Paris | On a cosy Winter Night | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 335 Seiten

Reihe: Spicy Christmas Romance - Knisternde Liebesromane für den Winter

Paris On a cosy Winter Night


1. Auflage 2022
ISBN: 978-3-7517-2520-0
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 2, 335 Seiten

Reihe: Spicy Christmas Romance - Knisternde Liebesromane für den Winter

ISBN: 978-3-7517-2520-0
Verlag: beHEARTBEAT
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Im »Blue Café« zählt nur eine Regel: Niemand verrät seinen wirklichen Namen. Für Jonathan ist es der perfekte Ort, um den Weihnachtsabend zu verbringen. Hier kann er sich vor den Schatten seiner Vergangenheit verstecken. Als die junge Marley das »Blue Café« betritt, sucht auch sie die Geborgenheit der Anonymität. Vom ersten Augenblick an sind sich »Joe« und »Em« sympathisch. Sie verbringen eine aufregende Nacht miteinander, die sie in das romantisch weihnachtliche Städtchen Seekers Hope entführt - und in der es gewaltig knistert! Bis zuletzt halten sie sich an die Regel: keine Namen! Doch als sich am nächsten Morgen ihre Wege trennen, kann keiner von beiden den anderen vergessen. Eine nahezu aussichtslose Suche nacheinander beginnt ...

Ein Liebesroman, so knisternd und wärmend wie ein heißes Kaminfeuer an einem kalten Wintertag.

eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.



Helen Paris liebt das Abtauchen in fremde Welten, ob virtuell in Geschichten oder auf ihren Reisen rund um den Globus. Seit knapp zwanzig Jahren lebt sie mit ihrem Mann zeitweise auf ihrem Segelkatamaran und ist auf allen Weltmeeren unterwegs. Eine halbjährige Reise quer durch Nordamerika mit Schiff und Wohnmobil hat ihre Liebe zu diesem vielseitigen Kontinent geweckt.

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1


Jonathan


Sacramento

Zwei Wochen vor Weihnachten

Jonathan lockerte die verkrampften Schultermuskeln. Doch im Grunde wusste er nur zu genau, dass die Verspannungen dieses Mal nicht ausschließlich vom stundenlangen Sitzen vor dem Bildschirm herrührten.

Sein Blick schweifte zum Fenster, auf dem sich eine Eisblume bildete – ein seltener Anblick in Sacramento. Unwillkürlich hoben sich seine Mundwinkel. Seit er vor vier Jahren in dieses Zwei-Zimmer-Apartment gezogen war, hatte er auch noch keinen Schnee auf dem Fensterbrett gesehen. Die Scheibe beschlug, als er sich nach vorn beugte und hinuntersah. Die Wege waren inzwischen geräumt; er selbst hatte die Zufahrt zum Haus vom Schnee befreit, aber auf dem mit Weihnachtsfiguren verzierten Rasen und mit Lichtergirlanden umwickelten Bäumen lag eine hauchdünne weiße Schicht, als wären sie mit Zuckerguss überzogen.

Auch die farbenprächtig dekorierten Häuser ringsherum verbreiteten eine festliche Stimmung. Offenbar befanden sich die Besitzer alle im Fieber der Sacramento Christmas Lights und versuchten, sich im Schmücken zu überbieten. Auf der Straße fuhr eine mit Tannenzweigen und Girlanden dekorierte Pferdekutsche vorbei. Das Klappern der Hufe wurde rhythmisch vom Bimmeln der angebrachten Glöckchen begleitet.

Mit einem Mal überkam Jonathan ein beklemmendes Gefühl, und er schob den Stuhl zurück – das war wirklich eine geballte Ladung Weihnachtsfeeling!

Schnell füllte er sich in der Küchenzeile ein Glas mit Wasser, trank es in einem Zug leer und versuchte, sich wieder auf den Artikel über seine Recherche-Reise ins Amazonas-Gebiet zu konzentrieren. Seine Gedanken schweiften beim Tippen allerdings immer wieder ab. Er kippte den Bürostuhl nach hinten und rieb sich die Augen.

Doch die Bilder, die ihn verfolgten, ließen sich nicht vertreiben: von gierigen Flammen, die Mammutbäume in riesige Fackeln verwandelten, bis die verkohlten Gerippe schließlich in Schutt und Asche zerfielen. Fast meinte er, wieder die glühende Hitze zu spüren, die einem das Atmen unmöglich machte; sie ätzte sich in die Lunge. Er roch den beißenden Rauch, der ihm Tränen in die Augen trieb und den Hals brennen ließ, als wütete auch dort die Glut. Hörte das Bersten der ehemals grünen Giganten, wenn sie auf den nächsten Mammutbaum krachten.

