Peter | Neue Kriminalfälle aus Sachsen und Bayern | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 147 Seiten

Peter Neue Kriminalfälle aus Sachsen und Bayern


2. Auflage 2025
ISBN: 978-3-8197-8565-8
Verlag: epubli
Format: EPUB
Kopierschutz: 0 - No protection

E-Book, Deutsch, 147 Seiten

ISBN: 978-3-8197-8565-8
Verlag: epubli
Format: EPUB
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Mein Team wächst schon ab dem ersten Fall. Wir lösen spannende Fälle von Immobilienhandel der besonderen Art, Diebstahl, Entführung, Militärspionage und Finanzbetrug. Aber nicht nur die spannenden Fälle sind es wert dieses Buch zu lesen. Auch die genaue Beschreibung der Landschaften, Orte machen die realistischen Fälle Lesenswert. Gestartet hatte ich mit einer kleinen Detektei im Naturpark Altmühltal. Schon schnell brauchte ich eine neue Zentrale, welche ich in der Villengegend von Ingolstadt eröffnete. Bei unserem ersten größeren Fall in der sächsischen Schweiz verliebten wir uns in die Gegend und gründeten einen zweiten Firmensitz. Es gibt die verschiedensten Gründe, einen Detektiv zu beauftragen. Wir nehmen allerdings nur noch die wirklich spannenden Aufträge an. Und die spannendeten Fälle veröffentlichen wir in unseren Büchern. Weitere Informationen gibt es stets auf unserer Homepage: iSdS-Detektive.de

Am Anfang der siebziger Jahre wurde Michael Peter zwischen Spreewald und Berlin in dem Ort geboren, in dem der erste Radiosender entstand. Schon seit der 4. Klasse war er aktiv beim Roten Kreuz, dem er noch heute als Mitglied treu geblieben ist. Nach seiner Ausbildung zum Mess-, Steuer- und Regelungstechniker und kleineren Umwegen als Busfahrer führte ihn sein Leben nach Bayern. Neben seiner Tätigkeit als Busfahrer schrieb er schon einige Bücher, die aber nie unter seinem Namen veröffentlicht wurden. Während einer Erkrankung durfte er vorübergehend kein Fahrzeug führen. In dieser Zeit fand er zurück zum Schreiben. So entstanden die Krimiserien 'Im Schatten der Steine' und die 'iSdS-Detektive'. Den gleichen Namen trägt seine Autorenhomepage, auf der über alle Bücher informiert wird.
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Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


mit einem verlegenen Lächeln bejahte sie seine Anfrage. Da er schon länger wusste, wo sie arbeitet, hatte er auf diese Gele-genheit gewartet. Und es war schließlich nicht nur das Ausse-hen und der Charakter von Sophie, weshalb er so geduldig bis nach der Hochzeit warten würde. Da wir sein wahres bezie-hungsweise vordergründliches Interesse an der Beziehung kannten, musste Sophie nicht so intim werden, wie es ein Ja-mes Bond in seinen Fällen machen würde.

Da Sophie ihnen Geliebten davon überzeugen konnte,

dass genau heute ein perfekter Tag dafür wäre, musste er spon-tan seine wichtigsten Sachen packen, sich noch einmal im Bad erfrischen, und dann fuhren beide zu ihrer Arbeitsstelle. So-phie sagte, dass sie wisse, welcher Mitarbeiter vom Wachschutz heute an der Hauptpforte seinen Dienst tätigen würde. Bei ihm muss sie nur von weitem mit dem Fernlicht den Begrüßungs-code morsen. Ohne anzuhalten, darf sie immer gleich durch-fahren. Dafür würde sie im Vorbeifahren ihm einen Kuss zuwerfen. Uns ist schon klar, dass Sophie mit ihrem perfekten Körper jeden Mann um ihre Finger wickeln kann. Ihr Verstand lässt sie das auch oft ausnutzen, wenn es für den Erfolg unse-rer Fälle von Nutzen sein könnte. Aber an das Ziel seiner ero-tischen Träume war bis jetzt noch niemand gekommen, der nicht zu unserer detektivischen Triga gehörte.

Aber auch Herr Tschenkow war so von Sophies Aus-

sehen und Auftreten geblendet. Es war so einfach ihn in die Falle zu locken.

Am Verwaltungsgebäude angekommen, gab Sophie

ihm noch einen Mitarbeiterausweis, den sie angeblich am Vor-tag heimlich erstellt hatte. Den sollte er sich gut leserlich an

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sein Sakko heften. Da hier ein relativ häufiger Wechsel der for-schenden Mitarbeiter wäre, würde es niemanden auffallen, dass sein Gesicht hier unbekannt ist.

