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Phillips | Julia präsentiert: sinnliche Fantasien Band 2 | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, Band 2, 402 Seiten

Reihe: Julia präsentiert Sinnliche Fantasien

Phillips Julia präsentiert: sinnliche Fantasien Band 2

Einfach skandalös / Einfach verliebt / Einfach sexy /
1. Auflage 2009
ISBN: 978-3-86295-687-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

Einfach skandalös / Einfach verliebt / Einfach sexy /

E-Book, Deutsch, Band 2, 402 Seiten

Reihe: Julia präsentiert Sinnliche Fantasien

ISBN: 978-3-86295-687-6
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



EINFACH SKANDALÖS von PHILLIPS, CARLY
Sinnenfreudenkann die lebenslustige Catherine nie widerstehen. Kein Wunder, dass sie bei dem attraktiven High-Society-Anwalt Logan Montgomery schwach wird. Doch ihre heiße Affäre ist riskant: Ein Skandal aus Catherines Vergangenheit könnte Logans Zukunft ruinieren ...
EINFACH VERLIEBT von PHILLIPS, CARLY
Exklusive Benimmschule oder krimineller Call-Girl-Ring? Kane McDermott ermittelt. Inkognito belegt er bei Kayla Luck einen Kurs - und verfällt restlos ihrer erotisch-eleganten Ausstrahlung. Aber Fall ist Fall: Nach einer Liebesnacht bietet er Kayla probehalber Geld an ...
EINFACH SEXY von PHILLIPS, CARLY
Man heiratet nicht aus Liebe, sondern aus Vernunft - diese Regel ihrer Gesellschaftskreise hat Grace nie verstanden. Ein Grund mehr, alle Freiheiten ihres neuen Lebens in New York lustvoll auszukosten! Da kommt Ben Callahan wie gerufen: nicht reich, aber sehr sexy ...



Die Romane der beliebten New York Times-Bestsellerautorinnen Carly Phillips und Jennifer Crusie begeistern durch eine gelungene Mischung aus Humor, Romantik und Leidenschaft. Beide Schriftstellerinnen haben die große Liebe bereits gefunden und leben mit ihren persönlichen Helden an der Ostküste der USA.
Phillips Julia präsentiert: sinnliche Fantasien Band 2 jetzt bestellen!

Autoren/Hrsg.


Weitere Infos & Material


1. KAPITEL

„So werden Sie Ihre Herzensdame gewinnen!“, hatte es im Prospekt geheißen. „Kommen Sie zu CHARME, und Ihr ganzes Leben wird sich verändern.“

Kane McDermott spähte durch einen winzigen Spalt zwischen den zugezogenen Vorhängen ins Innere des Hauses. Er konnte wenig sehen, lediglich einen Hinterkopf mit kinnlangem blondem Haar und einen schlanken, wohlgeformten Körper, der den Vergleich mit einem Playboy-Model nicht zu scheuen brauchte. Obwohl es ein kalter Frühlingstag war, wurde ihm plötzlich ganz heiß.

Es könnte zwar Spaß machen, die Frau zum Essen auszuführen und mit ihr zu flirten, aber dennoch war er mit seinem jetzigen Auftrag sehr unzufrieden. Sicher, er hatte einen schwierigen Fall hinter sich, und sein Vorgesetzter war der Meinung gewesen, er brauche mal eine Pause. Reid hatte zwar das Wort „ausgebrannt“ nicht benutzt, aber Kane hatte sehr gut herausgehört, was er eigentlich meinte. Das war alles Unsinn. Es stimmte zwar, dass die letzte Drogenfahndung danebengegangen war, aber das bedeutete nicht, dass er unbedingt eine Pause brauchte. Er hatte eine harte Kindheit in Boston verlebt und wusste sehr genau, wann er nicht mehr belastbar war. Und diese Grenze war noch lange nicht erreicht.

Er konnte sich noch so sehr wünschen, dass das unschuldige Kind bei dem Schusswechsel nicht getroffen worden wäre, aber es war nun einmal passiert. Nicht von Kanes Kugel – der Junge war von seinem eigenen Bruder erschossen worden. Kane wusste, dass er nicht die Verantwortung dafür trug, aber er fühlte sich dennoch schuldig. Keiner hatte vorhersehen können, dass der kleine Bruder des Dealers ihnen plötzlich in die Quere kommen würde, aber die Schreie der Mutter würde Kane sein Leben lang nicht vergessen. Er lehnte es ab, Urlaub zu nehmen, denn das würde die Erinnerungen nicht auslöschen, und so hatte der Captain ihm diesen ungefährlichen Undercover-Auftrag gegeben.

