E-Book, Deutsch, Band 0422, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
Parker / Cinelli / Kendrick Julia Extra Band 422
1. Auflage 2016
ISBN: 978-3-7337-0798-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0422, 448 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-7337-0798-9
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
TRAUMHOCHZEIT AUF SIZILIEN? von CINELLI, AMANDA
Wie soll sie den sexy Millionär nur überzeugen? Hochzeitsplanerin Dara Devlin würde so gern Leo Valentes Castello auf Sizilien für eine Traumhochzeit mieten. Doch er scheint davon nichts zu halten - bis er ihr einen skandalösen Vorschlag macht, der Dara den Atem raubt ...
DAS GEHEIMNIS DER PRINZESSIN von PARKER, VICTORIA
Fünf Jahre ist die bezaubernde Liebesnacht her, die Prinzessin Luciana mit Thane de Cervantes verbracht hat - dem größten Feind ihres Königreichs. Niemals darf er erfahren, welche Folgen das hatte! Doch gerade, als Luciana eine Vernunftehe eingehen will, kehrt Thane in ihr Leben zurück ...
EIN FLÜSTERN IN DER WÜSTENNACHT von KENDRICK, SHARON
Scheich Saladin Al Mektala weiß, dass Livvy Miller die beste Pferdeflüsterin der Welt ist. Sie muss ihm bei seinem Lieblingspferd helfen - doch sie sagt kühl Nein! Was soll er tun, damit die widerspenstige Engländerin mit ihm in sein Wüstenreich kommt? Sie verführen?
IN FRANKREICH WOHNT DAS GLÜCK von ROBERTS, ALISON
Auf alles war Alice vorbereitet, als sie beschloss, ihren Vater in Frankreich aufzusuchen. Aber nicht darauf, dass ein umwerfend attraktiver Mann auf dem Château am Mittelmeer sie erst Lügnerin nennt - und dann so heiß küsst, dass sie am liebsten für immer bleiben würde ...
Victoria Parkers erste Liebe war ein heldenhafter Fuchs namens Robin Hood aus dem gleichnamigen Disney Klassiker. Mit der Zeit wurde er durch den charmanten Mr Darcy, schließlich Lady Chatterley's rauen Liebhaber und letzten Endes eine ganze Reihe weiterer Romanhelden abgelöst. Obwohl sie wegen ihrer Untreue ein schlechtes Gewissen hatte, setzte sie die Suche nach ihrem literarischen Mr Right unablässig fort, bis sie endlich zwischen den Seiten einer Mills & Boon Romance fündig wurde. Ihre Leidenschaft war geweckt. Wenn das Leben doch auch die Leichtigkeit eines Romans besäße! Trotz der Ermunterungen ihres Lehrers, selbst zu schreiben, fehlte ihr zunächst der Mut dafür, und sie versuchte sich in verschiedenen Jobs. Erst als sie der unaufhörlich drängenden Stimme nachgab und endlich ihren ersten Liebesroman zu Papier brachte, fand sie ihre Bestimmung. Alles stehen und liegen zu lassen, um kecke Heldinnen und verwegene Helden zu erschaffen, die bereits auf den ersten Blick füreinander brennen, war für sie die beste Entscheidung der Welt. Ihr ganz persönliches Happy End lebt Victoria heute mit ihrem eigenen Helden und ihren Kindern im Nordosten Englands. Um ihre Geschichten zu Papier zu bringen, macht sie so manche Nacht zum Tag. Sie liebt es immer noch, sich in ein Buch zu vergraben, genießt es allerdings genauso, fremde Länder zu entdecken und etwas mit ihrer zauberhaften Familie zu unternehmen.
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3. KAPITEL
Dara stand im Erdgeschoss des Clubs und schaute sich ein letztes Mal um. Ohne zu murren, hatte Leos Team jede ihrer Anweisungen befolgt. Tatsächlich hatte sie sogar den Eindruck, die Leute wären erleichtert, weil sie ihnen die Verantwortung für den wichtigen Abend abnahm.
Und auch ihr kam es sehr gelegen. Heute Abend würde sie von der High Society Mailands umgeben sein und konnte wichtige Kontakte knüpfen. Sie bezweifelte nicht, dass die Party ein voller Erfolg werden würde. Danach würde Leo den Vertrag mit ihr unterschreiben und sie konnte nach Sizilien zurückfliegen, wo sie die wichtigste Hochzeit ihrer gesamten Karriere organisieren würde. Endlich würde ihr strenger Businessplan die Früchte abwerfen, die sie sich erträumt hatte, als sie ihr altes Leben in Dublin hinter sich gelassen hatte.
Unbewusst kaute sie auf der Unterlippe, während sie die Erinnerungen zurückzudrängen versuchte. Die mitleidigen Gesichter ihrer Freunde. Das Getuschel hinter ihrem Rücken. Zu Hause wäre sie für immer die arme Dara Devlin geblieben. Das war der Hauptgrund, warum sie nach Italien ausgewandert war. In einer Stadt, die mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden war, hätte sie niemals einen Neuanfang starten können.
