Orwig | Eine süße Verführung | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1526, 160 Seiten

Reihe: Baccara

Orwig Eine süße Verführung


1. Auflage 2008
ISBN: 978-3-86349-923-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1526, 160 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-86349-923-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wenn die Sonne am blauen Himmel scheint, erwacht Emilio Jeffries' Jagdinstinkt. Bisher hat der attraktive Selfmade-Millionär nichts anbrennen lassen, dann begegnet er Brittany Garrison. Sexy, intelligent und zauberhaft naiv - die süße Restaurantbesitzerin weckt seine Beschützerinstinkte. Behutsam erobert er das Herz der jungen Frau und erlebt mit ihr Stunden stürmischer Leidenschaft. Nur eins verschweigt Emilio: Er ist der Erzfeind ihrer Familie und kennt keine Zurückhaltung, wenn es ums Geschäft geht. Noch ahnt Brittany nicht, wem sie sich hemmungslos hingibt ..



Sara's lebenslange Leidenschaft des Lesens zeigt schon ihre Garage, die nicht mit Autos sondern mit Büchern gefüllt ist. Diese Leidenschaft ging über in die Liebe zum Schreiben und mit 75 veröffentlichten Büchern die in 23 Sprachen übersetzt wurden, einem Master in Englisch, einer Tätigkeit als Lehrerin, Mutter von drei Kindern und Großmutter von 5 Enkelkindern hat Sara den Balanceakt zwischen der Karriere als Autorin und der Familie mehr als hervorragend hinbekommen. Mit über zweihundert ausländischen Ausgaben ist sie in die Oklahoma Professional Writer's Hall of Fame aufgenommen worden. Sara hat den 'Oklahoma University Award' und zweimal den 'Oklahoma Novel of the year Award' erhalten und sie war in mehreren Bestsellerlisten. Ebenso ist sie Gewinnerin von sechs 'Romantic Times Awards'. Sara und ihr Mann reisen gern und sind begeisterte Gärtner, obwohl die Sommer in ihrem heimatlichen Oklahoma so heiß sind, dass viele Pflanzen ihn nicht überstehen.

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1. KAPITEL

Brittany Garrisons Leben war über Nacht zerstört worden. Während sie fassungslos auf die Rechnungsbücher blickte, brach ihr der kalte Schweiß aus, und sie fühlte, wie ihr der Schreck buchstäblich in die Glieder fuhr.

„Jetzt verstehe ich, warum mein Buchhalter so plötzlich verschwunden ist“, flüsterte sie. Wenn sie doch nur schon früher von der Unterschlagung der zwei Millionen gewusst hätte! Dann wäre es vielleicht noch möglich gewesen, Paine Elsdons überstürzte Flucht zu verhindern.

„Sie müssen der Wahrheit ins Gesicht sehen“, sagte Boyd Dumont. „Das Geld kann auf einem geheimen Konto auf den Bahamas oder in der Schweiz liegen. Bestimmt ist es längst nicht mehr hier in Miami Beach.“

Brittany hörte kaum, was der neue Buchhalter sagte. Sie saß an einem Tisch in seinem kleinen Büro und musste an ihre Familie denken. Vor nur einem Monat hatte sie ihren ältesten Bruder Parker sagen hören, dass er ihr das Restaurant wegnehmen würde, wenn sie keine Gewinne vorzuweisen hätte. Und ihr Bruder Stephen war derselben Meinung. Seine Bemerkung, dass sie nicht besonders geschäftstüchtig wäre, ging ihr nicht mehr aus dem Sinn. Aber „Brittany Beach“ war erfolgreich! Sie hatte die Zahlen hier schwarz auf weiß.

„Paine muss von Anfang an Geld unterschlagen haben“, murmelte sie, ohne sich bewusst zu sein, dass sie laut sprach. „Ich habe ihm vertraut, weil er ausgezeichnete Referenzen hatte.“

„Es könnte aber auch das erste Mal gewesen sein“, überlegte Boyd. „Vielleicht stand er irgendwie unter Druck, und nachdem er den ersten Schritt getan hatte, machte er einfach weiter.“ Der Buchhalter zuckte mit den schmalen Schultern. Als er sich bewegte, blitzte die Sonne kurz auf seinen Brillengläsern auf. „Jedenfalls gehe ich davon aus, dass Sie ihn nicht finden werden.“

