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Pangerl Defensive Publishing
1. Auflage 2010
ISBN: 978-3-8349-8360-2
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Handlungsfreiheit und die Aneignung von Innovationsgewinnen
E-Book, Deutsch, 287 Seiten, Web PDF
Reihe: Innovation und Entrepreneurship
ISBN: 978-3-8349-8360-2
Verlag: Betriebswirtschaftlicher Verlag Gabler
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark
Zielgruppe
Research
Autoren/Hrsg.
Weitere Infos & Material
Theoretischer und Empirischer Bezugsrahmen.- Rechtliche Grundlagen.- Qualitativ-empirische Untersuchung zu Defensive Publishing.- Quantitativ-empirische Untersuchung zu Defensive Publishing.- Zusammenfassung und Ausblick.
(S. 89-90)
(Interviewpartner aus einem deutschen Großunternehmen über Defensive Publishing)
In den vorangegangenen Kapiteln wurde gezeigt, dass Handlungsfreiheit häufig eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit einer erfolgreichen Aneignung von Innovationsgewinnen spielt. Eine theoretische Analyse, welche Möglichkeiten ein Unternehmen hat, durch einen strategischen Einsatz von Defensivpublikationen diese Handlungsfreiheit im Hinblick auf eine Erfindung zu erhalten, hat zahlreiche Fragen bezüglich des tatsächlichen Einsatzes eines solchen Vorgehens in der Praxis aufgeworfen.
Mit der Darstellung der rechtlichen Grundlagen von Defensive Publishing im vorangegangen Kapitel wurde zusätzlich ein tiefgehendes Verständnis geschaffen, wie sich diese Strategie die Rahmenbedingungen der Patentgesetze zunutze macht. Dies soll im Folgenden dabei helfen, Fragen und Antworten zu diesem Thema weiter zu präzisieren.
Kapitel 4 untersucht die im Vorangehenden entstandenen Fragen zu einem Einsatz von Defensive Publishing in der Praxis mit einem qualitativ-empirischen Ansatz. Die vorgestellte Untersuchung basiert auf 56 Interviews mit Experten zum Thema Defensive Publishing. Insgesamt wurden dabei mehr als 27 Stunden Gespräch aufgezeichnet.
Das Datenmaterial wurde transkribiert und in der Folge ausführlich analysiert, um zu einem möglichst detaillierten Verständnis dieses bislang unerforschten Phänomens zu gelangen. Der Umfang der Untersuchung geht hinsichtlich der Anzahl und der Dauer der Gespräche deutlich über einen explorativen Rahmen hinaus und kann so als eigenständige Studie betrachtet werden. Die präsentierten Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild des Phänomens Defensive Publishing.
Die Ergebnisse bilden gleichzeitig die Grundlage für die in Kapitel 5 der vorliegenden Arbeit vorgestellte quantitativ-empirische Untersuchung; eine weiterführende Untersuchung des praktischen Einsatzes von Defensivpublikationen in Unternehmen der deutschen Elektro- und Elektronikindustrie. Die Ergebnisse der Interviewanalyse wurden so aufbereitet, dass einerseits gemeinsame Strukturen im Verhalten der Unternehmen aufgezeigt werden und andererseits, dort wo dies nötig erscheint, weil die Interviewpartner ein heterogenes Bild des Phänomens schilderten, entsprechend differenziert wird.
Die Ergebnisse wurden thematisch gruppiert und stets mit einer Auswahl geeignet erscheinender Zitate, die je nachdem die gemeinsamen Tendenzen der Aussagen bzw. eine offenbarte Heterogenität widerspiegeln, aus den Interviews belegt. Die Zitate aus den Interviews werden dabei ausschließlich in anonymisierter Form wiedergegeben.
Lediglich eine Zuordnung, innerhalb welcher Gruppe der Befragten (DAX 30-Unternehmen, sonstiges Großunternehmen153, KMU, EPA, Sonstiger Experte) eine gegebene Aussage getroffen wurde, wird vorgenommen. Neben der qualitativen Analyse wurden, soweit das Datenmaterial dies erlaubte154, auch quantitative Analysen durchgeführt.