Wieder sah sie im Geist vor sich, wie sie damals im Krankenhaus gelegen hatte, nachdem man ihr den Traum von eigenen Kindern für immer genommen hatte. Ihr Verlobter hatte stumm an ihrem Bett gesessen und war dann einfach gegangen – um nie mehr zurückzukommen.
Nein. Sie verdrängte die traurigen Gedanken. In den Wochen, bevor sie entschieden hatte, nach Italien zu gehen, hatte sie genug geweint. Jetzt führte sie endlich wieder ein zufriedenes Leben. Eigentlich hätte sie ihrem Ex-Verlobten Daniel dankbar sein sollen. Nachdem er sich von ihr getrennt hatte, war sie endlich frei gewesen, das zu tun, was sie liebte. Im Job fand sie größere Erfüllung, als ihr eine Familie jemals bieten würde. Sie war glücklich – ganz bestimmt – und jetzt stand sie kurz davor, sich als Hochzeitsplanerin endlich einen Namen zu machen.
Portia Palmer war der größte Filmstar, den Irland in den letzten zehn Jahren hervorgebracht hatte. Und sie hatte Dara Devlin mit der Organisation ihrer Hochzeitsfeier beauftragt. Zu gern hätte Dara geglaubt, eine glückliche Klientin habe sie der Schauspielerin weiterempfohlen. Aber leider lag es wohl eher daran, dass Miss Palmer Patriotin und Dara die einzige irische Hochzeitsplanerin auf ganz Sizilien war.
Aber damit konnte Dara gut leben. Ihr war jede Werbung willkommen, und wenn sie in ihrem Job Bekanntheit erlangen wollte, konnte es nicht schaden, einen weltbekannten Hollywoodstar zu ihren Kundinnen zu zählen.
Plötzlich trat die hochnäsige Empfangsdame von gestern Abend auf Dara zu.
„Signor Valente hat mich gebeten, Ihnen das hier zu geben“, sagte die Frau unterkühlt und hielt Dara eine Visitenkarte hin.
Dara bedankte sich und nahm die Karte. Sie war schwarz und mit einer einzigen Adresszeile bedruckt.
„Soll ich da hinfahren?“, fragte sie schnell, weil die Empfangsdame sich schon wieder entfernen wollte. „Hat er sonst nichts gesagt?“
Die Frau zuckte gelangweilt die Schultern. „Er hat gesagt, ich soll Ihnen die Karte gegeben und dafür sorgen, dass Sie hinfahren.“
Die Party sollte in weniger als zwei Stunden beginnen, deshalb verschwendete Dara keine Zeit, sondern stieg in den schwarzen Mercedes, der vor der Tür bereitstand. Wo auch immer Leo sie hinschickte, sie musste bald ins Hotel zurück, wenn sie heute Abend einigermaßen passabel aussehen wollte.
Der Chauffeur hielt den Wagen in einer der nobelsten Straßen der Stadt. Hier befanden sich die Geschäfte aller großen italienischen Modehäuser. Aber die Adresse auf der Karte führte Dara in eine schmale Seitengasse, wo sie bald vor einer unauffälligen schwarzen Tür stand.
Sie wollte gerade den Türklopfer betätigen, da öffnete ein großer blonder Mann im eleganten Nadelstreifenanzug.
„Mademoiselle, wir haben Sie schon erwartet“, rief er und zog Dara ins Ladeninnere.
„Verzeihung, aber …?“
„Kommen Sie mit“, erwiderte er mit deutlich französischem Akzent.
Er führte sie ein paar Treppenstufen hinauf in ein Atelier mit strahlend weißem Teppichboden. Auf der einen Seite befand sich eine Spiegelwand, auf der anderen hingen purpurfarbene Vorhänge. Dara schaute sich irritiert um.
„Leo Valente hat mich hergeschickt“, begann sie unsicher. „Aber er hat nicht gesagt, warum …“
Der blonde Mann brachte sie mit einem Fingerschnippen zum Schweigen.
„Für Plaudereien ist keine Zeit. Mein Team und ich müssen sofort anfangen.“
Wie aufs Stichwort kam eine kleine Armee schwarz gekleideter Frauen hinter einem Purpurvorhang hervor. In dem angrenzenden Raum erspähte Dara Reihe um Reihe von Kleiderstangen.
„Moment mal – was hat das alles zu bedeuten?“
Sie hob eine Hand, um dem Nadelstreifenmann Einhalt zu gebieten, der sich ihr mit einem Maßband näherte. In ihrem Hals bildete sich ein Kloß, als sie sah, wie eine der Frauen ein enges rotes Kleid neben einen Spiegel hängte.
Der Franzose seufzte ungeduldig. „Wir sollen Ihnen ein hübsches Styling verpassen, meine Liebe. Alles – von der Haarnadel bis zum Nagellack.“ Er schaute auf ihre Finger mit den kurzen Nägeln und runzelte die Stirn.
