E-Book, Deutsch, Band 2027, 144 Seiten
Reihe: Baccara
Orwig Unwiderstehlich und verboten
1. Auflage 2018
ISBN: 978-3-7337-2071-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 2027, 144 Seiten
Reihe: Baccara
ISBN: 978-3-7337-2071-1
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Es ist Verlangen auf den ersten Blick. Dabei weiß die hübsche Innenarchitektin Sierra, dass sie und Blake Callahan komplett unterschiedlich denken: Sie glaubt unerschütterlich an das Gute im Menschen. Der milliardenschwere Mogul dagegen wird von knallhartem Kalkül geleitet. Als Sierra in einer heißen Nacht trotzdem schwach wird, schwört sie sich: Sobald sie den neuen Anbau seiner Luxus-Ranch fertig eingerichtet hat, wird sie abreisen. Aber sie hat nicht mit den süßen Folgen gerechnet, die sie beide für immer verbinden ...
Sara's lebenslange Leidenschaft des Lesens zeigt schon ihre Garage, die nicht mit Autos sondern mit Büchern gefüllt ist. Diese Leidenschaft ging über in die Liebe zum Schreiben und mit 75 veröffentlichten Büchern die in 23 Sprachen übersetzt wurden, einem Master in Englisch, einer Tätigkeit als Lehrerin, Mutter von drei Kindern und Großmutter von 5 Enkelkindern hat Sara den Balanceakt zwischen der Karriere als Autorin und der Familie mehr als hervorragend hinbekommen. Mit über zweihundert ausländischen Ausgaben ist sie in die Oklahoma Professional Writer's Hall of Fame aufgenommen worden. Sara hat den 'Oklahoma University Award' und zweimal den 'Oklahoma Novel of the year Award' erhalten und sie war in mehreren Bestsellerlisten. Ebenso ist sie Gewinnerin von sechs 'Romantic Times Awards'. Sara und ihr Mann reisen gern und sind begeisterte Gärtner, obwohl die Sommer in ihrem heimatlichen Oklahoma so heiß sind, dass viele Pflanzen ihn nicht überstehen.
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1. KAPITEL
Sierra Benson war nervös. In Kürze würde Blake Callahan in ihrem Büro eintreffen.
Vor rund zwei Jahren hatte sie als Innenarchitektin in seinem Auftrag gearbeitet, ohne ihn jedoch persönlich kennenzulernen. Immerhin hatte sie anschließend ein Dankschreiben von ihm bekommen. Seitdem hatte sie den Beruf gewechselt und war inzwischen die Leiterin der Wohltätigkeitsorganisation Brigmore Charities in Kansas City.
Sie wusste nicht, warum er um diese Zusammenkunft gebeten hatte. Natürlich hoffte sie, dass er eine größere Summe spenden wollte. Sie hatte einiges über ihn gelesen. Er war vierunddreißig Jahre alt, also sechs Jahre älter als sie, ein Multi –$3millionär aus Texas, Rancher, Immobilieninvestor und Besitzer einer Hotelkette. Er verfügte jedenfalls über die Mittel, um ihre Wohltätigkeitsorganisation zu unterstützen.
Ihre Sekretärin Nan Waverley öffnete die Tür einen Spaltbreit. „Dein Besuch ist da, Sierra.“
„Sehr gut. Danke, Nan. Ich bin bereit für ihn.“
Blake Callahan trat ein – und einen Augenblick lang verschlug es Sierra den Atem.
Sie hatte in der Zeitung und im Internet Fotos von ihm gesehen. Aber jetzt, in natura, wirkte er doch ganz anders. Überlebensgroß, überwältigend. Seine Ausstrahlung, seine Energie waren fast mit Händen greifbar. Das hätte ein Foto nie wiedergeben können.
Sierra sah ein Blitzen in seinen Augen und meinte zu erkennen, dass auch sie Eindruck auf ihn machte. Konnte das sein?
Sie riss sich zusammen und beendete den Augenkontakt. Schnell erhob sie sich von ihrem Schreibtisch, ging auf ihn zu und streckte zur Begrüßung die Hand aus.
„Schön, dass Sie gekommen sind, Mr. Callahan. Ich bin –$3Sierra Benson. Ich freue mich, Sie endlich persönlich kennenzulernen.“
Es sollte ein ganz normaler Begrüßungshandschlag sein – doch in dieser eigentlich unverfänglichen Berührung steckte die reine Magie. Wie vom Donner gerührt stand Sierra da. Und es entging ihr nicht, dass Blake Callahan ebenso verzaubert schien.