Natürlich war der Ausweis vom Institutsleiter persön-

lich ausgestellt. Ihn hatten wir in unseren Plan eingeweiht. Es galt Herrn Tschenkow von seinen Komplizen zu isolieren. Es könnte sein, dass nur er die wichtigsten Informationen hat oder das Versteck seines Auftraggebers weiß.

Sophie erreichte mit ihrem Eugen den Arbeitsraum.

Ihr Geliebter bekam leuchtende Augen. Bestimmt war es nicht das Sofa, dass sein Herz höherschlagen ließ. Schnell hatte er ir-gendwelche Tabellen und andere Übersichten an der Wand ge-sehen. Ein perfekter Computerarbeitsplatz ausgestattet mit der modernsten Kommunikationstechnik vervollständigten das Bild. Nebenbei blieb noch zu erwähnen, dass ein Kühlschrank, eine Microwelle und der moderne Kaffeevollautomat den Ein-druck über diesen Raum sehr positiv ausfallen ließen. Aber das wussten wir doch alle schon vorher. Sophie zeigte auf das Sofa und meinte, er solle sich kurz gedulden. Sie müsse sich nur im Netzwerk anmelden, damit ihr Kollege aus dem Nachbarbüro in den Feierabend gehen könnte. Es müsse immer einer der drei Büros besetzt sein. Aufgabe sei es, mit Hilfe der dem Fir-mennetz vorgeschalteten Computer Cyberangriffe zu erkennen und abzuwehren. Hoffentlich würde Tschenkow keine diesbe-züglichen Fragen stellen, um sein Interesse an ihrer Arbeit zu zeigen. Niemals könnte Sophie tiefgründige Antworten zu die-sem Gebiet geben. Sie kann Programme öffnen. E-Mail ver-schicken und gewünschte Dokumente mit dem Drucker auf

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Papier bringen. Solitär und andere feinmotorische Übungen beherrscht sie natürlich auch.

Nachdem Sophie eine Weile auf der Tastatur ihre Fin-

gergymnastik gemacht hatte, die Maus hin- und herbewegte, verabschiedete sie sich kurz von Tschenkow. Sie müsse mal kurz auf Toilette und anschließend noch in das Bürolager, der Toner ihres Druckers könnte demnächst zu Ende gehen. Tschenkow forderte Sophie auf, sich zu beeilen. Er würde sie jetzt schon so sehr vermissen. Jedoch war Kuscheln nicht der Grund, weshalb Tschenkow Sophie an ihren Arbeitsplatz be-gleitet hatte.

Sophie zog die Tür hinter sich ran. Das diese automa-

tisch verriegelte, das hatte Tschenkow schon mitbekommen. Das ist aber bei allen Türen dieses Institutes so. So könnte man im Ernstfall unberechtigte Eindringlinge ganz schnell iso-lieren.

Tschenkow sprang vom Sofa auf und ging an den

Rechner. Er musste nicht einmal einen Sicherheitscode einge-ben. Sophie hat in der Eile vergessen, die Sperre zu aktivieren. Jedenfalls meinte es unser Gast. Was er nicht wusste, dieser PC war an kein Firmennetzwerk und auch nicht am Internet ange-bunden. Alles, was man hier öffnen konnte, waren imaginäre Seiten. Da haben die Beamten der Abteilung Cyberkriminalität des BKA unerwartet perfekte Arbeit geleistet. Also am Schreibtisch arbeiten können sie. In die freie Wildbahn losge-lassen ist es oftmals anders. Wenn ich in deren Einsätze invol-viert bin, muss ich schon aufpassen, dass sie in ihrem Eifer keine Spuren und Beweise übersehen oder gar tollpatschig ver-nichten.

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Jedenfalls hatte Herr Tschenkow sein SD-Laufwerk

mit Sophies Rechner verbunden. Schnell überspielte er Kopien der interessant klingenden Ordner. Er glaubte, sein Spionage-ziel erreicht zu haben. Er schickte zu dem noch eine SMS an einen seiner Mitarbeiter, damit alle unauffällig ihre Sachen pa-cken und verschwinden. Was er nicht wusste, seine SMS würde niemals das Haus verlassen. Niemand hat hier Empfang mit seinen mobilen Endgeräten. Ein Computer im Haus empfängt alle Nachrichten und spielt dem Absender vor, dass alles nor-mal funktionieren würde. Das wäre Tschenkow nur aufgefal-len, wenn er, anstatt eine Kurznachricht zu tippen, einfach mal einen Anruf getätigt hätte. Aber wir haben gepokert. Niemals würde er telefonieren. Er durfte keine Geräusche verursachen, damit er rechtzeitig hören würde, wenn Sophie wieder zur Tür reinkommt. Wir saßen im Nachbarraum. Eine im Rauchmelder verbaute Kamera filmte ihn die ganze Zeit. Nun war er schon zwanzig Minuten allein. Langsam müsste er fertig werden. Die Dateien hatten zwar eine beachtliche Größe, aber keinen nen-nenswerten Inhalt. Aber das hätte er in der ihm verbleibenden Zeit nie versucht zu überprüfen. Viel kopieren war sein Auf-trag. Die Auswertung der geklauten Informationen würde sein Auftraggeber übernehmen.

