Paris | Lynnwood Falls – Mein Weg zu dir | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 300 Seiten

Reihe: New England Love

Paris Lynnwood Falls – Mein Weg zu dir


1. Auflage 2021
ISBN: 978-3-7325-9850-2
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 3, 300 Seiten

Reihe: New England Love

ISBN: 978-3-7325-9850-2
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Wo verlorene Herzen ein Zuhause finden.

Melanie versteckt sich seit Jahren vor den Schatten ihrer Vergangenheit. In Lynnwood Falls scheint sie endlich ein sicheres Zuhause gefunden zu haben - und Freunde. Als ihr Verfolger sie schließlich doch aufspürt, unterstützt sie der ganze Ort. Ihre Freunde bringen Melanie auf einem Forschungsschiff in Sicherheit. An Bord ist auch der attraktive Meeresbiologe Jesse. Doch Mel hat geschworen, sich nie wieder auf einen Mann einzulassen. Wenn sich nur Herz und Verstand in Einklang bringen ließen ...

Auch Jesse kämpft mit einem schweren Schicksalsschlag und vergräbt sich in seiner Arbeit - auf hoher See findet er Ablenkung und konzentriert sich ganz auf die Walforschung. Sein Privatleben hat er auf Eis gelegt. Während sich Mel auf dem Schiff einlebt, merkt Jesse, dass sie ihm mehr bedeutet, als er eigentlich zulassen will. Aber wie kann er keine Gefühle für eine Frau entwickeln, die er beschützen muss?

Der dritte Band der romantischen Liebesromanreihe um die idyllische Kleinstadt Lynnwood Falls.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Helen Paris liebt das Abtauchen in fremde Welten, ob virtuell in Geschichten oder auf ihren Reisen rund um den Globus. Seit knapp zwanzig Jahren lebt sie mit ihrem Mann zeitweise auf ihrem Segelkatamaran und ist auf allen Weltmeeren unterwegs. Eine halbjährige Reise quer durch Nordamerika mit Schiff und Wohnmobil hat ihre Liebe zu diesem vielseitigen Kontinent geweckt.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Kapitel 1


Melanie


Lynnwood Falls

Unwillkürlich schloss Melanie die Augen, als sie die vergilbten Buchseiten glatt strich. Sie konnte nicht widerstehen, auch mit den Fingern über das Buchcover zu fahren, die Unebenheiten des Goldkäfers darauf zu erfühlen. Bücher übten eine unwiderstehliche Faszination auf sie aus. Schnell öffnete sie die Lider, als die ersten Stühle gerückt wurden und die Mitglieder des »Lynnwood Falls Buchklubs« in ihre Jacken schlüpften. Die monatlichen Treffen in der Carly Martin Memorial Library waren immer ein Highlight – Mel mochte die bunt gemischte Runde, die einen Querschnitt der Bevölkerung von Lynnwood Falls bildete. Die Männer waren jedoch deutlich in der Unterzahl bei den etwa zwölf Büchereulen, die sich einmal im Monat um den ovalen Holztisch versammelten, deren Zahl gelegentlich wechselte.

»Oh, bevor alle weglaufen: Das nächste Buch ist klar, aber wie wäre es, wenn wir danach, wenn wieder ein Klassiker an der Reihe ist, Moby Dick lesen?« Will, der das örtliche Rechtsanwaltsbüro leitete und auch einen Bio-Bauernhof mit Schweinen besaß, blickte in die Runde. »Wir haben Herman Melvilles Geschichte sicherlich alle bereits gelesen oder als Film gesehen, aber zumindest bei mir liegt die Lektüre viele Jahre zurück. Ich denke, die Story bietet viel Potenzial und interessante Charaktere, um darüber zu sprechen. Und das Buch läge gerade auf meinem Bücherstapel. Ich wollte nur wissen, ob ihr Lust dazu hättet. Dann spare ich mir das Buch für euch auf.« Das Schmunzeln des jüngsten der McGinty-Brüder war so sympathisch, dass man es unwillkürlich erwidern musste. Es brachte ihm nun ein verliebtes Lächeln seiner Freundin Annabella ein.

Ein zustimmendes Gemurmel ertönte.