Und er sah die hilfesuchenden Blicke des kleinen Jungen in der Hütte, umzingelt von dem Feuer, das sein Dorf verschlang ...

Das Klingeln an der Tür schreckte Jonathan auf. Schnell sicherte er die aktuelle Textversion unter einem neuen Namen, bevor er an die Tür eilte.

Seine Schwester Jodie brachte einen Schwall Winterkälte mit herein, als sie ihm, auf die Zehenspitzen gereckt, um den Hals fiel und ihre kalten Lippen auf seine Wange drückte.

»Puh, welch eine Affenkälte heute! Das Klima spielt wirklich verrückt – wie oft hat es hier in Sacramento geschneit?« Bevor er darauf eingehen konnte, fuhr sie fort: »Ich liebe den Schnee ja, aber er hätte doch auch noch die zwei Wochen warten können. Weiße Weihnachten wären ein Traum.« Mit einem andächtigen Seufzen zog sie sich die feuerrote Strickmütze vom Kopf und schüttelte die langen blonden Haare aus – Jonathan wurde in Kälte gehüllt.

»Was soll ich sagen?« Er nahm ihr den schwarzen Mantel ab, um ihn an die Garderobe zu hängen, und zwang sich zu einem Lachen. »Ich komme aus über vierzig Grad Hitze – der Temperaturunterschied ist krass.«

Jodie stach ihm den Zeigefinger in die Brust. »Über diese Recherchereise ins Amazonas-Delta zu den Ureinwohnern, die aus ihrem Gebiet vertrieben wurden, will ich alles hören!« Ihr Blick, in dem sich Neugierde mit Mitgefühl mischte, gefiel ihm gar nicht.

»Jetzt komm erst mal an den Kamin zum Auftauen. Ich mache dir gleich eine heiße Schokolade«, wich er aus.

Wie befürchtet rief Jodie ihm hinterher: »Glaub nicht, dass du mir entkommst!«

Jonathan unterdrückte ein Seufzen. Er liebte seine kleine Schwester abgöttisch, und sie stand ihm von seinen drei Geschwistern am nächsten. Äußerlich sahen sie sich gar nicht ähnlich – sie blond und blauäugig wie ihr Vater und eher von zierlicher Statur, er dunkelhaarig mit braunen Augen – wie ihre Mutter – und groß und sportlich gebaut.

Aber manchmal war es auch eine Last, dass Jodie in ihm lesen konnte wie in einem Buch ... Eigentlich hatte er bei ihrem letzten Telefonat nur beiläufig erwähnt, dass er ausnahmsweise an Weihnachten nicht gedachte, mit zu den Eltern zu kommen, doch er hätte wissen müssen, dass Jodie das niemals auf sich beruhen lassen würde, ohne dass er ihr die Hintergründe näher erläuterte.

Kaum hatte er die beiden dampfenden Tassen, die einen köstlichen Kakaoduft verströmten, zum Couchtisch balanciert und einen Teller mit dem Weihnachtsgebäck ihrer Mutter dazugestellt, musterte Jodie ihn kritisch. »Mom wird es gar nicht gefallen, wenn sie erfährt, dass du über die Feiertage nicht kommst.«

Unwillkürlich schaltete er in den Verteidigungsmodus. »Ich war bei dreißig Weihnachtsfeiern dabei. Nun habe ich eben das einunddreißigste Mal was anderes vor. Du und Phil, ihr habt euch auch mal über Weihnachten in die Karibik abgesetzt. Und June und Andrew haben sich schon in Aspen vergnügt.«

»Mit ihren Yuppie-Freunden«, ergänzte Jodie grinsend.

Jonathan musste lachen. »Jep.« Der Mann ihrer älteren Schwester war ein netter Kerl, stammte aber aus einer neureichen, eher unterkühlten Familie, was mit den Taylors, ihrer eigenen »Bande«, wie sie sich oft selbst betitelten, die eher umtriebig und laut war, nicht immer ganz in Einklang zu bringen war. Aber Andrew gab sich Mühe, locker zu werden, und den beiden Kindern gefiel es in der Sippschaft ihrer Mutter, bei der immer etwas los war.