Jeder Anfänger konnte herausfinden, ob es sich bei CHARME um eine Art Benimmschule für Männer handelte oder ob sich dahinter ein Callgirl-Ring verbarg. Für Kane war jeder, der Tipps für den Umgang mit Frauen brauchte, genauso wenig ernst zu nehmen wie dieser ganze windige Auftrag. Wie blöd musste man sein, wenn man einen Kursus brauchte, um zu wissen, wie man bei Frauen ankam? Und dann noch bei einer, die so aussah wie diese.

Was für eine Verschwendung! Aber wahrscheinlich war diese Art des Unterrichts besser als die anderen Dienste, die sie möglicherweise ihren zahlenden Kunden leistete. Da sie für ihre Tante und ihren Onkel gearbeitet hatte, die inzwischen verstorben waren, wusste sie sicher, was hier gespielt wurde.

Aber egal, was auch immer sie tat, er hatte keine Lust zu diesem albernen Job. Normalerweise arbeitete er undercover mit Drogendealern, und jetzt mutete man ihm zu, sich bei der Inhaberin von CHARME anzubiedern. Nach wie vor hatte er seine Zweifel, dass er die Rolle des Hilfe suchenden Tölpels glaubhaft spielen konnte, und hatte sich deshalb noch einen anderen Plan zurechtgelegt. Aber genau würde er das natürlich erst wissen, wenn er es ausprobiert hatte.

Er legte die Hand auf den Türknopf. War sie nun ein Callgirl oder nicht? Das musste er als Erstes herausfinden.

Kayla Luck warf einen wütenden Blick auf die alte Heizung, der mit normalem Menschenverstand nicht beizukommen war. Ihre Putzfrau hatte gestern die Heizung angemacht, und als Kayla nach Hause kam, war es heiß gewesen wie in einer Sauna. Kayla hatte dann zwar mit Mühe an dem verrosteten Schalter gedreht, um sie wieder abzustellen, aber die Heizung lief weiter, und die Temperatur stieg unablässig. Unter diesen Bedingungen musste sie heute den Unterricht ausfallen lassen, und sie hoffte, dass alle Kursteilnehmer die Nachricht erhalten hatten.

Ihr war heiß, und sie zog sich schnell die Jacke ihres Hosenanzugs aus. Darunter trug sie ein Seidentop, aber selbst darin war ihr heiß. Das alte zweistöckige Haus, das sie zusammen mit dem Geschäft geerbt hatte, hatte schon seine Tücken. Während ihre Schwester Catherine sich mit ihrem Erbteil einen Traum erfüllen und eine Ausbildung zur Gourmetköchin machen konnte, hatte Kayla vorerst darauf verzichtet, ihre Träume wahrzumachen, und das Geschäft übernommen, damit sie Geld verdienen konnte. Das altmodische Sandsteinhaus war sehr gemütlich, aber es hatte viel zu viele Zimmer. Früher hatte ihre Tante eine Art Tanzschule gehabt, hatte also Tanzstunden gegeben und auch Unterricht darin, wie man sich bei Verabredungen mit Freundinnen verhielt. Zu der Zeit mochte das vielleicht ja noch seinen Sinn gehabt haben, aber heutzutage war kaum einer mehr daran interessiert. Kayla hatte gehofft, Tante und Onkel zu einigen Modernisierungen zu bewegen, aber bis zu deren Tod im letzten Jahr war ihr das nicht gelungen.

Kayla versuchte, sich auf die neuen Erfordernisse einzustellen. Heutzutage mussten Männer nicht mehr darin unterwiesen werden, wie sie sich Frauen gegenüber benehmen sollten. Aber viele Geschäftsleute waren unsicher in Fragen des guten Benehmens, vor allen Dingen, wenn sie mit ausländischen Geschäftsfreunden umgehen mussten. Da Kayla sprachlich sehr begabt war, hatte sie das Unternehmen tatsächlich modernisieren können. Amerikanische Geschäftsleute und Touristen waren nicht länger den fremdländischen Speisekarten hilflos ausgeliefert, und dank der gezielten Werbung erhielt Kayla inzwischen auch Anfragen von größeren Unternehmen in der City, die Niederlassungen im Ausland hatten.

