E-Book, Deutsch, Band 0288, 384 Seiten
Reihe: Collection Baccara
Orwig / Hardy / Oliver Collection Baccara Band 288
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-86295-626-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Küss mich, geliebter Feind / ... und führe mich nicht in Versuchung / Heisse Nächte im Paradies /
E-Book, Deutsch, Band 0288, 384 Seiten
Reihe: Collection Baccara
ISBN: 978-3-86295-626-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
KÜSS MICH, GELIEBTER FEIND von ORWIG, SARA
Das sanfte Schaukeln der Jacht, prickelnder Champagner und ein Mann, der ihr Liebesschwüre ins Ohr flüstert - Abby ist glücklich in Nicks Armen. Dabei ist der Milliardär der Feind ihres Vaters, und sie sollte ihn eigentlich hassen. Doch seine Küsse schmecken so süß ...
... UND FÜHRE MICH NICHT IN VERSUCHUNG von HARDY, KATE
Seine Lippen berühren sie zärtlich und fordernd zugleich; das Funkeln in seinen Augen verspricht ungeahnte Leidenschaft - doch Isobel weiß, dass Alex nur aus reiner Berechnung so feurig mit ihr flirtet. Denn der reiche Archäologe sucht vieles, nur nicht die Liebe ...
HEISSE NÄCHTE IM PARADIES von OLIVER, ANNE
So kurz nach dem Tod ihrer Mutter will Annie sich an der australischen Goldküste amüsieren? Steve ist vollkommen fassungslos! Dennoch erklärt er sich bereit, Annie dorthin zu begleiten - ohne zu ahnen, dass ihre Reise einen besonderen Grund hat ...
Sara's lebenslange Leidenschaft des Lesens zeigt schon ihre Garage, die nicht mit Autos sondern mit Büchern gefüllt ist. Diese Leidenschaft ging über in die Liebe zum Schreiben und mit 75 veröffentlichten Büchern die in 23 Sprachen übersetzt wurden, einem Master in Englisch, einer Tätigkeit als Lehrerin, Mutter von drei Kindern und Großmutter von 5 Enkelkindern hat Sara den Balanceakt zwischen der Karriere als Autorin und der Familie mehr als hervorragend hinbekommen. Mit über zweihundert ausländischen Ausgaben ist sie in die Oklahoma Professional Writer's Hall of Fame aufgenommen worden. Sara hat den 'Oklahoma University Award' und zweimal den 'Oklahoma Novel of the year Award' erhalten und sie war in mehreren Bestsellerlisten. Ebenso ist sie Gewinnerin von sechs 'Romantic Times Awards'. Sara und ihr Mann reisen gern und sind begeisterte Gärtner, obwohl die Sommer in ihrem heimatlichen Oklahoma so heiß sind, dass viele Pflanzen ihn nicht überstehen.
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1. KAPITEL
Fassungslos blickte Isobel Alex an. Bestimmt hatte sie sich verhört. Für gewöhnlich bat Alex sie nur, auf ihrem Sofa übernachten zu dürfen. Und zwar dann, wenn er zwischen zwei Ausgrabungen zu einem kurzen Besuch in London war und sein eigenes Apartment vermietet hatte. Das war eigentlich immer der Fall. Aber diese Frage …
Sie schüttelte irritiert den Kopf. „Kannst du das bitte noch mal sagen?“
„Willst du mich heiraten?“, wiederholte Alex wie selbstverständlich.
Also doch, sie hatte richtig gehört. Sollte das ein Scherz sein?
Aber er sah sie sehr ernst und eindringlich an. Außerdem machte Alex niemals Scherze dieser Art.
Isobel krauste die Stirn. „Keine Ahnung, wovon du redest. Bist du im Moment mental nicht ganz auf der Höhe?“
Er lächelte gewinnend. „Ich bin im Vollbesitz meiner geistigen Fähigkeiten. Ich muss heiraten. Und ich halte dich für die perfekte Ehefrau.“
Nun, da irrte er sich gewaltig. Ihr Versuch mit Gary war auf geradezu spektakuläre Weise fehlgeschlagen. „Die Frauen stehen Schlange, um deine Bekanntschaft zu machen. Du kannst heiraten, wen du willst.“
Jetzt lachte er. „Das ist nicht wahr. Niemand steht Schlange. Dieses bösartige Gerücht hat Saskia in die Welt gesetzt.“
Saskia war seine kleine Schwester und seit Kindertagen eng mit Isobel befreundet. Aus eigener Erfahrung hegte sie begründete Zweifel, dass Saskias Kommentar tatsächlich nur ein Streich unter Geschwistern war. „Komm schon, Alex. Das ist eine Tatsache. Andere Männer träumen nur davon, so umschwärmt zu werden wie du.“
„Frauen wollen mich kennenlernen, weil sie verrückte Fantasien über den ‚Jäger‘ haben. Sie meinen nicht mich.“
„In ihren Augen bist du der ‚Jäger‘.“ Auch Isobel fiel es manchmal schwer, zwischen dem realen Mann und der Figur aus dem Fernsehen zu unterscheiden.