Nachdem die im Wohnbezirk eingesetzten Beamten

ihren erfolgreich abgeschlossenen Zugriff gemeldet hatten, er-folgte dieser auch bei Tschenkow.

Ein sehr interessanter, aber auch gefährlicher Einsatz

hatte sein Ende erreicht. Später erfuhren wir vom Innenminis-terium, dass diese Spionageeinheit nicht nur Informationen sammeln, sondern auch unsere Industrie sabotieren sollte.

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Neben dem Dank des Innenministers gab es natürlich noch den Ausgleich für alle erfolgten Auslagen. Dass es uns ermög-lichte, all unseren Mitarbeitern eine gewisse Sonderzahlung zu leisten, werde ich hier nicht extra erwähnen.

Vielleicht stellt sich für einige die Frage, ob wir nicht

eine staatliche Ehrung verdient hätten. Normalerweise würden doch Personen, die sich so für die Interessen und Sicherheit des eigenen Landes einsetzen, eine solche Auszeichnung erhal-ten. Uns wurden im Laufe der Jahre wegen verschiedener Fälle das Bundesverdienstkreuz und auch hohe Auszeichnungen einzelner Bundesländer angeboten. Diese sind natürlich mit ei-nem nicht zu vernachlässigenden Preisgeld versehen. Aber um unsere wahre Identität nicht zu verraten, haben wir bis jetzt darauf verzichtet. Würden wir aber auch nur eine dieser Aus-zeichnungen annehmen, wäre unsere Arbeit als Detektive für immer beendet. Und dabei würden wir gerne noch weitere Fälle lösen.

Das Einzige, was wir als Dankeschön neben unserem

ruforientierten Honorar annehmen, ist die Erneuerung unseres Fuhrparks samt der zu unserer Arbeit gehörenden Technik. Wir müssen immer auf den neuesten Stand der technischen Entwicklung sein. Nur so können wir ordentliche Arbeit leis-ten.

Sicherlich haben wir in den letzten Jahren einen sol-

chen Ruf aufgebaut, von dem andere in dieser Branche nur träumen können. Jeder normale Mensch würde denken, dass wir inzwischen abgehoben leben. Aber ich kann meine Leser beruhigen. Wir haben zwar eine Villa im Altmühltal als Fir-mensitz und ersten Wohnort für uns drei. Wir haben eine Villa

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im Schatten der Steine als neue Zentrale für unsere Detektei. Das sind aber gleichzeitig Rückzugsorte, um uns von der Au-ßenwelt abzuschotten. Wir arbeiten äußerst diskret. Keiner soll erfahren, wo wir sind und wer wir sind. Nur so können wir ga-rantieren, unsere Aufträge zielorientiert zu erledigen. Trotzdem nehmen wir auch Aufträge von privaten Personen an. Wenn diese unser Interesse erwecken, wird das Honorar nicht nur am Aufwand ausgemacht. Auch die finanzielle Situation unserer Auftraggeber wird berücksichtigt. Aber einfache Ermittlungs-arbeit, die unsere verbeamteten Kollegen der Polizei leisten kann, übernehmen wir nicht. Wir suchen die Herausforderung für Profis. Einfache Ermittlungen können auch Laien und An-fänger durchführen.

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Der tierische Dieb

Wir hatten den goldenen Herbst für Wanderurlaub im

Elbsandsteingebirge genutzt. Es gab schließlich noch einige Steine, die noch nicht von uns bezwungen worden waren. Ehe wir uns versahen, war auch schon die nasse und kalte Jahres-zeit zu spüren. Sophie war damit beschäftigt, die Fälle des Jah-res für die Steuererklärung aufzuarbeiten. Daniel kümmerte sich um die Wartung der Technik. Schon aus Langerweile half er unserem Hauspersonal bei der herbstlichen Gartenarbeit. Auch mussten die Dachrinnen des Öfteren vom Laub befreit werden. Das ist aber bei der Lage mitten im Wald und bei den...



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