Paige / Ridgway / Leigh | Bianca Exklusiv Band 193 | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, Band 193, 384 Seiten

Reihe: Bianca Exklusiv

Paige / Ridgway / Leigh Bianca Exklusiv Band 193


1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-600-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 193, 384 Seiten

Reihe: Bianca Exklusiv

ISBN: 978-3-86295-600-5
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



SCHLÄGT MEIN HERZ FÜR DEN FALSCHEN? von LEIGH, ALLISON
Ich darf mich nicht in ihn verlieben! Nachdem der gutaussehende Fremde eine Autopanne mit seinem wertvollen Oldtimer hatte und in ihrem Gasthaus wohnt, kann Hadley nur noch an ihn denken. Aber das darf nicht sein - denn bald wird sie einen anderen heiraten ...
ICH WILL LEBEN - ICH WILL LIEBEN von RIDGWAY, CHRISTIE
Nachdem sie einen Banküberfall überlebt hat, weiß die zarte Annie eines: Man sollte das Leben und die Liebe in vollen Zügen genießen. Deshalb beginnt sie auch unverhohlen, mit ihrer Jugendliebe Griffin Chase zu flirten - auch wenn der wohlhabende Anwalt überhaupt nicht der Richtige für sie zu sein scheint.
VON LIEBE SPRACH SIE NIE von PAIGE, LAURIE
Isa ist so schön wie rätselhaft - und für den reichen Harrison Stone ungeheuer anziehend! Inständig bittet er sie, seine Frau zu werden. Und tappt damit in eine bittersüße Falle, die Isa ihm stellt. Ihre Rache für seine früheren Sünden will sie voll und ganz auskosten ...



Laurie Paige lebte mit ihrer Familie auf einer Farm in Kentucky. Kurz bevor sie ihren Schulabschluss machte, zogen sie in die Stadt. Es brach ihr das Herz ihre vierbeinigen Freunde auf der Farm zurück lassen zu müssen. Sie tröstete sich in der örtlichen Bibliothek und verbrachte von nun an ihre Zeit mit Lesen. Eine andere Leidenschaft wurden Museen, die sie ihr Leben lang begleitete. Sie traf ihren zukünftigen Ehemann in einem Laden für Süßigkeiten, der tatsächlich 'Sweet Shop' hieß. Sie war 16, er 20. Nachdem Laurie die High School beendet hatte, heirateten beide und zogen nach Florida. Dort arbeitete sie, schloss das College ab, lernte im warmen Wasser am Cocoa - Beach surfen, bekam eine Tochter und adoptierte einen Hund und zwei Katzen. Nachdem sie ihren Abschluss in Mathematik gemacht hatte, ihre Tochter war in der sechsten Klasse, wurde sie Informatikerin. Sie erhielt von der NASA einen Award für ihre Arbeit bei der Apollo Soyez Mission und entwickelte ein automatisches Fehler-Such-System für den Space Shuttle. Die Familie zog nach Kalifornien, wo sie immer noch leben. Reisen und dadurch Landkarten und andere Kulturen zu studieren hat ihr immer Inspiration für ihre Romane gegeben. Sie mag verlassene Städte, versteckte Täler zwischen imposanten Bergen und ungewöhnliche Städtenamen wie 'Dead Horse Creek' (Bucht der toten Pferde) oder 'Dead Man's Bluff' (Klippe des toten Mannes). Meistens interessiert sie die Geschichte, die dahinter steht noch mehr, als der Name. Menschen, deren Ehe oder Partnerschaft im Moment am Ende zu sein scheint, möchte sie mit auf den Weg geben: 'All die Gründe, warum Sie sich verliebt haben, sind immer noch da. Vielleicht nur versteckt unter Sorgen, Alltag und Pflichten. Finden Sie sie wieder und machen Sie sie sich bewusst. Ganz sicher, das Beste kommt noch!' Sie mag es von ihren Lesern zu hören und Sie können ihr an ihre E-Mail-Adresse schreiben: LauriePaige@AOL.com.
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2. KAPITEL

Es geschah nicht oft, dass Dane Rutherford nicht bekam, was er wollte. Doch momentan versagte er in dieser Hinsicht gleich dreifach. Wider Willen saß er wohl für eine ganze Weile in diesem Kuhdorf fest. Es sollte ihm nicht vergönnt sein, den einzigartigen Shelby zu seinem Freund Wood zu fahren. Und die Frau mochte zwar das hübscheste Wesen sein, das ihm seit langem über den Weg gelaufen war, aber sie schien schon vor Schreck aus der Haut zu fahren, wenn auch nur ein Hase sie anschaute.

Und Dane Rutherford war kein Hasenfuß. Er guckte nicht nur gern, er packte auch gern zu. Aber ihm sollte wohl keines von beiden vergönnt sein.

„Wenn Sie den Wagen beschlagnahmen wollen, kann ich Sie kaum davon abhalten“, sagte er zum Sheriff. Noch nicht. „Aber vermutlich sehen Sie ein, dass es im Interesse Ihrer Schwester liegt, wenn jeder für seinen eigenen Schaden aufkommt.“ Er zog seine Scheinklemme heraus und hörte Hadley nach Luft schnappen.

