Oltion Star Trek - The Original Series 4: Der Friedensstifter
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-86425-145-0
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 4, 314 Seiten
Reihe: Star Trek - The Original Series
ISBN: 978-3-86425-145-0
Verlag: Cross Cult Entertainment
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Jerry Oltion Jerry Oltion hat in seinem Leben bereits einige Berufe ausgeübt, darunter den des Steinmetzes, Gärtners, Tischlers, Försters, Musik-DJs, Müllmanns, und auf Ölfeldern und in einer Druckerei hat er auch schon gearbeitet. Daneben kann er auch auf zahlreiche Jobs im verlagswesen zurückschauen, was in ihm den Wunsch aufkeimen ließ, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit Erfolg, denn in den letzten 30 jahren hat er bereits über 15 Romane und über 150 Kurzgeschichten zur Veröffentlichun gebracht. Die herausgeber des renommierten US-Magazins ANALOG für SF-Literatur wählte ihn neben Poul Anderson und Christopher Anvil/Harry Crosby zu den bedeutesten Autoren ihres 25-jährigen Bestehens. Er ist der Autor von THE GETAWAY SPECIAL, ANYWHERE BUT HERE, PARADISE PASSED oder ABANDON IN PLACE, eine Novelle, für die es 1998 den Nebula Award gab. Besonders bekannt ist er aber auch für seine STAR TREK-Romane. Aber nicht nur als SF-Autor hat er sich einen Namen gemacht, sondern auch als Erfinder! Als Amateurastronom und Vollblut-Trekker hat er in jahrelanger Arbeit 'natürlich' einen neuartigen Teleskop entwickelt und gebaut, den er 'Trackball' getauft hat und der in diversen Fachzeitschriften besprochen wurde. Er lebt mit seiner Frau Kathy und seiner Katze 'Stormy' - das Pflicht-Haustier eines jeden Autors! - in Eugene, Oregon. Jerry Oltion Jerry Oltion hat in seinem Leben bereits einige Berufe ausgeübt, darunter den des Steinmetzes, Gärtners, Tischlers, Försters, Musik-DJs, Müllmanns, und auf Ölfeldern und in einer Druckerei hat er auch schon gearbeitet. Daneben kann er auch auf zahlreiche Jobs im verlagswesen zurückschauen, was in ihm den Wunsch aufkeimen ließ, sich ganz der Schriftstellerei zu widmen. Mit Erfolg, denn in den letzten 30 jahren hat er bereits über 15 Romane und über 150 Kurzgeschichten zur Veröffentlichun gebracht. Die herausgeber des renommierten US-Magazins ANALOG für SF-Literatur wählte ihn neben Poul Anderson und Christopher Anvil/Harry Crosby zu den bedeutesten Autoren ihres 25-jährigen Bestehens. Er ist der Autor von THE GETAWAY SPECIAL, ANYWHERE BUT HERE, PARADISE PASSED oder ABANDON IN PLACE, eine Novelle, für die es 1998 den Nebula Award gab. Besonders bekannt ist er aber auch für seine STAR TREK-Romane. Aber nicht nur als SF-Autor hat er sich einen Namen gemacht, sondern auch als Erfinder! Als Amateurastronom und Vollblut-Trekker hat er in jahrelanger Arbeit 'natürlich' einen neuartigen Teleskop entwickelt und gebaut, den er 'Trackball' getauft hat und der in diversen Fachzeitschriften besprochen wurde. Er lebt mit seiner Frau Kathy und seiner Katze 'Stormy' - das Pflicht-Haustier eines jeden Autors! - in Eugene, Oregon.
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EINS
»Liebes Brautpaar«, sagte Captain Kirk.
Im Hintergrund des Aussichtsdecks kicherte jemand, und Kirk blickte auf, um den Störenfried zum Schweigen zu bringen. Natürlich konnte er niemandem einen Vorwurf machen, denn es waren kaum zwei ungeeignetere Partner als Lieutenant Nordell und Ensign Lebrun denkbar, selbst an Bord eines Schiffes mit einer so großen Besatzung wie der . Trotzdem hatten die beiden beschlossen zu heiraten, und als Captain des Schiffes war Kirk die zweifelhafte Ehre zugefallen, die Trauung vornehmen zu dürfen. Ganz gleich, wie er ihre Chancen als Ehepaar beurteilte, er wollte nicht, dass die Zeremonie durch irgendwelche Störungen verdorben wurde. Also musterte er die etwa dreißig Gäste – hauptsächlich Techniker und Sicherheitsleute –, die gekommen waren, um ihren Freunden alles Gute zu wünschen. Nachdem er sich überzeugt hatte, dass wieder Ruhe in der Gruppe herrschte, las er weiter den Trauungstext ab, den Ensign Lebrun verfasst hatte.
