Buch, Deutsch, Band 45, 444 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 190 mm, Gewicht: 516 g
Reihe: Klassiker
Die Hölle von Stalingrad
Buch, Deutsch, Band 45, 444 Seiten, Format (B × H): 125 mm x 190 mm, Gewicht: 516 g
Reihe: Klassiker
ISBN: 978-3-565-31459-1
Verlag: epubli
Es gibt Bücher, die liest man nicht zur Unterhaltung – man erleidet sie. Theodor Plieviers „Stalingrad“ ist ein solches Werk. Geschrieben im Jahr 1945, noch während der Rauch über den Trümmern Europas hing, ist dieser Roman kein Heldenepos, sondern eine radikale Inventur des menschlichen Zerfalls.
Plievier verzichtet auf die falsche Romantik des Soldatenlebens. Er führt uns direkt in den Kessel, in die Kälte und den Hunger, dorthin, wo Ideologien vor der nackten Angst versagen. Seine Sprache ist ein Dokument des Schreckens, das den Leser packt und nicht mehr loslässt. Es ist die Stimme derer, die in den namenlosen Massengräbern der Geschichte verschwunden sind.
In einer Zeit, in der das ferne Echo des Krieges wieder lauter zu werden scheint, bleibt „Stalingrad“ ein unentbehrlicher Mahner. Es fordert uns auf, hinzusehen, wo andere wegsehen, und die bittere Wahrheit über den Krieg als das zu begreifen, was er ist: die totale Vernichtung des Menschlichen.




