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Pratchett | Vollsthändiger und unentbehrlicher Atlas der Scheibenwelt | E-Book | www.sack.de
E-Book

E-Book, Deutsch, 128 Seiten

Pratchett Vollsthändiger und unentbehrlicher Atlas der Scheibenwelt


1. Auflage 2017
ISBN: 978-3-641-22164-5
Verlag: Goldmann
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark

E-Book, Deutsch, 128 Seiten

ISBN: 978-3-641-22164-5
Verlag: Goldmann
Format: EPUB
Kopierschutz: 6 - ePub Watermark



Dieser prächtige Atlas liefert nicht nur eine Gesamtübersicht über die faszinierende Geographie der Scheibenwelt, sondern eignet sich ebenso als zuverlässiger Reiseführer. So entführt er den Leser in die wundersamsten Welten – von den Würzinseln über die Wüsten von Klatsch bis hin zu den Spitzhornbergen – und versorgt ihn mit allen notwendigen Informationen über Kultur und Bewohner. Darüber hinaus enthält er eine großformatige, ebenso detailreiche wie künstlerisch ansprechende Landkarte der gesamten Scheibe. Ein Werk, unverzichtbar für all diejenigen, die mehr über die phantastische Welt auf dem Rücken der Schildkröte erfahren wollen.



Terry Pratchett, geboren 1948, schrieb 1983 seinen ersten Scheibenwelt-Roman – ein großer Schritt auf seinem Weg, einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt zu werden. Von Pratchetts Romanen wurden weltweit 85 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 40 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur verlieh ihm Queen Elizabeth sogar die Ritterwürde. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.

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Weitere Infos & Material


DAS KÖNIGREICH UND DER FORST VON SKUND

REGIERUNGSFORM: Monarchie, derzeitige Regentin ist Königin Agantia.

RELIGION: Basiert größtenteils auf Pilzen. Schamanen stehen in Kontakt mit den Naturgeistern Poaxci, Skelde und Umcherrel, außerdem mit Felsbrocken, ungewöhnlich geformten Wolken und den interessantesten ihrer eigenen Zehen.

EXPORTGÜTER: Empfindsames Nutzholz

Der verzauberte Forst von Skund scheint sich auf ein Gebiet zu begrenzen, das sich vom unteren Ankh-Tal aus in entgegengesetzter und nabenwärtiger Richtung erstreckt und bis zum Berg Oolskunrahod, dem höchsten Punkt, ansteigt. Der große Abenteurer, Schwertkämpfer und Kavalier Graf G. Casanunter hat uns zuverlässig darüber informiert, dass das Königreich Skund an seiner nabenwärtigen Grenze ein befestigter Stadtstaat ist, welcher derzeit von Königin Agantia regiert wird. Der Forst blickt auf eine unruhige Vergangenheit zurück, in der gewisse Abschnitte gezwungen waren, auf Geheiß unterschiedlicher magischer Anweisungen große Entfernungen zurückzulegen. Auch einzelne Bäume können herumspazieren und sprechen jeden an, dem sie über die Füße stolpern (normalerweise entschuldigen sie sich dafür). Skund ist die Heimat vieler barbarischer Helden, die hier womöglich heimisch wurden, als der Wald gerade in der Nähe der Nabe weilte, und hat auch schon Anhängern der Knusperhäuschenhexenschule Unterschlupf gewährt. Das Verhalten vieler Waldbewohner ließ schon immer zu wünschen übrig, und das überall spürbare Gefühl einer unheimlichen Bedrohung wirkt auf mögliche Besucher nicht gerade einladend. Mit Ankunft der Eisenbahn wurden Versuche unternommen, den Wald für den Tourismus zu öffnen. Mit dieser Aufgabe wurde die Kommission Zauberwald betraut, die sich auch der Erhaltung von Spezies wie der Fünfköpfigen Vampirziege widmet. Diese ist zahlenmäßig sehr zurückgegangen – auf Grund von Bejagung und weil sie immer wieder von ihrem natürlichen Lebensraum verlassen wurde, wenn der Wald weiterwanderte.

DIE DREHWÄRTIGE STO-EBENE

Das Gebiet, das sich drehwärts von Ankh-Morpork bis zur Grenze zum Herzogtum Quirm erstreckt, erfuhr durch den Bau der Eisenbahnlinie von Ankh-Morpork nach Quirm in den vergangenen Jahren einen großen Entwicklungsschub. Zu diesem Landstrich gehören kleinere Siedlungen sowie große Flächen kaum erschlossenen und nur schwer zu kartographierenden Landes.