Dara ballte die Hände zu Fäusten. Eine Mischung aus Scham und Wut ließ sie die Lippen aufeinanderpressen. Wie konnte dieser arrogante Leo Valente es wagen, ihr eine solche Falle zu stellen? Hielt er sie für eine Art Aschenputtel, das man für den großen Abend herausputzen musste?
Ihr fiel wieder ein, wie er sie beim Mittagessen angesehen hatte – das teuflische Grinsen, als sie bei seiner Berührung eine Gänsehaut bekommen hatte. Er hatte gesagt, er würde keine Spielchen mehr mit ihr spielen, aber das war eine Lüge gewesen. Er hatte sich diesen kleinen Schachzug ausgedacht, um sie aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Sie atmete tief ein. Dann schaute sie zu dem aufreizenden roten Kleid, das sich vom Spiegel her über sie lustig zu machen schien.
„Hat Signor Valente dieses Kleid für mich ausgesucht?“, fragte sie in einem bedrohlichen Flüsterton, der den blonden Mann zusammenzucken ließ.
„Oui, Monsieur Valente hat es persönlich ausgesucht.“ Er drückte die Schulter durch. „Es ist ein Einzelstück.“
Genau wie Leo Valente, dachte Dara. Kein zweiter Mann wäre so unverfroren, für eine Frau, die er kaum kannte, ein Kleid auszusuchen.
Sie ging zu dem roten Hauch von einem Nichts und strich über den mit Perlen bestickten Stoff. Falls Leo sie hergeschickt hatte, um sie aus der Bahn zu werfen … nun, dann hatte er Erfolg gehabt. Allein der Gedanke, ein derart aufreizendes Kleid zu tragen, war absurd. Dara wollte niemanden aufreizen, in letzter Zeit hatte sie an Sex noch nicht einmal mehr gedacht.
Zum ersten Mal seit fünf Jahren hatte sie wieder das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Als müsste sie sich verändern, damit sie die Erwartungen eines Mannes erfüllte. Und das würde sie auf gar keinen Fall noch einmal mitmachen.
Langsam drehte Dara sich zu dem blonden Mann um. „Ich werde mir selbst ein Kleid aussuchen“, sagte sie bestimmt.
Der Franzose schüttelte den Kopf. „Monsieur Valente hat sich uns gegenüber sehr deutlich ausgedrückt.“
„Mal ganz ehrlich, meinen Sie, dieses Kleid steht mir?“
Der Mann legte den Kopf schief und musterte Dara von Kopf bis Fuß. „Ehrlich gesagt, nein. Ihr Busen ist für den tiefen Ausschnitt viel zu flach. Und die Farbe ist für ihren blassen Teint viel zu kräftig. Aber wenn mein Kunde es so wünscht, werde ich ihm nicht widersprechen.“
Dara ignorierte die unverschämte Beschreibung ihrer körperlichen Makel und ging auf den Mann zu. Sie baute sich vor ihm auf und stemmte die Hände in die Hüften. „Lassen Sie uns eins klarstellen. Ich bin Ihre Kundin. Meinen Sie, es wäre eine gute Werbung für Ihr Geschäft, wenn Sie mich in diesem unvorteilhaften Kleid auf die Party gehen lassen? Wir erwarten heute Abend die High Society von Mailand und …“
Sie ließ ihre Stimme dramatisch verstummen und beobachtete, wie sich die Augen des Mannes vor Entsetzen weiteten.
„Ich bin froh, dass wir uns verstanden haben.“ Sie lächelte zufrieden, als er sich zu seinem Team umdrehte und die Frauen wild gestikulierend dazu aufforderte, verschiedene Kleider zu bringen.
Leo schaute auf die Uhr. Die ersten Gäste trafen bereits zu dem Champagner-Empfang ein. Langsam kam ihm der Verdacht, dass die gute Miss Devlin kneifen wollte. Sein Chauffeur war vor über einer Stunde losgefahren, um sie im Modeatelier abzuholen. Er seufzte innerlich und blickte sich noch einmal im Saal um, den Dara und sein Team den ganzen Nachmittag über umgebaut hatten.
Die Wasserelemente standen jetzt in allen vier Ecken der Tanzfläche. Dadurch wirkte der Raum größer, und die Elemente waren zu einem echten Blickfang geworden. Die Tanzfläche selbst wurde von flachen Couchen gesäumt, ideal zum Ausruhen. Auch die Beleuchtung hatte Dara geändert und die grellen Strahler durch dezente rote Lampen ersetzt, die für eine schöne Atmosphäre sorgten.
Im Eingangsbereich war eine zehn Meter hohe Champagner-Pyramide aufgebaut worden. Dank eines Spezialmechanismus’ rann glitzernde Flüssigkeit in einem endlosen Wasserfall herab. In der oberen Etage war eine Cocktailbar für...