Die Miene des Sheriffs änderte sich kaum, obwohl er den Blick auf das Geld in Danes Hand heftete. „Hadley? Läuft dein Auto noch?“

Sie ließ den Blick im Dreieck wandern, von den Scheinen zum Gesicht des Sheriffs und zu Dane. „Das weiß ich nicht.“

„Versuch es. Wenn ja, dann fahr in die Stadt. Wir treffen uns in meinem Büro.“

Sie presste die Lippen zusammen. Obwohl ihre Nase rot vor Kälte war, verdiente ihr Gesicht die ausgiebige Aufmerksamkeit eines Mannes. „Shane, komm schon, du willst doch nicht wirklich …“

„Fahr.“

Zerknirscht blickte sie zu Dane. Durchaus angebracht angesichts ihrer scheußlichen Fahrweise, fand er.

„Hadley.“ Die Stimme des Sheriffs klang ungehalten.

Sie atmete tief aus, machte auf dem Absatz kehrt und stapfte über die Straße zu ihrem klapprigen Truck. Ihre schlanken Hüften schwangen unter der lächerlich kurzen, dünnen Jacke. Sie kletterte in die Fahrerkabine und fuhr einige Male vor und zurück, um das Auto von dem Vorfahrtweiser zu trennen, und tuckerte in einer Abgaswolke die Straße entlang.

„Nun?“, eröffnete der Sheriff. „Wollen Sie die Bestechung vollenden, oder wollen Sie mir erzählen, was hier wirklich vorgeht?“

Der Abschleppwagen mit dem zerknitterten Cabrio stand im Hof der Werkstatt, als Hadley von ihrem Pick-up zum Büro ihres Bruders ging. Manche mochten es für seltsam halten, dass Stu Golightly ein Rancher war und dazu die einzige Autoreparaturwerkstatt der Stadt betrieb, aber sie persönlich hielt es für äußerst praktisch.

Es war bereits Feierabend, aber Riva saß immer noch hinter dem Ladentisch und lackierte sich gerade die Fingernägel in einem scheußlichen Blau. Sie blickte erst auf, als Hadley ihren Autoschlüssel auf den Tresen warf.

Riva ließ eine Kaugummiblase zum Platzen bringen und zog die schmalen Augenbrauen hoch. Sie war mindestens siebzig, aber das hielt sie nicht davon ab, „modebewusst“ zu sein, wie sie es nannte. „Hab schon gehört, dass du heute ein kleines Problem hattest. Was hast du diesmal getroffen?“

Hadley berichtete ihr den Unfallhergang. „Ich fürchte, Stu wird sich zuerst um die alte Kiste da draußen kümmern müssen.“

Riva nickte nachdrücklich, sodass ihre leuchtend roten Haare tanzten. „Dein Bruder wird sich in die Hose pinkeln, wenn er an so einem himmlischen Fahrzeug arbeiten darf. Du solltest die Sache gleich deinem Versicherungsvertreter melden.“

„Jeder kommt selbst für den Schaden auf“, entgegnete Hadley und betete im Stillen, dass diese Regelung immer noch galt. Hoffentlich hatte ihr starrsinniger Bruder nicht dafür gesorgt, dass Wood sein Angebot zurücknahm.

Atwood Tolliver. Das konnte nicht der Name eines Autodiebes sein, oder? Es klang so altmodisch. So aufrichtig. Und der Mann wirkte so … so …

„Ich hab gehört, dass du dich genau vor seine Nase gesetzt hast.“

Hadley seufzte. „Der Nachrichtendienst in Lucius funktioniert tatsächlich einwandfrei.“

„Warum ist er dann bereit, selbst für die Reparatur von so einem Auto aufzukommen?“

Von so einem? Wieso? Das Ding ist ja noch älter als mein Pick-up.“

Riva schüttelte den Kopf. „Honey, es ist mir ein Rätsel, wie du einen Bruder haben kannst, der sich so gut mit Autos auskennt, und selbst von Tuten und Blasen keine Ahnung hast.“ Sie tauchte den Pinsel in das Fläschchen und strich dann über ihre langen Nägel. „Das ist ein 68er Shelby GT500 Cabrio. Die Reparatur wird nicht billig.“

Hadley blickte durch das verstaubte Fenster zum Abschleppwagen. „Das Ding ist also teuer?“

„Da nur etwa fünfhundert davon gebaut wurden …“

Oje. Hadleys Magen verkrampfte sich. Kein Wunder, dass der Sheriff so misstrauisch gegenüber Wood war. „Shane will mich in seinem Büro sehen. Ich sollte jetzt gehen“, verkündete sie und blieb stehen.

