Orwig | Für eine Nacht voller Leidenschaft | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 1813, 144 Seiten

Reihe: Baccara

Orwig Für eine Nacht voller Leidenschaft


1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-7337-2033-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 1813, 144 Seiten

Reihe: Baccara

ISBN: 978-3-7337-2033-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sie ist kratzbürstig wie eine Wildkatze! Dabei muss sie doch auch dieses erotische Prickeln zwischen ihnen fühlen - seine neue Angestellte ist für Tony ein Rätsel. Bis ihm plötzlich klar wird, dass er Isabelle kennt: Sie ist das sexy Mädchen, mit dem er auf dem College eine Nacht voller Leidenschaft verbrachte. Wie gerne würde er den heißen One-Night-Stand von damals wiederholen! Doch Isabelle ist erwachsen geworden: Eine Affäre ist ihr nicht mehr genug. Sie will ihn ganz oder gar nicht - und Tony weiß nicht, ob er ihre Erwartungen wirklich erfüllen kann ...



Sara's lebenslange Leidenschaft des Lesens zeigt schon ihre Garage, die nicht mit Autos sondern mit Büchern gefüllt ist. Diese Leidenschaft ging über in die Liebe zum Schreiben und mit 75 veröffentlichten Büchern die in 23 Sprachen übersetzt wurden, einem Master in Englisch, einer Tätigkeit als Lehrerin, Mutter von drei Kindern und Großmutter von 5 Enkelkindern hat Sara den Balanceakt zwischen der Karriere als Autorin und der Familie mehr als hervorragend hinbekommen. Mit über zweihundert ausländischen Ausgaben ist sie in die Oklahoma Professional Writer's Hall of Fame aufgenommen worden. Sara hat den 'Oklahoma University Award' und zweimal den 'Oklahoma Novel of the year Award' erhalten und sie war in mehreren Bestsellerlisten. Ebenso ist sie Gewinnerin von sechs 'Romantic Times Awards'. Sara und ihr Mann reisen gern und sind begeisterte Gärtner, obwohl die Sommer in ihrem heimatlichen Oklahoma so heiß sind, dass viele Pflanzen ihn nicht überstehen.

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1. KAPITEL

Tony Ryder konnte seinen Jubel nicht unterdrücken.

Es hatte ihn Jahre gekostet, Morris Enterprises zu übernehmen. Am Ende hatte er auch noch ein Quäntchen Glück gebraucht: Er war zur richtigen Zeit am richtigen Ort gewesen.

Es war schon spät am Abend, als er in der neunten Etage des zwanzigstöckigen Morris-Gebäudes in Downtown Dallas aus dem Fahrstuhl stieg. Wandlampen tauchten den leeren Flur in gedämpftes Licht, während er an den offenen Bürotüren vorbeiging. Sein Vater hatte im Lauf der Jahre viele Angebote für diese Firma gemacht, aber stets erfolglos. Jetzt würde sein gigantischer Coup seinen herrschsüchtigen Vater zum Rückzug zwingen. Die vielen Arbeitsstunden haben sich gelohnt, dachte Tony zufrieden: Er würde so reich werden wie sein Vater, und das würde ihm endlich dessen Respekt einbringen.

Tony hatte unten in der Lobby mit seiner Besichtigung angefangen, und je mehr er vom Bürogebäude sah, umso glücklicher war er mit seinem Kauf. Auf dem Weg durch den Flur im neunten Stock blieb er stehen, um sich die in Glasrahmen an beigefarben gestrichenen Wänden hängenden Auszeichnungen anzusehen. Ein Stück weiter stand eine Vitrine mit Trophäen für die Erfolge der Grafik-Abteilung. Er entdeckte ein- und denselben Namen, offenbar den der Abteilungsleiterin, auf mehreren Urkunden und Preisen.

Dann ging er weiter, betrat ein dunkles Büro, dessen Tür offen stand, und schaltete das Licht ein. Er befand sich in der Grafik-Abteilung, einem Bereich des Unternehmens, der sich drastisch verändern würde. Tony hatte vor, nur ein paar der Grafiker zu behalten und in seine eigene PR-Abteilung zu integrieren. Den anderen würde er großzügige Abfindungen anbieten.

Er machte das Licht wieder aus und setzte seinen Weg durch den schwach beleuchteten Flur fort bis zur nächsten offenen Tür, hinter der ein Vorzimmer lag. Hinter der Tür, die vom Vorzimmer abging, war Licht zu sehen. Tony ging darauf zu und betrat ein großzügig geschnittenes, elegantes Büro. Eine blonde Frau schaute auf, und er blieb abrupt stehen.

