Pammi / Graham / Douglas | Julia Extra Band 503 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 503, 450 Seiten

Reihe: Julia Extra

Pammi / Graham / Douglas Julia Extra Band 503


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7515-0063-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 503, 450 Seiten

Reihe: Julia Extra

ISBN: 978-3-7515-0063-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



LIEBESKÜSSE IN BUENOS AIRES? von MICHELLE SMART
In den Armen von Emiliano Delgado erlebt Becky Stunden, so heiß wie das feurige Temperament des Polospielers. Sie weiß, nach dieser sinnlichen Nacht wird sie ihn nie wiedersehen. Doch als ihre Blitzaffäre süße Folgen hat, macht der stolze Argentinier ihr ein unfassbares Angebot ...

VERFÜHRT MIT ALLEN SINNEN von MICHELLE DOUGLAS
Als Mode-Zar James Cooper-Ford sie in Singapur empfängt, geht Fashionista Christy sofort auf Distanz. Schließlich denkt sie im Traum nicht daran, dem skrupellosen Milliardär ihr hippes Mode-Label zu verkaufen. Doch warum lässt sie dann zu, dass er sie mit allen Sinnen verführt?

SÜßE LEIDENSCHAFT IN DER TOSKANA von LYNNE GRAHAM
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MASKENBALL DER SEHNSUCHT von TARA PAMMI
Als der attraktive Bollywood-Star Vikram Raawal sie auf einem Maskenball verlangend küsst, fühlt sich Naina so begehrt wie eine Prinzessin. Zum ersten Mal blickt ein Mann tief in ihre Seele. Fatal, denn Naina weiß, wie im Märchen muss sie um Mitternacht ihren Prinzen verlassen ...



Tara schreibt sexy Romanzen mit anbetungswürdigen Helden und sexy Heldinnen. Ihre Heldinnen sind manchmal laut und rebellisch und manchmal schüchtern und nerdig, aber jede von ihnen findet ihren perfekten Helden. Denn jede Frau verdient eine Liebesgeschichte! Tara lebt in Texas mit ihrem ganz persönlichen Helden und zwei Heldinnen in der Ausbildung. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, kann man sie beim Versagen in der Küche oder beim Netflix-Serienmarathon antreffen.

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1. KAPITEL

Die Zuschauer brachen in ohrenbetäubenden Jubel aus. Becky Aldridge war gerade dabei, die Tische im verlassenen Festzelt abzuwischen. Sie vermutete, dass Emiliano Delgado, Eigentümer und Mitspieler des Delgado-Teams, ein Tor erzielt hatte. Immer wenn diese Mannschaft in den vergangenen drei Wochen ein Pokalspiel bestritten hatte, hatte sich die Zuschauerzahl verdreifacht.

Als Becky den Job angenommen hatte, war Polo noch ein Fremdwort für sie gewesen. Mit dem Spiel kannte sie sich zwar noch immer nicht aus, dafür wusste sie, dass alle Frauen hinter dem Starspieler her waren.

Sie brachte gerade die letzten schmutzigen Gläser zur Bar, als ihr zwei Hunde auffielen, die sich munter Chips und andere auf den Rasen gefallene Essensreste schmecken ließen. Lachend beobachtete Becky die beiden vierbeinigen Staubsauger einen kurzen Moment lang.

„Jenna?“ Suchend sah sie sich um, war jedoch wenig überrascht, keine Antwort zu bekommen. Statt sich mit Becky um die Bar zu kümmern, hatte sie sich mal wieder aus dem Staub gemacht, um das Halbfinale zu verfolgen. Sie war ein begeistertes Groupie von Emiliano Delgado. Alles, was Becky über den sexy spanisch-argentinischen Milliardär wusste, hatte sie von Jenna erfahren.

Nachdem sie sich vergewissert hatte, dass die Hunde zu keinem der vor dem Zelt herumstehenden Leute gehörten, lockte Becky die beiden mit Würstchenstücken an.

Das funktionierte. Einen Moment später fraßen die Tiere ihr schon arglos und freudig aus der Hand. Becky stellte ihnen einen Wassernapf hin, setzte sich an einen der Tische vor dem Zelt und wählte die Nummer, die sie auf den Hundehalsbändern entdeckt hatte. Eine automatische Ansage bat, eine Nachricht zu hinterlassen.

