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Peters | Das Gemüsegeheimnis | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 268 Seiten

Reihe: Herta Sonnenschein Krimi

Peters Das Gemüsegeheimnis

Ein Herta Sonnenschein Krimi
1. Auflage 2026
ISBN: 978-3-6963-2544-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Ein Herta Sonnenschein Krimi

E-Book, Deutsch, Band 2, 268 Seiten

Reihe: Herta Sonnenschein Krimi

ISBN: 978-3-6963-2544-2
Verlag: BoD - Books on Demand
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Im St. Josef Stift herrscht selten die Ruhe, die man einem Seniorenheim nachsagt, vor allem nicht, wenn Herta Sonnenschein ihre neugierige Nase im Spiel hat. Kaum hat sie sich damit arrangiert, dass ihr Lebensabend offenbar deutlich turbulenter verläuft als der von Jessica Fletcher, da wirbelt der Besuch ihrer alten Münchner Freundin Berta neuen Staub auf. Seltsame Kräuterlieferungen, rätselhafte Pulverproben, verschwundene Notizen und schließlich ein Toter mitten im Stiftsgarten lassen das idyllische Seniorenheim in ungeahnte Aufregung geraten. Kommissar Mayer ist fest entschlossen, Herta diesmal nicht wieder die Ermittlungen überlassen, was natürlich hoffnungslos ist. Ein humorvoller, herzerwärmender Cosy Crime voller schräger Vögel, überraschender Wendungen und einer Protagonistin, die beweist, dass messerscharfer Spürsinn auch jenseits der Rente nicht vergeht.

Joy Peters, geboren in Wien, wohnhaft in Berlin, ist Schauspieler, Sänger, Comedian und Buchautor. Ein Mann der Bühne, des Wortes und der feinen Ironie, der das Leben mit wachem Blick und einem liebevollen Schmunzeln betrachtet. Er ist verheiratet, Vater von zwei Töchtern und überzeugt davon, dass Humor die beste Art ist, das Leben ernst zu nehmen. Bisher veröffentlichte er mehrere Bücher, die ebenso abwechslungs-reich sind wie sein eigenes Leben:
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Unerwartete Ahnungen


Der Morgen im Stiftsgarten begann mit einem Geräusch, das man als friedlich hätte bezeichnen können, wäre es nicht jedes einzelne Mal das gleiche, unnachgiebige, zerstampfende Knirschen gewesen. Herta trat mit ihrer Gummistiefelsohle auf eine Kräuterschnecke, die in den frühen Sonnenstrahlen gerade erst begonnen hatte, sich Würde anzueignen. , murmelte sie, während sie die Schnecke samt Blattwerk zur Seite schob. Der Duft von Minze und feuchter Erde hing schwer über den Beeten. Herta kniete sich hin, zog energisch ein widerspenstiges Bündel Zitronenmelisse heraus und stellte fest, dass es seine Wurzeln anscheinend in einem früheren Leben als U-Boot-Kommandant ausgebildet hatte. Das Kraut widersetzte sich mit aller Macht. Penelopes Stimme klang, als wäre hinter Hertas Rücken gerade ein Meteor eingeschlagen aber sie verzog keine Miene, dramatische Ausrufe waren bei ihrer Tochter so häufig wie Brennnesseln in diesem Garten. Peneloppe stand ein paar Meter entfernt, ein flatterndes Sommerkleid um die Beine, die Hände in einer Geste erhoben, die irgendwo zwischen Warnung und theatralischem Segnen angesiedelt war. Ihre Stirn glänzte leicht in der Sonne; der Blick war ernsthaft, womöglich sogar besorgt. Sie war seit ihrem Umzug vor die Tore Berlins, ins schöne Brandenburg, häufiger zu Gast bei ihrer Mutter im St. Josef-Stift. Herta war sich allerdings noch nicht ganz im Klaren darüber, ob sie das nun toll finden soll, oder eher ein bisschen belastend.

, wiederholte sie,

Herta setzte sich langsam auf die Fersen.

Penelope schloss die Augen und atmete tief ein. , knurrte Herta und zerrte an der letzten Melissewurzel.

