E-Book, Deutsch, 359 Seiten
Oehler Der Mensch - Evolution, Natur und Kultur
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-642-10350-6
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Beiträge zu unserem heutigen Menschenbild
E-Book, Deutsch, 359 Seiten
ISBN: 978-3-642-10350-6
Verlag: Springer
Format: PDF
Kopierschutz: Adobe DRM (»Systemvoraussetzungen)
Gut 150 Jahren sind vergangen, seit Darwin sein Werk 'Die Entstehung der Arten' geschrieben hat. Das Evolutionsparadigma hat inzwischen als erfolgreicher Forschungsansatz dazu beigetragen, u. a. psychologische, soziale, ethische, ästhetische oder auch politische Fragen zu klären. Namhafte Natur- und Geisteswissenschaftler zeigen in dem Band die Möglichkeiten evolutionärer Erklärungen und Vorhersagen auf. Durch die interdisziplinäre Herangehensweise ergibt sich ein ganzheitliches Bild der Herkunft und der Daseinsweise des Menschen aus heutiger Sicht.
Jochen Oehler, Neurobiologe an der Technischen Universität Dresden und Vorsitzender des Landesverbandes Sachsen des vbio
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
1;Danksagung;4
2;Inhalt;5
3;Einführung;7
4;Autorenverzeichnis;10
5;Kapitel 1;17
5.1;Was hat das Universum mit uns zu tun?;17
5.1.1;1.1 Der gestirnte Himmel über uns;18
5.1.2;1.2 Der Tag ohne gestern – der Anfang des Universums;18
5.1.3;1.3 Was die Welt im Innersten zusammenhält;20
5.1.4;1.4 Die langweiligsten 400.000 Jahre im Universum;21
5.1.5;1.5 Strahlung und Materie trennen sich – die Gravitation regiert;22
5.1.6;1.6 Die Materie organisiert sich;22
5.1.7;1.7 Sterne und Kerne – die kosmischen Elemente-Köche;23
5.1.8;1.8 Das Leben eines Sterns;25
5.1.9;1.9 Das Gleichgewicht der Kräfte;26
5.1.10;1.10 Von Explosionen, Sternleichen und dem großen Kreislauf der Elemente;27
5.1.11;1.11 Von den Gesetzen der Natur – wie im Himmel so auf Erden;29
5.1.12;1.12 Von Gasriesen und Felsbrocken – aus einer Scheibe werden Planeten;31
5.1.13;1.13 So was gibt es doch gar nicht – 4,5 Mrd. Jahre Stabilität;33
5.1.14;1.14 Immer sind es die kleinen Abweichungen – der nicht ganz perfekte Kosmos;35
5.1.15;1.15 Der blaue Diamant;36
5.1.16;Literatur;39
6;Kapitel 2;40
6.1;Evolution: Treibende Kräfte in Natur und Kultur;40
6.1.1;2.1 Einleitung;40
6.1.2;2.2 Evolution des Lebens;41
6.1.3;2.3 Evolution der Kultur(en);45
6.1.4;2.4 (Kultur-)Kritische Schlussbemerkung;50
6.1.5;Literatur;51
7;Kapitel 3;54
7.1;Evolution ernst nehmen;54
7.1.1;3.1 Bekenntnisse eines Primatologen;54
7.1.2;3.2 Die Mechanisierung des Biologischen;55
7.1.3;3.3 Kritik des Essenzialismus;57
7.1.4;3.4 Schimpansen und andere Denker;59
7.1.5;3.5 Kein Wir-Gefühl im Pongoland?;63
7.1.6;3.6 Evolutionärer Humanismus;67
7.1.7;Literatur;72
8;Kapitel 4;74
8.1;Sterblichkeit: der paradoxe Kunstgriff des Lebens – Eine Betrachtung vor dem Hintergrund der modernen Biologie;74
8.1.1;4.1 Die Erfindung der potenziellen Unsterblichkeit;75
8.1.2;4.2 Die Welt der Ideen;76
8.1.3;4.3 Narzisstische Tumorzellen;79
8.1.4;4.4 Altruistischer Zelltod;81
8.1.5;4.5 Unsterblichkeit stirbt aus;83
8.1.6;4.6 Der neue Baum der Erkenntnis;84
8.1.7;Literatur;87
9;Kapitel 5;89
9.1;Darwin als Sehhilfe für die Psychologie – Evolutionspsychologie;89
9.1.1;5.1 Monokel – Psychologie als Darwin-freie Zone;90
