Pembroke | Hochzeitsplanung mit Hindernissen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 202025, 144 Seiten

Reihe: Julia

Pembroke Hochzeitsplanung mit Hindernissen


1. Auflage 2025
ISBN: 978-3-7515-3512-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, Band 202025, 144 Seiten

Reihe: Julia

ISBN: 978-3-7515-3512-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Eine Vernunftehe mit dem besten Freund? Für die hübsche Millie ist es nach einer schmerzlichen Enttäuschung die perfekte Lösung. So kann sie doch noch die ersehnte Familie gründen - ohne erneut verletzt zu werden! Doch als ihr Freund geschäftlich verreisen muss und ihr stattdessen sein Trauzeuge Giles bei den Hochzeitsvorbereitungen hilft, sprühen plötzlich ungeahnt sinnliche Funken. Millie kann Giles' Anziehungskraft immer weniger widerstehen, gegen jede Vernunft verliebt sie sich in ihn. Aber die geplante Trauung an Heiligabend rückt unaufhaltsam näher ...



Seit Sophie Pembroke während ihres Studiums der englischen Literatur an der Lancaster University ihren ersten Roman von Mills & Boon las, liebte sie Liebesromane und träumte davon, Schriftstellerin zu werden. Und ihr Traum wurde wahr! Heute schreibt sie hauptberuflich Liebesromane. Sophie, die in Abu Dhabi geboren wurde, wuchs in Wales auf und lebt mittlerweile in einem kleinen Städtchen in Hertfordshire zusammen mit ihrem Mann, einem Wissenschaftler, ihrer unglaublich fantasievollen und kreativen Tochter und ihrem bezaubernden kleinen Sohn. In Sophies Welt ist das Glück von Dauer, und es ist immer genügend Zeit für eine Tasse Tee und das Schreiben einer weiteren Seite ...

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1. KAPITEL


Millie Myles lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück und würdigte die launige Rede des Trauzeugen an den richtigen Stellen mit pflichtschuldigen Lachern. Giles Fairfax war der geborene Trauzeuge … ebenso kultiviert wie gut erzogen und ausgesprochen attraktiv in seinem Cutaway.

Dazu kam seine Rede gut an, sogar sie musste gegen ihren Willen lachen, was Millie ziemlich ärgerte.

Giles war schon immer in vielerlei Hinsicht nervtötend erfolgreich gewesen, manchmal war er aber auch einfach nur strapaziös! Und obwohl sie sich seit ihrem achtzehnten Lebensjahr nicht mehr gesehen hatten – was kein Zufall war –, hatte sie immer noch lebhafte Erinnerungen an den Giles Fairfax von damals. Außerdem versorgte sie ihr bester Freund Charlie mit fortlaufenden Geschichten Giles’ Erfolge betreffend, über die sie sich nach Belieben aufregen konnte.

Denn Charlie war nicht nur ihr, sondern auch Giles’ Best Buddy. Genau gesagt eiferten Giles und Millie seit ihrem zwölften Lebensjahr um diesen Status. Das mochte kindisch erscheinen, aber sie war trotzdem immer noch entschlossen, zu gewinnen!

Wie auch immer … Giles Fairfax erwachsen zu sehen, hatte ihr zugegebenermaßen einen ziemlichen Schock versetzt. Aus dem schlaksigen Achtzehnjährigen war ein breitschultriger, selbstbewusster und verdammt gut aussehender Dreißigjähriger geworden. Bevor sie realisiert hatte, wer er war, hatte sie ihm sogar von hinten ein oder zwei anerkennende Blicke zugeworfen!

Nicht, dass das irgendwas zu bedeuten hatte …

Was Millie anging, hatte körperliche Anziehung keinen Stellenwert im Vergleich zu Kompatibilität auf Seelenebene. Was Lust und Leidenschaft betraf, hatte sie sich bereits die Finger verbrannt. Sie brauchte keinen Kerl, der vor Charisma und Charme strotzte, bis er sich irgendwann mit ihr im Bett langweilte. Nein, das nächste Mal, wenn sie sich mit einem Mann einließ, würde es eine erwachsene Beziehung sein, die nicht auf Verlangen, sondern auf gemeinsamen Überzeugungen und Respekt beruhte. War das denn wirklich zu viel verlangt?