Bevor Penelope antworten konnte, ertönte ein Scheppern wie ein umfallender Werkzeugwagen, gefolgt von einem aufgeregten Quieken. Es war nur ein Geräusch möglich, das noch chaotischer klang als Penelopes Auren – und es gehörte unfehlbar zu einer einzigen Person.

Rosi stürmte um die Ecke, als sei sie von einer besonders übereifrigen Windböe erfasst worden. Ihre Haare standen ihr in alle Richtungen ab, die Gießkanne in ihrer Hand klapperte im Rhythmus ihres Atems, und ihre Augen funkelten wie die einer Frau, die dringend Neuigkeiten loswerden musste oder explodieren würde.

, fragte sie, ohne zu grüßen. Ein schlechtes Zeichen. Wenn Rosi nicht grüßte, war es ernst. Herta beschloss in keine Falle zu tappen. —

Penelope öffnete die Augen und wirkte plötzlich hellwach.

Herta ignorierte sie.

Penelope nickte eifrig.

Rosi beugte sich vor.

Herta hob eine Braue.

Penelope blickte besorgt über die Beete.

, brummte Herta. rief Rosi begeistert.

Rosi hielt inne. Herta erkannte dieses Innehalten: Der Moment, in dem Rosi von auf

umschwenkte. Herta stand auf, klopfte sich die Hände ab. Doch kaum hatte sie den Satz beendet, spürte sie ebenfalls etwas. Kein Hauch, keine Aura, kein mystischer Vibrationsquirl. Einfach nur: ein leises Ziehen im Bauch. Ein Gefühl, das sie noch nie enttäuscht hatte. Etwas lag in der Luft. Etwas, das kein Kraut erklären konnte. Etwas, das bald ihren Garten, ihr Leben und ihr ruhiges Stift gehörig durcheinander wirbeln würde. Herta schloss die Augen, holte tief Luft und sagte leise:

Sie hatte keine Ahnung, wie recht sie behalten würde. Gerade als Herta Sonnenschein sich wieder über Fritz beugen wollte, um ihm zu erklären, warum Basilikum kein sei, knarrte plötzlich das alte verrostete Gartentor. Eine Rollkoffer-Rolle quietschte über den Kiesweg, gefolgt von einem leisen Schnaufen. Herta blinzelte. Eine Gestalt mit leuchtend rotem Reisehut, flatterndem Poncho und einem Koffer, der aussah, als hätte er seit dem Zweiten Weltkrieg keinen Urlaub mehr gesehen, trat in den Kräutergarten: Berta Jansen. rief sie fröhlich und breitete die Arme aus, als wolle sie den ganzen Garten umarmen.

, murmelte Herta und presste die Lippen zusammen,

Berta schmetterte ihren Koffer auf den Boden, so dass die Salatköpfe bedrohlich wackelten.

Herta verdrehte die Augen. Wenn Berta eine „Sache“ hatte, hieß das meistens Chaos im Anmarsch. Laut, schräg, bunt – und nie zur passenden Zeit.

, fragte Schwester Hildegard, die zufällig vorbei huschte und das Szenario skeptisch beäugte.

rief Berta vergnügt und klopfte Herta auf die Schulter, als wäre sie ein Möbelstück, das man für selbstverständlich hält. Herta schnappte nach Luft.

, winkte Berta ab. – sie senkte verschwörerisch die Stimme –

Fritz, Penelope und Rosi erstarrten synchron.

Penelope flüsterte:

Herta seufzte.

Schnirpelt kam nie unauffällig irgendwo an. Er rollte heran wie ein leicht beleidigter Güterzug, begleitet von dem Quietschen seines Lieferwagens, dem Scheppern von Kisten und einem tiefen, anhaltenden Seufzen, das vermutlich seinem Inneren entsprang – und nicht dem Motor. An diesem Vormittag parkte er – wie immer – genau dort, wo niemand parken sollte: halb auf dem Kies, halb auf dem Rasen, vollständig in Hertas Nervenlandschaft.

, murmelte Herta und wischte sich die Erde von den Händen. Penelope stand neben ihr, die Arme verschränkt, und musterte den weißen Transporter mit zusammengekniffenen Augen, als könne sie durch das Blech hindurch die moralische Qualität der Karotten...



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