»Immerhin sind auch Jackson und Debbie mit den Kids dieses Jahr wieder bei Mom und Dad«, wandte Jonathan ein. Es wäre schlechter gewesen, wenn ihr gemeinsamer großer Bruder, der Zweitälteste, die Feiertage mit den zwei kleinen Kindern dieses Jahr bei den Eltern seiner Frau in Colorado verbracht hätte, wie er es im Wechsel tat. Aber so war das Haus ihrer Eltern definitiv nicht leer.

»Es geht ja nicht darum, dass du etwas anderes vorhast. Das ist durchaus legitim. Wenn du zum Beispiel mal statt der wechselnden Liebschaften eine feste Freundin hättest, mit der du die Feiertage verbringen würdest.« Der Spott blitzte in ihren Augen.

Nachdem er lediglich die Brauen gehoben und ihr einen strengen Blick zugeworfen hatte – schließlich wusste seine Schwester nur zu gut, dass er als Journalist für das internationale Natur- und Wissenschaftsmagazin Terra Incognita Journal ständig unterwegs war und keine Zeit für eine feste Beziehung hatte –, fuhr sie fort:

»Es geht um die Gründe, warum du dich absondern willst.« Jodie pustete in ihre Tasse und rümpfte die Nase, was vermutlich nicht dem leckeren Kakaogeruch, sondern vielmehr der Tatsache geschuldet war, dass ihr nicht gefiel, dass er sich so vage geäußert hatte.

»Ich hatte ein turbulentes Jahr. Und war schließlich an Thanksgiving zu Hause. Kann ich denn nicht ein Mal meinem Bedürfnis nach ein paar ruhigen Feiertagen nachgeben?«, erwiderte er harscher als beabsichtigt und griff nach einem Erdnussplätzchen.

Jodie legte ihm die Hand auf den Arm. Nun trat Mitleid auf ihre Züge. »Ich habe dich gegoogelt, Nathan P. Taylor. Du hast diesen Jungen aus den Flammen gerettet, als der Hubschrauber, in dem eigentlich auch du hättest sitzen sollen, explodiert ist. Ich weiß, dass deine Kamerafrau und die beiden Piloten ums Leben kamen.«

Jonathan umklammerte die Tasse so fest, dass seine Fingerknöchel weiß hervortraten. Sein logisches Denken sagte ihm, dass das Unglück nicht seine Schuld war – es war ein technischer Defekt gewesen. Er hatte nur unendlich viel Glück gehabt, dass er sich entschieden hatte umzukehren, nachdem er den Jungen entdeckt hatte, der in der Hütte von den Flammen eingekesselt gewesen war. Der Kleine war nochmals zurückgekehrt, während ihn alle schon an Bord einer der Einbäume gewähnt hatten. Die Menschen hatten sich so dicht in die schmalen Kanus gedrängt, die gerade die Breite des dafür ausgehöhlten Baumes besaßen, dass es schwierig gewesen war, den Überblick zu behalten, wer noch fehlte.

Jonathan hatte Natalie noch zugerufen, dass sie starten solle und er mit den Einheimischen nachkommen werde. So hatte der Hubschrauber ohne ihn abgehoben ...

Die Bilder verfolgten ihn bis heute.

Die Behörden hatten nach den Trümmern des Hubschraubers gesucht, doch aufgrund des Waldbrandes nicht einmal die Überreste gefunden. Natalie hatte die letzten Kamera-Aufnahmen live über Satellit an den Verlag übertragen. Aus der Luft hatte sie noch gefilmt und kommentiert, wie Jonathan zu der Hütte gerannt war, um den Jungen zu befreien.

Aber selbst wenn es...


Paris, Helen
Helen Paris liebt das Abtauchen in fremde Welten, ob virtuell in Geschichten oder auf ihren Reisen rund um den Globus. Seit knapp zwanzig Jahren lebt sie mit ihrem Mann zeitweise auf ihrem Segelkatamaran und ist auf allen Weltmeeren unterwegs. Eine halbjährige Reise quer durch Nordamerika mit Schiff und Wohnmobil hat ihre Liebe zu diesem vielseitigen Kontinent geweckt.

Helen Paris liebt das Abtauchen in fremde Welten, ob virtuell in Geschichten oder auf ihren Reisen rund um den Globus. Seit knapp zwanzig Jahren lebt sie mit ihrem Mann zeitweise auf ihrem Segelkatamaran und ist auf allen Weltmeeren unterwegs. Eine halbjährige Reise quer durch Nordamerika mit Schiff und Wohnmobil hat ihre Liebe zu diesem vielseitigen Kontinent geweckt.



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