„Hallo, hier ist Becky. Sie brauchen sich keine Sorgen mehr um Ihre Hunde zu machen. Sie sind bei mir. Ich arbeite in dem Festzelt mit dem rosa Dach und kümmere mich um die Tiere, bis Sie sie abholen. Bis dann.“

Die beiden Hunde hatten ihr aufmerksam zugehört. Der größere war ein bezaubernder Golden Retriever mit treuherzigem Blick, der kleinere eine hübsche Promenadenmischung.

„Keine Sorge.“ Beruhigend strich sie ihnen über die Köpfe. „Euer Frauchen oder Herrchen holt euch sicher bald ab.“

Ein durstiger Besucher verschwand im Zelt. Sie musste ihn bedienen. Nach einem besorgten Blick auf die Hunde ging sie hinein und stellte erleichtert fest, dass die beiden ihr hinter den Tresen folgten und sich dort gehorsam ausstreckten, wobei sie sie keine Sekunde lang aus den Augen ließen.

Eine halbe Stunde später tauchte Jenna wieder auf, dicht gefolgt von neuen Gästen. Das Delgado-Team hatte das Halbfinale mit 6:5 für sich entschieden. Die ausgelassene Menge wollte feiern. Bald herrschte so ein Andrang im Zelt, dass Becky kaum Zeit blieb, den Hunden einen beruhigenden Klaps zu geben und sie mit Würstchen zu füttern.

„Was, zur Hölle, haben die hier zu suchen?“

Becky zapfte gerade fünf Gläser Lager für eine grölende Gruppe junger Männer, die ihr lüstern auf den Busen starrten, als Mark, der Manager, zurückkehrte und die Hunde voller Abscheu betrachtete.

„Sie waren vorhin einfach da“, erklärte sie. „Ich habe dem Besitzer schon eine Sprachnachricht geschickt.“

„Die müssen weg.“

„Wieso? Wir bereiten hier doch kein Essen zu.“

„Wir sind aber keine dämliche Hundehüteanstalt. Bring sie weg!“

Becky schob das dritte Glas Bier Richtung Gast und platzierte das vierte unterm Zapfhahn. „Sie haben ihr Herrchen verloren.“

„Das interessiert mich nicht. Bring sie weg!“

„Gut, ich erledige noch schnell diese Runde, dann warte ich draußen mit ihnen.“

„Nein! Du schaffst die Flohschleudern fort und gehst wieder an die Arbeit!“

„Nun sei doch nicht so“, flehte Becky, musste aber einsehen, dass sie sich den Atem hätte sparen können.

Wütend griff Mark nach ihrem Arm und fuhr sie an: „Wenn du deinen Job behalten willst, dann tust du gefälligst, was …“

Ein tiefes Knurren ließ ihn erschrocken verstummen. Der kleinere Hund saß mit gefletschten Zähnen neben Becky und starrte den Manager an.

Mark versetzte dem kleinen Hund einen Tritt. Ob es Reflex oder Absicht war, wusste Becky später nicht zu sagen. Das Tier winselte. Empört über diese Grausamkeit, griff Becky nach dem vollen Glas und schüttete ihrem Boss das Bier ins Gesicht.

Plötzlich herrschte Totenstille im Festzelt.

Das Bier tropfte vom knallroten Gesicht des Managers. „Blöde Zicke“, zischte er zornentbrannt.

Bevor noch mehr passieren konnte, nahm Becky den winselnden Hund schnell auf den Arm. „Du Monster! Was fällt dir ein, einen wehrlosen Hund zu treten!“ Aufgebracht funkelte sie den Mann an.

„Du bist gefeuert.“

„Ist mir egal. Dein Verhalten ist abscheulich. Ich werde dich anzeigen.“ In ihrer Empörung hatte Becky gar nicht bemerkt, wieso die Gäste plötzlich verstummt waren.

Ein großer, schlanker Typ im mit Schlamm bespritzten grün-weißen Polohemd des Delgado-Teams hatte sich einen Weg zum Tresen gebahnt und starrte Mark mit unverhohlenem Hass an. „Sie haben meinen Hund getreten?“

Mark hatte ihn sofort erkannt und wurde kreidebleich. „Es war nur ein kleiner Stups“, erwiderte er kleinlaut.

Becky war zu wütend und aufgewühlt, um dem großartigen Emiliano Delgado besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Das erledigte die neben ihr stehende Jenna bereits. „Er hat ihn getreten“, bestätigte sie daher nur und wischte sich verstohlen eine Träne von der Wange. „Nachdem er mich angebrüllt und dieser hinreißende kleine Kerl versucht hat, mich zu beschützen.“ Liebevoll platzierte sie einen Kuss auf dem wuscheligen Hundekopf.

