Olsberg | Galactic Gamers (Band 2) - Mission: Asteroid | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 240 Seiten

Reihe: Galactic Gamers

Olsberg Galactic Gamers (Band 2) - Mission: Asteroid

Kinderbuch für Jungen und Mädchen ab 10 Jahre
1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7320-1447-7
Verlag: Loewe Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Kinderbuch für Jungen und Mädchen ab 10 Jahre

E-Book, Deutsch, Band 2, 240 Seiten

Reihe: Galactic Gamers

ISBN: 978-3-7320-1447-7
Verlag: Loewe Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



+ Bücher, die Kinder gerne lesen wollen + Beliebte Themen: Gaming und Weltraum + Mit vielen Illustrationen + Ausgewogenes Text-Bild-Verhältnis + Große Schrift + Kurze Kapitel +   Ready to Play!   An den Galactic Games nehmen nur die besten Gamer des Universums teil - aber nicht am Computer, sondern in der Realität!   Die Galactic Games gehen in die nächste Runde. Schauplatz dieses Mal: ein Asteroid. Ziel: den Zentralcomputer einer Erzmine abschalten. Felix freut sich auf ein neues Abenteuer mit Team Tentakelfaust. Doch schon bald gibt es Probleme mit dem neuen Teammitglied Platus. Und auch ihre Gegner machen es ihnen alles andere als leicht. Erneut treten sie gegen die Unbesiegbaren Helden an und die wollen Rache für das letzte Spiel - koste es, was es wolle.   Im zweiten Band der Kinderbuch-Reihe nimmt Karl Olsberg Kinder ab 10 Jahren wieder mit in die witzige Welt der Galactic Gamers. Ein galaktisches Abenteuer für alle Gamer und Fans von Weltallabenteuern, das nicht nur bestens unterhält, sondern auch ermutigt, nicht nur hinter dem Bildschirm den Helden zu spielen.

Karl Olsberg promovierte über künstliche Intelligenz, war Unternehmensberater, Manager bei einem Fernsehsender und gründete mehrere Start-ups. 2007 erschien sein erster Roman Das System, der es auf Anhieb in die Spiegel-Bestsellerliste schaffte. Seitdem schreibt er nicht nur erfolgreich Romane für Erwachsene, sondern auch für Jugendliche und Kinder. Der Thriller 'Boy in a white room' wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018 nominiert. Seine Minecraft-Romane, die er zunächst im Eigenverlag veröffentlichte, erreichten Platz 2 der Amazon-Bestsellerliste. Zudem wurde sein Start-up 'Papego', das die gleichnamige App zum mobilen Weiterlesen gedruckter Bücher entwickelt, auf der Frankfurter Buchmesse als 'Content-Start-up des Jahres 2016' ausgezeichnet. Der Autor lebt mit seiner Familie in Hamburg.
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Die Nervensäge

Tante Beate und Ariana kommen am Vormittag. Das bedeutet, Felix muss früh aufstehen und sein Zimmer aufräumen, statt wie sonst den Samstagmorgen bis zum späten Frühstück gemütlich im Bett zu verbringen und Mangas oder Science-Fiction-Bücher zu lesen.

Tante Beate nimmt Felix zur Begrüßung in den Arm, was ihm peinlich ist. Dann drückt sie ihm ein Geschenk in die Hand – ein Buch über den Weltraum. Er bedankt sich höflich.

»Warum gehst du nicht mit Ariana auf dein Zimmer, Felix?«, sagt Mama. »Ich habe mit Tante Beate noch einiges zu besprechen.«

»Aber ich bestimme, was wir spielen!«, beschließt Ariana.

»Natürlich, mein Schatz«, stimmt Mama zu und wirft Felix einen mahnenden Blick zu.

In seinem Zimmer muss er fassungslos mit ansehen, wie Ariana dasselbe dämliche Einhorn-Spiel in die Konsole legt wie beim letzten Mal. Felix kommt der Verdacht, dass sie das Spiel eigentlich selbst doof findet und es nur mitgebracht hat, um ihn zu ärgern.

»Und wehe, du mischst dich wieder ein!«, sagt sie.

Felix rollt bloß mit den Augen. Während die kleine Nervensäge spielt, blättert er durch das Buch, das Tante Beate ihm geschenkt hat. Wie wenig doch der Autor über das Weltall weiß! Vielleicht schreibt Felix ja eines Tages selbst mal ein Buch über die Aliens, denen er begegnet ist, über die Galactic Games und die mysteriösen Wesen, die Bargel »Schöpfer« genannt hat und die angeblich das Universum geschaffen haben. Andererseits wird ihm wohl niemand glauben, dass er das alles wirklich erlebt hat. Die Leute werden es für eine Science-Fiction-Geschichte halten. Wahrscheinlich ist das auch besser so. Die Menschheit ist offensichtlich noch nicht bereit dafür, in die Galaktische Föderation aufgenommen zu werden.

