Pammi | Kalter Verrat, heiße Liebe? | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2662, 144 Seiten

Reihe: Julia

Pammi Kalter Verrat, heiße Liebe?


1. Auflage 2024
ISBN: 978-3-7515-2492-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2662, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-2492-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Er ist Vater von Zwillingen! Fassungslos erfährt der griechische Milliardär Sebastian Skalas, was seine ehemalige Geliebte Laila ihm drei lange Jahre verheimlicht hat. Auch wenn er glaubt, dass die sexy Wissenschaftlerin sich ihm damals bloß aus purer Berechnung hingegeben hat, um an wichtige Informationen zu gelangen, macht er ihr jetzt spontan einen Heiratsantrag. Natürlich nur, weil er so - anders als sein eigener Vater - immer für seine kleinen Söhne da sein kann. Und nicht, weil er Laila insgeheim sofort wieder hungrig begehrt ...



Tara schreibt sexy Romanzen mit anbetungswürdigen Helden und sexy Heldinnen. Ihre Heldinnen sind manchmal laut und rebellisch und manchmal schüchtern und nerdig, aber jede von ihnen findet ihren perfekten Helden. Denn jede Frau verdient eine Liebesgeschichte! Tara lebt in Texas mit ihrem ganz persönlichen Helden und zwei Heldinnen in der Ausbildung. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, kann man sie beim Versagen in der Küche oder beim Netflix-Serienmarathon antreffen.

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1. KAPITEL


„Hat deine Ehe nach knapp drei Jahren schon ihren Glanz verloren, Ani?“, scherzte Sebastian Skalas bei dem Brunch, zu dem ihn seine Schwägerin Annika Skalas an diesem sonnigen Frühlingstag überredet hatte.

Allein die Erwähnung jenes schicksalhaften Hochzeitstags, an dem er seine beste Freundin Ani wegen einer anderen Frau im Stich gelassen hatte und einfach verschwunden war, weckte sein schlechtes Gewissen und machte ihn wütend. Zum Glück hatte das Ganze damit geendet, dass sein Zwillingsbruder vor dem Altar für ihn eingesprungen war.

„Es ist noch nicht zu spät, Alexandros abzuservieren und zu mir zurückzukommen“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.

Ani schüttelte nur stumm den Kopf, und dass sie so schweigsam war, beunruhigte Sebastian. Sie war schwanger und sollte doch eigentlich vor Glück strahlen, oder? Stattdessen war sie verschlossen, reizbar und ging ihm meistens sogar aus dem Weg. Und das, seit er vor zwei Tagen – übrigens auf ihre dringende Bitte hin – in der Skalas-Villa in der Nähe von Korfu eingetroffen war. So hatte er sie noch nie erlebt.

Schon als Kinder waren sie eng befreundet gewesen, seit Ani jeden Sommer auf dem Anwesen seiner Großmutter Thea, die gleichzeitig ihre Patentante war, ihre Ferien verbracht hatte.

Sebastian hatte angenommen, sein Zwillingsbruder Xander hätte übertrieben, als er ihn auf Anis Drängen hin bat, sofort vorbeizukommen. Immerhin besaß Xander einen ausgeprägten Beschützerinstinkt, wenn es um seine Frau ging. Doch jetzt erkannte Sebastian, dass Xanders Sorge durchaus berechtigt gewesen war.

Seit sie sich zu dritt an diesen Tisch gesetzt hatten, behielt Ani angespannt die Tore des Anwesens im Auge, als würde sie auf jemanden warten. Und die Tatsache, dass sie auf diesen gemeinsamen Brunch bestanden hatte, verriet Sebastian, dass sie über etwas Wichtiges reden wollte.

Plötzlich fuhr ein Auto langsam die breite Auffahrt empor, und Ani sprang so hastig auf, dass ihr Mann automatisch die Hand ausstreckte, um sie zu stützen.

„Ist etwas mit dem Baby?“, fragte er mit einem erschrockenen Blick, den Sebastian noch nie an ihm gesehen hatte.

Ani schüttelte den Kopf und griff gleichzeitig nach Sebastians Händen. Ihre Augen füllten sich mit Tränen.