9.1.2;5.2 Eine neue Brille – Evolutionspsychologie;90
9.1.3;5.3 Lieber keine neue Brille – die Eingewöhnungszeit;93
9.1.3.1;5.3.1 Das hässliche Gegenüber;93
9.1.3.2;5.3.2 Das gefesselte Gegenüber;94
9.1.3.3;5.3.3 Das angepasste Gegenüber;95
9.1.3.4;5.3.4 Das fantasierte Gegenüber;96
9.1.4;5.4 Darwins Brille: Wann benötigen wir sie?;98
9.1.5;5.5 Darwins Brille: ohne Weißabgleich?;99
9.1.6;5.6 Darwins Scheuklappen: Kultur als Blinder Fleck?;100
9.1.7;5.7 Darwins Brille: Kein Luxusartikel;101
9.1.8;Literatur;102
10;Kapitel 6;104
10.1;Schönheit und andere Provokationen – Eine neue evolutionsbiologische Theorie der Kunst;104
10.1.1;6.1 Schwierigkeiten und Widerstände;105
10.1.2;6.2 Evolutionäre Theorien der Kunst;110
10.1.3;6.3 Das Rätsel Schönheit;112
10.1.4;6.4 Die moderne Kunst – ein Gegenbeispiel?;114
10.1.5;6.5 Was ist Kunst?;117
10.1.6;Literatur;118
11;Kapitel 7;121
11.1;Sprache macht Kultur;121
11.1.1;7.1 Kultur;123
11.1.2;7.2 Angeborene Dispositionen, kulturelle Realisationen;125
11.1.3;7.3 Sachbezug oder Personenbezug der Sprache;127
11.1.4;7.4 Berührungen, Mimik und Gestik, Laute;128
11.1.5;7.5 Leistungen der Arbitrarität/Konventionalität;131
11.1.6;7.6 Sprachspiele und zweite Ernsthaftigkeit;134
11.1.7;Literatur;136
12;Kapitel 8;139
12.1;Darwin, Engels und die Rolle der Arbeit in der biologischen und kulturellen Evolution des Menschen;139
12.1.1;8.1 Der Mensch, ein Arbeitstier;139
12.1.2;8.2 Kurzvergleich mit der gegenwärtigen Sicht der Evolution des Menschen;141
12.1.3;8.3 Bezeichnende Unterschiede zwischen Mensch und Menschenaffen;142
12.1.4;8.4 Einzigartigkeit der Arbeit;143
12.1.5;8.5 Bezug auf den Menschen;144
12.1.6;8.6 Der Mensch als „Läufer“;146
12.1.7;8.7 Eine neue Sicht der „Arbeit“;148
12.1.8;8.8 Ausblick;150
12.1.9;Literatur;152
13;Kapitel 9;153
13.1;Menschliches Erkennen in evolutionärer Sicht;153
13.1.1;9.1 Ist alles in Evolution?;153
13.1.2;9.2 Eine mögliche Motivation;155
13.1.3;9.3 Probleme, Voraussetzungen, Thesen;158
13.1.4;9.4 Folgerungen der Evolutionären Erkenntnistheorie – Der Mesokosmos;161
13.1.5;9.5 Wieso können wir den Mesokosmos verlassen?;164
13.1.6;9.6 Gibt es auch einen sozialen Mesokosmos?;165
13.1.7;Literatur;165
14;Kapitel 10;167
14.1;Der Geist ist ein Naturprodukt – Macht das unfrei und verantwortungslos?;167
14.1.1;10.1 Der Geist braucht Gehirn;167
14.1.2;10.2 Das Gehirn braucht Gene;169
14.1.3;10.3 Die Gesellschaft braucht unreflektierte Moral;170
14.1.4;10.4 Ethik und Recht brauchen reflektierte Verantwortung;173
14.1.5;Literatur;174
15;Kapitel 11;176
15.1;Die Evolution der Religiosität;176
15.1.1;11.1 Religiosität – Frömmigkeit – Religion;177
15.1.2;11.2 Kognition und Metaphysik;178
15.1.3;11.3 Spiritualität und Transzendenzvorstellungen;180
15.1.4;11.4 Personale Identität, soziale Bindungen und die Stärkung des Wir;180
15.1.5;11.5 „Ehrliche Signale“ und der Tribut der Verbindlichkeit;181
15.1.6;Literatur;184
16;Kapitel 12;186
16.1;Evolutionstheorie als Geschichtstheorie – Ein neuer Ansatz historischer Institutionenforschung;186
16.1.1;12.1 Ein Prozess in drei Gestalten – biologische, kulturelle und institutionelle Evolution;186
16.1.2;12.2 Der Schlüssel zum Verständnis – Meme als „zweiter Replikator“;192