Einen Moment lang ließ Emiliano den Blick von Becky und dem Hund auf ihrem Arm zu dem sich duckenden Mark wandern. Dann kam Leben in ihn. Mit einer bei seiner Größe kaum vorstellbaren Agilität setzte er über den Tresen, packte Mark am Schlafittchen und schleifte den Mann aus dem Partyzelt.

Der Golden Retriever beschloss, seinem Herrchen zu folgen, Becky eilte hinterher und gebot dem großen Hund, bei Fuß zu bleiben.

Mark wurde zu Boden geworfen. „Ich sollte dir auch einen Tritt versetzen, damit du weißt, wie sich das anfühlt“, stieß Emiliano wütend aus. „Aber ich mache mir nicht gern die Füße schmutzig. Hau ab, bevor ich es mir anders überlege! Du bist übrigens gefeuert.“

„Sie können nicht …“, setzte der Manager an, doch ein Blick auf Emilianos zornige Miene ließ ihn verstummen. Entsetzt schlug er sich die Hände vors Gesicht.

Der Polostar lachte nur abfällig und wandte sich einer zu stark geschminkten jungen Frau in Hotpants und dünnem Hemdchen zu, die völlig außer Atem war. „Du bist auch gefeuert. Ich bezahle dich dafür, auf Rufus und Barney aufzupassen. Aber sie sind dir entwischt.“

Die Frau wurde kreidebleich. „Es war ein Versehen“, versuchte sie sich zu entschuldigen.

„Genau.“ Emiliano lachte höhnisch. „Du warst abgelenkt, weil du zu beschäftigt warst, mit Juan rumzumachen. Verschwinde!“

Jetzt drehte er sich zu Becky um, die das Schauspiel fasziniert beobachtet hatte.

Der Golden Retriever schmiegte sich an ihr Bein, die Promenadenmischung leckte ihr übers Gesicht. Becky stählte sich innerlich für ein Donnerwetter. Sie selbst hätte ja auch besser auf die Hunde achtgeben sollen.

Mit klaren braunen Augen schaute Emiliano sie forschend an. Dann erhellte ein strahlendes Lächeln das eben noch finstere Gesicht.

Jetzt konnte sie nachvollziehen, warum Jenna und Tausende anderer Groupies so verschossen in den Mann waren.

„Was haben Sie heute noch vor?“, fragte er und nahm ihr etwas umständlich den Hund ab, weil sie gut dreißig Zentimeter kleiner war als er.

„Arbeiten.“ Der Duft von Aftershave und Schweiß stieg ihr in die Nase. „Zumindest hatte ich das vor. Aber Mark hat mich ja gerade gefeuert.“

„Ich zahle Ihnen fünfhundert Pfund, wenn Sie auf meine beiden Lieblinge hier aufpassen.“

„Wie bitte?“

Emiliano lächelte schief. „In drei Stunden findet das Finale statt, und ich habe gerade meinen Hundesitter an die Luft gesetzt.“

Zwei Monate später

Drei Mal überflog Emiliano den schwer zu entziffernden handschriftlichen Brief. Dann zerknüllte er ihn, schob ihn in die Hosentasche und stürmte aus seinem Haus in England. Die Frau, die ihm gerade den Tag verdorben hatte, nahm seinen Anruf nicht entgegen. Nach einem unwirschen Blick auf den wolkenverhangenen Himmel – das nannte sich in England Sommer? – verschwendete er eine halbe Stunde mit der Suche nach ihr. Zuerst sah er in den Stallungen nach, dann auf den Koppeln.

Dabei hatte er eigentlich schon genug Stress. Am Wochenende stand der Besuch bei seiner herrschsüchtigen Mutter in Monte Cleure an, wo er zu allem Überfluss auch noch auf seinen Halbbruder Damián treffen würde. Er hatte ihn zuletzt vor knapp sechs Monaten auf der Beerdigung seines Vaters getroffen und hätte gern auf ein Wiedersehen verzichtet.

Mürrisch zog er das klingelnde Handy aus der Hosentasche. Seine Miene verfinsterte sich noch mehr, als er statt Beckys Namen den des Tierarztes auf dem Display las. Nicht einmal die fantastische Neuigkeit, dass seine Stute Matilde, die keine Rennen mehr laufen konnte, trächtig war, konnte ein Lächeln auf sein Gesicht zaubern.

Er sah auf und nahm in einiger Entfernung eine Person wahr, die...



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