Ein Hauch von Angst erfasste ihn, wie so oft, wenn ihm einer seiner unausweichlichen Migräneanfälle bevorstand. „Was ist denn auf einmal los?“, wollte er wissen.

Hinter ihr schoss Alexandros von seinem Stuhl hoch. „Was, zum Teufel, hast du getan, Sebastian?“, rief er barsch.

Wieder schüttelte Ani den Kopf, halb lächelnd, halb weinend. „Nein, Xander, er hat gar nichts gemacht. Es geht um etwas anderes.“ Auch Sebastian war inzwischen aufgestanden und sie schlang die Arme um seine Taille. „Bitte vergiss nicht: Ich habe nur versucht, das Richtige zu tun, okay? Für euch alle. Ich könnte es nicht ertragen, wenn ihr mich dafür hassen würdet.“

Sebastian nahm seine beste Freundin in die Arme und spürte, wie stark sie zitterte.

Über ihren Kopf hinweg begegnete er Xanders Blick. Sein Bruder zuckte mit den Schultern und sah genauso verwirrt und misstrauisch aus, wie Sebastian sich fühlte. Ani lehnte die Stirn an seine Brust und durchnässte sein Hemd mit ihren Tränen.

„Du warst immer mein engster Freund, Sebastian. Bitte, denk einfach daran! Aber ich musste es vor dir geheim halten.“

„Ani, du machst mir Angst“, erwiderte Sebastian, und die Anspannung ließ seine Worte schärfer klingen, als er es beabsichtigt hatte.

„Das kann weder für das Baby noch für dich gut sein, agapi“, mischte Xander sich ein. „Beruhig dich bitte! Worum auch immer es geht, ich werde es in Ordnung bringen“, versprach er mit schroffer Stimme und legte beide Hände auf die Schultern seiner Frau.

Ani nickte.

Hinter sich hörte Sebastian, wie das kleine Auto schließlich den Vorplatz erreichte – außerhalb der Sichtweite ihrer großzügigen Außenterrasse. Der Motor heulte einmal auf, als wolle der Fahrer den Wagen wenden und wieder verschwinden. Er fuhr noch ein paar Mal auf dem Vorplatz hin und her und die Reifen knirschten dabei lautstark über den Kies. Dann kam das Auto in sein Blickfeld und parkte.

Irritiert über das Verhalten des Fahrers blickte Sebastian seinen Bruder an. „Erwartet ihr noch Gäste?“

Xander schüttelte den Kopf, doch Ani sagte: „Ich habe sie hierher eingeladen.“

Schließlich wurde die Fahrertür geöffnet und eine Frau stieg aus. Sebastians Nacken begann zu kribbeln, während er sie von Weitem beobachtete. Sein Adrenalinspiegel schoss in die Höhe. Und als er die Fahrerin erkannte, traf ihn das wie ein Schlag in die Magengrube.

Die große, kurvige Frau war lässig gekleidet und trug eine weite Hose und ein Oversize-Shirt. Wilde Korkenzieherlocken umrahmten ihr schönes Gesicht. Die hohe Stirn, die Stupsnase und der breite Mund, die stolze Neigung ihres Kinns und die geraden, ausdrucksstarken Schultern … Er hätte sie überall wiedererkannt.

Nach ihr hatte er jahrelang vergeblich gesucht. Nur dass sie heute kein rotes Kleid trug, keine geglätteten Haare und stark geschminkten Lippen hatte. Und die wunderschönen bernsteinfarbenen Augen waren damals dunkel umrandet gewesen: Smokey Eyes.

Erinnerungen überfluteten Sebastian und sengende Hitze erfasste seinen Körper. Das Gefühl seidiger Haut, die er genüsslich geküsst und gestreichelt hatte. Der süße Geschmack ihrer leidenschaftlichen Küsse. Die seltsame Kombination aus Arglosigkeit und intensiver Lust, mit der sie um seine Liebkosungen gebettelt hatte.

Dies war die Frau, die er seit drei Jahren nicht vergessen konnte.

Nach einer gemeinsamen leidenschaftlichen Nacht war sie spurlos verschwunden. Obendrein hatte sie ihm das einzige Druckmittel geraubt, das er gegenüber dem alten Chauffeur Guido besessen hatte. Denn Guido war der Einzige, der wusste, wohin Sebastians Mutter vor zwei Jahrzehnten verschwunden war.

