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Ihr Team von Sack Fachmedien
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: CORA Verlag
Pammi Geheimnis unter italienischer Sonne
1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3488-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, 144 Seiten
Reihe: CORA Verlag
ISBN: 978-3-7515-3488-8
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Nächte voller Sinnlichkeit und Magie: Seit der italienische Bankier Adriano Cavalieri in Las Vegas die sexy Kellnerin Nyra geheiratet hat, erlebt er einen nie gekannten Rausch der Lust. Doch dann bekommt er erotische Fotos zugespielt, die Nyra in einer eindeutigen Situation mit einem anderen Mann zeigen. Rasend vor Wut verbannt er sie aus seinem Leben. Ein Fehler? Wenig später entdeckt findet er eine mögliche Erklärung. Ist Nyra doch nicht so skrupellos wie gedacht? Oder ist er gerade dabei, sein Herz an eine berechnende Betrügerin zu verlieren?
Tara schreibt sexy Romanzen mit anbetungswürdigen Helden und sexy Heldinnen. Ihre Heldinnen sind manchmal laut und rebellisch und manchmal schüchtern und nerdig, aber jede von ihnen findet ihren perfekten Helden. Denn jede Frau verdient eine Liebesgeschichte! Tara lebt in Texas mit ihrem ganz persönlichen Helden und zwei Heldinnen in der Ausbildung. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, kann man sie beim Versagen in der Küche oder beim Netflix-Serienmarathon antreffen.
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1. KAPITEL
Adriano Cavalieri, Vorstandsvorsitzender einer der angesehensten Privatbanken Italiens, war gerade von einer anstrengenden Geschäftsreise durch Südostasien zurückgekehrt. Das Letzte, was er jetzt brauchte, war der eindeutige Beweis für die Untreue seiner Frau.
Schon gar nicht in Form von Fotos, die besser in ein schmutziges Boulevardblatt gepasst hätten als auf seinen Schreibtisch.
Er hatte sich besagte Ehefrau, die noch vor neun Monaten als Kellnerin und Tänzerin in Las Vegas gearbeitet hatte, aus einem verrückten, völlig uncharakteristischen Impuls heraus zugelegt. Und jetzt bekam er die Rechnung dafür. Vierunddreißigjähriger Milliardär heiratet mittellose Zweiundzwanzigjährige – es war ein richtiges Klischee.
Selbst nach all den Monaten spekulierten die Medien immer noch über seine Wahl, angeheizt von der Tatsache, dass Nyra nie in der Öffentlichkeit erschien.
Allerdings hätte auch Adriano selbst nichts Vernünftiges zu seinen Beweggründen für diese Heirat sagen können. Nyra war nicht einmal außergewöhnlich schön. Mit ihren markanten Wangenknochen, der ebensolchen Nase und dem großen Mund war sie eher eine herbe Schönheit, wie man sie bisweilen auf den Laufstegen dieser Welt zu sehen bekam. Bei ihrer ersten Begegnung in einem Casino in Las Vegas hatte sie wild wie eine Straßenkatze auf ihn gewirkt – und genauso mager. Das schwarze Cocktailkleid, das sie als Kellnerin tragen musste, hatte geradezu an ihr geschlackert.
Das einzig Üppige an Nyra waren ihre vollen Lippen und ihre braunen Augen gewesen, die wunderschön funkelten und eine ungewöhnliche Tiefe verrieten, wenn sie lächelte.
Denn sie hatte ihn damals angelächelt – und damit das Eis um sein Herz zum Schmelzen gebracht.
Wenn Adriano die Augen schloss, erinnerte er sich selbst jetzt daran, wie sie sich am Spieltisch über ihn gebeugt hatte. Ihre dunklen Locken hatten sie beide für einen kurzen Moment vor den Blicken der anderen verborgen. „Bitte tun Sie so, als wären wir zusammen, Mr. Cavalieri“, hatte sie leise gesagt.
Ein Moment, in dem ihre Blicke sich begegnet waren, eine geflüsterte Bitte, eine flüchtige Berührung ihrer Lippen an seiner Wange, und er hatte sich völlig an sie verloren.