Alex Richardson hatte bereits in drei Staffeln einer populären Fernsehserie über Archäologie mitgewirkt. Die Serie basierte auf einer Artikelreihe, die er für eine führende Sonntagszeitung geschrieben hatte. Isobel versäumte keine einzige Folge. Sie fand, dass Alex auf dem Bildschirm genauso rüberkam, wie er im realen Leben war: klug, gebildet, draufgängerisch und mit unerhörtem Charme ausgestattet. Seitdem er zum Star geworden war, konnte er sich nicht mehr in der Öffentlichkeit zeigen, ohne dass ihm mindestens ein Dutzend Menschen folgte. Natürlich vor allem Frauen.
Der „Jäger“ war ein verwegener Forscher, der an geschichtlich bedeutenden Orten herumstöberte, aufregende Abenteuer bestand und kostbare Schätze eroberte.
„Du musst deine Freunde von der Zeitung nur wissen lassen, dass du Heiratspläne schmiedest. Innerhalb kürzester Zeit steht es in den Klatschspalten, und du kannst dich vor Angeboten nicht mehr retten“, sagte Isobel.
Alex schüttelte den Kopf. „Klatschreporter sind niemandes Freunde. Und keine der Frauen wäre wie du. Sensibel und bodenständig.“
Ihre Augen blitzten. „Du bist gerade dabei, dir dein eigenes Grab zu schaufeln, Alex.“
Er wollte sie nur deshalb heiraten, weil er sie für sensibel und bodenständig hielt? Nicht gerade der beste Grund, um ein solches Wagnis einzugehen. Allerdings hatte ihre Ehe mit Gary, die auf anfänglicher Verliebtheit basierte, die letzte große Krise auch nicht überstanden.
„Warum musst du denn eigentlich heiraten?“ Isobel sah Alex forschend an.
„Es gibt da einen Job, den ich unbedingt haben will.“
Sie schüttelte unwillig den Kopf. „Allmählich bekomme ich das Gefühl, im falschen Film zu sein. Je mehr Mühe ich mir gebe, dich zu verstehen, umso verrückter wird die ganze Sache. Warum musst du heiraten, um einen Job zu bekommen? Und wieso willst du überhaupt einen Job? Du schwimmst doch geradezu im Geld.“
Alex winkte ab. „Das hat nichts mit meiner finanziellen Situation zu tun.“
Was sollte das nun wieder heißen? Als er sich nicht bequemte, seine rätselhafte Äußerung näher zu erklären, seufzte sie gereizt auf.
„Also, womit dann?“, fragte sie aufmunternd.
„Das ist kompliziert.“
Sie lehnte sich im Sofa zurück und schloss für ein paar Sekunden die Augen. „Du machst es mir nicht gerade leicht, Alex. Würdest du mir das alles ein wenig näher erklären? Fangen wir noch mal von vorne an. Warum musst du heiraten?“
„Weil ich diesen Job haben will. Er ist perfekt, Bel. Wie für mich gemacht. Leitender Archäologischer Berater für eine Firma, die maßgeblich bei der Erschließung großer Baugrundstücke mitwirkt. Da wird zunächst einmal festgestellt, ob sich dort nicht archäologisch interessante Spuren finden lassen. Sollte das der Fall sein, kann das Bauvorhaben nicht gestartet werden, bevor Ausgrabungen vorgenommen und die Relikte gesichert wurden. Ich wäre Leiter eines Teams von Archäologen, das die Grundstücke untersucht und die Ausgrabungen überwacht.“
Isobel blickte ihn skeptisch an. „Das hört sich nach einem Bürojob an. Daraus wird nichts, Alex. Du schläfst doch schon nach einer halben Stunde am Schreibtisch vor Langeweile ein.“
„Viel Zeit am Schreibtisch werde ich nicht verbringen. Ich nehme aktiv an den ersten Untersuchungen teil und setze die Ausgrabungen in Gang. Außerdem gehört es zu meinen Aufgaben, mich mit den leitenden Ingenieuren abzustimmen. Und ich muss mit der Presse zusammenarbeiten, um eventuelle Funde an die Öffentlichkeit zu bringen.“
Das klang schon eher nach einer Arbeit, die Alex Spaß machen würde. Es war ganz nach seinem Geschmack, als Erster unerschlossenes Gelände zu erforschen und unter Zeitdruck zu arbeiten. Bei solchen Herausforderungen lief Alex für gewöhnlich zur Höchstform auf.
