Peter | Mord in den Alpen | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 193 Seiten

Peter Mord in den Alpen


2. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8197-8573-3
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 193 Seiten

ISBN: 978-3-8197-8573-3
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection



In diesem Buch berichten wir von den spannendsten Ermittlungen in den Skigebieten der Alpen. Begleite uns bei den Ermittlungen rund um Abtenau, Zell am Ziller und in Flachau, wenn es wieder einmal darum geht Morde und Entführungen aufzuklären. Auch in diesem Buch berichten wir von realen Schauplätzen in den malerischen Landschaften. Auch du wirst dich mitten im Geschehen fühlen. Die Fälle gehen teilweise sehr unter die Haut.

Am Anfang der siebziger Jahre wurde Michael Peter zwischen Spreewald und Berlin in dem Ort geboren, in dem der erste Radiosender entstand. Schon seit der 4. Klasse war er aktiv beim Roten Kreuz, dem er noch heute als Mitglied treu geblieben ist. Nach seiner Ausbildung zum Mess-, Steuer- und Regelungstechniker und kleineren Umwegen als Busfahrer führte ihn sein Leben nach Bayern. Neben seiner Tätigkeit als Busfahrer schrieb er schon einige Bücher, die aber nie unter seinem Namen veröffentlicht wurden. Während einer Erkrankung durfte er vorübergehend kein Fahrzeug führen. In dieser Zeit fand er zurück zum Schreiben. So entstanden die Krimiserien 'Im Schatten der Steine' und die 'iSdS-Detektive'. Den gleichen Namen trägt seine Autorenhomepage, auf der über alle Bücher informiert wird.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


Mord am Dachstein


Sophie, Daniel und ich waren gerade schwer damit

beschäftigt, die richtigen Pflanzen für die Rabatte links

und rechts unserer Zufahrt auszusuchen. Irgendwie

konnten wir uns nicht einigen. Jedenfalls waren wir

nicht einer Meinung, was die Pflanzensorte betreffen

sollten. Sophie wollte Tulpen. Ich wäre für Rosen und

Lavendel im stetigen Wechsel. Daniel wiederum wollte

verschiedenfarbige Rosen haben. Von weitem betrach-

tet, sollte es an die Farbenvielfalt des Regenbogens er-

innern. Die Entscheidung fiel uns wirklich schwer. Ir-

gendwie fanden wir drei alle Ideen irgendwie schön.

Auch wenn die eigentliche Arbeit unser Gärtner ma-

chen würde, so musste es uns doch am meisten gefallen.

Wir setzten uns vor unser Haus und betrachteten die

Zufahrt. Noch bevor wir so richtig wussten, welchen

Vorschlag wir umsetzen würden, vibrierte mein Smart-

phone.

Es war eine Nummer aus Österreich. Das kam lange

nicht mehr vor. Feste Freundschaften hatten wir mit

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Im Schatten der Steine – Band 3 - Gefährliche Alpen Mord am Dachstein

den Bewohnern unseres Nachbarlandes nicht geschlos-

sen. Der letzte Urlaub war leider viel zu lange her. Ich

nahm das Gespräch an. Ein Major Pichler von der Kri-

minalpolizei Salzburg war am anderen Ende der Lei-

tung. Er hätte einen sehr verzwickten Fall. Ein mit ihm

befreundeter Wiener Kollege hatte dem Herrn Pichler

unsere Kontaktdaten gegeben. Und da er nun einmal in

seinen Ermittlungen feststeckt, würde er sehr gerne un-

sere Hilfe in Anspruch nehmen. Wir versprachen, uns

am nächsten Tag auf den Weg zu machen.

Also musste es uns erst einmal ganz schnell gelingen,

eine Lösung für unser Pflanzenproblem zu finden. Ein

Kompromiss aus allen drei Vorschlägen musste es nicht

unbedingt werden. Kompromisse bedeuten nicht im-

mer etwas Gutes. Wenn ich die Kompromisslösungen

unserer Regierung in den letzten zwanzig Jahren be-

trachte, kam dabei selten etwas Gutes raus. So entschied

ich mich dann für Daniels Variante. Warum ich so ent-

schied, dass muss ich nicht extra erwähnen. Mir gefielen

zwar alle drei Gestaltungsmöglichkeiten. Ich bin nicht

ganz so eingebildet, dass immer meine Idee umgesetzt

werden muss. Und Daniels Idee bringt einmal Farben-

vielfalt und zusätzlich ist es dem Regenbogen

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Michael Peter

angelehnt. Also das würde nicht nur auffällig schön aus-

sehen. Es hätte auch Symbolcharakter und würde für

etwas stehen, was uns drei sehr am Herzen liegt. Nur

sollte der Gärtner die Rosen so aussuchen, dass sie den

leuchtenden Farben des Regenbogens äußerst nahe-

kommen würden.

Anschließend packten wir unsere Sachen. Nun war

das nicht ganz einfach. Bei uns war zwar schon der

Frühling angekommen. In den Alpen könnte es trotz-

dem plötzlich und unerwartet wieder schneien. Also

brauchten wir nicht nur unseren feinen Zwirn und bes-

sere Freizeitkleidung. Wir brauchten auch Wanderklei-

dung und besonders Schuhe für Bergwanderungen.

Und dieses einmal für Frühling und Sommer und ein-

mal für Winterwetter. Dazu natürlich unsere mobile

Büroausrüstung und die andere Technik für die Aus-

wertung von Spuren, Überwachungstechnik und was

wir sonst noch alles mit uns führen. Nachdem endlich

alle Sachen gepackt und gut verstaut waren, war der

Nachmittag schon in seinen letzten Zügen.

Die Sonne verschwand bereits hinter den Bäumen.