»Okay, prima, dann ist das geklärt. Wir nehmen uns Moby Dick sehr gern als nächsten Klassiker vor.« Mel überlegte kurz. »Da hätte ich auch einen Vorschlag für danach – von meinem Bücherstapel –, falls wir bei den Meeressäugern bleiben wollen: Wie wäre es mit Der Wal und das Ende der Welt? Es ist zwar auch schon ein paar Jahre alt, aber topaktuell. Und es passt gut zu unserer Kleinstadt: Es geht unter anderem um den Zusammenhalt in einer Dorfgemeinschaft.«

»Das klingt toll.« Annabella nickte, auch der alte Farmer Wes Tucker brummte zustimmend.

»Und welche Rolle spielt der Wal?«, wollte Hope, ganz die Tierärztin, wissen, während sie sich den Schal um den Hals wickelte.

»Ohne allzu viel zu verraten: Im Grunde dient er als Symbol. Das ganze Dorf lernt bei seiner Rettung Zusammenhalt, als der Wal dort strandet ...« Mel hielt inne, als sich die Miene von einigen verdunkelte und sich Bestürzung auf ihren Gesichtern abmalte. »Was ist?«

Normalerweise war Elly Johnson, Wills Assistentin in der Kanzlei, ein äußerst positiver Mensch, hatte für jedermann ein Strahlen übrig und immer einen guten Rat auf den Lippen. Nun wirkte sie irgendwie bedrückt.

»Ellys Bruder Jesse ist doch Walforscher«, erläuterte ihre Freundin Hope. »Du hast vielleicht von dem Unglück gehört ...« Sie verstummte.

»Mhm.« Mel biss sich auf die Lippen. Die Tragödie der Familie Johnson hatte sich wenige Monate nach ihrer Ankunft in Lynnwood Falls ereignet, vor gut eineinhalb Jahren. Ellys Schwägerin Beth, Jesses Frau, war hochschwanger nachts beim Fahren auf rutschigem Herbstlaub von der Straße abgekommen und mit dem Wagen den Hang hinuntergestürzt. Die dreijährige Tochter hatte mit im Auto gesessen. Weder sie noch ihre Mutter hatten überlebt.

Mel schluckte trocken. Den Schmerz der Angehörigen konnte sie förmlich fühlen. Ein dumpfer Druck bildete sich in ihrem Brustraum.

»Jesse saß nicht mit im Wagen, weil an dem Tag drüben bei Rockland ein Wal gestrandet ist und er vor Ort blieb, um bei der Rettung zu helfen. Er macht sich Vorwürfe, dass er seine Familie allein hat fahren lassen«, erklärte Hope mit belegter Stimme. »Deshalb ... Wenn es um Walstrandungen geht ...«

»Natürlich lesen wir etwas anderes«, erwiderte Mel sofort, wobei sie sich um eine einigermaßen ruhige Stimmlage bemühte. Dieses Schicksal hatte sie damals – frisch in Lynnwood Falls angekommen und so gut von der Gemeinde aufgenommen – schon schwer getroffen, auch wenn sie Beth kaum gekannt hatte. Sie war ihr vielleicht zwei-, dreimal in der Bibliothek oder im Ort begegnet. Ellys Bruder Jesse war mit noch nicht einmal Mitte dreißig seither ein gebrochener Mann – und Mel konnte das sehr gut nachvollziehen.

Der Verlust eines Kindes ... Kälte kroch in Melanies Glieder, die sie lähmte. Und der arme Jesse hatte gleich drei geliebte Menschen verloren. Seit einem guten halben Jahr war er auf einem Forschungsschiff auf dem Atlantik unterwegs, um den Zug der Wale zu verfolgen – der Abstand tat ihm sicherlich gut. Mel hatte auch ihn nur wenige Male getroffen, aber die Begegnungen hatten sie jedes Mal seltsam aufgewühlt.

Elly, die auf ihrem Handy herumgetippt hatte, winkte resolut ab. »Nein, es ...«, sie räusperte sich, »ist nur immer die Erinnerung. Aber natürlich lesen wir das Buch. Das klingt toll, ich habe mir soeben die Beschreibung durchgelesen. Solch hintergründige Geschichten sind ganz mein Ding. Ich bin dafür.«

Will warf seiner Assistentin einen nachdenklichen Blick zu. Als Elly herausfordernd das Kinn hob, stimmte er zu. Auch vom Rest der Truppe kam ein bejahendes Gemurmel.

