Palmer | Krieger des Lichts - Ungezähmte Leidenschaft | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 368 Seiten

Reihe: LYX.digital

Palmer Krieger des Lichts - Ungezähmte Leidenschaft


1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-8025-8570-8
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 368 Seiten

Reihe: LYX.digital

ISBN: 978-3-8025-8570-8
Verlag: LYX
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Die Hexe Skye wird von Dämonen gezwungen, den mächtigen Krieger Paenther zu entführen. Doch selbst in Ketten gelegt ist Paenther noch gefährlich - es gelingt ihm, Skye zu verführen und eine wilde Leidenschaft in ihr zu entfesseln. Paenthers Stolz verlangt, dass er an der Zauberin Rache nimmt. Doch Skyes verletzliche Schönheit berührt ihn tief und weckt ungeahnte Gefühle in ihm. Aber schon bald sehen sich beide einer weitaus größeren Bedrohung gegenüber, der sie nur begegnen können, wenn sie zusammenstehen und der Macht ihrer Liebe vertrauen.



Pamela Palmer hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und für eine Computerfirma gearbeitet, bevor sie beschloss, Schriftstellerin zu werden. Bereits mit ihrem ersten Roman gehörte sie zu den Finalistinnen für den Golden Heart Award der Romance Writers of America. Mit Krieger des Lichts bringt sie ihre erste Romantic-Fantasy-Serie an den Start.

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Prolog

Virginia 1738

Der frisch gezeichnete Krieger des Lichts, Black Panther, strich über das Felsplateau, von dem aus man auf den reißenden Potomac schaute. Der raue Wind ließ Schneeflocken um ihn herumwirbeln, während er auf den Beginn des Rituals wartete, welches ihn, wenn es der Göttin gefiel, zu einem Gestaltwandler machen würde … einem der mächtigsten Geschöpfe auf Erden.

Vor ein paar Monaten hatte der Geist eines verstorbenen Kriegers des Lichts von ihm Besitz ergriffen und ihn mit seinem Mal versehen. Und keine Woche später, als er aufgebrochen war, um das Haus der Krieger ausfindig zu machen, hatte ihn die Zauberin Ancreta mit einer List gefangen genommen. Über Monate hatte er Folterqualen durch sie erleiden müssen, während sie versuchte, den Geist, der von ihm Besitz ergriffen hatte, auf die grausamste Art und Weise dazu zu bringen, sich von ihm zu lösen. Dadurch entzündete sie einen brennenden Zorn in seiner Seele, der sich seither nie wieder gelegt hatte.

Jetzt war der Zeitpunkt gekommen herauszufinden, ob es ihr gelungen war.

Um ihn herum maßen sechs Krieger des Lichts mit nacktem Oberkörper und einem breiten goldenen Reif, der den Arm jedes Einzelnen umschloss, einen mystischen Kreis ab. In ihrer Mitte stand die Strahlende, die einzige Frau, die sie begleitete – diejenige, durch die sie ihre Kraft aus der Erde zogen. Der mystische Kreis umschloss den großen, flachen Felsen, auf dem sie standen, und verbarg alles, was sich darauf abspielte, vor den spähenden Blicken der Indianer, die gelegentlich in diesen Wäldern jagten.

Es war ein trüber Tag, die Kälte schnitt in die nackte Haut seines Oberkörpers, eines Körpers, der zu viele Male unter Ancretas Folter gebrochen worden war.

Hass wühlte in seinen Eingeweiden. Zorn ließ sein Blut brodeln. Sieben lange Monate war er ihr auf Gedeih und Verderb ausgeliefert gewesen; der dritte von drei frisch mit Malen gezeichneten Kriegern, die die Hexe im Laufe der letzten zwei Jahre zu ihren Gefangenen gemacht hatte.

Nur zwei hatten überlebt … Vincent und er. Vor zehn Tagen war Vincent die Flucht gelungen. Vor neun Tagen war er zurückgekehrt und hatte erneute Gefangenschaft und Tod riskiert. Black Panther legte den Kopf in den Nacken, sodass der Wind ihm das lange Haar aus dem Gesicht streichen konnte. Vincent war seinetwegen zurückgekehrt. Und endlich, heute, würde das Ritual vollendet werden … die Wiedergeburt, um ihr Leben als wahre Krieger des Lichts fortzusetzen.