Geographie und Klima

Die Drehwärtige Sto-Ebene weist höchst unterschiedliches Terrain auf. Die Küstenregion rings um Holy Wood ist ein unfruchtbarer Landstrich, dessen Sanddünen vom ParaMountain überragt werden, einem einzelnen, nicht besonders hohen Hügel. In drehwärtiger Richtung fällt das Land zu den als Niedermoor bekannten Sümpfen ab. Weiter landeinwärts schließen sich fruchtbare, landwirtschaftlich genutzte Gebiete mit kleinen Bauernhöfen, Obstgärten und Wäldern an, von denen vor allem der Effing-Forst erwähnenswert ist.

DER EFFING-FORST

Fünfzig Meilen drehwärts von Ankh-Morpork gelegen, ist er ein hauptsächlich von Holzfällern und Holzarbeitern bewohntes Waldgebiet. Hier und da trifft man auf kleine, familienbetriebene Kohlebergwerke. Die ländliche und bis vor Kurzem noch sehr isoliert lebende Bevölkerung hat mit der Ankunft der Eisenbahn einen neuen Markt für ihre Produkte entdeckt. Das wunderschöne, natürlich gemaserte Eichenholz, das in diesem Forst wächst, ist bei den anspruchsvollen Möbeltischlern und Innenarchitekten von Ankh-Morpork überaus begehrt.

RAPPENMOSCHEL

Rappenmoschel wurde erst mit dem Bau der Eisenbahnlinie bekannt. Die kleine Stadt liegt nicht weit vom Niedermoor entfernt und ist von kleineren Weilern und Gehöften umgeben, wo der Rhythmus des Lebens eher vom Kalender der Pferderennen als von landwirtschaftlichen Notwendigkeiten bestimmt wird. Hier werden herrliche Rennpferde mit langen Stammbäumen und noch längeren Namen gezüchtet, und zwar von Leuten, die sich auf der Rennbahn ebenso gut auskennen wie mit dem Brauen eines schmackhaften dunklen Starkbiers aus selbstgezogenem Hopfen, heimischer Gerste und reinem Quellwasser.

DAS NIEDERMOOR

Ein feuchtheißes, mit zahlreichen Vogelarten gesegnetes und von großen Flächen wogenden Schilfrohrs gesäumtes Sumpfgebiet an der Küste, das nur wenige trockene Stellen aufweist – und auch die nicht immer. Die Bewohner, die sich im Lauf von Generationen an diese Lebensbedingungen angepasst haben, leben auf großen Flößen, die sie auch bepflanzen. Sie destillieren aus der heimischen Flora und Fauna einen heilsamen medizinischen Absud, weshalb die Apothekergesellschaft vermutet, dieses Gebiet könnte womöglich eine Zukunft als natürliches Arzneibuch der Welt haben. Trotzdem bleibt das Moor für jeden unachtsamen Besucher nach wie vor ein gefährlicher Ort, und die meisten Reisenden begnügen sich mit einem Blick aus dem Zug von Quaiermünde nach Rappenmoschel.

DAS QUAIERTAL

Vom Effing-Forst aus in nabenwärtiger Richtung fließt der Quaier durch eine beschaulich-ländliche Region. Sie gehört noch zum Herrschaftsgebiet von Ankh-Morpork und grenzt an die konkurrierenden Stadtstaaten Pseudopolis und Quirm.

Geographie und Klima

Der Quaier entspringt am Fuß des Kreidelands, sein Oberlauf markiert die entgegengesetzte Grenze des Oktarinen Graslandes. Von dort aus durchfließt er die Grafschaften und schlängelt sich schließlich bis zu seinem weitgefächerten Delta in Quirm. Die Verlandung des Quaier in den Grafschaften wurde im Lauf der Zeit immer schlimmer, aber jüngste Bodenanalysen am Flussufer haben eine mögliche Ursache des Problems aufgedeckt: Der Schlamm besteht größtenteils aus Kuhdung. An den Ausläufern der Karackeberge, am nabenwärtigen Rand der Grafschaften, gibt es einige Felsen mit vielen Höhlen und Tunneln, die Überhang genannt werden.

Es herrscht ein zumeist gemäßigtes Klima, im Sommer jedoch brauen sich entlang des Quaier immer wieder heftige Gewitter zusammen.

Landwirtschaft und Handel

Der Quaier ist ab Überhang schiffbar. Haupttransportmittel der Region sind von Ochsen angetriebene Flussschiffe. Das Befahren des auch als »der Trügerische« bekannten Flusses erfordert viel Geschick und Übung, und die Zoon-Lotsen, die die vielen Frachtkähne den Fluss hinauf- und hinabsteuern, kennen jede Biegung, jede Untiefe und jedes Krokodil mit Namen. Die Schiffe befördern Eisenerz und Kohle aus Überhang, Wolle aus dem Kreideland und Vieh, Gemüse und Obst von den wohlhabenden Höfen in den Grafschaften hinunter nach Quirm. Auf der Rückreise nehmen sie Fisch, veredelten Karamell, Wein, Weinbrand, Tabak und Luxusartikel für die reichen Bewohner der Grafschaften auf. Kleinere Siedlungen am Flussufer bieten Dienstleistungen wie Bootsreparaturen und Unterkunft für Ochsen und Besatzung an.

