E-Book, Deutsch, Band 3, 263 Seiten
Reihe: California Callboys
Paris Call on You – Trish & Alan
1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7517-0316-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
California Callboy Romance
E-Book, Deutsch, Band 3, 263 Seiten
Reihe: California Callboys
ISBN: 978-3-7517-0316-1
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Alan ist Callboy und leitet eine erfolgreiche und exklusive Escortagentur. Auf der Hochzeit seines besten Freundes trifft er Trish, die Brautjungfer. Durch ein Missverständnis hält sie Alan für einen Fotografen. Er lässt sie in dem Glauben - und sie verbringen eine sinnlich heiße Nacht miteinander. Doch Alan kann nicht aufhören an Trish zu denken, was zu massiven Problemen in der 'Ausführung' seines Berufes führt. Sie landen wieder im Bett, wollen jedoch beide keine feste Beziehung. Es entwickelt sich stattdessen eine innige Freundschaft plus, und Alan fühlt sich mit der Lüge immer unwohler, je tiefer die Gefühle für Trish werden. Er muss ihr endlich die Wahrheit sagen. Aber wie wird sie reagieren?
Heiße Küsse, leidenschaftliche Dates und ein Hauch Romantik - der dritte Band der sexy Callboy-Romance-Reihe von Helen Paris.
eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.
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1
Alan
»Ja, Babe, lass dich gehen! So ist es gut. Es ist dein Moment«, raunte Alan seiner Bettpartnerin ins Ohr.
Isabella antwortete mit einem unterdrückten Stöhnen. Ihre Fingernägel krallten sich in seinen Oberarm, als er die Hand schneller bewegte, doch das störte ihn nicht – im Gegenteil. Er liebte es, wenn eine Frau aus sich herausging. Und dieses weibliche Wesen in seinem Bett – beziehungsweise im Bett seiner Suite im Hotel Ambassador – war anfangs sehr gehemmt gewesen.
Vorsichtig hatte sie nur einen Escort gebucht. Schick essen gehen und tanzen. Doch als der Wein zunehmend ihre Zunge gelockert hatte, und sie ihn sichtlich verschämt gefragt hatte, welche Dienste er sonst noch anböte, hatte er Gewissheit bekommen über das, was ihm im Grunde schon den ganzen Abend klar gewesen war: Sie wollte es. Sie war neugierig. Und hungrig. Hungrig nach Zärtlichkeiten. Sie sehnte sich danach, begehrt zu werden. Sie wollte befriedigt werden.
Und das gedachte er zu tun.
Es war ihr erstes Mal mit einem Callboy. Doch Alan war sich schon jetzt fast sicher, dass es nicht ihr letztes Mal sein würde. Bisher schien es Isabella zumindest ausnehmend gut zu gefallen. Natürlich hatte er sich Zeit für sie genommen. Sie ausgiebig gestreichelt. Bis ihre Hemmungen mehr und mehr geschwunden waren.
Alans Vorfreude wuchs. Er würde sie in dieser Nacht glücklich machen – dessen war er sich nun sicher.
Er studierte ihre Gesichtszüge, während er sanft die Finger kreisen ließ. Auf jede Regung reagierte er sofort. Und er genoss es, wie sie immer erregter wurde.
»Willst du nicht ...«, keuchte sie und riss fragend die Augen auf.
»In dich kommen?«
Sie nickte.
»Oh, doch! Bald! Lass mich aber erst noch ein bisschen genießen, wie du richtig scharf wirst.«
Ihr wohliges Erschauern, als er mit der Zunge ihre Ohrmuschel verwöhnte, erregte ihn genauso wie ihr Inneres, das sich immer enger um seine Finger zog, während er den G-Punkt massierte und dabei den Daumen sanft um ihre Perle kreisen ließ. Sie war bald so weit. Ihre Anspannung übertrug sich auf ihn, in seinem Unterleib breitete sich ein lustvolles Ziehen aus. Fast schmerzhaft. Ihr Keuchen hallte in seinen Ohren, während er mit der Zunge ihre Nippel liebkoste.