Vincent stand neben ihm. Das Lederband, mit dem sein blondes Haar im Nacken zusammengefasst war, hatte sich gelöst, sodass der Wind es ihm ins Gesicht wehte und immer wieder den Blick in seine Augen verwehrte, in denen stets ein amüsiertes Glitzern lag, welches nicht einmal erloschen war, wenn Ancreta die Folter auf die Spitze getrieben hatte. Die beiden frisch Gezeichneten, die jetzt bald Gestaltwandler sein würden, standen dicht nebeneinander, während sie die Krieger des Lichts, den Stolz des therianischen Volkes, mit vorsichtigem, fasziniertem Blick von oben bis unten musterten. Die Krieger waren allesamt so groß wie sie – alle maßen gut über zwei Meter und besaßen kräftige, muskelbepackte Körper. Black Panther erinnerte sich lebhaft an die Ehrfurcht, die ihn ergriffen hatte, als er eines Morgens erwacht war, die Klauenspuren über seinem Auge entdeckt und gewusst hatte, dass er auserwählt worden war, sich ihnen anzuschließen.

Während er noch schaute, nahmen die Krieger ihren Platz im Kreis ein und stimmten einen Gesang an. Die Magie mochte sie zwar vor spähenden Blicken schützen, doch das Wetter ließ sich damit nicht beeinflussen. Der schneidende Wind strich beißend über seine Haut, und Schneeflocken wirbelten um seine Knöchel.

Die Frau zog ihren wehenden Umhang fest um sich. Sie sah gereizt aus. »Warum können wir nicht ein, zwei Tage mit dem Ritual warten! Ich versteh das nicht. Es schneit!«

Der Anführer der Krieger, Lyon, reagierte mit kühler Beherrschtheit auf ihre Unzufriedenheit. »Die Krieger haben viel durchmachen müssen, Oudine. Sie brauchen deine Strahlung, und ich brauche sie, um die Anzahl meiner Männer zu vergrößern. Wir sind schon zu lange nur sechs.«

Die Frau stieß ein verärgertes Schnauben aus. »Du hast selbst gesagt, dass die Hexe ihnen möglicherweise so viel Schaden zugefügt hat, dass sie sich nicht mehr verwandeln können. Sie könnten nutzlos sein.«

»Schweig, Oudine.« Lyons Stimme war ebenso barsch wie leise.

Black Panther ballte die Hände zu Fäusten. Nutzlos. Das Wort fuhr wie eine kalte Klinge aus Stahl durch seinen Körper und ließ sein Blut gefrieren. Hatte Ancreta alles zerstört, wofür er je gelebt hatte?

Von dem Zeitpunkt an, als er mit dem Mal über seinem Auge erwacht war, hatte er auf diesen Moment gewartet. Nein, eigentlich schon, seitdem er geboren worden war. Seine Großmutter, die Seherin des Stammes der Tauxenent, die Frau, die ihm den Namen Black Panther gegeben hatte, hatte bei seiner Geburt vor mehr als hundertvierzig Jahren vorhergesagt, dass er eines Tages sowohl als Paenther als auch als Mensch auf Erden wandeln würde.

All die Jahre hatte er daran geglaubt. All die Jahre hatte er darauf gewartet.

Gestern hatte er bei seiner Ankunft im Haus der Krieger erfahren, dass der Krieger des Lichts, der von der Zauberin getötet worden war, kurz bevor er, Black Panther, gezeichnet wurde, tatsächlich der schwarze Panther gewesen war. Die Prophezeiung würde endlich wahr werden. Doch nur, wenn Ancreta es nicht geschafft hatte, ihm die Fähigkeit zu nehmen, Verbindung mit dem Tier in seinem Innern aufzunehmen. Ein Krieger des Lichts, der seine Gestalt nicht wandeln konnte, lebte nicht lang.

