E-Book, Deutsch, Band 0366, 192 Seiten
Reihe: Julia Extra
Porter / Lawrence / Crews Julia Extra Band 366
1. Auflage 2013
ISBN: 978-3-95446-591-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
E-Book, Deutsch, Band 0366, 192 Seiten
Reihe: Julia Extra
ISBN: 978-3-95446-591-0
Verlag: CORA Verlag
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark
FALSCHES SPIEL - WAHRE GEFÜHLE von CREWS, CAITLIN
'Sie müssen mir gehorchen!' Becca erschauert bei Theo Markou Garcias Worten. Doch sie hat keine Wahl. Um die Zukunft ihrer Schwester zu sichern, wird sie künftig die Verlobte des atemberaubend attraktiven Unternehmers spielen. Auch wenn sie ihm dazu gefährlich nah kommen muss ...
NUR EINMAL - ODER FÜR IMMER? von ASHTON, LEAH
Beim Speed-Dating ist für Sophie niemand dabei. Doch die frisch getrennte Singlefrau braucht dringend einen Mann - natürlich nur für die Hochzeit ihrer Freundin! Da macht ihr der sexy Barbesitzer Dan Halliday spontan einen aufregenden Vorschlag, zu dem sie nicht Nein sagen kann ...
DIE PRINZESSIN UND DER SCHEICH von PORTER, JANE
Prinzessin Emmeline will eigentlich nur für einen Tag die Rolle mit der Amerikanerin Hannah tauschen. Aber dann wird sie überraschend von deren heißblütigem Boss Scheich Makin per Privatjet in sein Wüstenreich entführt - und verliebt sich gegen jede Vernunft ...
VERFÜHRT IM SCHLOSS DES STOLZEN SPANIERS von LAWRENCE, KIM
Es beginnt mit einem leidenschaftlichen Kuss im Garten seines spanischen Schlosses ... Eiskalt versucht Santiago Silva die betörende Lucy zu verführen. Natürlich nur, um seinem Bruder zu beweisen, wie skrupellos Lucy ist. Ein gewagter Plan mit ungeahnten Folgen ...
Bereits in der Grundschule schrieb Jane ihr erstes Manuskript: Es war 98 Seiten lang und wurde von einem Jungen in ihrer Klasse zerrissen. Jane weinte, der Junge musste die zerrissenen Seiten zusammenkleben und kam mit einer Verwarnung davon, während Jane fürs Schreiben im Unterricht bestraft wurde und so lernte, dass die Schule für einen wahren Künstler nicht der geeignete Ort ist. Trotzdem ließ sie sich davon nicht entmutigen und schrieb weiter, hauptsächlich Gedichte, die in Zeitungen und in Teenagermagazinen veröffentlich wurden. Als ihre Eltern, beide Lehrer, für ein Jahr nach Europa gingen, durfte Jane sie begleiten. Sie liebte England und Italien - und ganz besonders die italienischen Männer! Janes Vater starb, als sie 15 Jahre alt war, und in den darauffolgenden Jahren begleitete sie ihre Mutter in viele verschiedene Länder. Sie interessierte sich für fremde Kulturen und las sehr viel. Später studierte sie in Südafrika, Japan und Irland. Ihre ersten vier Manuskripte, die sie während des Studiums schrieb, wurden von den Verlagen abgelehnt. Aber Jane lernte weiter, veröffentlichte Artikel, lehrte, heiratete, bekam zwei Söhne, und im Jahr 2000 war es dann so weit: Ihr erster Roman wurde angenommen und veröffentlicht. Endlich ging der Traum, den sie schon als kleines Schulmädchen gehabt hatte, in Erfüllung. Jane Porter lebt mit ihrem Mann und den kleinen Söhnen in Seattle im amerikanischen Bundesstaat Washington.
Autoren/Hrsg.
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1. KAPITEL
Alejandro musste in der Mynt Lounge sein.
Wenn er sich nämlich nicht im schicksten Club von ganz South Beach aufhielt, konnte das nur bedeuten, dass er bereits abgereist war. Denn alle anderen angesagten Clubs hatte sie schon nach ihm abgesucht, da sie unbedingt mit ihm reden musste.
Prinzessin Emmeline d’Arcy von Brabant stieg aus dem Taxi und strich sich eine lange Haarsträhne hinters Ohr. Alejandro musste endlich Vernunft annehmen und sich ihre Argumente anhören. Er würde sicherlich seine Meinung ändern, wenn er erst einmal begriffen hatte, was auf dem Spiel stand.
Ihr Name.
Ihr Ruf.
Vor allem: die Zukunft ihres gemeinsamen Kindes.
Ihr Magen rebellierte kurz, aber sie unterdrückte die Übelkeit. Ihr durfte jetzt nicht schlecht werden; schließlich hing alles von den nächsten fünf Minuten ab.
Prinzessin Emmeline atmete durch und stolzierte an der langen Warteschlange vor dem Club vorbei zur Eingangstür.
Alejandro würde gewiss das Versprechen halten, das er ihr gegeben hatte.