Endlich war er kurz davor gewesen, ihren Aufenthaltsort ausfindig zu machen, und dann hatte diese Frau ihm alles kaputt gemacht.

Was, zum Teufel, wollte sie hier? Ausgerechnet jetzt?

Er hatte keinen Zweifel daran, dass sie ihm nicht einmal ihren richtigen Namen verraten hatte. Doch bevor er Ani danach fragen konnte, ging diese schon auf den unerwarteten Gast zu.

Dachte seine Geliebte von damals etwa, er hätte vergessen, dass sie ihn bestohlen hatte? Dass sie ihn unter Druck gesetzt hatte, um ihn davon abzuhalten, sie zu verfolgen? Sie war klug genug gewesen, ihn zu überlisten und die nächsten drei Jahre unentdeckt zu bleiben. Weil sie sein Geheimnis gelüftet hatte: seine Identität als begnadeter Maler, der stets inkognito blieb.

„Ani, was ist hier los? Warum ist diese Frau hier?“ Er hasste es, dass er seine Anspannung nicht verbergen konnte.

Xander starrte die Fremde an, die sich ihm näherte, dann wieder seine Ehefrau und schließlich seinen Bruder. Er fluchte, als er bemerkte, wie wütend Sebastian war. „Ani, agapi, was hast du getan?“

Während sie Sebastian gegenüber fast in Tränen ausgebrochen war, starrte An- nika ihren Mann herausfordernd an. In letzter Zeit flammte ihr berüchtigtes Temperament schneller auf als sonst. „Ich habe getan, was ich tun musste, Xander. Ich würde gern sehen, wie du mit so einer Angelegenheit umgehst. Es ist nicht immer alles nur schwarz-weiß, weißt du, und ich wäre dir dankbar, wenn du das berücksichtigst, bevor du …“

Ergeben presste Xander die Lippen auf ihre Schläfe und unterbrach ihren Redefluss. „Atme mal durch, pethi mou. Ich würde niemals deine Absichten in Frage stellen.“

Die Frau, die sich ihnen in der Zwischenzeit auf Hörweite genähert hatte, zögerte. Aus der Nähe schimmerten ihre bernsteinfarbenen Augen – intelligent und scharfsinnig – wie kostbare Edelsteine im Sonnenlicht. Ebenso wie die goldenen Strähnen in ihrem Haar.

Obwohl sie nicht gerade modisch gekleidet war und sich in der Nähe ihrer Brust sogar ein undefinierbarer orangefarbener Fleck befand, strahlte sie dieselbe wilde Attraktivität aus, die Sebastian schon damals zu ihr hingezogen hatte.

Auf eine ursprüngliche, natürliche Art und Weise war sie unglaublich schön. Selbst jetzt, da die Wut in ihm hochkochte, konnte er ihre vielen Reize nicht ignorieren.

Ein zittriges Lächeln umspielte Anis Lippen. „Laila, willkommen in unserem Haus!“

Laila. Der Name hallte in Sebastians Ohren wie Musik.

Das aufgesetzte Lächeln der Fremden war eine Mischung aus unsicherer Grimasse und erzwungener Höflichkeit.

Ani streckte zur Begrüßung beide Hände aus, als hätte sie Angst, Laila könnte auf dem Absatz kehrtmachen, wenn sie sie nicht festhielt. „Es freut mich sehr, dass du gekommen bist.“

„Ich war mir nicht sicher, ob ich es wirklich tun sollte. Nicht bis zur letzten Minute“, entgegnete Laila und rieb sich nervös die Stirn. „Eigentlich treffe ich keine Entscheidungen aus dem Bauch heraus, aber in diesem Fall …“ Sie zuckte mit den Schultern. Dann machte sie einen Schritt nach vorn und küsste Ani auf die Wange. „Geht es dir gut? Ich habe unsere Gespräche vermisst.“

„Ja, danke. Mir wurde Bettruhe verordnet, darum habe ich das Grundstück seit drei Wochen nicht mehr verlassen.“ Anis Lächeln wurde breiter und ihre Zuneigung Laila gegenüber wirkte absolut echt. „Ich habe mich so darauf gefreut, dass du...



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