Giles hielt die Menge immer noch fest im Griff. Er erzählte von wilden Universitätszeiten in Oxford, mit denen sich alle Zuhörer identifizieren konnten. Die meisten Gäste hatten elitäre englische Internate besucht und waren anschließend in Banken gelandet, wenn sie nicht Jura oder Medizin studierten.

Millie unterdrückte einen Seufzer. Ohne Frage war sie die einzige staatlich ausgebildete Floristin an diesem Tisch und hatte sich in ihrem Leben noch nie so fehl am Platz gefühlt. Und das wollte wirklich etwas heißen!

Am oberen Tischende hielt Giles inne und lächelte unbeschwert und Beifall heischend in die Runde, bis sich ihre Blicke für eine Sekunde kreuzten. Sein Lächeln erlosch, stattdessen war plötzlich etwas ganz anderes in seinem Gesicht zu lesen, das sie nicht ganz deuten konnte und auch nicht verstehen wollte.

Rasch senkte sie den Blick und konzentrierte sich auf das Blumenarrangement in der Mitte des Tischs, eines von denen, die sie vergangene Nacht hatte umarbeiten müssen, da die Braut in letzter Sekunde ihre Wünsche geändert hatte.

Okay, sie kannte Giles mindestens ihr halbes Leben, und auch wenn sie ihn seit über einem Jahrzehnt nicht mehr gesehen hatten, stand ihre Meinung über ihn noch ebenso fest wie vor Jahren: Er war der Inbegriff des privilegierten Sprösslings aus einer Familie mit altem Geld, Grundbesitz und dem dazugehörigen Titel. Jemand, der auf Kosten anderer durchs Leben segelte. Und dazu lieber eine Show abzog, statt einfach echt zu sein.

Hauptsächlich dieser letzte Aspekt unterschied ihn von dem Mann, mit dem sie zu der Hochzeit gekommen war: ihrem gemeinsamen besten Freund. Auch Charlie würde eines Tages über Titel, Grundbesitz und das Geld seiner Familie verfügen können, wusste aber, was es bedeutete, dafür zu arbeiten.

Als die Zeiten härter wurden und neben allen anderen Kosten auch die Renovierungskosten rapide anstiegen, hatte seine Familie mit dem geerbten Vermögen ein florierendes Unternehmen aufgebaut, das zudem lokalen Gewerken und einheimischen Handwerkern zugutekam. Währenddessen hatte Giles’ Familie, soweit sie wusste, die imaginäre Zugbrücke hochgezogen, um ungestört ihr privates Wohlergehen zu zelebrieren.

Millie seufzte und blickte zur Braut, die schön und kalt wie eine Eiskönigin am Ehrentisch thronte. Aus einem Impuls heraus drückte Millie die Hand ihres Dates und wagte einen Seitenblick. Auf Charlies Gesicht saß wie festgefroren ein starres Lächeln, sein Gesellschaftslächeln, wie sie es scherzhaft nannte. Denn innerlich war ihm absolut nicht danach zumute.

Wie auch, wenn die Liebe seines Lebens einen anderen Mann heiratete!

Nie zuvor war Millie so wütend auf jemand gewesen wie in diesem Moment auf Octavia Sinclair. Sogar ihr seit fast zwei Jahrzehnten andauernder Frust Giles betreffend, verblasste neben dem, was Octavia Charlie angetan hatte!

„Alles in Ordnung mit dir?“, raunte sie leise, während Giles seine Rede als Trauzeuge mit einem launigen Schlusswort beendete und dafür andauernden Applaus erntete.

„Natürlich!“, log Charlie. „Wie sollte es anders sein? Ich sitze hier zusammen mit der attraktivsten und wundervollsten Frau im Saal.“

Zumindest das Lächeln, das er ihr während der letzten Worte schenkte, war echt, ließ Millie sich jedoch fragen, ob sie ihm das letzte Glas Champagner nicht lieber hätte wegnehmen sollen.