Als sie am Eingang angekommen war, öffnete der Türsteher die rote Samtkordel, um sie in den exklusiven Club einzulassen. Auch wenn er sie nicht persönlich kannte, begriff er instinktiv, dass sie eine wichtige Persönlichkeit war. Und in der angesagten Mynt Lounge verkehrten nur Promis, Models und andere VIPs.
Im Inneren des dämmerigen Clubs hingen Diskokugeln von der Decke, Go-Go-Girls tanzten in knappen Kleidern und hohen Stiefeln auf dem Tresen. Ein Strahler hinter dem DJ-Pult tauchte die Menge auf der Tanzfläche abwechselnd in lila, weißes und goldenes Licht.
Die Prinzessin blieb stehen und schaute sich nach Alejandro um. Innerlich betete sie, dass er noch nicht nach Greenwich aufgebrochen war, wo morgen das Poloturnier stattfinden sollte.
Eine Kellnerin kam mit einem Tablett Cocktails auf sie zu, doch Emmeline schüttelte den Kopf. Sie war nicht hier, um zu feiern. Sie wollte nur sicherstellen, dass Alejandro das Richtige tat. Er war mit ihr ins Bett gegangen; sie war schwanger geworden. Jetzt sollte er die Verantwortung für sie und das Kind übernehmen.
Sie wollte einen Ring, einen Hochzeitstermin und einen Vater für das Baby.
Das war er ihr schuldig.
Später würden sie auf seinem Anwesen in der Nähe von Buenos Aires leben, weitere Kinder bekommen und Pferde züchten.
Das entsprach natürlich nicht der Zukunft, die ihre Eltern sich für sie vorgestellt hatten. Denn eigentlich hätte sie König Zale Patek heiraten und Königin von Raguva werden sollen. Ihre Familie würde entsetzt reagieren. Alejandro war nicht adlig und hatte zudem noch einen zweifelhaften Ruf. Aber wenn sie einmal verheiratet wären, würden ihre Eltern ihn schon akzeptieren. Alejandro besaß Geld und würde für sie sorgen, wenn er ihre Lage erst einmal begriffen hatte. Eine Prinzessin als alleinerziehende Mutter war schließlich unvorstellbar.
Obwohl sie König Zale Patek niemals hatte heiraten wollen, achtete sie diesen Mann immerhin. Das konnte sie von Alejandro nicht gerade behaupten. Trotzdem hatte sie mit ihm geschlafen.
Wie dumm es war, mit jemanden zu schlafen, den man nicht liebte! Allerdings hatte sie sich ihm nur hingegeben, weil sie gehofft hatte, dieser jemand würde sie lieben, beschützen und vor ihrem Schicksal retten.
Sie schluckte schwer und strich den türkisblauen Satinstoff ihres Cocktailkleides glatt. Unter den zitternden Händen spürte sie deutlich, wie stark sie in der letzten Zeit abgenommen hatte. Noch nie war sie so dünn gewesen, aber seit einigen Tagen konnte sie einfach nichts bei sich behalten. Inständig hoffte sie, dass sich die Übelkeit legen würde, wenn die ersten drei Monate überstanden waren.
Plötzlich hörte sie aus dem VIP-Bereich das vertraute tiefe Lachen – Alejandro. Also war er hier.
Seit Tagen war er ihr aus dem Weg gegangen und hatte ihre Anrufe ignoriert. Wenn er sie jetzt sähe, würde ihm bestimmt wieder einfallen, dass er sie anbetete. Schließlich hatte er das zu ihr gesagt. Fünf Jahre lang hatte er sie unaufhörlich bestürmt und ihr seine ewige Liebe geschworen. All die Jahre hatte sie nicht auf seine Avancen reagiert, bis sie für einen kurzen Moment schwach geworden war und ihm ihre Jungfräulichkeit geschenkt hatte.
Das Erlebnis war ganz und gar nicht so leidenschaftlich gewesen, wie sie es sich vorgestellt hatte. Alejandro hatte ungeduldig gewirkt, beinahe gereizt. Die Leere, die sie während des Liebesakts empfunden hatte, hatte sie überrascht, aber sie redete sich ein, dass es beim nächsten Mal anders werden würde. Wenn sie erst einmal in ihn verliebt wäre, würde sie lernen, sich zu entspannen. Die Leute sagten doch immer, dass Sex mit einem geliebten Menschen etwas Wundervolles sei.
Aber ein nächstes Mal hatte es nicht gegeben. Und jetzt war sie schwanger.
Dabei war sie mit einem anderen Mann verlobt. Die Ehe war arrangiert worden, als sie noch ein Kind gewesen war. Die Hochzeit sollte in zehn Tagen stattfinden. Natürlich konnte sie König Patek nicht heiraten, da sie bereits das Kind eines anderen unter dem Herzen trug. Alejandro musste Verantwortung zeigen und sich wie ein Ehrenmann benehmen.