»Wir werden unsere Gestalt wandeln, so wie es uns vorherbestimmt ist«, sagte Vincent ruhig und legte Black Panther einen Arm um die Schulter. »Zweifle nie daran.«

Black Panther begegnete dem gelassenen Blick seines Freundes und spürte das feste, dauerhafte Band, das sie einte und das tiefer ging als alles, was er jemals für jemanden empfunden hatte. Es war Vincent zu verdanken, dass er in den Monaten der gemeinsam ertragenen Folter weder seine Kraft noch seinen Verstand verloren hatte. Mit Vincent hatte er seinen Kummer geteilt, als der Dritte in ihrem Bunde, Frederick, schließlich gestorben war. Und es war Vincent gewesen, dem die Flucht gelungen war, der aber zurückgekommen war und alles riskiert hatte, um seinen Freund zu retten.

Er verdankte diesem Mann sein Leben.

Er nickte seinem Gefährten zu. »Wir werden unsere Gestalt wandeln.« Eine leichte Erregung ließ sein Herz schneller schlagen, als er zur Göttin der Therianer betete, dass seine Hoffnung nicht vergeblich sein möge.

»Es ist so weit«, sagte einer der Krieger, ein Mann mit kalten, blassen Augen, der Kougar hieß.

Lyon wandte sich an die Frau, die Strahlende. »Bereite dich vor, Oudine.«

Mit einem empörten Schnauben setzte sich die Frau in die Mitte des flachen Felsens. Dabei blähten sich ihre wollenen Röcke und der weite Umhang im rauen Wind.

Während sich die Männer kreisförmig um sie herum aufstellten, winkte Lyon den beiden Neuen zu. »Stellt euch dazu.«

Mit einer Mischung aus gespannter Erwartung und Stolz trat Black Panther mit Vincent an der Seite zu den Männern, die den Kreis bildeten. Er beobachtete, wie Kougar sich mit einer scharfen Klinge über die Brust fuhr, die flache Hand auf das hellrote Rinnsal presste und die Finger über dem Blut zur Faust ballte. Dann reichte er das Messer an den nächsten Krieger weiter. Einer nach dem anderen tat es ihm nach, bis die Fäuste aller Männer feucht vom eigenen Blut waren. Der letzte der sechs Männer gab das Messer an Vincent weiter.

Sein Freund runzelte verzagt die Stirn, als er es entgegennahm, aber brachte sich wie die anderen einen Schnitt bei. »So ein Blödsinn«, grummelte er. »Sind die etwa bei Ancreta in die Lehre gegangen?«

»Ruhe«, sagte Kougar, ohne die Stimme zu erheben.

Als Vincent ihm die Klinge reichte und Black Panther sich mit dem blutigen Messer in die Brust schnitt, strahlte der Schmerz in seinen ganzen Körper aus, ließ aber genauso schnell wieder nach, während sich die Wunde bereits wieder schloss. Er legte seine Hand auf das warm rinnende Blut und ballte sie zur Faust. Als die anderen ihre Faust nach oben streckten, tat er es ihnen nach.

Lyon nickte. »Es ist so weit, Oudine.«

Die Strahlende saß zu ihren Füßen, als sie die Ärmel zurückschlug und die Arme über den Kopf hob.

Der Anführer drehte sich um und schaute ihm in die Augen, dann sah er Vincent an. »Neue Krieger des Lichts, ihr könnt die Strahlung erst dann direkt aufnehmen, nachdem ihr euch das erste Mal verwandelt habt. Wenn ihr sie jetzt berührt, sterbt ihr.«

Die sechs Krieger traten zwischen die Novizen und die Strahlende. Lyon öffnete die Faust und drückte seine blutige Hand auf Black Panthers Faust. Ein zweiter legte seine Hand auf Lyons und ein dritter seine...


Palmer, Pamela
Pamela Palmer hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und für eine Computerfirma gearbeitet, bevor sie beschloss, Schriftstellerin zu werden. Bereits mit ihrem ersten Roman gehörte sie zu den Finalistinnen für den Golden Heart Award der Romance Writers of America. Mit Krieger des Lichts bringt sie ihre erste Romantic-Fantasy-Serie an den Start.

Pamela Palmer hat Wirtschaftsingenieurwesen studiert und für eine Computerfirma gearbeitet, bevor sie beschloss, Schriftstellerin zu werden. Bereits mit ihrem ersten Roman gehörte sie zu den Finalistinnen für den Golden Heart Award der Romance Writers of America. Mit Krieger des Lichts bringt sie ihre erste Romantic-Fantasy-Serie an den Start.



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