen muß;237
7.8;Wer wird befragt? Die Auswahl der Zielperson;239
7.9;»Random« und »Quota«;240
7.10;»Sie überlassen die Auswahl dem Zufall? Das ist aber sehr leichtsinnig «;241
7.11;Grundtypen von Random-Auswahlverfahren;242
7.12;Listen, Dateien oder Flächenstichproben;249
7.13;Stichproben mit Denkfehlern;257
7.14;Die Quotenmethode;259
7.15;Repräsentative und nichtrepräsentative Quotenauswahl36;262
7.16;Gleiche Chance für jeden;263
7.17;Das Mißverständnis der gezielten oder bewußten Auswahl;264
7.18;Für und wider »Random« und Quote;267
7.19;Bleibt der Interviewer im Parterre?;280
7.20;Immer dieselben Leute: Die Panel-Methode;285
7.21;Wieviel Prozent müssen befragt werden?;289
7.22;Sind weniger als 2000 auch repräsentativ?;290
7.23;Wie genau sollen die Ergebnisse sein?;291
7.24;Halbgruppen: Die gegabelte Befragung88;293
7.25;Der »geschönte« Wähler?;294
7.26;»Exit Polls«;301
7.27;Hinz und Kunz;302
7.28;Schneeball oder Kette und andere unkonventionelle Auswahlverfahren;303
7.29;Repräsentative Querschnitte sind robust;306
7.30;Telefonische Umfragen;312
7.31;Schriftliche Umfragen129;318
7.32;Internet-Umfragen;321
8;IV. Interviewer-Organisation und Feldarbeit Sorgfältige Auswahl – wenig Schulung;322
8.1;Der kontaktfähige Pedant;323
8.2;Wie findet man Interviewer?;328
8.3;Vertreternetz: kein brauchbares Vorbild;330
8.4;Abermals: Man muß die Methode aus ihren Fehlerquellen verstehen;331
8.5;»Interessieren Sie sich für Menschen?«;334
8.6;Test und Training zugleich;335
8.7;Zentralisierte oder dezentralisierte Interviewer- Organisation;337
8.8;Frau Peters großer Sohn: Ein Brief an Interviewer über Probleme des Messens;350
8.9;»Das erklären wir den Interviewern!«;355
8.10;Interviewer-Einsatz;363
8.11;»Feldarbeit« in der Wohnküche;365
8.12;Auswahl, Pflege, Einsatz, Kontrolle – die Interviewer- Organisation wird als Kollektiv behandelt;372
8.13;Das Fälscher-Problem;373
8.14;Der Interviewer-Einfluß;376
8.15;Interviewer im vorstatistischen Bereich;379
9;V. Aufbereitung;381
9.1;Die Rückübersetzung;381
9.2;Der Verschlüsselungsplan;382
9.3;Der Verschlüsselungsplan entsteht in zwei Etappen;383
9.4;Sieben Regeln, wie man Zähl-Kategorien für Antworten auf offene Fragen bildet;387
9.5;Hoffnungen in 21 Kategorien: Beispiel eines Verschlüsselungsplans;395
9.6;Verschlüsselung von Zahlenangaben;397
10;VI. Auswertung, Analyse;400
10.1;Die eindimensionale Grundtabelle: » Schlafen Sie meist leicht ein? «;400
10.2;Warum Umfrageergebnisse meist in Prozentzahlen ausgedrückt werden;402
10.3;Die Beziehungen zwischen zwei Zahlen;404
10.4;Absolute Zahlen: störend und notwendig;407
10.5;Wenn Prozentadditionen über 100 ergeben;409
10.6;Das Einschlafen wird analysiert;413
10.7;Der Schritt von der zwei- zur dreidimensionalen Tabelle – eines der wichtigsten Manöver;415
10.8;»Das Alter wird konstant gehalten«;418
10.9;Scheinkorrelationen:;419
10.10;Fallgruben;419
10.11;für Analytiker;419
10.12;Macht fernsehen blind?;422
10.13;Die Suche nach dem Stör-Faktor;428
10.14;Die »erklärende Korrelation« hilft, Kandidaten für Lebensversicherungen zu finden;433
10.15;Welcher von zwei einflußreichen Faktoren ist der einflußreichere?;434
10.16;Kann etwas zutreffen und doch eine Scheinkorrelation sein? Ein Schema zur Bestimmung;436
10.17;Ein dritter Fall: die bedingten Korrelationen;438
10.18;Nach welchen Gruppen soll das Material ausgezählt werden?;439
10.19;Ehemann sparsam, Ehefrau sparsam: Milieu- Analyse und andere Klassifikationen, die über das Individuum hinausgreifen;440
10.20;Kreuz- und Quer-Auswertung: Das Umfragematerial wird durchgekämmt;441
