Peel | Star Trek - Deep Space Nine: Der Schwarm | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 0 Seiten

Peel Star Trek - Deep Space Nine: Der Schwarm

Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-11668-2
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Roman

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ISBN: 978-3-641-11668-2
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



DS9 hat dem Schwarm nichts entgegenzusetzen

Ein gigantisches Alien-Raumschiff dringt in die Galaxis ein. Vor einer halben Million Jahre hat der Schwarm das Generationenschiff in der Magellanschen Wolke gebaut. Nun sind seine Ressourcen erschöpft. Um neue Rohstoffe aufzunehmen, absorbiert das Riesenschiff den gesamten Planeten Darane IV und tötet dabei Hunderttausende von Siedlern. Captain Sisko und die DS9-Crew haben der militärischen Überlegenheit des Schwarms nichts entgegenzustellen. Deshalb setzt Sisko auf Diplomatie, doch die Moralvorstellungen des Schwarms sind so fremdartig, dass eine Verständigung unmöglich scheint. Das nächste Ziel des Schwarms ist Bajor. Wenn Benjamin Sisko dieses Vorhaben nicht vereiteln kann, werden Millionen von Bajoranern den Tod finden. Da entdeckt Sisko eine Schwachstelle: Offenbar haben die Aliens eine Höllenangst vor dem Weltraum ...

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Kapitel 1


»Das Ziel kommt jetzt in unsere Reichweite, Captain.«

Captain Benjamin Sisko nickte. »Danke, Major.« Er beugte sich im Kommandosessel der U.S.S. Defiant vor und starrte konzentriert auf den Sichtschirm. »Sämtliche Waffen auf volle Energie. Schilde aktivieren.«

»Alle Waffen einsatzbereit.« Kira Nerys blickte von ihrer Konsole auf, die sich links von Sisko befand. Ihre Augen leuchteten vor Aufregung, und ihre Lippen hatten sich zur Andeutung eines Lächelns verzogen. »Ich warte nur auf Ihr Kommando.«

Sisko konnte ihre Empfindungen sehr gut verstehen. Es war mehr als einen Monat her, dass einer von ihnen Deep Space Nine verlassen hatte, und es war wirklich ein gutes Gefühl, sich wieder im Weltraum und im Einsatz zu befinden. Obwohl die Leitung von DS Nine keineswegs ein einfacher Schreibtischjob war, tat es gut, wieder einmal die Flügel auszubreiten und sich zwischen den Sternen zu bewegen. »Halten Sie sich bereit.«

»Schilde auf voller Energie, Captain«, meldete Chief O'Brien von seiner Station.

»Danke, Chief.« Sisko spürte, dass er vom Jagdfieber gepackt worden war. Er beobachtete aufmerksam den Sichtschirm und wartete darauf, dass …

»Da ist sie, Captain!«, sagte Jadzia Dax. Sie saß an der Navigationskonsole zwischen Sisko und dem Sichtschirm. Ihre scharfen Augen hatten die Andeutung einer Bewegung entdeckt, die er nun verspätet bemerkte.

»Es ist ein Piratenschiff der Calderisi«, fügte Odo von seiner Station aus hinzu. »Die klassische Konfiguration. Auch sie haben ihre Waffensysteme aktiviert.« Der Gestaltwandler war der einzige, der sich nicht auf diese Abwechslung zu freuen schien. Doch das lag zum Teil daran, dass es ihm immer noch nicht gelingen wollte, seinen verhältnismäßig rudimentären Gesichtszügen menschliche Gefühlsregungen zu verleihen.

»Sie sind schneller als die meisten Schiffe dieses Quadranten«, brummte Sisko. »Aber sie können uns nicht abhängen. Öffnen Sie die Grußfrequenzen«, rief er etwas lauter.

»Geöffnet«, erwiderte Dax.

»Hier spricht Captain Benjamin Sisko vom Föderationsraumschiff Defiant. Ich rufe das Calderisi-Schiff«, sagte er langsam und deutlich. »Ich weise Sie an, Ihre Waffensysteme zu deaktivieren und das Eintreffen eines Inspektionsteams abzuwarten. Wir haben Grund zu der Annahme, dass Sie eine illegale Waffenlieferung für den Maquis an Bord haben.« Er machte Dax ein Zeichen, dass Sie die Kommunikation beenden sollte. »Und jetzt bin ich gespannt, wie ihre Antwort lautet«, sagte er und beugte sich wieder in seinem Kommandosessel vor, während er spürte, dass seine Anspannung zunahm.

