Petermann / Daseking | Fallbuch HAWIK-IV | E-Book | www.sack.de
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E-Book, Deutsch, 235 Seiten

Petermann / Daseking Fallbuch HAWIK-IV


1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-8409-2199-5
Verlag: Hogrefe Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark

E-Book, Deutsch, 235 Seiten

ISBN: 978-3-8409-2199-5
Verlag: Hogrefe Verlag
Format: PDF
Kopierschutz: 1 - PDF Watermark



Das Buch veranschaulicht mit elf Fallbeispielen die differenzierten Anwendungsmöglichkeiten des HAWIK-IV. Praktiker erhalten praxisorientierte Hilfen bei der Auswertung und Interpretation von HAWIK-IV-Testergebnissen. Neben den eigentlichen Intelligenzwerten werden im HAWIK-IV verschiedene Profil- und Prozessanalysen angeboten. Diese zusätzlichen Informationen ermöglichen es, individuelle Stärken und Schwächen eines Kindes herauszuarbeiten sowie Lern- und Arbeitsstile zu identifizieren. In diesem Buch werden nach einer Einführung in die Intelligenzdiagnostik mit dem HAWIK-IV anhand von HAWIK-IV-Profilen elf differenzierte Falldarstellung vorgestellt und Empfehlungen für die Praxis gegeben. 

Die Profilinterpretationen beziehen sich auf Lernstörungen, neurologische und psychiatrische Störungen sowie die Anwendung des HAWIK-IV im Bereich der Hochbegabung, der Lernbehinderung und der Intelligenzminderung. Dabei werden auch verschiedene Ausprägungen eines Störungsbildes berücksichtigt, so z. B. die Aufmerksamkeitsstörung mit und ohne Hyperaktivität. Alle Falldarstellungen sind nach einer einheitlichen Struktur aufgebaut. Die Fallbeispiele verdeutlichen, welche Möglichkeiten dieser Wechsler-Test in der Anwendung bei Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis knapp 17 Jahren bietet. Testanwendern werden Hilfen für die Auswertung und Interpretation von HAWIK-IV-Testergebnissen an die Hand gegeben, um den Facettenreichtum der Interpretationsmöglichkeiten der Testprofile ausschöpfen zu können.

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Weitere Infos & Material


1;Vorwort;6
2;Inhaltsverzeichnis;8
3;I Einführung in den HAWIK-IV;12
3.1;1 HAWIK-IV: Grundlagen und Auswertungsstrategien;14
4;II Fallbeispiele;38
4.1;2 Intellektuelle Hochbegabung;40
4.2;3 Lernbehinderung;66
4.3;4 Intelligenzminderung;82
4.4;5 Legasthenie und isolierte Rechtschreibstörung;110
4.5;6 Rechenstörungen und kombinierte Störung schulischer Fertigkeiten;130
4.6;7 Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS);148
4.7;8 Depression;160
4.8;9 Epilepsie;176
4.9;10 Schlaganfall;196
5;III Anhang;216
5.1;Glossar für die Praxis;218
5.2;Lösungsprinzipien für den Untertest Bildkonzepte;231
5.3;Testverzeichnis;232
5.4;Die Autorinnen und Autoren des Bandes;234


(S. 195-196)



10.1 Allgemeine Einführung in das klinische Störungsbild


Der Schlaganfall gehört zu den seltenen pädiatrischen Erkrankungen. Es wird jährlich mit ca. 500 Neuerkrankungen gerechnet, am häufigsten ereignen sich Schlaganfälle vorgeburtlich und im Zusammenhang mit der Geburt (Roach et al., 2008). Gefäßverschlüsse hirnversorgender Arterien oder Venen und Hirnblutungen können als Komplikation einer Vielzahl von Erkrankungen des Kindes- und Jugendalters auftreten. Dazu gehören Herzerkrankungen, Infektionen, hämatologische, metabolische oder vaskuläre Erkrankungen. Oft wird der Schlaganfall aber erst durch das Zusammenspiel mehrerer Faktoren ausgelöst.

Das klinische Bild eines Schlaganfalls stellt sich häufig ebenso facettenreich dar wie die langfristige Entwicklung nach dem Akutereignis. Dabei spielen das Alter zum Zeitpunkt des Schlaganfalls, die Größe und die Lokalisation eine besondere Rolle für die weitere Entwicklung (zusammenfassend s. Daseking, Lemcke, Macha & Petermann, 2007, Daseking & Petermann, 2007). In den meisten Fällen muss mit neuropsychologischen Beeinträchtigungen gerechnet werden, die auch einen Einfluss auf den Bildungsweg der Kinder haben und sich auf den schulvermittelten Erwerb der Kulturtechniken Lesen, Schreiben und Rechnen niederschlagen können. Kognitive Beeinträchtigungen nach einem frühen Schlaganfall können sehr breit gefächert sein, gleichzeitig aber auch einen hohen Grad an Selektivität aufweisen.

Da im HAWIK-IV durch das zugrunde liegende Modell schwerpunktmäßig auch neuropsychologische Teilleistungsbereiche wie Aufmerksamkeit oder Gedächtnis erfasst werden, kann davon ausgegangen werden, dass sich eine Hirnschädigung, wie ein Schlaganfall, in einem spezifischen und/oder globalen kognitiven Profil niederschlägt. Daher sollen im Folgenden drei Fälle dargestellt werden, die unterschiedliche Einflussfaktoren auf das Outcome berücksichtigen. Dazu gehören in diesem Fall die Lokalisation (rechte vs. linke Hemisphäre) und das Alter zum Zeitpunkt der Schädigung (perinatal vs. spätes Kindesalter).

10.2 Fallbeispiel 1: Sina, 16,1 Jahre altes Mädchen nach linkshemisphärischem Schlaganfall im Alter von 14,6 Jahren


Zusammenfassung der Vorbefunde.

Es zeigte sich folgendes Bild:
&bull, Zustand nach Schlaganfall im Bereich der Stammganglien linksseitig sowie Nucleus caudatus links und Corona radiata 2005 mit Reinfarkt im Abstand von drei Tagen,
&bull, hochgradige Stenose im Bereich des Carotis-Siphon links bei umgebender entzündlicher Veränderung im Sinus cavernosus,
&bull, Hemiparese rechts,
&bull, Aufmerksamkeits- und Gedächtnisstörungen sowie residuale Sprachstörung."



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