Pammi / Collins / Crews | Julia Extra Band 478 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 478, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

Pammi / Collins / Crews Julia Extra Band 478


1. Auflage 2020
ISBN: 978-3-7337-1478-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 478, 448 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7337-1478-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



DIE SINNLICHE RACHE DES WÜSTENPRINZEN von TARA PAMMI
Verlangend zieht Scheich Adir die betörend schöne Amira in seine Arme. Dabei verführt er sie nur aus einem Grund zu einer heißen Liebesnacht: aus Rache - Amira ist die künftige Braut seines verhassten Halbbruders! Doch Adirs falsches Spiel hat schon bald ungeahnt süße Folgen ...
CINDERELLA UND DER STOLZE SCHEICH von MAYA BLAKE
'Du wirst meine Braut sein!' Die schüchterne junge Kammerzofe Niesha kann nicht fassen, was der mächtige Zufar ihr befiehlt. Sie weiß, dass sie bloß seine Verlobte ersetzt, die ihn vor dem Altar hat stehen lassen. Aber warum prickelt es dann plötzlich so erregend, als der Wüstensohn sie küsst?
HEISS VERFÜHRT UNTER TAUSEND STERNEN von DANI COLLINS
Wie im Rausch genießt Prinzessin Galila die sinnlichen Küsse des Fremden im Palastgarten, vertraut ihm sogar ein pikantes Familiengeheimnis an - schließlich sieht sie ihn nie wieder! Doch schon am nächsten Tag erfährt sie: Ihr Verführer war Scheich Karim - und er verlangt jäh Unmögliches!
PIKANTES GESTÄNDNIS IM PALAST DER SEHNSUCHT von CAITLIN CREWS
Playboy-Prinz Malak führt ein sorgloses Leben, bis er überraschend das Thronerbe von Khalia antreten muss. Affären sind ab sofort Vergangenheit, er braucht eine standesgemäße Frau an seiner Seite! Da holt ihn seine unvergessliche Nacht der Lust mit sexy Kellnerin Shona ein ...



Tara schreibt sexy Romanzen mit anbetungswürdigen Helden und sexy Heldinnen. Ihre Heldinnen sind manchmal laut und rebellisch und manchmal schüchtern und nerdig, aber jede von ihnen findet ihren perfekten Helden. Denn jede Frau verdient eine Liebesgeschichte! Tara lebt in Texas mit ihrem ganz persönlichen Helden und zwei Heldinnen in der Ausbildung. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, kann man sie beim Versagen in der Küche oder beim Netflix-Serienmarathon antreffen.

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1. KAPITEL

„Ich bin Adir Al-Zabah, Eure Hoheit, Scheich der Stämme Dawab und Peshani.“

Er hatte keinen Respekt vor dem alten König, ein Mann, der eine Frau – ein schwächeres Wesen – unterjocht und gezwungen hatte, sich seinem Willen zu beugen.

Trotzdem deutete er eine leichte Verbeugung an. Auch wenn er im Vergleich zu den königlichen Geschwistern Prinz Zufar und Prinz Malak und Prinzessin Galila unzivilisiert sein mochte, kannte er die Gepflogenheiten und Traditionen.

Wie ein Falke, der über den Weiten seines Wüstenreiches kreist, starrte er König Tariq von Khalia an und wartete darauf, in den traurigen Augen ein Anzeichen dafür zu finden, dass er ihn erkannte.

Es war Kummer, der in dem Blick des Königs lag. Kummer, den auch er selbst empfand, seit er von Königin Namanis Tod gehört hatte. Der alte Mann schien seine Frau tatsächlich geliebt zu haben.

Doch jedes Mitgefühl, das Adir vielleicht verspürt haben mochte, erstarb unter der Feindseligkeit, die in ihm loderte. Ihm war noch nicht einmal das Recht eingeräumt worden, öffentlich zu trauern und ihr die letzte Ehre zu erweisen.

Selbst die Chance, sie einmal im Leben zu sehen, war ihm versagt worden.

Seine letzte Blutsverbindung. Es würde keine Briefe mehr geben, in denen stand, dass er geschätzt wurde. Keine Briefe, die ihn an den Platz erinnerten, auf den er noch nie Anspruch erhoben hatte.

Nun war er völlig allein auf der Welt.

Und schuld daran war allein dieser König.

Während König Tariq ihn mit verwirrtem Blick ansah, trat einer der Prinzen vor und versperrte die Sicht auf die gebeugte Gestalt des alten Königs.