„Wie konnte er damit durchkommen?“, fragte Brittany, immer noch wie betäubt von der Tatsache, dass ein Mensch, dem sie voll und ganz vertraut hatte, sie seit Monaten betrog. „Die Bücher schienen immer in Ordnung zu sein.“

„Er hat die Bücher frisiert. Ich nehme an, er hatte zwei davon, eins für Sie und eins für sich.“

Geistesabwesend strich Brittany sich mit einer Hand durchs Haar. „Lassen Sie mich überlegen, was jetzt am besten zu tun ist, bevor wir das Ganze bekannt machen.“ Es ging ihr weniger darum, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit zu vermeiden, als die ihrer Familie. „Wir werden natürlich die Polizei informieren.“

„Selbstverständlich. Andererseits können Sie nicht allzu lange mit den Löhnen warten oder mit dem Kauf der Vorräte und all der anderen Dinge, die für den Restaurantbetrieb nötig sind.“

Brittany rieb sich seufzend die Schläfen, als könne sie so die bohrenden Kopfschmerzen vertreiben. Sie sollte sich darüber Gedanken machen, wie sie mit ihren Schulden fertig würde, aber stattdessen konnte sie nur an die Reaktion ihrer Geschwister denken. Die Familie hielt sie, das Baby, sowieso schon für unfähig und unreif. Selbst ihre Zwillingsschwester Brooke sah das so. Wenn Brittany nicht sehr bald etwas sehr Schlaues tat, würden all diese Meinungen bestätigt werden.

„Für eine kleine Weile möchte ich noch, dass die Geschichte nicht bekannt wird. Außer natürlich bei den zuständigen Behörden.“

Boyd nickte. „Die Angelegenheiten all meiner Klienten sind streng vertraulich. Aber ich glaube, Sie erwähnten, dass einige Ihrer Angestellten schon zu tuscheln beginnen. Und selbst wenn sie Ihnen nicht zu Ohren kommen, wird es Gerüchte und Vermutungen geben.“

„Ja, im Gastgewerbe spricht sich alles schnell herum“, stellte sie nachdenklich fest. „Mein Gott, es muss doch etwas geben, was ich tun kann!“

„Brittany, wenn Sie mir einen Vorschlag erlauben wollen, denke ich, dass Ihre Brüder Ihnen helfen könnten. Selbst bei diesen hohen Schulden wäre es kein Problem für sie.“

„Das ist aber gerade mein Problem.“ Bedrückt kaute Brittany auf ihrer Unterlippe herum. „Ich möchte allein aus dieser Klemme herauskommen.“

Boyd kratzte sich nachdenklich am Kopf. „Das ist eine edle Absicht, aber sie sollten jetzt praktisch denken. Nur so lässt sich der Schaden begrenzen.“

„Nein“, widersprach sie nachdrücklich. Wenn Parker von der Veruntreuung erfuhr, würde „Brittany Beach“ so schnell vom Erdboden verschwinden, als wäre ein Orkan darüber hinweggefegt. Der ältere ihrer beiden Brüder war ein knallharter Geschäftsmann, der den gesamten Familienbesitz steuerte. Schon als die finanzielle Situation noch besser gewesen war, hatte er das Restaurant schließen wollen, um Luxusapartments an seine Stelle zu setzen. Die erstklassige Lage in nächster Nähe zum Strand würde so viel mehr Geld einbringen können, hatte er immer wieder betont.

„Gehen Sie das Ganze noch einmal mit mir durch, Boyd.

Ich kann es einfach nicht begreifen.“

Doch als Brittany das Büro spät am Nachmittag endlich verließ, war sie noch ratloser und verzweifelter als vorher.

Eine Woche später stand Brittany in dem weitläufigen Art-déco-Innenraum ihres Restaurants und besprach mit Hector Garland, dem Servicedirektor, den Ablauf des Abends. Allerdings war sie in Gedanken so sehr mit ihren Sorgen beschäftigt, dass sie kaum bei der Sache war. Geistesabwesend sah sie sich um.

Allein aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes würde niemand auch nur ahnen, dass sich das Restaurant in Schwierigkeiten befand. Die kobaltblaue, sanft beleuchtete Decke bildete eine perfekte Harmonie mit den altrosafarbenen Wänden. Überall flackerte Kerzenlicht, wunderschöne Blumenbouquets schmückten den ganzen Raum. In den Essbereichen konnten es sich die Gäste an niedrigen Tischen sogar auf Bodenkissen, die mit haitianischer Baumwolle bezogen waren, gemütlich machen. Die Kellnerinnen des „Brittany Beach“ trugen bunte Neckholder-Tops und tief auf den Hüften sitzende Sarongs. Draußen befand sich eine teilweise überdachte Veranda, auf der man entspannen und den Abend genießen konnte, und unten am Strand waren weiße Cabana-Zelte aufgestellt worden, die ideal für ein romantisches Abendessen zu zweit waren.

