Phillips | Ein Kuss zu viel | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 3, 448 Seiten

Reihe: Marsden-Serie

Phillips Ein Kuss zu viel

Marsden 3 - Roman
1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-641-12533-2
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Marsden 3 - Roman

E-Book, Deutsch, Band 3, 448 Seiten

Reihe: Marsden-Serie

ISBN: 978-3-641-12533-2
Verlag: Heyne
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Sexy, spannend, Serendipity

Nachdem er ausgerechnet am Tag seiner Hochzeit sitzen gelassen wurde, hat Sam Marsden aus Serendipity eigentlich der Liebe abgeschworen. Doch schon bald lernt er die geheimnisvolle Nicole kennen und erlebt mit ihr ein Wechselbad der Gefühle. Mal ist sie voller Leidenschaft, dann wieder abweisend und verschlossen. Erst als Nicole in Gefahr gerät, offenbart sie sich Sam. Doch sucht sie nur seinen Schutz, oder will sie ihn als Mann fürs Leben?

Carly Phillips, eine New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin, hat über 50 prickelnde Liebesromane geschrieben, mit heißen Männern, starken Frauen und den emotional fesselnden Geschichten, die ihre Leser*innen inzwischen erwarten und lieben. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrer Collegeliebe, hat zwei fast erwachsene Töchter und drei verrückte Hunde, die auf ihrer Facebook-Fan-Page und ihrer Website zu bewundern sind. Carly Phillips liebt die sozialen Medien und steht in engem Kontakt mit ihren Leser*innen.
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Kapitel 1

Aus unerfindlichen Gründen schien alle Welt der Überzeugung zu sein, dass man von einem Marsden einfach alles verlangen konnte, insbesondere von Sam, dem gutmütigen jüngsten Spross der Familie, der für gewöhnlich die Rolle des »Good Cop« übernahm. Im Moment war es seine langjährige Partnerin und gute Freundin Cara, die ihn mit großen Hundeaugen ansah und ernsthaft erwartete, dass er ihrem mehr als unverschämten Anliegen aufgeschlossen gegenüberstand.

»Nein, ich werde verdammt nochmal nicht mit Margie Simpson auf den Ball gehen!« Sam Marsden bedachte Cara, die neuerdings auch seine Schwägerin war, mit einem bitterbösen Blick.

»Sie heißt nicht Simpson, sondern Stinson, und das weißt du genau.« Cara runzelte die Stirn. »Komm schon, Sam. Ihre Eltern sind die wichtigsten Sponsoren der Benefizgala für die örtliche Herzstiftung, und die Polizei von Serendipity ist Co-Sponsor. Wie willst du der Klinik, die eine Reihe funkelnagelneue medizinische Geräte bekommen soll, verklickern, dass die Stinsons ihre Spende zurückgezogen haben, weil sich einer der hiesigen Polizisten geweigert hat, ihre Tochter auszuführen?«

»Sie erinnert mich an einen Pitbull«, murmelte Sam. »Kann denn keiner der anderen Kollegen mit ihr hingehen? Was ist mit Hendler?«

»Der ist zu alt.«

»Und Martini?«

Cara schüttelte den Kopf. »Zu jung. Außerdem will Margie, dass du sie begleitest.«

Sam schauderte. »Noch ein Grund mehr, es nicht zu tun. Ich will ihr auf keinen Fall falsche Hoffnungen machen.« Margie war eine dieser Frauen, die einen Blick bereits als Interesse interpretierten, und darauf konnte Sam gut und gern verzichten.

»Hey, machst du meiner Frau etwa das Leben schwer?« Sams älterer Bruder Mike betrat die Schreibstube des Reviers, schlenderte zu Cara und legte ihr demonstrativ eine Hand auf die Schulter.

»Von wegen, es ist genau umgekehrt. Sei so gut und pfeif sie zurück, ja?«, bat Sam.

Mike schüttelte lachend den Kopf. »Ich mag mein Leben, wie es ist. Tut mir leid, Bruderherz, aber da musst du allein durch.«

Sam verdrehte die Augen. Mike war früher ein überzeugter Junggeselle gewesen, doch seit er sich Hals über Kopf in Cara verliebt hatte, wich er ihr kaum noch von der Seite, wohin auch immer sie in ihren süßen kleinen Cowboystiefeln marschierte – sofern sie nicht ihre Uniform trug. Natürlich freute sich Sam für seinen Bruder, allerdings gab es in seinem Freundeskreis mittlerweile kaum noch Singles. Dare Barron war der erste Abtrünnige gewesen, gefolgt von Mike und Cara, und seit Kurzem war sogar Sams Schwester Erin unter der Haube.