Ihr eigenes Leben hatte sich auch sehr verändert. Obwohl keineswegs reich, war sie in einem der besseren Viertel Bostons aufgewachsen. Während ihre Schulkameraden immer nach der neuesten Mode gekleidet waren, mussten sie und ihre Schwester ihre Sachen tragen, bis sie ihnen buchstäblich vom Leib fielen. Als Heranwachsende hatte Kayla sich sehr unwohl gefühlt, denn da sie körperlich für ihr Alter ziemlich weit entwickelt war, war sie immer dem Spott der Klassenkameraden ausgesetzt. Die Mädchen machten sich über sie lustig, und die Jungen meinten, dass sie mit Absicht so enge Sachen anzöge.

Und so vergrub sie sich in ihre Bücher und hatte nur einen einzigen Menschen, dem sie vertraute – ihre Schwester.

Sie fröstelte trotz der Hitze, wenn sie an diese Zeit dachte. Aber das alles war jetzt vorbei, und CHARME hatte überlebt. Es war ein richtiges Dienstleistungsunternehmen geworden, das eine sinnvolle Aufgabe zu erfüllen hatte. Sie hatte zwar mal mit dem Gedanken gespielt, Dolmetscherin zu werden, wollte aber die Interessen der Familie nicht zu kurz kommen lassen. CHARME war ein Familienunternehmen, und alles, was die Familie betraf, war Kayla und Catherine heilig.

Sie griff nach ihrem Notizblock. Der Heizungsmonteur hatte noch nicht zurückgerufen; sie würde es also alle halbe Stunde wieder versuchen und machte sich eine entsprechende Notiz.

Im nächsten Jahr würde sie einen ordentlichen Gewinn machen, und dann brauchte sie auch den Tanzsaal mit den großen Spiegeln an den Wänden nicht mehr an Aerobicgruppen zu vermieten. Eine wunderbare Vorstellung. Ihre freie Zeit jetzt sollte sie nutzen, die Buchhaltungsunterlagen von Tante und Onkel durchzusehen. Aber erst musste sie mal frische Luft in das Haus lassen. Sie ging nach vorne, um die Türen und Fenster zu öffnen. Da ging die Türglocke; offensichtlich hatte einer der Kursteilnehmer die Nachricht nicht erhalten.

Sie trat in den Flur und blieb wie angewurzelt stehen. Vor ihr stand ein großer schlanker Mann in einem konservativen Anzug und sah sie mit seinen dunklen Augen durchdringend an. Kayla war froh, dass sie heute nichts zum Mittag gegessen hatte, denn ihr wurde plötzlich ganz flau im Magen. Ihr Atem ging schneller, und sie spürte, wie eine brennende Hitze in ihr aufstieg, die nichts mit der kaputten Heizung zu tun hatte.

Er sah genauso aus wie die Manager, die sie so gern für ihre Kurse gewinnen wollte. Außerdem war er so attraktiv, dass es ihr beinahe die Sprache verschlug.

„Kann ich etwas für Sie tun?“

Er nickte und lächelte linkisch. „Miss Luck?“ Er hob die Hand, überlegte es sich wieder, streckte ihr sie dann aber doch mit so viel Schwung entgegen, dass er fast ihren Brustkorb traf.

Sie legte den Kopf schief. Was für ein merkwürdiges Benehmen, schoss es ihr durch den Kopf. „Ja. Kann ich Ihnen helfen?“

„Bin ich hier richtig bei CHARME?“ Seine Stimme war tief und sexy, was so gar nicht zu seiner ungeschickten Begrüßung passte.

„Ja, das sind Sie.“ Sie lächelte. „Ich bin Kayla Luck, die Inhaberin.“ Sie gab ihm die Hand.

„Ich freue mich, Sie kennenzulernen, Miss Luck.“ Ohne Vorwarnung schüttelte er ihr die Hand, heftig und lange. „Oder Mrs.?“ Er hielt kurz inne. „Entschuldigen Sie, ich hätte vorher fragen sollen, ich meine, es ist sehr unhöflich und beleidigend für eine Dame …“

„Miss oder Mrs., das ist mir egal“, unterbrach sie ihn und entzog ihm schnell die Hand, bevor er ihr den Arm auskugeln konnte. Wieder fand sie sein Verhalten irgendwie merkwürdig.

„Nicht verheiratet“, sagte er und grinste. „Heute ist mein Glückstag.“ Er schüttelte den Kopf. „Entschuldigen Sie, das war dumm. So was hören Sie doch sicher dauernd.“

„Das kann man wohl sagen. Was kann ich … also, ich meine, was kann CHARME für Sie tun, Mr. …?“

„McDermott. Kane McDermott.“

„Kommen Sie wegen des Wein-Kursus? Der musste heute nämlich leider ausfallen.“

Er wischte sich mit dem Handrücken über die Stirn. „Ich kann mir vorstellen, warum. Es ist hier ja heiß wie in einem...



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