Und nun, da er die skandalösen Fotos auf seinem Schreibtisch betrachtete, auf dem sie gezeigt wurde, wie sie ihre Sinnlichkeit mit einem anderen Mann auslebte, die vollen Lippen geöffnet, den Kopf zurückgeworfen, fragte er sich, ob jener Moment im Casino inszeniert gewesen war.
Adriano schloss die Augen und wünschte, er hätte diese Fotos nie zu sehen bekommen. Und das war seltsam, denn er schreckte sonst nie vor der Wahrheit zurück.
Wie gut Bruno, sein Halbbruder, Sicherheitschef und seit mehr als zwanzig Jahren sein bester Freund, ihn doch kannte! Denn Bruno hatte ihn auf dem Rückflug vorgewarnt und gesagt, dass es im Hinblick auf Nyra Unerfreuliches geben würde. Zugleich hatte er darum gebeten, noch weitere Nachforschungen anstellen zu dürfen.
Während er die Beziehung zu seiner Frau selbst nicht verstand, schienen Bruno und selbst Adrianos ehemaliges Kindermädchen Maria sie gutzuheißen. Und bei Maria handelte es sich immerhin um einen der wenigen Menschen, denen Adriano immer bedingungslos vertraut hatte.
Da Nyra sich in den vergangenen Wochen ausgesprochen seltsam verhalten hatte, war Adriano schon beim Antritt seiner langen Geschäftsreise auf schlechte Nachrichten eingestellt gewesen.
Er wusste ja, dass Nyra heimlich ihren Ehering verkauft hatte. Seiner Mutter zufolge hatte sie auch einige wertvolle Erinnerungsstücke aus der Familienvilla hier am Comer See zu Geld gemacht. Dinge, die seine Eltern trotz allen Zanks in Ehren hielten, weil irgendwelche Vorfahren sie mal von irgendeinem Herzog oder König geschenkt bekommen hatten.
Zuerst hatte er über die Behauptung seiner Mutter gelacht, und über das verlogene Entsetzen seines Vaters darüber, dass er eine gewöhnliche Diebin in die Familie gebracht habe. Es würde ihrem Ruf schaden, hatten sie beide erklärt, obwohl sie selbst seit drei Jahrzehnten fremdgingen und jeder es wusste.
Doch nachdem Bruno Nachforschungen über die fehlenden Erbstücke angestellt hatte, musste Adriano erfahren, dass die Behauptungen der beiden stimmten.
Und dann waren da ihre Trips nach London, von denen er nur durch Zufall erfahren hatte, als er Nyra von seiner Limousine aus in einem heruntergekommenen Stadtteil sah. Als er sie später darauf ansprach, hatte sie gelacht und behauptet, er habe sich geirrt, denn sie habe zu der Zeit im Apartment an ihrem neuesten Gemälde gearbeitet.
Von Bruno hatte er später erfahren, dass sie tatsächlich mindestens zweimal nach London gefahren war. Trotzdem hatte Adriano nichts gesagt und darauf gewartet, dass Nyra zu ihm kommen und mit ihm reden würde.
Dann waren andere Gegenstände verschwunden, wie zum Beispiel seine Manschettenknöpfe aus Platin und die Diamantkette, die seine Mutter ihr geschenkt hatte, die Nyra aber nie gemocht hatte. Und es wäre ihm nie aufgefallen, wenn er nach all den seltsamen Vorgängen nicht darauf geachtet hätte.
Tatsächlich hatte Adriano sogar versucht, Nyras Verhalten als nicht diagnostizierten Fall von Kleptomanie zu rechtfertigen. Allerdings hortete sie die gestohlenen Gegenstände offenbar nicht und hatte auch ihre Gewohnheiten nicht geändert. Selbst nach der Hochzeit kleidete sie sich weiter so nachlässig wie eine Hippiekünstlerin. Am liebsten trug sie abgelegte Hemden oder Pullover von ihm! Sehr zur Bestürzung seiner Mutter – und manchmal auch zu seiner.
In den neun Monaten ihrer Ehe hatte sie keinerlei Interesse an Designerkleidung, teurem Schmuck oder an der Rolle der repräsentierenden Frau an seiner Seite gezeigt. Sie hatte ihn nie zu irgendwelchen Essen mit Gästen aus seinen Kreisen begleitet.