Nicht, dass Sam ihnen ihr Glück neidete, ganz im Gegenteil. Er selbst hegte zwar weiß Gott nicht die Absicht zu heiraten, doch er musste zugeben, dass sein Junggesellenleben, das er bislang in vollen Zügen genossen hatte, allmählich einen etwas faden Beigeschmack bekam. Deswegen war er aber noch lange nicht bereit, für einen Drachen wie Margie den Gesellschafter zu spielen, und sei es für einen noch so guten Zweck.

Cara rollte einen Bleistift zwischen ihren Handflächen. »Hast du etwa schon eine Begleitung?«, erkundigte sie sich.

»Unsinn«, meldete sich Mike zu Wort, ehe Sam etwas darauf erwidern konnte. »Er hatte seit einer halben Ewigkeit kein Date mehr. Die letzte Frau, die ein gewisses Interesse bei ihm geweckt hat, war …«

Auf diese Unterhaltung hatte Sam nun wirklich nicht die geringste Lust. »Musst du nicht zurück in dein Büro?« Er deutete auf das Kabuff, das dem Polizeipräsidenten vorbehalten war.

Mike grinste. »Nicht, wenn ich hier draußen so viel mehr Spaß haben kann.«

Cara stieß ihn mit dem Ellbogen an. »Geh lieber. Du vermasselst mir noch die Tour, wenn du ihn weiterhin auf die Schippe nimmst.«

Mike zuckte die Achseln. »Hey, es ist doch nicht meine Schuld, dass er das ideale Opfer für Sticheleien abgibt.«

Sam schnaubte. »Seit du geheiratet hast, bist du noch unerträglicher als vorher.«

Mike grinste selbstzufrieden und küsste seine Frau ausgiebig auf den Mund, ehe er hoch erhobenen Hauptes von dannen stolzierte.

»Nehmt euch ein Zimmer«, brummte Sam.

Cara beugte sich über ihren Schreibtisch, der dem seinen gegenüberstand. »Auch du kannst die wahre Liebe finden. Wir wünschen es dir alle.«

Doch Sam hatte keinerlei Ambitionen in diese Richtung. Er hatte es bereits versucht und war knapp vor dem Ziel spektakulär gescheitert. Beruflich verließ er sich blind auf sein Bauchgefühl, im privaten Bereich dagegen – ganz gleich, ob es um Frauen, Beziehungen oder persönliche Entscheidungen ging – zweifelte er an seiner Menschenkenntnis.

Schließlich hatte er mit seinem Vertrauen in seine sogenannten Instinkte einen Menschen, der ihm sehr am Herzen lag, ins Verderben gestürzt, und seine Gutgläubigkeit und Naivität hatten dazu geführt, dass er aus allen Wolken gefallen war, als sich herausgestellt hatte, dass ihn seine Ex-Verlobte Jenna mit seinem besten Freund betrogen hatte. Seine Familie war allerdings nur bis zu einem gewissen Grad darüber informiert, woher seine massiven Zweifel an seiner Menschenkenntnis kamen. Seit seine Geschwister nun verheiratet waren, machten sie ihm ordentlich Druck, ihrem Beispiel zu folgen, vor allem seine Schwester Erin, die kürzlich ein Baby bekommen hatte.

Cara musterte Sam ernst. »Du musst Margie ja nicht gleich heiraten. Du sollst doch bloß mit ihr auf den Ball gehen und ein bisschen nett zu ihr sein. Das ist alles. Würdest du das für mich tun? Für Mike und die Ordnungshüter von Serendipity? Bitte!« Cara sah ihn mit ihren großen, grünen Augen an und klimperte mit den Wimpern.

Sam schnaubte verärgert. »Das machst du nur, weil du weißt, dass ich dir keinen Wunsch abschlagen kann«, brummte er. Tja, er war Wachs in ihren Händen, dabei hatte er eigentlich angenommen, er wäre gegen ihren Charme immun, nach all den Jahren, die sie nun schon befreundet waren, und inzwischen gehörte sie sogar zur Familie. Aber er war leider nicht in der Lage, ihr einen Korb zu geben, und außerdem war die Veranstaltung, bei der er als Vertreter der Polizei in Erscheinung treten würde, für einen guten Zweck, wie Cara ganz richtig festgestellt hatte.