Wie konnte sich dieser Traum innerhalb von nur wenigen Tagen zu einer Katastrophe entwickeln? Während Brittany versuchte, sich auf das Gespräch mit Hector zu konzentrieren, fiel ihr plötzlich ein hochgewachsener dunkelhaariger Mann auf, der in diesem Moment das Restaurant betrat. Sie erkannte Emilio Jefferies, den Besitzer des „El Diablo“, eines kleinen, exklusiven und sehr beliebten kubanischen Restaurants am South Beach, das vor allem den Jetset ansprach. Brittany hatte den Namen ihres Konkurrenten zunächst nur aus den Klatschspalten diverser Zeitschriften gekannt und ihn erst später auch flüchtig bei einigen Veranstaltungen der Restaurantfachleute getroffen. Sie beobachtete, wie er jetzt mit ihrem Gästebetreuer Luis Munoz sprach und von diesem zu einem Tisch geführt wurde.

Während Emilio den Speiseraum durchquerte, bewegte er sich mit einer Anmut, die entfernt an einen Panther erinnerte. Brittany betrachtete ihn fasziniert. In seinem marineblauen Anzug und dem strahlend weißen Hemd machte er eine ausnehmend gute Figur, trotz des insgesamt sehr eleganten Publikums. Brittany wusste aus Presseberichten, dass Emilio dreiunddreißig Jahre alt war und unverheiratet.

„Was macht er denn hier?“, fragte sie Hector, der ihrem Blick folgte.

„Ich nehme an, er ist neugierig auf uns. Hat schon einmal hier gegessen. Wollen wir hoffen, dass wir dem ‚El Diablo‘ noch Konkurrenz machen können.“

Brittany brachte nur mühsam ein Lächeln zustande.

„Entschuldigen Sie mich, Brittany, ich werde gebraucht“, bemerkte Hector dann mit Blick auf eine größere Gruppe neuer Gäste und eilte davon.

Sie nickte nur stumm, ihre ganze Aufmerksamkeit galt Emilio. Er sah einfach unverschämt gut aus. Luis hatte ihn in einem Sessel Platz nehmen lassen, von dem aus man eine atemberaubende Sicht auf den hellen Sandstrand hatte. Dennoch schien er sich mehr für die Vorgänge innerhalb des Restaurants zu interessieren, so neugierig, wie er seine Umgebung betrachtete. In diesem Moment begegnete er Brittanys Blick.

Sie hielt unwillkürlich den Atem an. Emilio nickte und lächelte wie zum Zeichen des Erkennens. Sekundenlang konnte sie nicht reagieren, bis sie sein Lächeln zögernd erwiderte und dann eilig auf einen Tisch mit Stammgästen zuging, mit denen sie ein wenig plauderte. Irgendwie hatte sie dabei das Gefühl, Emilios Blick im Rücken zu spüren.

Einige Minuten später verließ Brittany den Gästebereich und betrat ihr großes Eckbüro. Es war mit einem glänzenden Parkettfußboden und Rattanmöbeln ausgestattet, die mit demselben weißen Baumwollstoff gepolstert waren wie die Möbel im Restaurant. Eine riesige Fensterfront gab den Blick frei auf einen kleinen privaten Verandabereich und den Strand dahinter. In einer Ecke des Raums stand ein langer Tisch aus Teakholz, an dem Brittany ihre Schreibarbeit erledigte.

Sie holte ein Blatt Papier hervor, auf dem diverse Möglichkeiten für eine kurzfristige Kapitalbeschaffung aufgelistet waren, und las es zum x-ten Mal durch. Nichts davon schien besonders vielversprechend zu sein. Wenn sie nicht innerhalb der nächsten Woche eine gute Idee bekam, würde sie das Restaurant verlieren.

Eine ganze Weile grübelte sie, ohne dass ihr etwas einfiel, und ging dann ins Badezimmer hinüber. Erschöpft betrachtete sie sich in dem großen Standspiegel. Das lebhafte Rot ihres Rocks und...



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