„Verzeihung, ich wollte Sie nicht erschrecken“, sagte er, überrascht, nach zehn Uhr abends noch jemanden bei der Arbeit vorzufinden.

Sein erster Gedanke war, dass dies wohl seine attraktivste Angestellte sein musste. Als sie aufstand, bekam er Gelegenheit, sie ausgiebig zu betrachten. In ihrem ordentlichen dunkelblauen Businesskostüm mit der dazu passenden Seidenbluse sah sie aus, als wäre sie gerade zur Arbeit gekommen, nicht, als hätte sie einen kompletten Tag samt Überstunden hinter sich.

Die blonden Haare hatte sie zu einem Knoten am Hinterkopf zusammengefasst. Tony überkam das seltsame Gefühl, ihr schon einmal begegnet zu sein … Aber dann würde er sich zweifellos daran erinnern, wer sie war. Ein elektrisierendes Kribbeln durchfuhr ihn. Er war wie gefangen von der Ausdruckskraft ihrer großen blauen Augen, die sich verdunkelten und ihn hypnotisierten. Die Stille dehnte sich aus, bis die blonde Frau ein Papier auf ihrem Schreibtisch berührte und damit den Bann brach.

„Sie arbeiten noch sehr spät“, stellte er fest.

„Sie offensichtlich auch“, erwiderte sie.

Er machte einen Schritt auf sie zu, um ihr die Hand zu schütteln. „Entschuldigen Sie, ich bin Tony Ryder.“

„Isabelle Smith“, stellte sie sich vor. „Ich weiß, wer Sie sind.“

Ihre Hand war schmal und warm. Erneut spürte Tony dieses Kribbeln.

„Ich bin hier, weil ich noch etwas zu Ende bringen musste“, erklärte sie. „Schauen Sie sich Ihre Neuerwerbung an?“ Ihr Ton war neutral, ihr Blick jedoch kühl und abschätzend. Offenbar hielt sie nicht viel von ihm.

„Stimmt. Und Sie sind die Leiterin der Grafik-Abteilung von Morris.“

„Entweder haben Sie sich ausführlich über das Unternehmen informiert, das Sie gerade gekauft haben, oder Sie haben das Schild an meiner Tür gelesen.“ Sie ging um den Schreibtisch herum und deutete auf einen Sessel. „Nehmen Sie doch Platz.“ Sie setzte sich ihm gegenüber in den zweiten Ledersessel. Tony nahm einen Hauch ihres exotischen Parfüms wahr. „Ich bin mir nur nicht sicher, ob Sie Leute dafür haben oder ob Sie sich selbst informieren.“

„Ich habe Leute dafür. Aber ich bin auch gern selbst auf dem Laufenden über meine Investitionsobjekte“, erklärte er. Sie schlug die Beine übereinander, und Tony konnte einem raschen Blick nicht widerstehen. Ihre Beine waren lang und wohlgeformt. „Ich interessiere mich für alles, was ich besitze. Was für eine dringende Arbeit müssen Sie so spät noch erledigen? Sie wissen doch, dass diese Abteilung ohnehin aufgelöst wird.“

„Dann sind die Gerüchte also wahr“, meinte sie, und ihr Ton wurde kühler. „Ich beabsichtige, ein paar Projekte zu beenden, für die wir bereits Verträge unterschrieben haben. Daran wird sich durch das neue Management nichts ändern. Ich will alles ordentlich abschließen, bevor Sie das Kommando übernehmen.“

„Sie sagen das, als wäre es das Ende.“

Sie zuckte mit den schmalen Schultern. „Es scheint für nicht wenige der Firmen, die Sie übernehmen, so zu sein. Ich habe meine Hausaufgaben gemacht, und Ihnen eilt ein Ruf voraus.“

„Erzählen Sie mir mehr über diesen Ruf“, forderte er sie amüsiert auf.

„Sie sind ehrgeizig und getrieben. Sie kaufen, was Sie bekommen können, behalten aber nur, was sich überdurchschnittlich gut rentiert. Der Rest …“ Sie zuckte wieder mit den Schultern.