»Wir haben uns hier in dieser empfindlichen Blase des Lebens inmitten der Unermesslichkeit des Weltraums versammelt, um Zeugen zu werden, wie zwei Menschen in den heiligen Stand der Ehe treten«, trug er vor. Er war sich nicht sicher, ob ihm die Stelle mit der »empfindlichen Blase« gefiel. Das Schiff befand sich in der Tat in einer großen und größtenteils unerforschten Region des Weltraums, und der farbenfrohe Wirbel eines leuchtenden Nebels hinter den Sichtfenstern war ein schlagender Beweis für diesen Umstand, doch man konnte die kaum als zerbrechlich bezeichnen. Kirk war jedoch gewillt, Lebrun um der Romantik willen eine gewisse poetische Freiheit zu gönnen. Sie und Nordell würden jede verfügbare Romantik benötigen, um die stürmische Zeit der Werbung auszugleichen, die sie auf dem Weg zum Altar durchgemacht hatten. Also lächelte er und las weiter, während das Licht der Sterne auf das glückliche Paar fiel.
Sie sahen tatsächlich glücklich aus. Nordell trug seine Galauniform, deren dunkelrote Jacke mit den Orden geschmückt war, die er sich während seiner drei Jahre im Dienst der Sternenflotte verdient hatte. Und falls er sich in dieser selten getragenen Kleidung unwohl fühlte, ließ er sich nichts davon anmerken – sein idiotisches Grinsen wies eher auf das Gegenteil hin. Lebrun hatte auf ihre Uniform verzichtet und ein traditionelles weißes Hochzeitskleid vorgezogen. Obwohl es für Kirk ein leichter Schock gewesen war, die normalerweise nüchtern gekleidete Sicherheitswächterin in Seide und Spitze zu sehen, musste er sich eingestehen, dass sie niemals hübscher ausgesehen hatte. Ihr kurzes braunes Haar schimmerte unter dem juwelenbesetzten Diadem, und ihre hohen Wangen und die großen grünen Augen schienen in einem eigenen Licht zu erstrahlen.
Ihre Trauzeugen, Montgomery Scott und Janice Rand, waren ebenfalls in Galauniform erschienen. Auch die Gäste im Hintergrund der Versammlung hatten sich in Schale geworfen. Kirk entdeckte viele lächelnde Gesichter. Alle schienen zu dieser Hochzeit gute Laune mitgebracht zu haben. Warum hatte er dann trotzdem das dumme Gefühl eines bevorstehenden Unheils?
Er hatte den Abschnitt »Die Ehe ist ein kostbares Gut« hinter sich gebracht und war gerade beim Satz »Falls irgendwer einen Grund nennen kann, warum diese zwei Menschen nicht in den Stand der Ehe treten sollten, so möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen«, als das Interkomsignal ertönte und Lieutenant Uhuras Stimme über den Lautsprecher kam.
Auf dem Aussichtsdeck brachen alle Anwesenden, selbst das nervöse Brautpaar, in lautes Gelächter aus. , fragte Uhura.
»So könnte man es unter Umständen ausdrücken«, erwiderte Kirk. »Ich werde es Ihnen später erklären. Sagen Sie dem Admiral, dass ich in wenigen Augenblicken zu sprechen bin.« Wenn es um eine Angelegenheit der Priorität zwei ging, konnte Tyers so lange warten, bis Kirk die Zeremonie zum Abschluss gebracht hatte. Er wandte sich wieder an die Hochzeitsgesellschaft und sagte: »Ich denke, wir können davon ausgehen, dass der Admiral wegen einer anderen Angelegenheit angerufen hat. Sind Sie, Simon Nordell, bereit, diese Frau zu Ihrer Ehefrau zu nehmen, sie zu lieben und zu ehren, ihr zu gehorchen, in Freude und in Leid, in Krankheit und in …«
»Einen Augenblick«, sagte Nordell. »Was soll das mit dem ‚gehorchen‘? Das hatten wir nicht abgemacht.«
»Doch, das haben wir«, entgegnete Lebrun.
