Orlowski | Der Patchwork-Club - Rückkehr nach St. Elwine | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1, 442 Seiten

Reihe: Der Patchwork-Club

Orlowski Der Patchwork-Club - Rückkehr nach St. Elwine

Roman: Band 1
1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-98952-228-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

Roman: Band 1

E-Book, Deutsch, Band 1, 442 Seiten

Reihe: Der Patchwork-Club

ISBN: 978-3-98952-228-2
Verlag: dotbooks
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



Eine Kleinstadt wie aus dem Bilderbuch: Der bewegende Roman »Der Patchwork-Club - Rückkehr nach St. Elwine« von Britta Orlowski als eBook bei dotbooks. Ein emotionales Wiedersehen ... Die junge Liz Crane kehrt als Ärztin zurück in ihre Heimat, das beschauliche St. Elwine, mit dem sie so viele liebevolle und schmerzliche Erinnerungen verbindet. Hier nimmt ihre Freundin Rachel sie sogleich auf in den örtlichen Patchworktreff, dessen herzliche Mitglieder ihr immer mit Rat und Tat zur Seite stehen - auch als sie ihrer Jugendliebe wieder begegnet, Joshua Tanner, der genau wie sie schon oft von der Liebe enttäuscht wurde. Nie hätte Liz gedacht, dass die Gefühle von damals erneut aufflammen könnten ... gibt es etwa noch eine Chance für die beiden? »Gefühlvoll, mitreißend und voller liebevoll erdachter Details - eine wunderschöne Liebesgeschichte.« Kerstin Gier Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der gefühlvolle Liebesroman »Der Patchwork-Club - Rückkehr nach St. Elwine« von Britta Orlowski ist der erste Band ihrer Patchwork-Club-Reihe, so romantisch wie die Romane von Susan Elizabeth Phillips, so dramatisch wie die Bestseller von Nicholas Sparks. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Britta Orlowski, Jahrgang 1966, wohnt im Havelland und ist Mutter zweier Söhne. Sie arbeitete 20 Jahre als zahnmedizinische Fachangestellte, aber da sie in einer Zahnarztpraxis leider keine Geschichten erfinden durfte, widmete sie sich schließlich ihrem Traumjob, wurde Buchautorin und jobbte nebenbei in Buchhandlungen. Inzwischen arbeitet sie in einer Arztpraxis und lebt ihre Liebe zu Büchern trotzdem aus. Ihr Lebensmotto: Tu, was du liebst. Wenn sie nicht gerade Quilts näht, tummelt sie sich in ihrem geliebten Garten und/oder schreibt am nächsten Buch. Sie ist Mitglied im Schriftstellerverband des Landes Brandenburg, sowie bei DELIA und Organisatorin der DELIA Liebesromantage 2011 in Rathenow. Die Website der Autorin: www.britta-orlowski.de Die Autorin bei Facebook: https://www.facebook.com/Britta-Orlowski-155028824578718/?ref=bookmarks Die Autorin auf Instagram: https://www.instagram.com/brittaorlowski/ Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin ihre Reihe »Der Patchworkclub« mit den Einzelbänden »Rückkehr nach St. Elwine«, »Eine Liebe in St. Elwine«, »Sommertage in St. Elwine«, »Der Himmel über St. Elwine«, »Ein Kuss in St. Elwine« und »Herzklopfen in St. Elwine«.
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Kapitel 1


»Hörst du mir überhaupt zu?«, fragte Rachel.

»Mhm mhm.« Liz brummte und lächelte immer noch.

»Es ist also okay, dass du vorläufig in unserem Gästeapartment wohnst und dir später selbst was anderes suchst?« Rachel knuffte sie in die Seite.

»Natürlich. Ich hatte nur fast vergessen, wie wunderschön es hier ist.« Liz blickte zu den farbenfrohen Holzhäusern mit ihren Veranden, die sich links und rechts der Straße wie Perlen an einer Schnur reihten und konnte nicht anders, als sich an allem satt zu sehen.

Sie lauschte weiter Rachels unbeschwerter Plauderei.

»Robert ist sehr neugierig, dich kennenzulernen. Ich habe ihm schon viel von dir erzählt. Wie ich mich freue, Liz, dass du wieder da bist. Es wird hier nicht so hektisch sein wie in der Notaufnahme in Houston. Das liegt mit Sicherheit an unserer guten Seeluft, glaub mir. Hat schon meine Großmutter immer behauptet und die musste es wissen.«

»Sie hat diesen Ort nämlich nie verlassen und wurde – lass mich überlegen, 98 Jahre alt«, fügte Elizabeth lachend hinzu.

Rachel linste in den Rückspiegel. »Sechsundneunzig – und sie hatte völlig recht.«

Sie fuhren noch ein Stück die Mainstreet entlang, vorbei an Belles Tanzstudio und Marthas Pub. Von weitem sah Liz die bunten Quilts auf der Veranda vor Noras Quiltladen aufblitzen, bis Rachel um die Ecke und kurz darauf in eine gepflasterte Einfahrt bog und anhielt. »Wir sind da.«

Liz stieg aus dem Jeep, streckte sich, hörte Möwen kreischen und besah sich das hellgrau gestrichene zweistöckige Haus mit dem Erker und den dunklen Fensterläden.

