Otto | Der Wille zum Subjekt | Buch | 978-3-8376-2639-1 | www.sack.de

Buch, Deutsch, 372 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 576 g

Otto

Der Wille zum Subjekt

Zur Genealogie politischer Inklusion in Frankreich (16.-20. Jahrhundert)
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-8376-2639-1
Verlag: transcript

Zur Genealogie politischer Inklusion in Frankreich (16.-20. Jahrhundert)

Buch, Deutsch, 372 Seiten, Kartoniert, Format (B × H): 148 mm x 225 mm, Gewicht: 576 g

ISBN: 978-3-8376-2639-1
Verlag: transcript


. mit Marcus Otto

1. 'Bücher, die die Welt nicht braucht.' Warum trifft das auf Ihr Buch nicht zu?

Weil es eine durchaus ›unzeitgemäße Betrachtung‹ und Problematisierung des allgegenwärtigen politischen, gesellschaftlichen und historischen Bestrebens ist, immer wieder neue Akteure und Formen von ›agency‹ zu beschwören, um damit ‹kritische‹ Interpretationen zu generieren. So zeigt es, inwiefern der entsprechende permanente Imperativ der Erweiterung des Blicks auf bisher ›vernachlässigte‹ Akteure oder ›agency‹ letztlich immer wieder auf die hypostasierte Figur des (politischen) Subjekts zurückführt.

2. Welche neuen Perspektiven eröffnet Ihr Buch?

Es demonstriert, wie der Bruch zwischen der stratifizierten und der funktional differenzierten Gesellschaft in der Figur des Subjekts zugleich ermöglicht, rationalisiert, mit Ressentiment aufgeladen und politisch artikuliert worden ist. Damit zeigt es genealogisch auch die konstitutive Bedeutung von Selbstbeschreibungen für gesellschaftliche Systemdifferenzierungen sowie die moderne Koinzidenz zwischen der politischen Hypostasierung des Subjekts und seiner epistemologischen Dekonstruktion auf.

3. Welche Bedeutung kommt dem Thema in den aktuellen Forschungsdebatten zu?

Bezogen auf die Debatten um eine Erweiterung des Sozialen und vor allem im Hinblick auf die viel diskutierte Ausweitung gesellschaftlicher oder historischer Beschreibungen auf Formen nicht-menschlicher agency (Latour), legt die Argumentation des Buches eine eigentümliche Wendung nahe, die darauf abhebt, nicht nur das (menschliche) Subjekt als vermeintlich privilegierten Handlungsträger, sondern damit überhaupt alle solche Prämissen, Residuen und Derivate von agency radikal zu problematisieren.

4. Mit wem würden Sie Ihr Buch am liebsten diskutieren?

Vielleicht mit Bruno Latour, weil er es wohl auf andere Weise, ähnlich, völlig anders oder gar nicht so sehen würde.

5. Ihr Buch in einem Satz:

Der Wille zum Subjekt ist, frei nach Nietzsche, ein Übermaß an politischer Verbindlichkeit.

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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Otto, Marcus
Marcus Otto (Dr. phil.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für Bildungsmedien – Georg-Eckert-Institut. Seine Forschungsschwerpunkte sind die moderne Geschichte Frankreichs, Schulbuchforschung sowie poststrukturalistische und postkoloniale Theoriebildung.

Marcus Otto (Dr. phil.), geb. 1973, arbeitet am Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) in Braunschweig. Seine Forschungsschwerpunkte sind die moderne Geschichte Frankreichs, die Genealogie des modernen Subjekts, Inklusion und Exklusion sowie postkoloniale, poststrukturalistische und soziologische Theorie. Er ist Mitherausgeber der online-Zeitschrift 'Body Politics - Zeitschrift für Körpergeschichte'.



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