„Im Ernst, Mills, ich bin so froh, dich heute an meiner Seite zu haben. Mit dir abhängen zu können, macht das Ganze auf jeden Fall erträglicher.“

Spontan lehnte sie ihre Stirn an seine Schulter. „Ich möchte nirgendwo anders sein.“ Was nicht ganz stimmte. Eine High-Society-Hochzeit entsprach absolut nicht ihrer Vorstellung von einem gelungenen Abend, aber Charlie brauchte sie. Also hatte sie Ja gesagt, auch wenn Octavia die Nase gerümpft hatte, als sie mitbekam, dass ihr Ex-Freund ihre Floristin als Begleitung mitbrachte.

So konnte sie heute zumindest ihre Arbeit sehen. Dieses herrliche Farbenmeer des Herbstes, kunstvoll zu einem Bogen arrangiert, unter dem Braut und Bräutigam während der Zeremonie gestanden hatten. Dazu der Brautstrauß in Honig- und Goldtönen, den die Braut längst irgendwo hingeworfen hatte.

Es freute sie, dass ihre Arbeit bewundert wurde und den Gästen Freude bereitete. Octavia hatte ihre Hochzeitsgesellschaft mit dem Blumenschmuck beeindrucken wollen, und Millie war überzeugt, dass es ihr gelungen war.

Charlie griff schon wieder zur Champagnerflasche, und Millie überlegte, wie sie es anstellen sollte, ihn um Mitternacht bis zum Taxi zu manövrieren. Schon allein deshalb hatte sie sich lieber zurückgehalten.

Außerdem wollte sie sich daran gewöhnen, auf Alkohol zu verzichten.

Als die livrierten Kellner damit begannen, Kaffeekannen durch den Raum zu tragen, lächelte sie einen von ihnen hoffnungsvoll an, worauf er direkt auf sie zusteuerte und beide Tassen, um die sie bat, vollschenkte. Millie bedankte sich überschwänglich.

Noch etwas, worauf ich verzichten muss, wenn ich schwanger werden will.

Der Gedanke, der ihr ungebeten in den Kopf gekommen war, führte dazu, dass ihr Löffel klappernd auf der Untertasse landete.

„Alles okay mit dir?“, fragte Charlie besorgt.

„Alles bestens!“, versicherte sie strahlend. Heute ging es nicht um ihre Probleme, sondern um seine. „Sag mir lieber, wie du dich fühlst.“

Er zwang sich zu einem Lächeln. „Es ist, wie es ist.“

Himmel! Wie sie diesen Satz hasste!

Die Vorstellung, sich zu ergeben und alles hinzunehmen, war absolut nicht ihre Lösung. Sie war stets bestrebt, Dinge zu ändern, die sie unglücklich oder wütend oder was auch immer machten.

Zugegeben, viel Handlungsspielraum hatte Charlie nicht, wenn Octavia einfach einen anderen Mann heiratete. Dass Octavia sich Millie gegenüber vom ersten Tag an als eiskalte Zicke präsentiert hatte, war Charlie bis heute nicht bewusst.

Millie presste die Lippen zusammen. Sie war nun mal nicht wie er im Glanz von Howard Hall aufgewachsen. Ihre Eltern besaßen keine elegante Abendgarderobe, hatten keinen Koch und auch sonst kein Personal.

Sie war im Pförtnerhaus des Herrenhauses aufgewachsen, mit einer Mutter, die dort als Köchin angestellt war, und einem Vater, der sich um Garten und Parkanlagen gekümmert hatte, bis er starb. Charlie war von klein auf ihr Spielkamerad und ihr bester Freund gewesen, selbst in seiner Internatszeit. Sogar noch, nachdem er dort Giles kennengelernt hatte und sie plötzlich den Status der besten Freundin mit einem distanzierten Schnösel teilen musste.

Das Wichtigste war, dass Charlie sie besser kannte als jeder sonst. Und dass sie wusste, wer er hinter dem verbindlichen Gesellschaftslächeln tatsächlich war.

Doch sie war nie Teil seiner Welt gewesen, so wie Giles. Die Partys und großen Feste in Howard Hall hatte sie immer nur versteckt hinter Büschen beobachten können und alles atemlos in sich aufgesogen, zumindest, bis ein Elternteil sie gefunden und nach Hause ins Bett verbannt hatte.

Millie seufzte und schüttelte die wehmütigen Erinnerungen ab.

Heute...



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