»In Ordnung, dann merken wir uns das vor. Ich schreibe euch nachher die Details in unsere Messenger-Gruppe. Und wir sehen uns spätestens Anfang März wieder hier in diesen heiligen Hallen.« Mel machte eine weitschweifende Handbewegung durch die Bibliothek.

Einer nach dem anderen verabschiedete sich, nur Elly blieb zurück.

»Es tut mir wirklich leid, dass ich die Erinnerung habe aufleben lassen ...«, begann Mel zerknirscht, doch Elly, die in ihrer großen Umhängetasche gekramt hatte, schüttelte abwehrend den Kopf und schwenkte einen Umschlag.

»Lass gut sein! Das Leben muss weitergehen! Ich wollte wegen etwas anderem mit dir sprechen.« Nun erhellte ein inneres Leuchten ihre Züge. »Brandon und ich beenden unsere Verlobungszeit.«

»Beenden?« Mel lachte. »Ich gehe davon aus, ihr habt einen Termin gefunden? Denn solche tragenden Ereignisse wie eine Trennung wären in unserer Kleinstadt nicht verborgen geblieben. Und du würdest nicht so strahlen und hättest vermutlich den Ring abgelegt.« Sie deutete auf den schmalen Goldreif mit dem schillernden Diamanten an Ellys Finger.

»Stimmt!« Elly drückte ihr kichernd den Umschlag in die Hand. »Brandon und ich würden uns freuen, wenn du zu unserer Hochzeit kommst. Am Samstag, den siebzehnten April. Der Montag danach ist ein Feiertag, der Tag der Patrioten. Da kann man sich hinterher ausgiebig von der Feier erholen.«

Mel blinzelte gerührt. Sie hatten zwar in letzter Zeit viel zusammen unternommen und Freundschaft geschlossen, trotzdem fühlte sie sich überwältigt. »Danke! Ich ... freue mich wahnsinnig!«

»Oh, wie schön!« Elly umarmte sie. »Dann freue ich mich ebenso! Ich weiß, der Termin in zehn Wochen ist etwas kurzfristig, doch wir haben gerade erfahren, dass Brandon im Mai nochmals unters Messer muss ...«

»Oh, hoffentlich nichts Schlimmes?«

»Nein, er bekommt einen Nagel am Knie herausoperiert. Aber warum auch so lange warten? Jetzt sind wir so viele Jahre zusammen ...«, sie lächelte verschämt, »und zudem kann ich es kaum erwarten, endlich Mrs Brandon Simmons zu sein.«

»Da habt ihr völlig recht.«

»Danke!« Elly nahm ihre Hand, die Geste hatte etwas Feierliches. »Möchtest du auch eine meiner Brautjungfern sein?«

»Was, ich?« Vor Rührung musste Mel schlucken.

Elly blickte sich übertrieben in der Bibliothek um und grinste breit. »Ich sehe zwischen diesen Bücherschätzen hier niemanden außer uns beiden.«

»Oh, ich ... freue mich total!«

Trotz ihrer manchmal etwas burschikosen Art – und der meist ungeschminkten Wahrheit, mit der sie nicht hinter dem Berg hielt – war Elly äußerst feinfühlig. Offenbar ahnte sie, was in Mel vorging, auch wenn sie nicht alles wissen konnte. »Du gehörst zu uns, Mel«, betonte sie.

»Danke!« Die spontane Freude, die Mel anfangs bei den Worten empfunden hatte, verschwand abrupt, als ihr rationales Denken wieder einsetzte. Sie erstarrte. Und hörte nur mit halbem Ohr zu, während Elly weitersprach.

»Wenn du magst, könnte Jack Fuller dein Begleiter sein, er ist auch einer von Brandons ›Groomsmen‹ – oder auch ›Leibwächtern‹, wie ich seine Jungs, die ihn zum Altar begleiten, gern nenne. Er würde sich freuen.«

Mel presste die Lippen zusammen.

Elly zwirbelte an einer Haarsträhne. »Oh, ich bestimme so einfach über...



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