Eine Ewigkeit schien zu vergehen, bis sie schließlich ihre Hand von seiner löste.
„Sagen Sie doch einfach Blake zu mir“, schlug er freundlich lächelnd vor. „Und ich hoffe, ich darf dann Sierra sagen.“
„Aber ja, gerne. Bitte setzen Sie sich doch. Leider haben wir uns ja damals nicht kennengelernt, als ich mich um die Inneneinrichtung Ihres Hotels gekümmert habe. Zur feierlichen Eröffnung konnte ich wegen einer Familienangelegenheit leider nicht kommen. Aber das Projekt hat mir viel Spaß gemacht.“
Blake wirkte in seinem teuren Anzug wie einem Katalog entsprungen. Er sah einfach perfekt aus. Doch im Gegensatz zu einem Männermodel strahlte er Körperlichkeit aus; er schien harte Arbeit gewohnt zu sein, seine Muskeln stammten nicht aus dem Fitnessstudio. Seine Bewegungen verrieten Gewandtheit und Eleganz.
Fast schämte sie sich ein wenig für ihr Büro. Er war so schick, so gut gekleidet – und hier war alles alt, abgenutzt, heruntergekommen. Die Schreibtischoberfläche wies unzählige Kratzer auf, die Stühle quietschten.
„Sie haben in dem Hotel wirklich Wunder gewirkt“, lobte Blake. „Ich würde sagen, Sie waren die beste Innenarchitektin, die wir je beschäftigt haben.“
„Oh, vielen Dank“, sagte sie leise und schlug verlegen die Augen nieder. Bestimmt wurde sie jetzt rot.
„Deshalb war ich sehr überrascht, dass Sie Ihren Beruf an den Nagel gehängt haben. In der Innenarchitektur schienen Sie Ihre Bestimmung gefunden zu haben.“
„Danke, das haben Sie wirklich schön gesagt. Aber meine größte Leidenschaft – meine Bestimmung, wenn Sie so wollen – ist es, anderen Menschen zu helfen. So sehe ich das –$3jedenfalls. Deshalb bin ich liebend gerne Geschäftsführerin bei Brigmore Charities geworden. Die Organisation hat schon so vielen Menschen geholfen. Ich erzähle Ihnen gern mehr darüber – ich nehme an, dass Sie deswegen hier sind?“
Schweigend schüttelte er den Kopf.
Enttäuscht sah sie ihn an. „Nein? Das ist wirklich zu schade. Wir hatten gehofft, dass Sie uns mit einer Spende unterstützen möchten. Warum sind Sie dann hier, Mr. Callahan?“
„Blake“, korrigierte er sie. „Wir waren doch schon beim Vornamen, Sierra.“ Er lächelte so charmant, dass sie fast ihre Enttäuschung vergaß.
Er räusperte sich. „Ich will mein Ranchhaus in Texas um einen Anbau erweitern. Und weil ich von Ihrer Arbeit für mein Hotel so begeistert war, wollte ich Sie als Innenarchitektin engagieren.“
„Ihr Angebot ist wirklich sehr schmeichelhaft, Blake, aber ich muss leider ablehnen. Mit meinem Job als Geschäftsführerin bin ich voll ausgelastet. Tut mir leid, dass Sie sich umsonst hierherbemüht haben. Natürlich könnte ich Ihnen noch etwas über unsere Organisation erzählen, die mit den Spendengeldern, die wir erhalten, wirklich viel Gutes tut …“
„Ich muss gestehen, ich bin ein wenig enttäuscht“, sagte er und musterte sie eindringlich. Sein Blick machte sie nervös. „Ich würde Sie wirklich sehr, sehr gerne als Innenarchitektin engagieren. Aber vielleicht können wir ja Ihre und meine Interessen verbinden. Sie helfen mir beim Anbau der Ranch, und ich unterstütze Ihre Wohltätigkeitsarbeit.“
Er klang freundlich, geradezu harmlos – aber die Botschaft war klar. Er würde nur etwas spenden, wenn sie sich seinem Willen beugte.
„Wie gesagt, Ihr Angebot schmeichelt mir, aber ich kann meine Arbeit hier nicht im Stich lassen. Dafür bedeutet sie mir zu viel. Schon mein Großvater hat die Arbeit für Brigmore Charities geliebt, und ich habe ihm vor seinem Tod versprochen, dass ich sein Werk fortführen werde.“
„Dieser Job als Innenarchitektin wäre zeitlich begrenzt. Und ich würde Sie wirklich sehr, sehr gut bezahlen.“
Sie lächelte. Offenbar war dieser Mann es nicht gewohnt, eine Absage zu erhalten.