Nach einer ihrer Marathon-Sexsessions in dem Apartment im Navigli-Viertel von Mailand, das Nyra so gut gefiel, hatte sie ihm ein Geständnis gemacht. Sie hatte erzählt, sie würde nur malen, lesen und auf der Suche nach Inspirationen in Cafés sitzen wollen, wenn er unterwegs sei, und dass sie so viel ungestörte Zeit mit ihm verbringen wolle wie möglich, wenn er sich in Mailand aufhielt.
Letzteres berauschte ihn derart, dass er die ständigen Forderungen seiner Mutter, dass seine Frau mehr an seinem Leben teilhaben müsste, immer abgeschmettert hatte. Sie hatten sich sogar eine Art häusliches Glück geschaffen, indem Adriano sein Zusammenleben mit Nyra strikt von seiner Arbeit, seinen gesellschaftlichen Verpflichtungen und sogar von seiner Familie trennte. Insgeheim hatte er es genossen, seine Frau für sich zu behalten.
Ab und zu, außerhalb der gemütlichen Wohnung und fern von Nyras süßen Umarmungen, waren ihm Zweifel gekommen und er hatte seine Ehe für verrückt gehalten. Doch im nächsten Augenblick hatte er alles damit vor sich gerechtfertigt, dass er Nyra ja als ein teures Hobby sehen konnte. Ein Hobby, das er sich in einem Moment zugelegt hatte, in dem er ausnahmsweise einmal über die Stränge geschlagen hatte.
Schließlich hatte Adriano etliche Jahre seines Lebens damit verbracht, pflichtbewusst die familieneigene Bank auszubauen und das Vermögen zu vermehren, die katastrophale Ehe seiner Eltern zusammenzuhalten und sich um die unehelichen Halbbrüder und Halbschwestern zu kümmern, die diese gezeugt hatten.
Sich eine Auszeit von seinem Leben zu nehmen und lange, leidenschaftliche Nächten mit Nyra zu verbringen, zu zweit allein zu sein, während sie malte und er arbeitete, war zu seiner Flucht geworden. Zu seinem sicheren Ort.
Er hatte erwartet, dass sie sich früher oder später miteinander langweilen würden, dass die Leidenschaft zwischen ihnen nachlassen, ihre geradezu geheime Beziehung ihren Reiz verlieren würde. Dann hätte er ihr eine nette Abfindung gezahlt, damit Nyra bis an ihr Lebensende abgesichert wäre, und sich in aller Stille von ihr scheiden lassen.
Mit dem hier hatte er allerdings nicht gerechnet … Mit diesem Verrat, der ihn bis ins Mark erschütterte. Adriano zitterte vor Wut, und ihm war kalt. Aber das drängendste Gefühl war Schmerz.
Warum hatte sie das getan?
Warum hatte sie ihn nicht einfach um Geld gebeten? Hatte sie ihre Leidenschaft nur vorgetäuscht? Oder hatte sie einen neuen Mann gefunden und die Sicherheit, die Adriano ihr bot, noch nicht aufgeben wollen?
So viele Lügen … Und nun konnte er nicht mehr unterscheiden, was real und was vorgetäuscht gewesen war.
Immer wieder ließ Adriano den Blick zu den Fotos schweifen, auf denen Nyra sich halb nackt in den Armen eines anderen wand. Ihm schnürte sich die Kehle zu. Und ihm wurde klar, wie sehr diese Frau ihm unter die Haut gegangen war und wie hart ihr Verrat ihn traf. So hart, dass er sich vielleicht nie wieder davon erholen würde.
Gequält stöhnte er auf, und es klang wie der unterdrückte Schrei eines Mannes, der nur selten Gefühle zuließ. Dann barg Adriano das Gesicht in den Händen und versuchte vergeblich, das Gefühl zu unterdrücken, dass er gerade etwas sehr Kostbares verloren hatte.
Nyra Shah Cavalieri sah ihren Ehemann Adriano an, der ihr gegenüber an dem langen Mahagonitisch saß. Allerdings hatte er sie während dieses schier endlosen Abendessens, das sich schon seit zwei Stunden hinzog, bisher keines Blickes gewürdigt.
Seufzend blickte sie durch die Glasfront...