16.1.3;12.3 Was ist Geschichtstheorie – und gehört zu ihr wohl auch die Evolutionstheorie?;196
16.1.3.1;12.3.1 Geschichtstheorie und Geschichtsphilosophie;196
16.1.3.2;12.3.2 Geschichte, Vorgeschichte und Evolutionstheorie;199
16.1.4;12.4 Die allgemeine und die institutionsanalytische Evolutionstheorie;202
16.1.4.1;12.4.1 Warum sind Institutionen evolutionstheoretisch so interessant?;202
16.1.4.2;12.4.2 Die „Allgemeine Evolutionstheorie“;204
16.1.4.3;12.4.3 Evolutorischer Institutionalismus;207
16.1.4.4;12.4.4 Die geschichtsprägenden Folgen der „doppelt asymmetrischen Architektur“ von Institutionen;210
16.1.4.5;12.4.5 Institutionenmorphologie;213
16.1.4.6;12.4.6 Institutionen und ihr Wandel;215
16.1.5;12.5 Was lehrt das alles?;219
16.1.6;Literatur;221
17;Kapitel 13;224
17.1;Biologie statt Philosophie? Evolutionäre Kulturerklärungen und ihre Grenzen1;224
17.1.1;13.1 Der Mensch, das besondere Tier – einleitende Vorbemerkung;224
17.1.2;13.2 Kulturerklärungsansprüche der Biologie und Evolutionstheorie – Fünf Typen von Erklärungsansprüchen;226
17.1.2.1;13.2.1 Natürliche Rahmenbedingungen kultureller Entwicklung (Typ A);226
17.1.2.2;13.2.2 Kulturbefähigende Anlagen des Menschen (Typ B);227
17.1.2.3;13.2.3 Kulturentwicklung als teilautonomer Evolutionsprozess (Typ C);228
17.1.2.4;13.2.4 Kulturentwicklung als autonomer Evolutionsprozess (Typ D);230
17.1.2.5;13.2.5 Evolutionstheorie als philosophische Weltdeutung (Typ E);232
17.1.2.6;13.2.6 Anmerkungen zur Typologie;233
17.1.3;13.3 Kritik und Grenzen evolutionswissenschaftlicher Erklärungsansprüche;236
17.1.3.1;13.3.1 Kritik an der Leistungsfähigkeit kausaler Kulturerklärungen (Erklärungstypen A–D);236
17.1.3.2;13.3.2 Grenzen des evolutionswissenschaftlichen Weltbildes (Erklärungstyp E);239
17.1.4;Literatur;241
18;Kapitel 14;243
18.1;Tanzendes Tier oder exzentrische Positionalität – Philosophische Anthropologie zwischen Darwinismus und Kulturalismus;243
18.1.1;14.1 Cartesianischer Dualismus: Darwinismus und Foucaultismus oder Naturalismus und Kulturalismus;243
18.1.1.1;14.1.1 Die Herausforderung der Darwin’schen Theorie;245
18.1.1.2;14.1.2 Die Herausforderung und die herausfordernde Antwort – Konstruktivismus und Kulturalismus;247
18.1.2;14.2 Philosophische Anthropologie als Theoriestrategie – Plessner und die exzentrische Positionalität;249
18.1.3;14.3 Konsequenzen der Philosophischen Anthropologie für die Erschließung der menschlichen Lebenswelt;251
18.1.4;Literatur;255
19;Kapitel 15;256
19.1;Evolution und die Natürlichkeit des Menschen;256
19.1.1;15.1 Vorbemerkung;256
19.1.2;15.2 Glaube und Wissenschaft;257
19.1.3;15.3 Das Natürliche und das Künstliche;259
19.1.4;15.4 Der perfekte Mensch?;262
19.1.5;15.5 Evolution und Ethik;265
19.1.6;15.6 Schlussbemerkung;267
19.1.7;Literatur;268
20;Kapitel 16;270
20.1;Der evolutionäre Naturalismus in der Ethik;270
20.1.1;16.1 Der Naturalismus und die vermeintlich große Bedeutung der Naturwissenschaften;271
20.1.2;16.2 In welchem Sinne kann man Naturalist sein?;273
20.1.2.1;16.2.1 Der ontologische Naturalismus;273
20.1.2.2;16.2.2 Der methodologische Naturalismus;274
20.1.2.3;16.2.3 Der empirische Naturalismus;280
20.1.3;16.3 Was versteht man unter dem evolutionären Naturalismus in der Ethik?;282