„Ich bin Kronprinz Zufar. Wenn Sie gekommen sind, um Königin Namani die letzte Ehre zu erweisen und König Tariq Treue zu geloben …“, begann er, und seine Feindseligkeit spiegelte Adirs eigenes Empfinden wider, „dann betrachten Sie es als erledigt.“

Adir biss die Zähne zusammen. „Ich bin der regierende Scheich der Stämme Dawab und Peshani. Wir sind unabhängige Stämme, Eure Hoheit.“ Er legte all den Spott, den er empfand, in die Anrede. „Ich gestehe Ihnen oder Ihrem König keinerlei Autorität über unsere Stämme zu.“

In den Augen des Prinzen leuchtete etwas auf, das fast wie Bewunderung wirkte. Doch es war so schnell wieder verschwunden, dass Adir sich fragte, ob es nur Einbildung gewesen war. War er so verzweifelt auf eine familiäre Verbindung aus?

„Die königliche Familie will in diesen Tagen für sich trauern. Wenn Sie nicht gekommen sind, um Ihren Respekt zu erweisen, warum haben Sie dann um eine Audienz bei meinem Vater gebeten?“

Dass er sich mit diesem Mann herumschlagen musste, der alles hatte, was ihm selbst verweigert worden war, fühlte sich an, als würde man Sand in eine offene Wunde reiben. „Ich habe um einen Besuch beim König angesucht. Nicht bei Ihnen.“

Befriedigung leuchtete in Zufars Augen auf, weil er das Recht hatte, Adir diesen Wunsch zu verweigern. Und auch alles andere, um das er vielleicht bitten würde. „Mein Vater ist … er ist überwältigt vor Trauer über den Tod seiner Königin.“

Der Tod seiner Königin, nicht der Tod meiner Mutter, dachte Adir. Die Worte des Kronprinzen klangen aufschlussreich.

In den Augen des Prinzen lag kein Schmerz um seine Mutter. In seiner Stimme war keine Zärtlichkeit, wenn er von ihr sprach. „Er ist nicht ganz bei sich … schon seit einigen Monaten.“

Adirs Blick ging zu Prinz Malak und Prinzessin Galila. Er wollte kein Mitleid empfinden und darüber nachdenken, wie sie sich so kurz nach dem Tod ihrer Mutter fühlten. Und doch merkte er, dass er genau das tat. „Möchten Sie, dass ich vor Ihren jüngeren Geschwistern darlege, welche Leichen im Keller versteckt sind?“, fragte er seidenweich.

Zufar wurde blass unter seiner dunklen, olivfarbenen Haut. Seine Arroganz verlor er jedoch nicht. „Mit Drohungen kommen Sie auch nicht weiter, Scheich Adir.“

„Also gut. Ich bin … ich bin Königin Namanis Sohn.“

Die Worte, die er so oft in seinem Kopf wiederholt hatte, hallten nun in der frostigen Stille wider. Die Prinzessin schnappte leise nach Luft, während Prinz Malak finster dreinschaute.

Zufars Miene war noch feindseliger geworden, während er sein Gegenüber ungläubig ansah.

Adir verlagerte sein Gewicht, um einen Blick auf König Tariq werfen zu können, der mit gebeugten Schultern dasaß und ihn forschend ansah. Als könnte er in ihm ein Anzeichen seiner geliebten Frau entdecken.

„Namanis Sohn? Aber …“

„Leugnen Sie es nicht, Hoheit. Die Wahrheit schimmert in Ihren Augen.“

„Vater?“ Zufar klang vorwurfsvoll.

Doch König Tariq konnte den Blick nicht von Adir wenden. „Sie sind Namanis Sohn? Das Kind, das sie …“

„Das Neugeborene, das sie den Launen der Wüste ausgesetzt hat, ja. Das Kind, das Sie von seiner Mutter getrennt haben.“

„Sie sind unser Bruder?“, warf Prinzessin Galila ein. „Aber warum …“

„Namani … sie hatte eine Affäre …“, stammelte König Tariq.

„Sie hat sich in einen anderen Mann verliebt und ist dafür bestraft worden.“ Adir legte sich keine Zurückhaltung auf.

Das Gesicht des Königs fiel in sich zusammen.

„Und, was wollen Sie, Scheich Adir?“, fragte Prinz Zufar kalt.

„Ich will das, was meine Mutter für mich gewollt hat.“

„Wie können Sie wissen, was Königin Namani …, was sie für Sie wollte, wenn Sie sie nie getroffen haben?“, fragte Prinzessin Galila in federleichtem Ton.