Drinnen war es sehr geräumig, mit ausreichend Platz für eine große Familie. Immerhin war ihre Freundin längst Mutter von drei kleinen Mädchen. Die riesigen Fenster im Wohnzimmer ließen viel Licht herein, das gerade auf den Quiltständer in der Ecke neben dem Kamin traf und die eingespannte Arbeit aus Batikstoffen zum Leuchten brachte. Erstaunlich, dass Rachel trotz Job und Kindern noch die Zeit für ihr Hobby fand. Sie führten ihren Rundgang durch das Haus weiter. Überall hingen oder lagen Quilts.

»Kann irgendjemand tatsächlich damit aufhören? Du musst unbedingt zum monatlichen Treffen unserer Quiltgruppe mitkommen.« Rachel besaß also noch immer die Fähigkeit in Elizabeths Gedanken zu lesen.

»Ich fürchte, es ist viel zu lange her. Wahrscheinlich weiß ich nicht mal mehr, wie es geht.« Liz berührte den Lonestarquilt an der Wand in der Diele.

»Unsinn.« Rachel schüttelte entschieden den Kopf. »Solche Dinge verlernt man nicht, ist wie Sex oder Fahrrad fahren.«

»Sag das doch gleich.«

»Einmal mit dem Patchworkvirus infiziert, wirst du es auch bleiben. Früher hast du sehr schöne Quilts genäht. Du flickst doch auch Menschen zusammen, so anders wird das nicht sein.« Rachel deutete auf die offene Küche, wo eine Flasche Wein, Gläser und Knabberzeug auf der Anrichte standen. »Robert meinte, er würde heute Abend nur stören und wir hätten sicher eine Menge zu erzählen.«

»Kluger Mann.« Liz freute sich bereits auf den Mädels Abend.

»Jetzt zeige ich dir deine Räume, pack aus oder mach, was du willst. Ich rufe dich zum Abendessen.« Rachel schnappte sich einen von Liz Koffern, stieg bereits die Treppe hoch und deutete mit dem Kinn ihr zu folgen.

Die komplette zweite Etage im Südflügel des Hauses der Gandertons, zwei Zimmer, Bad und Küche gehörten vorübergehend Elizabeth. Auf dem Doppelbett in ihrem Schlafzimmer lag ein Quilt aus karierten Stoffen, auch hier waren die Fenster großzügig dimensioniert. Als Liz hinaussah, konnte sie von ihrem Wohnzimmer aus hinter einer Reihe von Zedern das Meer erahnen. Lächelnd packte sie ihre zwei Koffer aus, inspizierte sämtliche Schränke und beschloss einen kurzen Spaziergang zu machen. Es drängte sie plötzlich alte Bekannte zu treffen.

Auf den ersten Blick hatte sich der Ort kaum verändert. Doch als sie genauer hinsah, entdeckte sie Neues. Jede Menge Bänke fielen ihr auf und Geschäfte, mit hübschen Schaufenstern, die Urlauber anzogen. Neue Häuser, wie das ihrer Freundin, waren zahlreich gebaut worden. Liz kaufte sich unten an der Promenade ein Eis und setzte sich auf eine der zahlreichen Bänke. Von dort aus ließ sie St. Elwine auf sich wirken. Der übliche Kleinstadtfeierabendverkehr mischte sich mit dem Lachen von Kindern, dem Kreischen der allgegenwärtigen Möwen und dem Knattern von Schiffsmotoren. Überall wehten bunte Fähnchen im Wind, schienen die Fassaden freundlicher als vor zehn Jahren.

»Erzähl, wie geht es eigentlich Doris Ross?«, wollte Liz nach dem Abendessen als Erstes wissen.

»Oh, gut. Sie arbeitet jetzt noch für ein paar Stunden im Blumengeschäft von Mabel Cooper.«

Doris Ross hatte seit dem Tod von Elizabeths Mutter den Haushalt bei den Crane’s geführt. Irgendwann jedoch, als Liz Vater nicht mehr nüchtern wurde, blieb sie fort – allerdings erst, nachdem sie monatelang vergeblich auf ihren Lohn gewartet hatte. Zum Glück war Liz zu diesem Zeitpunkt bereits alt genug und hatte von da an die Führung des Haushalts übernommen. Mit dem ersten selbst verdienten Geld hatte sie Doris den lange geschuldeten Lohn ausgezahlt.

Rachel stemmte sich vom Sofa hoch. »Warte, ich hole rasch die alten Fotoalben.«

Als erstes blätterte Liz das Album mit der Beschriftung Highschool durch, das Rachel ihr reichte.

Auf der zweiten Seite entdeckte sie sein Foto. Schwarzhaariger Teenager mit unglaublich langen Wimpern – unverkennbar Joshua Tanner. Das arrogante, leicht anzügliche Grinsen hing zwischen seinen Mundwinkeln.

