Oswald / Ackermann | Kognitive Aktivierung mit SimA-P | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 415 Seiten

Reihe: Medicine (German Language)

Oswald / Ackermann Kognitive Aktivierung mit SimA-P

Selbständig im Alter
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-211-79904-8
Verlag: Springer Vienna
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

Selbständig im Alter

E-Book, Deutsch, 415 Seiten

Reihe: Medicine (German Language)

ISBN: 978-3-211-79904-8
Verlag: Springer Vienna
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Mit Gedächtnistraining können Bewohner von Altenpflegeeinrichtungen ihre kognitiven Leistungen erhalten und fördern. Dieser praxiserprobte Leitfaden für Übungen zur kognitiven Aktivierung stellt neben einem kurzen einführenden Teil insgesamt 24 Stundeneinheiten vor. Konkrete Ablaufpläne und Arbeitsmaterialien für die Gruppenarbeit erleichtern die Umsetzung. Der Leitfaden richtet sich an alle, die beruflich oder ehrenamtlich im Bereich der Alltagshilfe tätig sind. Die mitgelieferte CD-ROM enthält Kopiervorlagen.

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Weitere Infos & Material


1;Vorwort;5
2;Inhaltsverzeichnis;6
3;Abkürzungsverzeichnis;7
4;Einführung;8
5;I Theoretische Grundlagen;12
5.1;1.1 Ziele der kognitiven Aktivierung;13
5.2;1.2 Gedächtnis ist nichts Einheitliches;14
5.3;1.3 Physiologische und pathologische Veränderungen im Alter;18
5.4;1.4 Demenzielle Verläufe;21
5.5;1.5 Konsequenzen für die Kognitive Aktivierung;22
5.6;1.6 Ergebnisse der SimA®-P-Studie;24
6;II Hinweise zur Durchführung;28
6.1;2.1 Allgemeine Erklärungen zum Aufbau;29
6.2;2.2 Aufbau und Ablauf der Therapieeinheiten;30
6.3;2.3 Organisatorische Hinweise;31
6.4;2.4 Besondere Aufgaben des Gruppenleiters;32
6.5;2.5 Tipps aus der Praxis für die Praxis;33
7;III Darstellung der Therapieeinheiten;35
7.1;Therapieeinheit 1;36
7.2;Therapieeinheit 2;52
7.3;Therapieeinheit 3;69
7.4;Therapieeinheit 4;87
7.5;Therapieeinheit 5;104
7.6;Therapieeinheit 6;119
7.7;Therapieeinheit 7;142
7.8;Therapieeinheit 8;161
7.9;Therapieeinheit 9;178
7.10;Therapieeinheit 10;192
7.11;Therapieeinheit 11;212
7.12;Therapieeinheit 12;228
7.13;Therapieeinheit 13;241
7.14;Therapieeinheit 14;255
7.15;Therapieeinheit 15;270
7.16;Therapieeinheit 16;283
7.17;Therapieeinheit 17;297
7.18;Therapieeinheit 18;314
7.19;Therapieeinheit 19;323
7.20;Therapieeinheit 20;335
7.21;Therapieeinheit 21;348
7.22;Therapieeinheit 22;363
7.23;Therapieeinheit 23;378
7.24;Therapieeinheit 24;391
8;Literaturempfehlungen für weitere Übungen;408
9;SimA®-Akademie e.V.;409
10;Literatur;410
11;Übungsverzeichnis;414


I Theoretische Grundlagen (S. 5-7)

1.1 Ziele der kognitiven Aktivierung

Der Alterungsprozess ist u. a. durch Veränderungen in der geistigen Leistungsfähigkeit eines Menschen gekennzeichnet. Zu diesen so genannten „kognitiven“ Funktionen, die von einem altersabhängigen Abbau betroffen sind, gehören u. a. Aufmerksamkeit und Konzentration, die Geschwindigkeit, mit der das Gehirn Informationen aufnimmt und verarbeitet, sowie einige spezifische Gedächtnisleistungen im engeren Sinne. Entgegen weit verbreiteter Annahmen kommt es jedoch nicht zu einem generellen Abbau von Hirnfunktionen, da andere Hirnleistungsbereiche auch im Alter weitgehend erhalten bleiben (vgl. Kap. 1.2.).