„Aber ich verstehe immer noch nicht, warum du einen festen Job haben willst. Hast du denn vor, die Arbeit beim Fernsehen aufzugeben?“
„Nein, natürlich nicht. Aber damit bin ich doch höchstens ein paar Wochen im Jahr beschäftigt.“
Jetzt wurde Isobel die Sache langsam klar. Alex war ein Workaholic. Für gewöhnlich bewältigte er an zwei Tagen ein Arbeitspensum, für das andere eine ganze Woche brauchten. Er liebte es, ständig an seine Grenzen zu gehen.
„Mit anderen Worten, der Fernsehjob reicht nicht aus, um dich vor tödlicher Langeweile zu bewahren.“
Er lachte. „So ist es. Natürlich könnten wir mehr oder längere Folgen drehen. Ich habe mit meinem Agenten gesprochen. Wir sind uns einig, es besser bei den jetzigen Sendeformaten zu belassen. Auf diese Weise bleiben die Leute neugierig und wollen mehr. Ich finde die Vorstellung grässlich, dass jemand den Fernseher einschaltet, mich sieht, denkt, ‚Oh nein, nicht der schon wieder‘, und umschaltet. Also muss ich mir etwas anderes suchen, um mich zu beschäftigen.“
„Und wenn du einfach mehr Zeitungsartikel schreibst?“, schlug sie vor.
„Wie du schon sagtest, sind Schreibtischjobs nicht mein Ding. Das würde mich auf die Dauer in den Wahnsinn treiben. Ich brauche jede Menge Abwechslung.“
„Du könntest unterrichten. Gib Seminare an der Uni, da hast du viele Studenten und unterschiedliche Themen. Das bedeutet auch Abwechslung.“
„Ich hatte einige Angebote“, winkte er ab. „Ehrlich gesagt, ich habe überhaupt keine Lust zu unterrichten.“
Isobel seufzte. „Mit dir hat man es nicht gerade leicht. Ich verstehe immer noch nicht so recht, was dir an deinem derzeitigen Leben nicht gefällt.“
„Eigentlich ist damit alles in Ordnung. Ich bin ganz zufrieden. Aber ich bin fünfunddreißig, Bel. Ich muss auch an die Zukunft denken. In zehn oder zwanzig Jahren möchte ich bestimmt nicht mehr bei Wind und Wetter auf den Knien im Dreck herumrutschen und Ausgrabungen machen. Jetzt ist der Zeitpunkt, um für später die richtigen Weichen zu stellen.
Im Moment stehen mir noch alle Möglichkeiten offen.“
Damit hatte er zweifellos recht. Isobel war davon überzeugt, dass es bei einer starken Persönlichkeit wie seiner auch so blieb. Alex gehörte nicht zu den Menschen, die sich vor dem Alter fürchten mussten. Sie argwöhnte, dass er ihr etwas verschwieg. Allerdings hatte sie keine Ahnung, wie sie hinter seine wahren Beweggründe kommen sollte. Hatte das alles vielleicht mit einer gescheiterten Beziehung zu tun? Eher unwahrscheinlich, denn Alex ging niemals enge Bindungen ein. In all den Jahren, die sie ihn nun schon kannte, hatte es keine Frau gegeben, mit der er länger als ein paar Monate zusammen gewesen wäre.
Wahrscheinlich stellte sie einfach nicht die richtigen Fragen.
„Ich verstehe immer noch nicht, wie du auf diese verrückte Idee mit der Heirat kommst.“
„Ganz einfach. Der Job soll nur an einen verheirateten Mann vergeben werden.“
Sie schnaubte entrüstet. „Was für eine absurde Forderung! Das ist diskriminierend. Und gesetzwidrig.“
„Natürlich würde die Firma das niemals offen zugeben. Aber die letzten beiden Archäologen, die für den Job engagiert wurden, haben nach ein paar Wochen das Handtuch geschmissen, als sie ein verlockendes Angebot für Ausgrabungen im Ausland bekamen. Jetzt will die Firma einen Mann, der gebunden ist und nicht einfach verschwindet. Außerdem weißt du so gut wie ich, dass ein verheirateter Mann verlässlicher wirkt, weil er bereits eine Verpflichtung eingegangen ist. Er steht zu einer Sache und ist treu.“
Isobel schüttelte ärgerlich den Kopf. „Eine Ehe ist keine Garantie...