Er versuchte, sich ein Grinsen zu verkneifen. „So habe ich mein Vorgehen nie betrachtet.“

„Ich mache gerade bestimmt keine Punkte bei meinem neuen Arbeitgeber, aber vermutlich spielt es ohnehin keine Rolle, was ich sage. Wahrscheinlich haben Sie längst entschieden, welche Richtung Sie einschlagen werden.“

„Wie würden Sie sich selbst beschreiben? Sie arbeiten bis spät in die Nacht. Sie sind Abteilungsleiterin. Ehrgeizig? Getrieben?“

Ein schwaches Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Touché.“

„Wir sind also beide Workaholics. Aber man bekommt auch etwas dafür. Was die Zukunft der Firma angeht, so werde ich nur ändern, was ich für nötig halte. Als Abteilungsleiterin werden Sie übernommen, falls Sie das beruhigt.“

„Das heißt, ich bleibe in der Firma, nur nicht notwendigerweise auf meiner gewohnten Position? Ich weiß, dass Veränderungen auf uns zukommen. Ich habe den Eindruck, Sie haben bereits Erkundigungen über mich eingeholt.“

„Dann wartet Ihre Familie geduldig zu Hause?“, fragte er, obwohl er das Fehlen eines Eherings längst bemerkt hatte. Ihre manikürten Nägel waren lang. Alles an ihr wirkte makellos und professionell. Ihm gegenüber blieb sie reserviert und machte keinen Hehl daraus, dass sie von seiner Firmenübernahme nichts hielt.

„Ich bin Single. Über Sie wird häufig genug in den Medien berichtet, deshalb weiß ich, dass das auch auf Sie zutrifft.“

„Das Single-Dasein begünstigt es, dass man ein Workaholic wird. Es gibt zu wenig Ablenkung.“

„Sie betrachten eine Familie also als Ablenkung.“ Ihr Ton hatte sich nicht geändert, und doch nahm ihre Missbilligung deutlich zu.

„In dieser Phase meines Lebens kann ich keine Familie gebrauchen, denn ich bin beruflich zu sehr eingespannt. Für Sie scheint das Gleiche zu gelten.“

Sie reagierte mit einem frostigen Lächeln.

Das Gespräch war zu einem lockeren Schlagabtausch geworden, doch das änderte nichts an der Anziehung zwischen ihnen, die Isabella Smith ebenfalls zu fühlen schien. Tony liebte Herausforderungen, und sie stellte definitiv eine dar.

„Arbeiten Sie oft so spät?“, erkundigte er sich. Er genoss es, sich mit ihr zu unterhalten. Sie war eine schöne Frau, obwohl sie ihr Kostüm wie eine Rüstung trug, die ihre Figur verbergen sollte. Nur selten blieb eine attraktive, alleinstehende Frau ihm gegenüber so kühl, schon gar nicht, wenn sie zudem seine Angestellte war. Er verspürte den Wunsch, diese verwirrende unsichtbare Mauer, die sie um sich herum errichtet hatte, zu überwinden. Hielt sie alle Männer auf Abstand? Oder nur ihn, weil er die Firma, in der sie arbeitete, gekauft hatte?

„Gelegentlich“, antwortete sie und neigte den Kopf. „Arbeiten Sie für gewöhnlich noch so spät?“

„Wenn es nötig ist. Ich kannte das Gebäude noch nicht, und dies ist eine gute Zeit, um sich alles in Ruhe anzusehen. Es überraschte mich, Sie hier bei der Arbeit vorzufinden.“

„Sie haben diese Firma unbesehen erworben?“

„Das Gebäude, die Büros und der Grundriss waren bei der Entscheidung nicht wichtig, sondern die Belegschaft, die einzelnen Abteilungen und das Marktsegment, in dem Morris Enterprises aktiv ist.“

„Trotzdem nehmen Sie Änderungen in der Belegschaft und den Abteilungen vor.“ Sie klang nach wie vor betont kühl, ließ sich ansonsten jedoch keine Gefühlsregung anmerken.

„Manches wird sich ändern. Ich habe gerade drei sehr erfolgreiche Hotelketten erworben, außerdem eine Restaurantkette und ein Speditionsunternehmen. Dadurch vergrößert sich mein Unternehmen. Wir schlucken zwar Morris Enterprises, aber ich glaube, wir können die Firma gleichzeitig vergrößern. Sie haben diese Abteilung entscheidend mit aufgebaut. Seit Sie an Bord gekommen sind, ist Morris gewachsen. Sie können einen beeindruckenden Werdegang vorweisen.“ Er erinnerte sich, dass man ihn über den Leistungsstand der Führungskräfte informiert hatte. Damals fand er, Isabelle Smith habe Potenzial, aber er würde sie in der Firmenhierarchie herunterstufen, weil...



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