„Meine Interessen liegen jetzt bei der Wohltätigkeitsarbeit“, betonte sie. „Es gibt viele gute Innenarchitekten. Ich bin mir sicher, dass Sie jemanden finden werden, der Ihren Vorstellungen entspricht.“ Das war deutlich. Jetzt musste er es doch wohl kapiert haben!
Einen Augenblick lang saß er schweigend da. Dann griff er in seine Jackentasche, zog sein Scheckbuch hervor und begann zu schreiben. Aha, dachte sie. Jetzt will er mich mit einem –$3hohen Honorar beeindrucken. Offensichtlich bekam er sonst immer, was er wollte. Aber er würde sich wundern. Sie war nicht käuflich.
Sie beobachtete, wie er noch einen zweiten Scheck ausstellte.
Er legte beide auf ihren Schreibtisch. „Der eine Scheck ist für Ihre Arbeit als Innenarchitektin. Sie müssten für die Zeit Ihrer Tätigkeit auf meiner Ranch wohnen, aber es dürfte nicht länger als ein paar Wochen dauern. Der andere Scheck ist eine Spende für Ihre Organisation. Wenn alles zu meiner Zufriedenheit erledigt wird, spende ich noch einmal den gleichen Betrag, und zwar drei Mal im Abstand von jeweils einem Jahr.“
Auf jedem der beiden Schecks war eine halbe Million Dollar eingetragen. Einen Augenblick lang war sie sprachlos. So viel Geld! Sollte das ein Scherz sein?
„Warum sollten Sie mir eine so unvernünftig hohe Summe anbieten? Es gibt genug hervorragende Innenarchitekten auf dem Markt.“
„Deren Arbeit kenne ich nicht. Ihre schon, wegen des –$3Hotels, das Sie für mich ausgestattet haben. Außerdem – jetzt, da wir uns endlich persönlich getroffen haben, würde ich Sie gerne näher kennenlernen.“
Zwischen ihnen beiden knisterte es, das konnte sie nicht leugnen. Trotzdem, sein Wunsch, sie näher kennenzulernen, schreckte sie eher ab. Sie war ein gebranntes Kind: In ihrem letzten Job als Angestellte hatte ihr Chef mit allen Mitteln versucht, sie ins Bett zu kriegen.
Andererseits: Sie konnte Blake Callahan nicht einfach böse Absichten unterstellen, sie kannte ihn schließlich nicht. Und die in Aussicht gestellte Spende war wirklich verlockend. Wie viel Gutes man mit einer halben Million Dollar tun konnte! Und er hatte sogar gesagt, er würde noch mehr spenden. Auf dem üblichen Wege, über Fünf- oder Zehn-Dollar-Spenden, dauerte es etliche Jahre, solche Summen zusammenzubekommen.
„Das … das würden Sie wirklich tun?“, fragte sie leise. „Nur damit ich Ihren neuen Ranch-Anbau einrichte?“
Er nickte. „So ist es. Und wie gesagt, wenn alles zu meiner Zufriedenheit erledigt wird, spende ich noch mehr.“
Sie musste das Angebot annehmen, das war sie Brigmore Charities einfach schuldig, schließlich waren sie ein gemeinnütziges Unternehmen. Sie würden so vielen Menschen helfen können! So unauffällig wie möglich musterte sie ihr Gegenüber. Was sie über Blake Callahan wusste, hatte sie aus den Medien. Er tauchte häufiger bei Partys und Events auf, und dabei war er fast immer in Begleitung irgendeiner wunderschönen Frau.
„Sie leben und arbeiten meistens in Dallas, nicht wahr?“, fragte sie.
„Ich versuche, jeden Monat möglichst eine Woche in Dallas zu verbringen“, antwortete er, „sofern nicht etwas besonders Wichtiges dazwischenkommt. Ich halte mich nun mal am liebsten auf der Ranch auf.“
Wenn sie den Job annahm, würde sie vermutlich häufig mit ihm zu tun haben. Aber sie würde schon darauf achten, dass der Kontakt geschäftsmäßig blieb. Außerdem ging es ihm bestimmt nur um ihre Leistung als Innenarchitektin. Sicher konnte er die schönsten, glamourösesten Frauen haben – was würde er mit ihr...