„Es könnte helfen, wenn du die Tür öffnest, Kind, und deine Füße tatsächlich in die Richtung bewegst.“

Hadley lächelte matt und trat hinaus in den Spätnachmittag. Sie schlurfte ein wenig, während sie den Abschleppwagen passierte. Die altmodischen Straßenlaternen gingen gerade an. In etwa einer Stunde würde es dunkel werden. Sie beschleunigte den Schritt, denn sie hatte noch einiges in der Pension Tiff’s zu tun. Unter anderem musste sie den Gästen das Abendessen bereiten.

Die Türglocke läutete, als sie Shanes Büro betrat. Carla Chapman, sein „Mädchen für alles“, deutete mit dem Kopf zum Hinterzimmer. „Er wartet schon.“

Großartig. Hadley liebte ihren Bruder inniglich, aber er besaß die Fähigkeit, ihr das Gefühl zu geben, als unartiges Schulkind zum Rektor gerufen zu werden.

Es war warm im Raum, und sie zog sich die Jacke aus, während sie Shanes Büro betrat. Wood war nirgendwo zu sehen. Sie ließ Handtasche und Jacke auf den Schreibtisch fallen und sagte vorwurfsvoll: „Du hast ihn wirklich eingebuchtet.“

Er schob ihre Sachen zur Seite. „Setz dich. Du musst den Bericht noch unterschreiben.“

„Das ist keine Antwort.“

„Er ist in einer Zelle.“

„Shane! Weil er keine Papiere bei sich hat? Das ist lächerlich! Ich bin sicher, dass er welche besitzt und sie nur vergessen hat.“

„Wie wäre es dann mit Bestechung?“

„Be… Das hat er nicht getan!“

„Wahrscheinlich hatte er keinen Platz in der Tasche für die Papiere – bei all dem Bargeld, das er bei sich hat“, sagte Shane trocken. „Und du warst schon immer zu vertrauensselig.“

„Du stellst mich hin, als wäre ich sieben statt siebenundzwanzig.“ Sie nahm den Stift, den er ihr reichte, und unterschrieb den Unfallbericht. „Früher hast du nicht jeden eingelocht, der seine Papiere vergessen hat.“

Vielsagend blickte er zu ihrer Tasche. „Zum Glück hat sie heute gelernt, ihre Handtasche mitzunehmen, wenn sie das Haus verlässt.“

„Nun mach mal einen Punkt!“

„Unser Mr. Tolliver hat in dir einen beachtlichen Rechtsbeistand gefunden. Ich frage mich, warum.“

„Wenn Stu … und du … nicht so entschlossen wärt, mich mit Wendell Pierce zu verkuppeln, wäre das alles nicht passiert. Der arme Mann wäre einfach durch Lucius durchgefahren. Er war nur ein …“

„Unschuldiger Unbeteiligter?“, warf Shane belustigt ein.

„Genau.“

Er wurde ernst. „So geht das nicht, Rübchen. Solange ich nicht weiß, dass das Auto nicht gestohlen ist, geht er nirgendwohin.“

„Dad sagt, dass Starrsinn kein Segen ist.“

„Dad sagt viele Dinge.“

Frustriert schnappte sie sich ihre Sachen und machte auf dem Absatz kehrt.

„Wo willst du hin?“

„Deinen armen Gefangenen besuchen!“ Und damit schritt sie den gekachelten Gang entlang. Das Sheriffbüro beherbergte insgesamt fünf Zellen, von denen selten auch nur eine belegt war. Wahrscheinlich langweilte Shane sich nur oder wollte die Stärke der Gitter testen.

Sie bog um die Ecke und blieb abrupt stehen. Wood saß auf dem Feldbett, mit dem Rücken an die Wand gelehnt, einen Fuß auf die dünne Matratze gestützt und den anderen ausgestreckt.

„Wenn Sie gekommen sind, um mich zu befreien, dann sparen Sie sich die Mühe lieber. Mit Ihrer Hilfe würde ich vermutlich im Staatsgefängnis landen.“

Sie trat einen Schritt näher. Aus dem Büro hörte sie Carla mit fröhlicher Stimme telefonieren.

Ein gewöhnlicher Tag in Lucius neigte sich dem Ende zu.

„Es tut mir leid. Das ist alles meine Schuld.“

„Allerdings.“

„Tja, es ist nicht meine Schuld, dass Sie Ihre Papiere nicht bei sich haben“, konterte sie. Es zuckte ein wenig um seine Lippen. Er hatte nette Lippen, selbst wenn Shane ihn für einen Autodieb hielt. „Sind Sie es?“

„Was?“, hakte er verwirrt nach.

„Ein Autodieb.“

Seine Augen funkelten. Dann stand er von dem Feldbett auf, so gelassen und entspannt, als würde er zu Hause aus seinem eigenen Bett steigen.

Als ob sie je einen fremden Mann aus seinem eigenen Bett hätte steigen sehen! Sie hatte lediglich mit Betten zu tun, die für ihre seltenen Gäste neu bezogen werden mussten.

Wood trat an das Gitter und legte die Hände um die Stäbe. „Sehe ich Ihrer Meinung nach wie ein Autodieb aus?“

Sie zog eine Schulter hoch....



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