Erhobenen Hauptes betrat sie die VIP-Lounge und entdeckte Alejandro sofort. In seinem weißen Hemd, unter dem man die behaarte Brust und die sonnengebräunte Haut sah, war er nicht zu übersehen. Allerdings war er nicht allein. Eine aufsehenerregende Brünette in einem schockierend kurzen roten Minikleid saß auf seinem Schoß.
Das blutjunge Model Penelope Luca, erkannte Emmeline. Penelope saß nicht nur auf Alejandros Schoß. Vielmehr steckte Alejandros Hand unter ihrem kurzen Rock, und sein Mund klebte förmlich an ihrem Hals.
Für eine Sekunde stand Emmeline stocksteif da. Der Anblick der beiden machte sie sprachlos.
Dann empfand sie tiefe Kränkung.
Das war der Mann, der ihr ewige Liebe geschworen hatte? Der Mann, dem sie ihre Zukunft geopfert hatte?
„Alejandro.“ Ihre Stimme schnitt klar und deutlich durch den Lärm. Alle Köpfe drehten sich zu ihr um. Alle Augen waren auf sie gerichtet, aber sie nahm nur Alejandro wahr.
Er sah sie unter schweren Lidern an, die Lippen noch immer auf den Hals des Mädchens gepresst. Ein spöttischer Ausdruck zog über sein Gesicht.
Emmelines Beine zitterten. Der Raum schien sich zu drehen.
Er scherte sich nicht weiter darum, dass sie ihn mit Penelope erwischt hatte. Ihre Gefühle interessierten ihn nicht, weil er sich nie etwas aus ihr gemacht hatte.
Erst jetzt erkannte sie, dass für ihn alles nur ein Spiel gewesen war. Es hatte ihn gereizt, eine Prinzessin zu verführen. Die Herausforderung. Die Jagd. Die Eroberung. Sie war nichts weiter als eine Trophäe, die er sich übers Bett hängte. Und nachdem er sie einmal besessen und ihr die Unschuld genommen hatte, ließ er sie einfach fallen. Als wäre sie ein Niemand.
Wut und Schmerz machten sie beinahe blind. Wut über sich selbst, Schmerz wegen ihres Kindes. Sie hatte dumm gehandelt und trug ganz allein die Schuld. Aber war das nicht schon immer ihr wunder Punkt gewesen, dass sie sich nach Liebe und Anerkennung sehnte?
Ihre Schwäche beschämte sie, Übelkeit stieg in ihr hoch.
„Alejandro“, sagte sie noch einmal. „Wie kannst du es wagen, mich zu ignorieren!“
Aber er würdigte sie keines weiteren Blickes.
Tränen brannten in ihren Augen. Sie machte einen Schritt auf ihn zu. „Du bist ein Lügner und Betrüger. Ein unverschämter Mensch, der … „
„Aufhören.“ Eine tiefe männliche Stimme unterbrach sie, und sie spürte eine Hand auf ihrer Schulter.
Vergeblich versuchte sie, die Hand abzuschütteln. Sie war noch nicht fertig mit Alejandro. „Du wirst Verantwortung übernehmen müssen“, sagte sie mit vor Wut zitternder Stimme.
„Es reicht“, sagte Scheich Makin Al-Koury, den Mund ganz nah an Hannahs Ohr. Er war furchtbar wütend. Das lag nur daran, dass seine Assistentin für mehrere Tage spurlos verschwunden gewesen war und er sie wie einen streunenden Hund hatte aufspüren müssen. Zumindest redete er sich das ein. Denn eigentlich gab es noch einen anderen Grund für seine Wut.
Es lag an Hannah selbst. Sie sah so anders aus als sonst … so sexy in dem engen Kleid und den High Heels.
Unmöglich. Hannah war nicht sexy. Und doch schmiegte sich das Cocktailkleid so eng an ihren Körper, als sei es aufgemalt. Der blaue Satinstoff umschmeichelte ihre kleinen, festen Brüste und betonte ihren runden Po.
Die Tatsache, dass er ihren Po wahrnahm, irritierte ihn. Noch nie zuvor hatte er ihren Körper beachtet, ja, ihm war noch nicht einmal aufgefallen, dass sie überhaupt einen besaß. Und doch stand sie jetzt vor ihm, in diesem hautengen Kleid, mit den rauchig geschminkten Augen und dem langen dunklen Haar.
Ihre herrlichen Locken, die sich über ihren Rücken ergossen, lenkten seinen Blick erneut auf ihren Po. Sofort schoss Verlangen durch seinen Körper.
Makin biss sich auf die Unterlippe. So weit kam es noch, dass er auf seine Assistentin reagierte wie ein unreifer Schuljunge. Schließlich arbeitete sie seit fast fünf Jahren für ihn. Was war nur mit ihm los?
Sie versuchte, sich von ihm loszureißen, und seine Hand glitt über die weiche nackte Haut ihrer Schulter. Sie fühlte sich so heiß und sexy an, wie sie aussah. Und sein Körper sprang sofort auf sie an.
Verärgert drehte Emmeline d’Arcy den Kopf, um einen Blick auf ihren Peiniger zu erhaschen. Alles, was sie sah, waren...