»Sie haben den Kurs geändert«, meldete Odo. »Sie kommen direkt auf uns zu.« Er schüttelte den Kopf. »Eine dumme Reaktion. Typisch für Humanoide. Außerdem eröffnen sie das Feuer.«

Die Helligkeit des Sichtschirms wurde automatisch gedämpft, als das pfeilförmige Schiff einen doppelten Phaserstrahl abfeuerte. Die Defiant erzitterte leicht, als die Energie in die Deflektoren des Schiffes schlug.

»Ich schätze, diese Antwort können wir als ein klares Nein interpretieren«, bemerkte Kira.

»Keine Schäden an den Schilden«, meldete O'Brien.

Sisko hob eine Augenbraue. Er hatte nicht wirklich daran geglaubt, dass die Calderisi kapitulierten. Sie waren als recht impulsive Spezies bekannt, und er war überzeugt, in ihnen die Waffenschmuggler gefunden zu haben, denen er auf der Spur war. Trotzdem hatte er nicht damit gerechnet, dass sie sich zu einer Dummheit hinreißen ließen und die Defiant angriffen. »Trotzdem sollten wir uns verteidigen, Chief.« Er drehte sich zu Major Kira um. »Feuern Sie ihnen einen Warnschuss vor den Bug.«

»Vor den Bug?«, wiederholte Kira mit einer gewissen Enttäuschung.

»Exakt«, bestätigte er mit einem leichten Lächeln. »Zumindest, was den ersten Schuss betrifft. Und … Feuer!«

Kira gehorchte. Die Defiant vibrierte, als die Phaser ihre Energie dem Piratenschiff entgegenschleuderten.

»Öffnen Sie einen Kanal«, sagte Sisko zu Dax, »und bleiben Sie ihnen so dicht wie möglich auf den Fersen.« Als Dax nickte, rief er laut: »Sisko an das Calderisi-Schiff. Ich wiederhole: Deaktivieren Sie ihre Waffensysteme, sonst sind wir gezwungen, Sie kampfunfähig zu schießen. Und ich kann Ihnen nicht garantieren, dass dabei niemand von Ihnen das Leben verliert.«

Die Antwort bestand in einer weiteren Doppelsalve, die ebenfalls an den Schilden zerstob, ohne Schaden anzurichten. Mit grimmiger Miene wandte Sisko sich an seinen bajoranischen Ersten Offizier. »Also gut, Major – zielen Sie auf ihre Triebwerksgondeln und stoppen das Schiff.«

»Verstanden, Captain«, erwiderte Kira mit sichtlicher Befriedigung. Ihre Hände flogen über die Phaserkontrollen.

»Captain«, rief O'Brien plötzlich. »Ich registriere einen Abfall der Deflektorenergie.« Er klang bestürzt und verwirrt. »Die Schilde sind auf fünfundneunzig Prozent runtergegangen und fallen weiter.«

»Was?« Sisko wirbelte zu ihm herum. »Wodurch wird der Energieverlust verursacht, Chief?«

O'Brien starrte auf seine Kontrollen. »Externe Interferenzen«, sagte er. »Vom Piratenschiff kommt ein Störsignal, das irgendwie mit dem Generator zu interferieren scheint. So etwas habe ich noch nie gesehen. Jetzt sind die Schilde auf achtzig Prozent runter.«

Sisko drehte sich wieder zu Kira um. »Jetzt wäre ein guter Augenblick, um das Feuer zu eröffnen«, sagte er leise.