Ganz neu im Quaiertal ist die lange Reihe geduckter Schuppen mit flachen Dächern, die sich wie eine hölzerne Raupe in die Landschaft schmiegt. Darin bildet ausgestreuter Ochsendung den idealen Untergrund für die Pilzzucht und den Anbau von Rhabarber. Das Pilzgeschäft hat sich in den letzten Jahren rasch entwickelt, nachdem Goblins in diesen Schuppen einen idealen Wohnraum fanden. Dort rühren sie eine kräftige Suppe zusammen, die ihren Weg in die eleganten Speisesäle der Ausflugsdampfer, aber auch in die Bordküchen der Frachtkähne gefunden hat. Die Rhabarberschuppen wiederum werden für das rapide Anwachsen der Bevölkerung der Kleinstadt Pfeifers Lager verantwortlich gemacht. Man munkelt, dass nicht wenige Kinder, die inzwischen die einheimische Schule füllen, in der Wärme und Dunkelheit beim Rascheln des schnellwachsenden Rhabarbers empfangen wurden.

Auch der Tourismus trägt zur heimischen Wirtschaft bei, da luxuriöse Vergnügungsschiffe wie die bekannte Roberta E. Biskuit den Fluss hinauf- und hinabfahren. Sie verschaffen sowohl den hübscheren Dorfmädels, die gut tanzen können, als auch ihren Schwestern, die in der großen Dampfwäscherei in Beckermanns Knauf unterkommen, neue Verdienstmöglichkeiten.

Old Treachery

DIE GRAFSCHAFTEN

In dieser hübschen Gegend mit vielen wunderschön gestalteten Landschaftsparks haben die reichen Familien aus Ankh-Morpork ihre Zweitwohnsitze errichtet. Hierher entfliehen sie der rußigen Luft der Hauptstadt, um sich ländlichen Beschäftigungen und der Produktion auf ihren wohlgeführten Höfen zu widmen. Deren Erzeugnisse genießen den Ruf ungewöhnlicher Qualität, besonders in Ankh-Morpork und Quirm, wo eine hübsch verpackte Wurst aus der Domäne Rust oder ein Karton Komplizierte Crundell-Eier hohe Preise erzielen. Die Ortschaft Ham-am-Egg (wegen der vielen hochglanzpolierten Kutschen, in denen die Crème de la Crème Ankh-Morporks durch die Gegend fährt, von der einheimischen Bauernschaft auch Ham-an-der-Waffel genannt) beliefert die ganze Gegend und verfügt inzwischen über eine Klacker-Station, aber auch über ein eingeführtes Priesterseminar, das Theologische Kolleg St. Onan. Dieses ist über die Region hinaus als der Ort bekannt, wo das Spiel Krocket erfunden wurde.

Die Bevölkerungsstatistik zeigt, dass in den Grafschaften hauptsächlich Menschen leben, es existiert jedoch eine ansehnliche Goblin-Gemeinde rings um Oberüberhang und Unterüberhang sowie in Niednagel. Diese inzwischen geschützte Minderheit muss sich nicht mehr von Plünderern ihre wertvollen Unggue-Töpfe stehlen lassen, und auch den Presspatrouillen wurde ein Ende gemacht. Ihr angeborenes technisches Geschick macht die Goblins zu wertvollen Mitarbeitern des Großen...


Jung, Gerald
Gerald Jung studierte Germanistik, Amerikanistik und Anglistik, und übersetzt seit vielen Jahren Literatur für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Zum seinem Übersetzungswerk gehören u.a. AutorInnen wie Joyce Carol Oates, Jeffery Deaver, Ray Bradbury, Terry Pratchett, Mary E. Pearson und Jonathan Stroud. Seit einigen Jahren übernimmt er auch Übersetzungen im Bereich Kino- und TV-Filme. In seiner Freizeit beschäftigt er sich mit Literatur, Kino, Musik, Geschichte und Motorradfahren.

Pratchett, Terry
Terry Pratchett, geboren 1948, schrieb 1983 seinen ersten Scheibenwelt-Roman – ein großer Schritt auf seinem Weg, einer der erfolgreichsten Autoren Großbritanniens und einer der populärsten Fantasy-Autoren der Welt zu werden. Von Pratchetts Romanen wurden weltweit 85 Millionen Exemplare verkauft, seine Werke sind in 40 Sprachen übersetzt. Für seine Verdienste um die englische Literatur verlieh ihm Queen Elizabeth sogar die Ritterwürde. Terry Pratchett starb am 12.3.2015 im Alter von 66 Jahren.



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