»Ich ... was tust du mit mir?«, stammelte sie – der gesamte Körper war angespannt.
»Lass dich fallen, Babe! Ich fange dich auf«, murmelte er gegen ihre Brustwarze, bevor er nun ein bisschen fester daran saugte.
Ihr Keuchen wurde lauter. Die Nägel in seiner Schulter schmerzten, doch er beklagte sich nicht. Viel zu konzentriert war er darauf, Isabella in die höchsten Wonnen zu entführen.
»Was passiert mit mir ...« Sie stöhnte.
Da bäumte sie sich auch schon auf, ein Aufschrei entwich ihr, bevor sie sich auf die Lippe biss. Ihr Körper erbebte.
Alan kostete noch kurz das Pulsieren in ihr aus, bevor er die Hand langsam zurückzog und Isabella in die Arme schloss, dabei ihren Kopf an seine Schulter bettete. Sanft streichelte er ihren Rücken. Den Moment sollte sie voll auskosten. Es dauerte eine Weile, bis sich ihr Atem beruhigte.
Vorsichtig drehte er sie wieder auf den Rücken und strich ihr die Haare aus dem Gesicht, das von innen heraus zu leuchten schien. Eine Träne rollte aus ihrem rechten Augenwinkel über ihre Wange hinab.
»Alles okay?«, fragte er besorgt.
Sie nickte. »Mhm. Es war nur so ... überwältigend. So fühlt sich das also an!«
»Was meinst du?« Ihm schwante etwas.
»Ein ... Orgasmus.«
Ihre Antwort bestätigte seinen Verdacht. Er bemühte sich, kein Mitleid in sein Lächeln zu legen, sondern Wärme. Isabella war zwölf Jahre älter als er, sechsundvierzig. Mutter von drei erwachsenen Kindern. Frisch geschieden. Das hatte sie ihm erzählt.
Doch dass sie noch nie einen Orgasmus gehabt hatte, hatte sie zuvor nicht erwähnt.
Eigentlich hatte er vorgehabt, jetzt gleich weiterzumachen, die Erregung schwelte in ihm, aber etwas sagte ihm, dass sie darüber sprechen wollte.
Natürlich erlebte er das häufiger bei seinen Kundinnen. Es erweckte jedes Mal sein Bedauern. Wenn Männer sich so wenig kümmerten. Und Frauen sich selbst so vernachlässigten.
Er rückte ein Stück höher, sodass er zum Sitzen kam, und zog sie wieder in seine Armbeuge.
»Weißt du, ich ... unsere Ehe war nicht schlecht. Wir hatten Sex, wenn auch nicht häufig. Ich habe immer gedacht, ich gehöre zu den Frauen, die eben nicht kommen können«, murmelte sie an seiner Brust.
»Und du hast nie mit deinem Mann darüber gesprochen?«
»Nein, ich ... es war mir unangenehm. Er hat sich anfangs wirklich Mühe gegeben. Das hat mir leidgetan, dass es umsonst war. Ich ... habe so getan, als ob ...« Sie verstummte.
Isabella hatte ihrem Mann also Orgasmen vorgespielt. Ob ihr wohl selbst bewusst war, wie wenig zielführend das war?
»Wir waren noch sehr jung, als wir zusammengekommen sind. Ich ... er hat mich anfangs schon gestreichelt, versucht, mich mit der Hand zu befriedigen, aber das tat mir immer irgendwie weh, war unangenehm. Deshalb habe ich ihn später immer schnell auf mich gezogen. Ich weiß nicht, was jetzt anders war. War es dieses Gel, das so geprickelt hat? Oder weil du genau weißt, wo du hinfassen musst?« Sie biss sich abermals auf die Lippe.