Als Ariana zum x-ten Mal von ihrem Einhorn fällt, weil sie schon wieder zu spät die Sprungtaste gedrückt hat, stößt sie einen wütenden Schrei aus und wirft den Controller gegen den Bildschirm.

»Spinnst du?!«, ruft Felix.

»Der blöde Controller ist kaputt«, schimpft Ariana. Genau genommen benutzt sie nicht das Wort »blöd«, um den Controller zu beschreiben, sondern ein viel schlimmeres, für das Felix mindestens eine Woche Spielverbot bekommen würde.

»Ist er gar nicht«, widerspricht er. »Komm, ich zeig dir, wie es geht.«

»Nein!«, schreit Ariana. Und dann sagt sie das schlimme Wort zu Felix.

»Na gut, wenn das so ist, dann bin ich jetzt mit Spielen dran«, erwidert er und legt die Disc von Rebels of the Stars ein.

Er startet das Spiel und macht sich auf den Weg in das imperiale Gefängnis. Unterwegs muss er es mit mehreren feindlichen Drohnen, imperialen Kampfrobotern und einem riesigen Eiswurm aufnehmen. Doch die Gegner sind keine große Herausforderung für ihn.

»Jetzt bin ich wieder dran«, fordert Ariana.

»Gleich«, sagt Felix. »Ich muss nur noch die Seitentür dort öffnen, dahinter ist ein Savepoint.«

»Nein, ich will jetzt spielen!«, kreischt Ariana und zerrt an dem Controller.

»Ich sagte doch, gleich!«, knurrt Felix. »Nur noch durch diese Tür …«

»Ich will aber jetzt!«, schreit die kleine Nervensäge und fängt an zu heulen. »Nie lässt du mich machen, was ich will! Du bist so gemein!«

Felix hat alle Hände voll zu tun, um die imperialen Truppen abzuwehren, die nun von zwei Seiten auf ihn zustürmen, als hätte Arianas Geschrei sie angelockt.

Mitten in dem wilden Feuergefecht geht die Tür auf und Mama und Tante Beate kommen herein. Felix drückt rasch den Pause-Button.

»Na, spielt ihr zwei schön?«, fragt Mama.

»Nein!«, ruft Ariana. »Der Doofmann lässt mich überhaupt nicht!«

»Ariana!«, ruft ihre Mutter.

»Felix!«, ermahnt Mama ihn. »Du lässt sofort Ariana an die Konsole!«

»Aber sie war doch schon dran!«, erwidert Felix. »Sie ist dauernd von ihrem Pferd gefallen, wütend geworden und hat den Controller gegen den Bildschirm geworfen. Ich bin seit höchstens zehn Minuten an der Reihe. Ehrenwort!«

»Stimmt ja gar nicht!«, widerspricht Ariana. »Und außerdem war das ein Einhorn und kein Pferd, du Doofmann!«

»Ariana!«, ruft Tante Beate wieder.

»Felix!«, ermahnt Mama ihn erneut. Sie hat dabei dieses Funkeln in den Augen, das andeutet, dass sie gleich explodiert, wenn er nicht sofort gehorcht.

»Na gut«, sagt Felix und will Rebels of the Stars beenden, um wieder das blöde Einhorn-Game zu starten.

»Nein, ich will das da spielen!«, sagt Ariana und zeigt auf den Bildschirm.

»Dafür bist du noch viel zu klein«, stellt Felix fest.

»Bin ich gar nicht!«, widerspricht sie.

»Lass sie bitte spielen, was sie möchte«, befiehlt Mama.

Felix seufzt und gibt Ariana den Controller. Er kann sich bei diesem Theater ohnehin nicht richtig konzentrieren.

»Und vertragt euch jetzt«, sagt Mama und verlässt mit ihrer Schwester den Raum.

Nachdem Felix die Pause-Funktion wieder deaktiviert hat, drückt Ariana planlos auf dem Controller herum. Es dauert keine fünf Sekunden, bis die feindlichen Truppen sie erledigt haben und Game over auf dem Bildschirm erscheint.

»Das ist ein doofes Spiel!«, schimpft sie. »Der Weltraum ist doof. Und außerirdische Planeten gibt es in Wirklichkeit gar nicht!«

Felix weiß natürlich, dass es nicht viel Sinn hat, mit einer achtjährigen Nervensäge über Dinge zu diskutieren, von denen sie nicht das Geringste versteht. Aber irgendwie kann er diese Behauptungen nicht einfach so stehen lassen.