10.21;Fünf Schlüsselbegriffe: Stimmigkeit, Verläßlichkeit, Gültigkeit, Präzision, Genauigkeit;448
10.22;»Weil die Grillen zirpen, geht die Sonne auf«;452
10.23;Der erste Schritt: die Suche nach verborgenen statistischen Knoten;456
11;VII. Untersuchungskonzepte;457
11.1;Die Untersuchung von Kausal-Beziehungen;458
11.2;Kann man mit Statistik alles beweisen?;463
11.3;Für die Analyse gesucht: statistisch vergleichbare Gruppen;464
11.4;Das Feldexperiment in der Sozialforschung;465
11.5;Die gegabelte Befragung ist die verbreitetste Form statistischer Experimente;473
11.6;Beispiel Anzeigentest;473
11.7;Test der Wirkung von Wörtern und Argumenten;476
11.8;Beispiel Produkttest;480
11.9;Vorzüge der Panel-Methode für Prozeß- Analysen;481
11.10;Trend-Beobachtungen führen über Jahrzehnte hinweg;491
11.11;Nutzt sich ein Bild ab? Der Zeitraffer-Test;494
11.12;Motivforschung;496
11.13;Suchphase und Beweisphase;499
11.14;Personenbezogene und merkmalbezogene Motivforschung;503
11.15;Aufklärung des Einzelfalls;504
11.16;Der Einkaufszettel mit Nescafé – ein Klassiker statistischer Motivforschung;506
11.17;Junger Mann mit Zigarette: Vom Rauchen wird bei einer Motivstudie über das Rauchen nicht gesprochen;508
11.18;Korrelationsanalyse als beweiskräftiges Instrument der Motivforschung;510
11.19;Was sind interessante Motive? Man muß praktische Folgerungen aus ihrer Entdeckung ziehen können;514
11.20;Die Umfrageforschung überschreitet die Grenzen der Aussagefähigkeit des Individuums;515
11.21;Lesendes Kind, spielendes Kind. Das Experiment zeigt den Stellenwert des Lesens;516
11.22;Ist Design unwichtig?;519
11.23;Symptome, Signale: Schmeckt das Pfeifchen noch?;521
11.24;Das »bella-figura«-Syndrom88;522
11.25;Vorstellungen im Relief: die »Images«;524
11.26;Nahbild und Fernbild: das Stereotyp;529
11.27;Die sozial-optische Täuschung;531
11.28;Ein Arsenal von Skalen;534
11.29;Telefon, aber kein fließendes Wasser?;536
11.30;Indikator-Fragen und das Phänomen ihrer Austauschbarkeit;541
11.31;Wie frisiert man ein Moped?;542
11.32;Experiment andersherum: die Extremgruppen- Analyse;544
11.33;Signifikanzberechnungen, Korrelations- Koeffizienten: Hilfsmittel der Analyse;545
11.34;Die zu Unrecht verachtete Kreuztabelle;549
11.35;Schöner als jede Tabelle: das Mapping;553
11.36;Wie die Skala Persönlichkeitsstärke entdeckt wurde;559
11.37;»An Faktorenanalysen glaube ich nicht«;562
11.38;Wie Kolumbus;566
11.39;Ein Prozeß öffentlicher Meinung wird analysiert;574
11.40;Der »Story-Finder«. Der Geschichten-Entdecker;577
12;VIII. Berichterstattung;582
12.1;Neugruppierung des Materials: Abwerfen von fragetechnischem Ballast;582
12.2;Die beste Basis der Prozentberechnung läßt sich nicht mechanisch festsetzen;588
12.3;Betriebe? Verbrauchte Mengen? Geräte? Prozentzahlen beziehen sich nicht immer auf Personen;591
12.4;»Weiß nicht« gehört zum Ergebnis;592
12.5;Prozente in »welcher Richtung«?;593
12.6;Die Prozentrechnung soll von dem einflußreicheren Faktor ausgehen;596
12.7;Überflüssige Zahlen und Abkürzungen töten eine Tabelle;599
12.8;Die unabhängige Variable als Subjekt, als Personengruppe vorstellen, die abhängige mit einem Verb einführen;605
12.9;Scheinwerfer auf das Wesentliche: Graphiken;607
12.10;Die Fahrgäste massieren sich an den Verkehrsspitzen;613
12.11;Befunde und Vermutungen optisch voneinander absetzen;614
12.12;Einleitung und Anhang;615
12.13;Testfragen konkret, Berichterstattung abstrakt;615
13;Nachwort: Wie erkennt man Qualität in der Umfrageforschung?;616
14;Enzyklopädisches Stichwort: » Umfrageforschung – Demoskopie«;623
15;Organisatorischer Aufbau von Instituten für Umfrageforschung;628
16;Literatur;630
17;Register;650