»Ich habe mich niemals …«
»Du hast dich mit den traditionellen Eheschwüren einverstanden erklärt«, sagte Lebrun und schüttelte den Brautstrauß, um ihren Standpunkt zu unterstreichen. Dabei löste sich ein gelbes Gänseblümchen und schwebte zu Boden. »‚Sich lieben, ehren und gehorchen‘ ist traditionell.«
»Aber erniedrigend«, wandte Nordell ein.
Scotty bückte sich, um die Blume aufzuheben, und reichte sie Lebrun, die sie geistesabwesend in den Brautstrauß zurücksteckte. »Ich werde doch genau dasselbe schwören«, sagte sie zu ihrem künftigen Ehegatten.
»Ich werde es jedenfalls nicht tun«, erwiderte er mit entschlossener Miene.
Die versammelten Hochzeitsgäste wurden nervös. Kirk räusperte sich. »Der Admiral wartet«, sagte er. »Wollen wir diese Angelegenheit auf später verschieben?«
Nordell schüttelte den Kopf. »Nein, wir werden uns schon einigen.« Er wandte sich seiner Braut zu. »Wie wäre es mit ‚sich lieben, ehren und achten‘? Das ist auch traditionell.«
Sie runzelte die Stirn. »‚Gehorchen‘ gefällt mir besser.«
»Natürlich«, sagte Nordell. »Schließlich arbeitest du bei der Sicherheit. Aber ich kann meinen Schwur besser halten, wenn ich ‚achten‘ sage.«
Jemand lachte, und diesmal war Kirk froh über die Unterbrechung.
Nach kurzem Nachdenken nickte Lebrun. »In Ordnung. Ich denke, wir können uns achten.« Sie wandte sich wieder dem Captain zu. »Sind Sie damit einverstanden?«
Kirk breitete die Hände aus. »Was immer Sie wünschen.«
»Gut.« Sie lächelte Nordell an, und er lächelte zurück, als wäre nichts Besonderes vorgefallen. Die Schnelligkeit, mir der die beiden ihre Meinungsverschiedenheiten beilegten, war genauso erstaunlich wie die Leichtigkeit, mit der sie einen Streit begannen.
Kirk schüttelte den Kopf und trug den abgeänderten Eheschwur noch einmal für Nordell vor, der ihn ohne Zögern wiederholte, und kurz darauf hatte auch Lebrun denselben Schwur geleistet. Kirk begann bereits zu hoffen, dass der Rest der Zeremonie ohne Zwischenfälle über die Bühne gehen würde, doch diese Hoffnung verflüchtigte sich, als es Zeit war, die Ringe zu tauschen. Nordell wandte sich an Scotty, der daraufhin ein monströses, rot und grün funkelndes Juwel aus der Tasche holte, das eher in einen Warpantrieb als an die Hand einer Braut zu passen schien. Offensichtlich schien Nordell ähnliche Bedenken zu hegen, denn er blickte das Ding in Scottys Handfläche an, als würde er damit rechnen, dass es jeden Augenblick explodierte. Er öffnete und schloss abwechselnd den Mund, als wäre er ein Fisch auf dem Trockenen.
Lebrun dagegen hatte die Sprache nicht verloren. »Das kann nicht dein Ernst sein!«, sagte sie in drohendem Tonfall.
»Ich habe damit nichts zu tun!«, protestierte Nordell.
Inmitten des zunehmenden Gelächters sagte Scotty: »Nein, es war meine Idee. Hier ist das richtige Stück.« Dann brachte er einen traditionelleren Ring mit einem in Gold gefassten einzelnen Diamanten zum Vorschein, und Yeoman Rand reichte Ensign Lebrun einen schlichten Goldring, worauf sie die Zeremonie abschließen konnten.
Schließlich verkündete Kirk: »Hiermit erkläre ich Sie zu Mann und Frau.« Nordell und Lebrun küssten sich leidenschaftlich, und alle Gäste applaudierten. »Wenn Sie mich jetzt entschuldigen«, sagte Kirk, als das frischvermählte Paar irgendwann nach Luft schnappen musste. »Ich würde mir gerne anhören, was der Admiral von mir will.«
Er nahm den Anruf in einem Besprechungszimmer entgegen, das neben dem Aussichtsraum lag. Admiral Tyers blickte auf, als Kirk den Bildschirm aktivierte. , fragte die Frau.
Kirk grinste. »Ich hoffe nicht. Aber man kann nie wissen. Ich habe gerade zwei meiner Besatzungsmitglieder verheiratet.«
, sagte Tyers.