»Du hast ja keine Ahnung«, belehrt er sie. »Natürlich gibt es andere Planeten, sieben davon sogar in unserem Sonnensystem und viele Milliarden in unserer Galaxis.«

»Das weißt du doch gar nicht!«

»Das weiß ich sehr wohl! Ich war sogar schon mal auf einem außerirdischen Planeten!«

»Pah! Du lügst!«

»Ich lüge überhaupt nicht!«

»Und ob du lügst! Außerdem bist du ein Angeber!«

Felix platzt der Kragen. »So? Ich lüge und gebe an? Na, dann pass mal auf!«

Er holt das Stirnband aus dem Schulranzen. Arianas Augen werden ganz groß. Gleich wird sie noch viel dümmer gucken, wenn Bargel, Lysia und Thorax in meinem Zimmer erscheinen, denkt sich Felix. Sie wird sich vor Angst in die Hose machen!

»Gib mir das!«, sagt Ariana und streckt die Hand nach dem Stirnband aus.

»Was? Das hier? Kommt gar nicht infrage!«

»Aber ich will Prinzessin sein! Und Prinzessinnen haben eine Krone auf dem Kopf!«

»Das ist keine Krone, das ist ein Kommunikator. Damit kann man mit Außerirdischen sprechen.«

»So ein Quatsch! Das ist eine Prinzessinnenkrone! Du musst sie mir geben!«

Felix beschleicht das Gefühl, dass es doch keine so gute Idee war, ihr das Stirnband zu zeigen. Was würden wohl seine Teamkollegen dazu sagen, wenn er sie herbeiruft, nur um ein kleines Mädchen zu erschrecken? Bestimmt würden sie ihn auslachen, weil er nicht allein mit Ariana fertigwird. Rasch legt er den Kommunikator zurück in den Schulranzen.

»Ich will die Prinzessinnenkrone haben!«, ruft Ariana und macht Anstalten, den Reißverschluss des Ranzens zu öffnen.

»Du kriegst sie aber nicht«, erwidert Felix. »Sie gehört mir!«

»Prinzessinnenkronen sind nur für Mädchen!«

»Ich hab dir schon gesagt, das ist keine Prinzessinnenkrone, sondern ein …«

In diesem Moment geht die Tür auf und Mama und Tante Beate kommen herein.

»Streitet ihr etwa schon wieder?«, fragt Mama.

»Er will mir die Prinzessinnenkrone nicht geben!«, ruft Ariana.

»Was denn für eine Krone?«, fragt Mama.

»Sie ist da drin«, sagt Ariana und zeigt auf den Ranzen. »Ich will sie auch mal haben!«

»Was ist da drin?«, will Mama wissen.

»Gar nichts«, sagt Felix.

Fieberhaft überlegt er, wie er sie davon abhalten kann, in den Schulranzen zu sehen. Doch es ist bereits zu spät: Ehe er protestieren kann, öffnet Mama den Ranzen und fischt das goldene Band heraus.

»Was ist das?«, fragt sie. »Woher hast du das?«

Felix hat keine Ahnung, was er darauf antworten soll.

»Das ist meins!«, behauptet Ariana.

Sie greift nach dem Stirnband. Zu Felix’ Entsetzen gibt Mama es ihr. Ariana grinst ihn triumphierend an, dann legt sie es sich um die Stirn. Es scheint ihr perfekt zu passen, obwohl sie einen viel kleineren Kopf als Felix hat.

»Aber …«, beginnt er, doch er weiß nicht, was er sagen oder tun soll. Hätte er das Stirnband bloß im Ranzen gelassen!

»So, jetzt kommt, wir gehen in den Zoo!«, sagt Mama.

»Au ja!«, ruft Ariana. »Darf ich dabei die Prinzessinnenkrone tragen?«

»Natürlich, mein Schatz.«

Felix zuckt zusammen. Was, wenn sie aus Versehen Team Tentakelfaust herbeiruft, womöglich mitten im Zoo, vor den Augen von Hunderten von Menschen? Das könnte eine Panik auslösen!

Seine Befürchtungen erweisen sich zum Glück als unbegründet. Während sie durch den Zoo spazieren, erscheint nicht plötzlich ein Quantenportal. Trotzdem ist Felix die ganze Zeit nervös, als sie von einem Gehege zum nächsten wandern.

Er war schon länger nicht mehr hier. Früher haben ihm Zoobesuche immer viel Spaß gemacht, aber in letzter Zeit hatte er keine Lust mehr dazu. Er kannte ja die Tiere alle schon – dachte er jedenfalls. Doch als er heute über die vertrauten Wege geht, wird ihm zum ersten Mal bewusst, wie vielfältig das Leben auf der Erde ist.

Auf einmal sind es nicht mehr die mächtigen Löwen oder die quirligen Affen, die ihn besonders faszinieren, sondern die vielen...



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