Liz sah auf. »Josh, wie er leibt und lebt.«

»Ja, er hat lange Zeit in Europa verbracht und dann Daddys Firma übernommen.« Rachel zog die Büchse mit den Erdnüssen näher heran.

»Ich habe nichts anderes erwartet. Mit einem goldenen Löffel im Mund geboren werden, zahlt sich für den Rest des Lebens aus.« Liz nahm ihr Glas zur Hand. »Cheers.«

Rachel drohte spielerisch mit erhobenem Zeigefinger. »Nicht wieder so zynisch, Lizzy. Was hat Josh nur verbrochen, dass er bei dir in Ungnade fiel?«

»Nichts. Ich mochte ihn einfach nicht.« Sie wich dem Blick ihrer Freundin aus und blätterte auf die nächste Seite.

»Dabei sieht er doch so verdammt gut aus.« Rachel seufzte übertrieben, nur um Liz aufzuziehen.

»Das weiß er auch. Er ist eingebildet, arrogant und bekam, was er wollte, schon immer. Die Mädchen haben ihn angehimmelt. Er hat doch jede genommen, die nicht bei drei auf dem Baum war.« Liz angelte sich ein paar Chips.

»Tja.« Rachel prostete ihr zu. »Auf die Erinnerungen.«

»Cheers.« Liz nahm einen Schluck Wein.

»Sogar Doris und Martha haben ihn immer verteidigt, den lieben Jungen, weißt du noch?«, fragte Rachel.

»Natürlich.«

»So schlimm, wie du glaubst, ist Josh nicht. Jedenfalls wirbelt er nicht mehr so viel Staub auf wie damals. Er arbeitet viel und trainiert Baseball mit seinen Jungs«, erklärte ihre Freundin.

Liz zog die Füße hoch. »Sag mir nicht, dass er ’ne ganze Baseballmannschaft gezeugt hat.«

Rachel lachte auf und fuhr mit dem Finger den Rand des Weinglases nach. »Unsinn, er hat keine Kinder. Josh ist ehrenamtlicher Trainer für die Middleschool.« Sie nahm wieder einen Schluck. »Damals in der Halloweennacht bei Martha im Pub, was war da eigentlich los?«

Elizabeth ging absichtlich nicht auf diese Frage ein, stopfte sich Chips in den Mund und wies auf ein anderes Foto im Album.

Später lag sie zusammengekuschelt in ihrem Bett und die Erinnerungen an Joshua Tanner überfielen sie. Da er nie etwas ernst meinte, hatte sie ihn auf eine sehr uncharmante Art immer wieder abblitzen lassen. »Zieh ab, Tanner – ich bevorzuge richtige Männer und keine Jungs«, hatte sie zuckersüß gesäuselt und gehofft, halbwegs überzeugend zu klingen.

Liz konnte sich nicht erinnern, wann sie sich das letzte Mal so ausgeschlafen gefühlt hatte. Diese Nacht hatte sie es auf acht Stunden Schlaf am Stück gebracht – ein Luxus, für den jeder Assistenzarzt fast einen Mord begehen würde.

Lachend sprang sie aus dem Bett und verschwand im Bad. Nach dem Frühstück wollte sie sich im Krankenhaus vorstellen und anschließend durch die Straßen der Stadt bummeln.

»Guten Morgen, Schlafmütze.« Rachel kam aus der Küche. »Deinetwegen gehe ich heute später zur Schatztruhe, um mit dir frühstücken zu können. Komm nach draußen. Kate, unsere Perle, hat den Tisch auf der Veranda gedeckt.«

Liz schätzte Rachels Haushälterin auf Mitte fünfzig. Sie trug ihr glattes, aschblondes Haar zu einem lockeren Knoten geschlungen und lächelte freundlich, als sie Elizabeth begrüßte. »Kaffee oder Tee?«

Nickend deutete Liz auf die Teekanne und erfuhr während sie aßen, dass Kate vor fünf Jahren hergezogen und ein Jahr später ihren Mann verloren hatte.

»Herein!«, brüllte Dr. Jefferson eine Stunde später laut, als Elizabeth an die Tür ihres Chefs klopfte.

»Guten Tag Sir, ich bin Elizabeth Crane.« Sie war entschlossen, sich von ihrer besten Seite zu präsentieren und lächelte.

»Ich freue mich.« Dr. Jefferson erhob sich aus seinem Sessel. Der zarte Griff seiner Hand stand in krassem Widerspruch zu seiner unglaublichen Pranke. Liz blinzelte verblüfft.

Er schien ihre Gedanken zu erraten und lachte wieder laut und dröhnend. »Ich weiß, ich weiß, die meisten Menschen haben den gleichen erstaunten Ausdruck in den Augen, wenn ich ihnen die Hand drücke.«

Liz räusperte sich verlegen.

»Ihre Referenzen sind hervorragend. Wie kommt es, dass Sie mit Ihrem Talent in St. Elwine arbeiten wollen? An so einem unbedeutenden...



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