20.1.3.1;16.3.1 … in der Metaethik?;282
20.1.3.2;16.3.2 … in der normativen Ethik?;284
20.1.3.3;16.3.3 … in der deskriptiven Ethik?;286
20.1.4;16.4 Schlussbemerkung;289
20.1.5;Literatur;290
21;Kapitel 17;293
21.1;Dynamisierung und Erstarrung in der modernen Gesellschaft – Das Beschleunigungsphänomen;293
21.1.1;17.1 Was ist soziale Beschleunigung?;293
21.1.2;17.2 Die Dynamisierung der Welt – Beschleunigung in der Moderne;297
21.1.2.1;17.2.1 Technische Beschleunigung;298
21.1.2.2;17.2.2 Beschleunigter sozialer Wandel;300
21.1.2.3;17.2.3 Steigerung des Lebenstempos;302
21.1.3;17.3 Beharrung: Fünf Widerstände;303
21.1.3.1;17.3.1 Natürliche Geschwindigkeitsgrenzen;303
21.1.3.2;17.3.2 Entschleunigungsinseln;304
21.1.3.3;17.3.3 Verlangsamung als unbeabsichtigte Nebenfolge;305
21.1.3.4;17.3.4 Zwei Formen intentionaler Entschleunigung;306
21.1.3.5;17.3.5 Strukturelle und kulturelle Erstarrung;308
21.1.4;17.4 Balanceverschiebung – Zum Verhältnis von Bewegung und Beharrung in der Moderne;308
21.1.5;Literatur;310
22;Kapitel 18;311
22.1;Das Prinzip Bewegung – Herz und Gehirn als Metaphern des menschlichen Lebens;311
22.1.1;Literatur;319
23;Kapitel 19;320
23.1;Gesellschaft, Lebensgemeinschaft, Ökosystem – Über die Kongruenz von politischen und ökologischen Theorien der Entwicklung;320
23.1.1;19.1 Einleitung;320
23.1.2;19.2 Analogien zwischen politischen und ökologischen Theorien der Entwicklung;322
23.1.2.1;19.2.1 Überindividuelle Einheiten und ihre Entwicklung in Ökologie und politischer Philosophie;322
23.1.2.2;19.2.2 Methodische Vorbemerkung;323
23.1.2.3;19.2.3 Analogien zwischen liberalen Philosophien und synökologischen Theorien – Überindividuelle Einheiten als Gesellschaften un;324
23.1.2.4;19.2.4 Analogien zwischen konservativen Philosophien und synökologischen Theorien – Überindividuelle Einheiten als organismische;326
23.1.3;19.3 Die Ursachen der Analogien – Ökologische Paradigmen als Ergebnis weltbildbedingter Gegenstandskonstitution;329
23.1.4;19.4 Invasive Arten und ihre Bewertung im Naturschutz;332
23.1.4.1;19.4.1 Wie werden invasive Arten in der Denkart der „organismischen Gemeinschaft“ betrachtet?;333
23.1.4.2;19.4.2 Wie werden invasive Arten in der Denkart der „Gesellschaft unabhängiger Einzelner“ betrachtet?;334
23.1.5;Literatur;334
24;Kapitel 20;337
24.1;Menschliche Freiheit versus biologische Determination – Plädoyer für ein libertarianisches Konzept der Willensfreiheit;337
24.1.1;20.1 Einleitung;337
24.1.2;20.2 Determination und Libertarianismus;339
24.1.3;20.3 Kritik des Szientismus;343
24.1.4;20.4 Kurzes Plädoyer für den Libertarianismus;347
24.1.5;Literatur;348
25;Kapitel 21;349
25.1;Homo sapiens und das 21. Jahrhundert – evolutionsbiologische Betrachtungen;349
25.1.1;21.1 Zeit in Natur und Kultur;349
25.1.2;21.2 Fortschritt der Gegenwart und Anthropogenese;350
25.1.3;21.3 Homo sapiens – der besondere Ökotyp;351
25.1.4;21.4 Die agonistische Mitgift und die Gegenwart;353
25.1.5;21.5 Biologische Fitness – Profit, Reichtum und Macht;354
25.1.6;21.6 Das Besondere der menschlichen Ontogenese;356
25.1.7;21.7 Die Gefahr falscher Informationen;357
25.1.8;21.8 Was sollte getan werden?;358
25.1.9;Literatur;359
26;Sachverzeichnis;361