Kognitive Leistungen als Voraussetzung für Selbständigkeit

Auch wenn nicht alle Hirnfunktionen altersbedingten Veränderungen unterliegen, haben die oben genannten Leistungsverluste jedoch erhebliche Auswirkungen auf die Selbständigkeit und das selbstbestimmte Leben eines Menschen. So setzt die für die Alltagsbewältigung grundlegende zeitliche, örtliche und personelle Orientierung intakte Gedächtnisleistungen voraus (Lehr 2003).

Den Alltag planen und organisieren, Termine einhalten, Überweisungen tätigen, einkaufen und mit Geld umgehen, öffentliche Verkehrsmittel nutzen, den Tag zeitlich strukturieren ist nur mit Einschränkungen oder überhaupt nicht möglich, wenn die genannten kognitiven Leistungen deutlich eingeschränkt sind. Nicht zuletzt leidet auch die Lebensqualität eines Menschen, wenn er Einbußen seiner kognitiven Leistungsfähigkeit erlebt. Die Identität eines Menschen, sein Selbsterleben, ist stark davon abhängig, dass er die wesentlichen Informationen zu seiner eigenen Person aus dem Langzeitgedächtnis abrufen kann.

Bewohner von Alten- und Pflegeheimen weisen meist ausgeprägtere kognitive Einbußen auf als selbständig im eigenen Haushalt lebende alte Menschen. Ein besonderes Problem stellt dabei die Multimorbidität dar, welche sich darin äußert, dass mit zunehmendem Alter gleichzeitig nebeneinander mehrere, meist chronische Erkrankungen und funktionelle Beeinträchtigungen bestehen können. Nachlassende kognitive Leistungen verstärken dabei deren Auswirkungen auf die Selbständigkeit. So haben Demenzpatienten beispielsweise ein dreifach erhöhtes Sturzrisiko (Buchner and Larson 1987).

Erhaltung und Förderung kognitiver Fähigkeiten durch Aktivierung

Die Erhaltung und Förderung kognitiver Fähigkeiten, insbesondere von Gedächtnisleistungen, ist das Ziel des vorliegenden kognitiven Aktivierungsprogramms. Seine Inhalte sind theoriengeleitet an wissenschaftlichen Vorstellungen über allgemeine kognitive Leistungen und spezifische Gedächtnisfunktionen orientiert. Das Programm soll gezielt zur Unterstützung von Heimbewohnern beitragen, um die praktische Bewältigung der Aufgaben des täglichen Lebens zu erleichtern. Einen grundlegenden Pfeiler stellen Übungen spezifischer kognitiver Grundfunktionen wie Konzentration und Aufmerksamkeit sowie der Informationsverarbei tungsgeschwindigkeit dar. Eine zweite Säule der Therapie wird durch Übungen zur Verbesserung der Speicherung in das Langzeitgedächtnis sowie durch Abruf von Inhalten aus demselben gebildet. Seine Inhalte sind eng an die Anforderungen des Alltags von Bewohnern der stationären Altenhilfe angelehnt.

Wissenschaftliche Untersuchungen (vgl. z.B. Oswald et al. 2002) bei gesunden älteren Menschen konnten zeigen, dass die kognitive Leistungsfähigkeit und damit gleichsam auch die Selbständigkeit im Alter durch regelmäßige kognitive Aktivierung über mehrere Jahre hinweg auf einem höheren Niveau gehalten werden kann. Bei Personen der gleichen Altersgruppe, die nicht regelmäßig geübt hatten, kam es zu einem früheren Eintritt von Pflegebedürftigkeit und Demenz. Der größte Effekt war dort zu beobachten, wo spezifische kognitive Übungen mit ebenfalls spezifischen psychomotorischen Übungen kombiniert wurden.

1.2 Gedächtnis ist nichts Einheitliches

Noch vor wenigen Jahrzehnten ging man von der irrigen Meinung aus, dass der Mensch über „ein Gedächtnis“ verfügt und dieses spätestens ab dem 50. Lebensjahr nachlässt, d.h. altert. Diese Annahme gilt es zunächst grundlegend zu revidieren.



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