»Ich bin ganz Ihrer Meinung, Captain«, sagte Kira mit offensichtlicher Verzweiflung. »Aber das Störsignal beeinträchtigt auch unsere Zielsensoren. Ich kann einfach das Ziel nicht klar erfassen. Und die Energie der Phaser lässt ebenfalls nach«, setzte sie verärgert hinzu. »Bald werden wir gar nicht mehr in der Lage sein, auf sie zu feuern.«

»Dann zielen Sie nach Gefühl«, befahl er stirnrunzelnd. »Richten Sie irgendeinen Schaden an, der diesen Angriff stoppen könnte.« Er drehte sich wieder zu O'Brien herum. »Haben Sie eine Ahnung, was dahinterstecken könnte, Chief?«

»Nein«, entgegnete der Ingenieur, dem es sichtlich zuwider war, eine solche Antwort geben zu müssen. »Wie Major Kira sagte, sind auch alle unsere Sensoren betroffen, so dass ich keine eindeutigen Daten über das Schiff erhalte. Wenn ich raten müsste, würde ich sagen, sie benutzen einen modifizierten Delta-Emitter, aber ich kann mir nicht vorstellen, woher man auf einem so kleinen Schiff die nötige Energie nehmen könnte. Ich müsste die Sache genauer untersuchen. Vielleicht könnte ich Ihnen in ein paar Wochen mehr sagen.« Er grinste unsicher.

»Das ist nicht komisch, Chief«, tadelte Sisko ihn. »Zustand?«

Verlegen konsultierte O'Brien seine Anzeigen. »Schilde auf sechzig Prozent. Energie fällt weiter.«

»Sie drehen bei«, gab Odo bekannt. »Ich vermute, sie bringen sich in eine günstigere Schussposition. Die Instrumente liefern keine klaren Daten mehr, aber es sieht danach aus, dass sie sich bereitmachen, wieder das Feuer zu eröffnen.«

Als Sisko auf den Sichtschirm blickte, sah er, wie sich das pfeilförmige Schiff näherte. Der doppelte Phaserstrahl leuchtete auf und traf die Defiant. Das Schiff erbebte, als die Trägheitsabsorber sich bemühten, es auf Position zu halten. Die Beleuchtung der Brücke flackerte, wurde schwächer und pegelte sich dann bei etwa 50 Prozent des ursprünglichen Werts ein.

»Das war es«, meldete O'Brien. »Die Schilde sind jetzt völlig ohne Energie. Die Interferenzen toben sich inzwischen in sämtlichen Systemen aus.«

»Wir haben die Phaser verloren«, gab Kira verbittert bekannt. »Ich feuere einen Photonentorpedo ab.« Sie blickte auf und zeigte ein zaghaftes Lächeln. »Nach Gefühl – also sollten Sie hoffen, dass ich heute keine Pechsträhne habe.«

Sisko nickte. Ihnen blieben nur noch sehr wenige Möglichkeiten. Er wusste nicht, welche Waffe die Calderisi einsetzten, aber sie richtete verheerende Schäden an seinem Schiff an. Ein weiterer Angriff wie dieser letzte würde sie vernichten. Er verfolgte auf dem Schirm, wie sich das fremde Schiff drehte. Dann löste sich das Bild auf, als die Energieversorgung der Systeme zusammenbrach. »Verdammt!«, murmelte er. Wenn er sterben musste, hätte er es vorgezogen, seinem Schicksal mit offenen Augen entgegenzusehen.

Dann gab es einen Ruck, als der Photonentorpedo abgefeuert wurde, und das Schiff erzitterte unter dem Rückstoß, den sie unter normalen Umständen dank der Trägheitsabsorber niemals gespürt hätten. Jetzt sah es danach aus, als würde ihnen die Defiant unter den Füßen auseinanderbrechen.

Der nur noch sporadisch funktionierende Sichtschirm zeigte einen hellen Blitz – die Detonation des Torpedos.

Hatte Kira das Ziel getroffen?

Mehrere Sekunden lang starrte jedes Mitglied der Brückenbesatzung auf den Schirm und hielt den Atem an. Doch es war nichts zu erkennen. Schließlich rief Odo: »Ich registriere Trümmer. Das Piratenschiff wurde vollständig zerstört.«

»Gut gemacht«, sagte Sisko und seufzte vor Erleichterung. »Ein sauberer Schuss.«

»Danke«, erwiderte Kira lächelnd.

Julian Bashir, der im Hintergrund saß und die anderen bislang schweigend beobachtet hatte, meldete sich zu Wort. »Ich muss unbedingt eine Runde Darts mit Ihnen spielen, Major. Ich glaube, Sie würden mich sogar schlagen, wenn Sie eine Augenbinde tragen.«

Der einzige der Besatzung, der nicht lächelte, war O'Brien. »Ich hätte mir gewünscht, wir wären nicht gezwungen gewesen, das Schiff zu zerstören«, sagte er mit finsterer Miene und...



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