Bald würde sie untergehen. Wir beschlossen noch ein-

mal unseren Sauna- und Wellnessbereich in Ruhe zu

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Im Schatten der Steine – Band 3 - Gefährliche Alpen Mord am Dachstein

nutzen. Dort hatten wir es schön warm und konnten

durch die vom Boden bis an die Decke reichenden

Fenster das Abendrot genießen. Erst ließen wir unsere

Körper in der Dampfsauna durchwärmen. Irgendwie

schwächelt Daniel immer schnell bei den fünfundsech-

zig Grad der Saunaluft. Während unsere Körper durch

unseren Schweiß so richtig glänzten, machte ich einen

Aufguss nach dem anderen. Sophie durfte ihr Hand-

tuch schwingen, um den heißen Dampf gleichmäßig zu

verteilen. Wenn uns von draußen jemand beobachten

könnte, so wäre er neidisch. Nachdem unsere Körper

bis auf die Knochen durchgewärmt waren, duschten wir

nur kurz, um anschließend in den auf sechsunddreißig

Grad erwärmten Swimmingpool zu steigen. Es wäre für

diese Wintersaison der letzte Tag, an dem wir die Solar-

wärme für diesen Pool im Innenbereich des Hauses

nutzen würden. Doch irgendwann waren wir von der

Sauna und dem Baden im temperierten Pool erschöpft.

Wir trockneten uns ab und zogen unsere Bademäntel

über.

Im großen Salon hatte unsere Haushälterin bereits

das Abendessen aufgetischt. Wir hatten es uns zur Ge-

wohnheit gemacht, am letzten Abend vor dem Antritt

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Michael Peter

einer längeren Urlaubsreise oder einem neuen Fall mit

allen Angestellten gemeinsam zu dinieren. Das sollte

zum einen auch der Anerkennung gegenüber ihrer Ar-

beit sein. Aber auch die Arbeiten während unserer Ab-

wesenheit mussten besprochen werden. Unser Gärtner

wusste schon, dass er insgesamt einhundert Meter mit

den verschiedensten Rosen neu bepflanzen sollte. Da

wir unsere drei Fahrer bei solchen Fällen nie mitneh-

men, durften sie sich im Haus und Garten nützlich ma-

chen. Die Haushälterin bräuchte bestimmt genauso

Hilfe, wie unser Buttler. Aber wenn alle sechs Ange-

stellten sich gegenseitig unterstützen, würden bestimmt

für jeden wieder ein paar freie Tage abfallen. Wir sagten

unseren Angestellten auch, dass wir nach dem Lösen

des Falles auch ein paar Tage in Österreich und Südtirol

Urlaub machen würden. So war es abzusehen, dass wir

mindestens vier Wochen nicht anwesend sein würden.

Am nächsten Morgen kontaktierten wir noch einmal

den Major Pichler. Wir bräuchten noch die Adresse der

Pension oder des Hotels, wo unsere Übernachtungs-

möglichkeit gebucht sein sollte. Er meinte nur, dass er

keine Unterkunft direkt in Nähe des Fundortes bekom-

men hätte. Aber er könnte uns in Abtenau ein

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Im Schatten der Steine – Band 3 - Gefährliche Alpen Mord am Dachstein

Gästehaus reservieren. Er wüsste, dass alle Gäste dort

gerade abgereist waren. Die Senioren waren auf einer

Fachmesse für Hörgeräte und Sehhilfen in diesem Haus

untergebracht. Wir baten unsererseits darum, dass wir

gerne das komplette Haus für uns hätten. Wir möchten

ungestört zu jeder Tages- und Nachtzeit in das Haus

ein- und ausgehen können, ohne dass sich jemand von

unseren Aktivitäten belästigt fühlt. Außerdem wollten

wir so sichergehen, dass niemand von unseren Beratun-

gen im Zimmer der Unterkunft etwas mitbekommt.

Das sollte in dem Haus kein Problem sein, da es von

seiner Tante betrieben wird, welche allerdings im Erd-

geschoss des Hauses wohnen würde. Danach gab er uns

die Adresse. Es handelte sich um das Haus Alpenglühn

in der Marktstraße achtzehn von Abtenau. Frau Monika

Schefbänker würde uns schon erwarten.

Auch wenn wir noch immer nicht wussten, um wel-

chen Fall es sich handeln würde, machten wir uns auf

den Weg. Die Strecke über Prag und Linz wäre unge-

fähr einhundert Kilometer kürzer gewesen, trotzdem

entschieden wir uns für die Strecke über Hof und Mün-

chen. Da hätten wir weniger Landstraße und auch nur

einen Grenzübergang. Wir hatten gerade wieder viele

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Michael Peter

Grenzkontrollen wegen ausgebrochener Straftäter in

Tschechien und in Chemnitz. Da könnte es zu längeren

Staus kommen. Um kurz vor acht Uhr starteten wir un-

sere neue Reise. Wegen der Berglandschaft, in der wir

ermitteln würden, hatten wir uns dieses Mal für unseren

GL entschieden, der im Hause Brabus für unsere Zwe-

cke komfortabel und auch technisch nach unseren

Wünschen ausgestattet wurde. Wir saßen auf der Rück-

sitzbank genauso bequem wie in unseren Maybach. Nur

hatten wir in den Bergen bestimmt einen besseren Wen-

dekreis.

Während Daniel fuhr, recherchierten Sophie und ich

über die Gegend, in der wir in den nächsten Tagen oder

Wochen unsere Ermittlungen durchführen würden.

Das wir in ein berühmtes Skigebiet fahren würden, das

war uns schon bewusst. Das auf den Almen im Sommer

die Kühe weiden,...



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