Trotzdem wurde ihm bei dem Gedanken an Margie etwas mulmig. Es gab wohl in ganz Serendipity keinen Junggesellen, dem sie keine Angst einjagte.

»Heißt das, du bist einverstanden?«, fragte Cara mit einem siegessicheren Grinsen und klopfte mit dem Bleistift auf ihre Schreibunterlage.

»Ja«, brummte Sam, wohl wissend, dass er diese Entscheidung garantiert bereuen würde. Er war einfach viel zu gutmütig.

»Yippie!« Cara sprang auf und kam zu ihm rüber, um ihn kräftig zu umarmen, dann ließ sie sich wieder an ihrem Schreibtisch nieder. »Perfekt. Damit habe ich schon mal ein großes Problem weniger.«

Ja, perfekt, dachte Sam griesgrämig. Wie er dieses Wort hasste! In diesem Augenblick noch mehr als sonst.

»Ich verspreche dir, Mike und ich werden den ganzen Abend nicht von deiner Seite weichen. Wir lassen dich mit diesem Biest nicht allein.«

Sam hob eine Augenbraue. »Du gibst also zu, dass sie ein Biest ist?«

Cara hielt den Kopf gesenkt und wich seinem Blick aus, aber ihre roten Wangen verrieten sie.«Also …« Sie spähte durch ihre langen Wimpern hindurch zu ihm hinüber. »Du weißt, du könntest dir derlei ersparen, wenn du dir auch endlich …«

Eine Frau suchen würdest. »Lass gut sein«, unterbrach er sie, ehe sie es aussprechen konnte.

»Okay, aber Mike hat recht. Die letzte Frau, für die du dich interessiert hast, war …«

»LASS GUT SEIN.« Sam setzte eine entschlossene Miene auf.

»Ja, ja, schon gut, ich werde ihren Namen nicht aussprechen.« Cara hatte ihre Mission erfolgreich beendet, jetzt konnte sie sich wieder ihrem Schreibkram widmen.

Na, toll. Jetzt musste Sam an die Frau denken, bei der er zum ersten Mal seit zehn Jahren beinahe schwach geworden wäre, dabei hatte er sich geschworen, nie wieder sein Herz zu riskieren. Doch die letzte Begegnung mit Nicole Farnsworth, der Schönheit mit dem rabenschwarzen Haar, der er seine derzeitige innere Zerrissenheit zu verdanken hatte, lag nun auch schon wieder zwei Monate zurück, und die Wahrscheinlichkeit, dass er sie irgendwann wiedersehen würde, war gleich null.

Während Nicole Farnsworth ihre letzten Sachen zusammenpackte, versuchte sie sich vergeblich einzureden, dass sie nicht davonlief, sondern bloß umzog. Sie hatte ohnehin vorgehabt, Manhattan zu verlassen, nachdem sie ihre Verlobung gelöst hatte, doch statt sich auf ihr neues Leben zu freuen, verspürte sie jetzt vor allem den Drang zu fliehen. Sie schloss die Augen und atmete tief durch. Es war zweifellos das Beste, wenn sie schleunigst von der Bildfläche verschwand und sich in Ruhe überlegte, was sie tun sollte. Blieb nur zu hoffen, dass sie bald etwas klarer sehen würde. Wobei ihr das wohl auch nicht viel helfen würde, schließlich wusste sie, dass die berufliche Existenz nicht nur ihrer Familie auf dem Spiel stand, wenn nicht noch mehr. Und die Entscheidung lag in ihren Händen. Als es klingelte, fuhr sie herum und spähte erst einmal durch den Türspion, um zu sehen, wer draußen stand, ehe sie öffnete. Man konnte nie wissen. Es erwartete sie ein vertrauter, aber wenig erfreulicher Anblick, nämlich der ihrer Mutter, wie üblich fein herausgeputzt in Wollhose und Chaneljäckchen. Nicole...


Phillips, Carly
Carly Phillips, eine New-York-Times- und USA-Today-Bestsellerautorin, hat über 50 prickelnde Liebesromane geschrieben, mit heißen Männern, starken Frauen und den emotional fesselnden Geschichten, die ihre Leser*innen inzwischen erwarten und lieben. Sie ist glücklich verheiratet mit ihrer Collegeliebe, hat zwei fast erwachsene Töchter und drei verrückte Hunde, die auf ihrer Facebook-Fan-Page und ihrer Website zu bewundern sind. Carly Phillips liebt die sozialen Medien und steht in engem Kontakt mit ihren Leser*innen.



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