„Sie wurde gezwungen, mich wegzugeben, aber sie hat mich nicht fallen lassen.“

Prinz Malak, der bis jetzt schweigend zugehört hatte, stellte sich neben seinen Vater. „Was soll das heißen, sie hat Sie nicht fallen lassen?“ Er stieß ein sarkastisches Lachen aus.

Mit gerunzelter Stirn sah Adir die Geschwister an. Irgendetwas stimmte hier nicht. Sie machten keine Anstalten, das Andenken an ihre Mutter zu verteidigen. Auf ihren Gesichtern lag nur ein Schatten von Angst, welche Forderungen er stellen könnte.

„Irgendwie hat sie einen Weg gefunden, wie sie mit mir in Verbindung bleiben konnte. Sie hat mir all die Jahre geschrieben und mich ermuntert, meinen Weg zu gehen. Mir gesagt, wie wichtig ich ihr bin, und mir erzählt, wo mein Platz ist auf dieser Welt. Ist das Beweis genug?“, entgegnete Adir, der seine Worte mit sehr viel Bedacht gewählt hatte. „Jedes Jahr zu meinem Geburtstag hat sie mir einen Brief geschrieben. Und sie hat dafür gesorgt, dass diese Briefe mich auch erreichen. Briefe, in denen sie mir gesagt hat, wer ich bin.“

„Sie hat Ihnen geschrieben? Die Königin?“

„Von eigener Hand.“

„Was wollen Sie, Scheich Adir? Warum sind Sie hier?“

Adir sah Prinz Zufar an, und Entschlossenheit erfasste ihn. „Ich will, dass der König anerkennt, dass ich Königin Namanis Sohn bin. Die Welt soll wissen, dass ich von königlichem Geblüt bin. Ich will meinen rechtmäßigen Platz in Khalias Geschlecht.“

„Nein“, erklärte Zufar, kaum dass Adir seinen Satz beendet hatte. „All das würde einen Skandal heraufbeschwören.“

Adir sah zum König, der mit versonnenem Blick dasaß. Gegen seinen Willen verspürte er ein Gefühl von Mitleid für den alten Mann, der offensichtlich sehr um seine Königin trauerte.

„Mein Vater wird im ganzen Land zur Zielscheibe, wenn Ihre Abstammung herauskommt. Sie …“ Zufar stockte. „Ich werde nicht zulassen, dass unsere Familie jetzt durch Ihr selbstsüchtiges Verhalten Anstoß erregt, selbst wenn meine Mutter nicht mehr ist. Als ob sie uns nicht schon genug Leid angetan hätte. Wenn Sie Scheich Ihrer Stämme sind, so wie Sie es behaupten, werden Sie verstehen, dass Khalia für mich an erster Stelle kommt. Hier ist kein Platz für Sie, Scheich Adir.“

„Das würde ich gerne vom König selbst hören.“

„Meine Entscheidung ist auch die des Königs. Ich werde keinen Skandal über unser Haus zulassen, indem ich der Welt erkläre, was meine Mutter getan hat.“

„Und wenn ich mich weigere, Ihren Anweisungen zu folgen?“

„Seien Sie vorsichtig, Scheich Adir. Sie haben gerade den Kronprinzen bedroht.“

„Haben Sie Angst, dass ich die Herrschaft über Khalia will? Dass ich um ein kleines Stück Ihres immensen Reichtums bitte? Wenn ja, dann lassen Sie sich gesagt sein, dass ich nicht die Absicht habe, Ihnen irgendetwas wegzunehmen. Ich habe keine Verwendung für Ihren Reichtum. Alles, was ich will, ist Anerkennung.“

„Und die werden Sie nicht bekommen – nicht, solange ich lebe. Sie sind nichts als das schmutzige Geheimnis meiner Mutter, ein Schandfleck auf unserer Familie.“

Die Worte waren für Adir wie unsichtbare Schläge, die umso todbringender waren, weil sie die Wahrheit enthielten, gegen die er immer versucht hatte anzukämpfen.

Er war ihr schmutziges Geheimnis, verbannt in die Wüste.

„Passen Sie auf, was Sie sagen, Prinz Zufar. Es könnte schwerwiegende Folgen haben.“

„Haben Sie sich nicht gefragt, warum sie Sie gebeten hat, erst nach ihrem Tod Anspruch auf Ihre Rechte zu erheben? Weshalb sie Ihnen zwar geschrieben, uns aber nie anvertraut hat, dass wir einen Bruder haben?“

„Sie hat Sie und den Ruf der königlichen Familie geschützt. Sie war …“

„Königin Namani“, stieß Prinz Zufar hervor, „war eine egoistische Frau, die nur an sich selbst gedacht hat. Sicher hat sie Ihnen nur geschrieben, weil sie...



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