Patterson Der 1. Mord - Women's Murder Club -
1. Auflage 2011
ISBN: 978-3-641-06273-6
Verlag: Limes
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Thriller
E-Book, Deutsch, Band 1, 352 Seiten
Reihe: Women's Murder Club
ISBN: 978-3-641-06273-6
Verlag: Limes
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
Es sollte der schönste Tag in ihrem Leben werden - und es ist ihr letzter: In der Hochzeitsnacht wird ein junges Ehepaar in seiner Hotelsuite grausam ermordet. Inspector Lindsay Boxer, der einzige weibliche Detective bei der Mordkommission San Francisco, wird mit den Ermittlungen beauftragt. Und man stellt ihr einen Partner zu Seite: einen Polizisten mit besten Verbindungen ins Büro des Bürgermeisters, denn der Fall könnte politisch brisant werden. Lindsay Boxer aber plagen ganz andere Sorgen. Die Pathologin Claire Washburn entdeckt an den Leichen deutliche Hinweise auf die Identität des Täters, was jedem erfahrenen Polizisten Angst macht. Denn jeder Mörder versucht seine Spuren zu verwischen, nur ein Serienmörder nicht: der hinterlässt seine Handschrift - und zwar absichtlich! Tatsächlich bewahrheiten sich Lindsay schlimmste Befürchtungen. Weitere „Honeymoon“-Morde folgen, die Spuren häufen sich. Aber wer ist dieser Killer, der so heimtückisch und raffiniert mit der Polizei Katz und Maus spielt - und der noch lange nicht ans aufhören denkt? Erst der „Club der Ermittlerinnen verhilft Lindsay Boxer zum Durchbruch bei den Ermittlungen. Auch wenn Lindsay und ihre Freundinnen - die Reporterin Cindy Thomas, die Pathologon Claire Washburn und die Staatsanwältin Jill Bernhardt - dabei gegen alle professionelle Regeln verstoßen. Sie müssen untereinander mit offenen Karten spielen, um den Killer zu entlarven. Dann aber übersieht Lindsay dieses eine kleine und doch so wichtige Detail. Und das kann sie ihr Leben kosten ...
James Patterson, geboren 1947, war Kreativdirektor bei einer großen amerikanischen Werbeagentur. Seine Thriller um den Kriminalpsychologen Alex Cross machten ihn zu einem der erfolgreichsten Bestsellerautoren der Welt. Auch die Romane seiner packenden Thrillerserie um Detective Lindsay Boxer und den »Women's Murder Club« erreichen durchweg die Spitzenplätze der internationalen Bestsellerlisten. Regelmäßig tut er sich für seine Bücher mit anderen namhaften Autoren oder Stars zusammen wie mit Dolly Parton für den »New York Times«-Nr.-1-Bestseller »Run, Rose, Run«. James Patterson lebt mit seiner Familie in Palm Beach und Westchester County, N.Y.
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"(S. 304-305)
Am Abend nach der Anklageerhebung gegen Jenks hatte Chief Mercer durch einen seiner reichen Freunde die VIP-Loge im PacBell-Stadion bekommen. Er lud ein paar von uns zum Spiel der Giants ein, darunter Raleigh, mich und Cheery. Es war ein warmer Sommerabend. Sie spielten gegen die Cardinals. Mein Vater wäre entzückt gewesen. Eigentlich wollte ich nicht gehen, weil ich nicht als der Cop zur Schau gestellt werden wollte, der Jenks gefasst hatte, aber Mercer bestand darauf. Außerdem spielte Mark McGwire mit, daher zog ich eine Windjacke an und fuhr mit. Den ganzen Abend lang warfen Chris und ich uns heimliche Blicke zu. In der Loge herrschte eine besondere Energie, ein glühender Ring nur um ihn und mich.
Das Spiel war Hintergrundgeräusch. Im dritten Inning schlug Mighty Mac einen Ball gegen Gardner, der außer Sicht beinahe in der Bucht gelandet wäre. Das Stadion jubelte wie verrückt, sogar für einen der Cardinals. Im vierten erzielte Barry Bonds den Ausgleich mit einem eigenen Schlag. Chris und ich waren nicht imstande, die Augen voneinander zu lassen. Wir hatten die Beine auf denselben Stuhl gelegt, wie Schulkinder, und ab und zu berührten sich unsere Waden. Mein Gott, das war toller als das Baseballspiel. Schließlich zwinkerte er mir zu. »Willst du was trinken?«, fragte er.
Er ging zur Kühlbox mit den Getränken, die oberhalb der Sitze stand, und ich folgte ihm. Die anderen schauten sich nicht um. Sobald wir außer Sicht waren, legte er die Hände auf meine Schenkel und küsste mich. Mir war, als ginge ich in Flammen auf. »Willst du noch bleiben?« »Ich hab noch Bier«, scherzte ich. Seine Hände streiften die Seiten meiner Brüste. Ich begann zu zittern. Sanfte Hände. Mein Atem wurde schneller. Auf meinem Nacken erschienen feine Schweißtröpfchen. Wieder küsste Chris mich.
Er zog mich an sich, und ich spürte den Herzschlag zwischen uns. Ich wusste nicht, ob es seiner oder meiner war. »Ich kann nicht warten«, sagte er. »Okay, hauen wir ab.« »Nein.« Er schüttelte den Kopf. »Ich meinte, ich kann nicht warten.« »O Gott«, stieß ich hervor. Mein ganzer Körper war bis zum Siedepunkt erhitzt. Ich schaute zu Cheery und den beiden Mill-Valley-Typen hinab. Das ist doch verrückt, Lindsay. Aber in letzter Zeit war alles verrückt gewesen, die Dinge hatten sich überstürzt, waren außer Kontrolle geraten."