Alan lächelte. »Vielleicht beides. Oder du hattest weniger Erwartungen an dich selbst, sondern es mir überlassen?« Er wurde wieder ernst. »Aber, wenn ihr beide jung wart, dann wart ihr vielleicht nicht so experimentierfreudig? Frauen können sich manchmal erst mit den Jahren beim Sex richtig fallen lassen.« Nun lächelte er wieder. »Du bist also genau zur richtigen Zeit gekommen. Im doppelten Sinne.«
Ihr verschämtes Lachen war süß. Sie war keine wirkliche Schönheit. Die Haare schulterlang und glatt, aber recht dünn. Aschblond, vielleicht auch mausbraun. Ein paar helle Strähnchen setzten Akzente. Das Gesicht war nicht auffallend. Aber durch dieses innere Leuchten war sie in dem Moment schön. Die Wandlung war faszinierend.
Auch dies war ein Teil seines Berufes, den Alan so liebte. Solch eine Entwicklung mitzuerleben. Er wusste, viele verurteilten ihn, vor allem Männer, die sich vielleicht auch von ihm bedroht fühlten, weil sie meinten, mit seinen Fertigkeiten nicht mithalten zu können. Doch das war völlig albern.
Jeder konnte das lernen, der nur wollte. Im Internet und diversen Magazinen wurde man nur so mit Tipps überhäuft. Er war schließlich auch nicht mit dem Wissen auf die Welt gekommen, wie man eine Frau glücklich machte und sie vollständig befriedigte, sondern hatte es erlernt.
Er war Profi.
Ein Physiotherapeut konnte auch Verspannungen besser behandeln als ein Ehemann. Und dennoch konnte ein sanftes Streicheln des Gatten genauso entspannend sein – und gut für die Seele.
Genauso war es bei Callboys. Im Idealfall konnten sie den Frauen beibringen, sich mehr zu schätzen. Auf ihre Bedürfnisse zu hören. Nur wenn sie selbst ihren Körper kannten, konnten sie auch Befriedigung finden. Wenn sie sich selbst liebten, konnten sie Liebe finden.
Bei Isabella würde ihm das gelingen, dessen war er sich sicher.
»Und du bist auch bei dir selbst nicht zum Orgasmus gekommen?«, fragte er vorsichtig.
»Nein, ich ... habe es mal probiert. Innen und außen. Sogar die Finger nass gemacht. Aber irgendwie ...« Sie zuckte hilflos mit den Schultern.
»Und mit Sex-Toys?«
Sie schüttelte verschämt den Kopf. »Ich hatte es mir schon überlegt, aber dann fiel mir deine Anzeige in die Hand, und ich habe dich spontan kontaktiert.«
Er schob seine Hand in ihren Nacken und küsste sie auf die Stirn. »Eine gute Entscheidung. Hättest du denn Lust, es auszuprobieren?«
Verblüfft riss sie die Augen auf. »Was, hier?«
»Warum nicht? Mit mir zusammen.« Er grinste sie an. »Vorausgesetzt, du hast Lust, diese Gefühle noch mal zu erleben, vielleicht zu toppen?«
Sie stimmte in sein Lachen ein. »Das klingt zu schön, um wahr zu sein.«
»Lass dich überraschen!«
Dass er wieder ihre Brustwarze küsste, schien ihr zumindest gut zu gefallen – ihr Körper reagierte sofort. Dennoch schob sie ihn von sich.
»Aber ... was ist mit dir? Willst du nicht ...?«
Er nahm ihr Gesicht in seine Hände. »Ist es denn das, was du jetzt sofort willst? Oder möchtest du das Ganze nicht auch noch ein wenig auskosten?«
»Doch, aber ich wusste nicht, ob du ...«
»Keine Sorge, ich werde nicht leer ausgehen.« Er lachte leise. »Jetzt bist erst mal du dran. Auch ich komme dabei auf meine Kosten, versprochen. Ich werde es in vollen Zügen genießen, wenn du erregt bist. Wir werden es beide wissen, wenn du so weit bist, dass du mich in dir spüren willst. Je erregter du bist, desto eher kannst du dann den...




